„Learning to Drive – Fahrstunde fürs Leben“ ist ein kleiner poetischer Film über eine Freundschaft, fast eine Liebesgeschichte, wären die Beiden nicht zu verschieden. Wendy (Patricia Clarckson) ist eine etwas chaotische Literaturkritikerin, deren Ehe gerade zerbricht und ihr Leben auf den Kopf stellt. Darwan (Ben Kingsley) war Hochschulprofessor im Punjab und arbeitet nun als Fahrlehrer in New York. Und es sind gerade diese Unterschiede, die beiden helfen, so viel voneinander zu lernen.

Wendy kommt langsam auf eigenen Füßen zu stehen und braucht dafür ihren Mann nicht mehr und andere Männer – sind vielleicht angenehm aber nicht unbedingt notwendig. Und der verschlossene Darwan, der eine von seiner Schwester ausgewählte Frau aus einem kleinen indischen Dorf heiratet, lernt seine Frau schätzen und, vielleicht, auch lieben. Und gerade weil die Beiden am Ende nicht gemeinsam in den Sonnenuntergang reite, bleibt der Film realistisch und glaubwürdig und kann so auch etwas Zuversicht weitergeben. Allein die Darstellung von Wendy und Darwan macht den Film schon sehenswert.

https://www.youtube.com/watch?v=XhG0fdxBeiI

PS. Meine Tochter arbeitete in einem Londoner First Class Hotel, das regelmäßig Hollywood-Größen, berühmte Musiker etc. beherbergte, u.a. auch Ben Kingsley. Dieser ist auch privat eher zurückhaltend und aufs Detail bedacht.