Hallo !
Nach meiner Chemo bin auch ich "impotent" !
Meine Libido ist weg !!!!
Ich bin trotzdem nocch total empathisch , aber habe halt kein sexuelles Verlangen,
Guten Morgen liebe Tiger..
Impotenz? Gibt es eigentlich nur im Kopf. Empathie, Zärtlichkeit, liebevolle Blicke, Berührungen... sind die Basis jeder Beziehung und in vieler Hinsicht heilend. Ohne Erwartungshaltung oder Zwang Nähe genießen und versuchen offen zu sein. Es muss ja nicht, aber vielleicht darf es irgendwann mit dem richtigen Partner sein. Das wünscht dir jedenfalls vom ganzen Herzen Hans
Klar Hans, man kann sich natürlich alles schönreden. Die Fakten sehen allerdings anders aus.
Hans0449 hat geschrieben: Guten Morgen liebe Tiger..
Impotenz? Gibt es eigentlich nur im Kopf. Empathie, Zärtlichkeit, liebevolle Blicke, Berührungen... sind die Basis jeder Beziehung und in vieler Hinsicht heilend. Ohne Erwartungshaltung oder Zwang Nähe genießen und versuchen offen zu sein. Es muss ja nicht, aber vielleicht darf es irgendwann mit dem richtigen Partner sein. Das wünscht dir jedenfalls vom ganzen Herzen Hans


Ich sehe das so wie du !
Ich auch.
https://www.krebsinformationsdienst.de/ ... litaet.pdf


Natürlich ist ein liebevoller, sensibler Partner wichtig.

Aber der Verlust der Libido hängt bei einer Krebserkrankung mit Chemotherapie sicher nicht vom Kopf ab, sondern kann von mehreren Faktoren ausgelöst werden.

Bei Krebserkrankungen wird man doch umfassend informiert.

Wenn dein Nochmann Probleme hat, dann gibt ihm doch das zu lesen.
@Melissa,
ich könnte mir vorstellen, dass, wenn man um sein Leben kämpft, und das ist ja so bei einer Chemotherapie, das sexuelle Verlangen sehr gemindert ist, und das geschieht nach meiner Ansicht im Kopf und hat vielleicht gar nicht so viel mit den Medikamenten zu tun?!
Man ist erschöpft, in großem Maße auch seelisch.
ich denke schon, dass es auch viel mit den Medikamenten zu tun hat, die der Körper dann auch verarbeiten muss, mit all den Nebenwirkungen, zu denen Impotenz bzw. Lustlosigkeit auch gehören wird...

das sind Nebenwirkungen, mit denen man dann im Bereich des Genesens bestimmt nicht gerechnet hat, sich dann aber damit auseinandersetzen muss...

ich hoffe für die Betroffenen, es schleicht sich wieder aus
Milafranzi, da du mich ansprichst,
ich glaube, in dem Beitrag des Links steht alles drin.
auch wenn im verlinkten Text alles Wesentliche gedruckt ist . . .
kann und muss man über diese sehr persönlichen und intimen Themen reden.
Denn wenn jedes Reden darüber abgewürgt wird verstärkt sich die Sprachlosigkeit. Und die Sprachlosigkeit ist das grösste Problem in der Beziehung.

meint Buzico
Melissa56 hat geschrieben: Bei Krebserkrankungen wird man doch umfassend informiert.



Nein, wird man eben oft genug nicht.......Man hat die Möglichkeit, sich selber zu informieren.
Aber es gibt unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Krebserkrankungen, unterschiedliche Verläufe, unterschiedliche Nachwirkungen und vor allen Dingen unterschiedliche Meinungen. Zuviel "Information" kann auch ganz schön verwirren.

Was ich selber festgestellt habe, dass auch Ärzte zum Teil ganz schön überfordert sind. Was bleibt? In den eigenen Körper hinein hören. Sich eine eigene Meinung bilden und einen eigenen Weg finden.

Ich habe selbst, vor vielen Jahren eine Krebserkrankung mit diversen Behandlungen hinter mich gebracht. Bin mit der ersten Chemo innerhalb von ein paar Stunden in die Wechseljahre katapultiert worden. Bei mir hat das im Bereich "Libido" keinerlei Spuren oder Auswirkungen hinterlassen.

Ich weiß aber von anderen Patientinnen, die das anders erleben und erlebt haben

Der Status Quo muss ja auch nicht zwangsläufig ein Status Quo bleiben. Insofern stimme ich Hans0449 in gewisser Weise zu.

Ob der Zustand, so wie du ihn empfindest, Aus- und Nachwirkungen der Chemo , hormonell bedingt oder gar in deiner Psyche ihre Ursache haben, kann hier keiner ermessen. Ist ja auch vermutlich nicht das Thema dieses Threads.

Das hört sich jetzt vielleicht banal an, aber, ganz ehrlich, wir sind dem Tod von der Schippe gesprungen. Also lass uns das Leben feiern!
Auch wenn der verständnisvolle und feinfühlige Partner, den du dir vielleicht wünschst, gerade noch nicht da ist :wink:
Um Buziko zu antworten:
Natürlich muß man in einer Partnerschaft darüber reden. Aber wie es Sonnenkind so treffend beschreibt, ist es ja sehr unterschiedlich, wie der einzelne reagiert und vor allem, wie lange nach der Behandlung es anhält oder auch nicht.
Allerdings sind diese Gespräche zwischen Partnern auch sinnvoller, wenn man genügend informiert ist. Stell dir vor, ein Mann hätte keine Erektion mehr und die Partnerin würde sagen, das findet alles nur in deinem Kopf statt, es hängt von dir ab.......
Es kommt auch darauf an, wie alt man ist. Junge Menschen müssen oder sollen vielleicht auf Kinder verzichten, das sind auch nochmal ganz andere Probleme.
Ich könnte mir vorstellen, daß einem in der Akutphase der Krankheit alles andere mehr interessiert als Sex.
MICH würde es sicher aber sehr stressen, wenn ein Partner mit mir "darüber" reden wollte. Es hängt natürlich generell vom Stellenwert ab, den Sex beim einzelnen und in der Beziehung hat. Ich könnte mir vorstellen, daß ich da auch nicht anderweitig sexuell stimuliert werden möchte.
Aber ich war noch nie von dieser schweren Krankheit betroffen und kann mich nur als Angehörige von Kranken da hineinfühlen.
Ich habe schon zweimal bei "gestandenen" Männern erlebt, daß ihnen ihr Haarausfall und ob die Haare wieder wachsen, wichtiger war als ihre Erektion.

Dass man sich um Informationen leider viel selbst kümmern muß, das glaube ich auch.


Es hängt wohl auch von verschiedenen Faktoren ab, ob man öffentlich darüber schreiben möchte.
Wenn ich da ein Bedürfnis hätte, würde ich lieber ein Krebsforum wählen, als hier Einzelheiten meines Intimlebens preiszugeben. Deshalb würde ich die TE lieber nicht ermuntern, hier weiterzuschreiben, eher würde ich ihr davon abraten.
Selbsthilfegruppen stehe ich etwas kritisch gegenüber, aber um solche Themen zu besprechen, sind sie vielleicht auch sinnvoll.

Aber auch das ist individuell verschieden.
Es kommt ja darauf an, ob Tigerweibchen mit diesem Thread einen interessierten Mann finden oder sich mit ebenfalls betroffen Frauen austauschen möchte.

Krebsforen sind so eine Sache....In der akuten Phase können sie hilfreich sein. Ist man aus der Behandlung raus, sind sie, jedenfalls für mich, sehr, sehr deprimierend. Man möchte da nicht wirklich lesen, wer in welcher Form ein Rezidiv hat......

Leider verfügt unser Gesundheitssystem nicht über ausreichen Psycho-Onkologen. Wenn es welche gibt, haben sie irre lange Wartezeiten.
Und auch die, die das System Langzeitüberlebende nennt, haben viel zu wenig verständnisvolle Anlaufstellen für Probleme nach der eigentlichen Behandlung.

Sorry, etwas abgeschweift, aber die Intention des Threads ist für mich auch nicht klar erkennbar.....