Wenn Partnerschaft in getrennten Wohnungen dauerhaft stattfindet?
Familie, Kinder, Enkelkinder dem Partner vorgezogen werden?
Wenn in Partnerschaften das Reisen,Eventveranstaltungen Besuchen ,
Essen gehen und Rotweintrinken am Kamin
Die Prioritäten sind ?
Können Partnerschaft und Liebe gedeihen,
Wenn eingefleischte Gewohnheiten unveränderlich
Sind?
Wenn vergangene und verstorbene Beziehungspartner
Ständig zum Gesprächsgegenstand und in den Himmel erhoben werden?
Wenn die Erfolgsgeschichten aus der Vergangenheit zum wiederholten Mal auf‘s Trapez kommen?
Wenn du jemand findest, der das alles in sich vereint, gratuliere, dann hast du den Hauptgewinn gezogen, und solltest so schnell es geht das Weite suchen :mrgreen:

Wieso vermengst du alles ?

Getrenntes Wohnen beinhaltet doch nicht automatisch diese ganzen anderen Ausschlußkriterien, die du da aufzählst.

Getrenntes Wohnen muß doch nicht heißen, daß man Kinder, Enkel, Freunde, bevorzugt,
oder keine Gemeinsamkeiten im Alltag erleben möchte,
oder nur Action machen,
oder man über das normale Maß hinaus den Verflossenen gedenkt, wie auch immer.


Getrenntes Wohnen kann doch heißen, daß man zwischendurch ein bißchen alleine sein möchte, ob mit oder ohne Aktivitäten,
sich nicht absprechen muß wie z.B. :
Ich geh jetzt mal ne halbe Stunde an den PC,
ich will mich jetzt mal hinlegen,
ich möchte jetzt lesen oder einen Katalog anschauen,

und dann nach fünf Minuten feststellt, daß man doch was anderes machen will,
und dann gefragt wird, wieso ......

Es gibt ja auch die Möglichkeit, daß man sich so gut aneinander gewöhnt und zurecht kommt,
daß man vielleicht doch noch zusammenzieht ???
Warum sollten getrennte Wohnungen einer Partnerschaft im Wege stehen, man kann doch mal hier mal da zusammen leben. 
Ein neuer Partner würde für mich zur Familie gehören und müßte sich integrieren und das auch wollen, man kann ja seine Familie nicht plötzlich abschaffen. Das gilt natürlich für beide Seiten.Welche mir liebgewordene (oder eingefleischte) Gewohnheit ich aufgeben würde vermag ich nicht zu sagen da kommt es wohl drauf an was stört und wie weit die Gewohnheit  meine Persönlichkeit ausmacht.
Alte Beziehungen einem neuen Partner gegenüber in den Himmel zu heben ist für mich ein Unding. 
Mehrere mir aus dem Familien- und Freundeskreis bekannte Paare leben zusammen in getrennten Wohnungen,
besuchen sich gegenseitig nach Lust und Laune, machen Unternehmungen,
genießen dabei ihre Zweisamkeit auf Zeit und fahren dann für ein paar Tage
wieder zurück ins eigene Heim.

Dort geht man dann so alltäglichen Dingen wie Waschen, Putzen, Maniküre oder auch dem Hobby nach, ohne Stress und Zeitdruck, ohne Gemecker oder dem Einanderbeäugen..
In Ruhe Zeitung lesen, die Grippe auskurieren, in Ruhe durch die Stadt gehen, Freunde treffen,
in Ruhe Kinder und Enkelkinder besuchen, manchmal vielleicht auch den "Aufpasser" spielen oder einen Beauty-Tag einlegen, dies alles alleine zu tun,
ist doch keine Makel.

Erinnerungen an frühere Zeiten hat jeder von uns, ehemalige Partner ebenfalls und so lange die nicht über die Zweisamkeit gestellt werden, ist das doch ok.
Und wenn dann am nächsten Wochenende wieder Zweisamkeit geplant ist,
wird die Liebe wieder aufgefrischt, weil man sich aufeinander freut.

Also diese Paare erlebe ich als sehr glücklich, denn beide Partner jeweils hatten sich schon beim Kennenlernen dafür entschieden.
Erstens hab ich kein Trapez, und zweitens lass ich nichts drauf kommen.
Und drittens kenn ich niemand, der*die*das in der Vergangenheit lebt - außer Muttern, aber die wird heuer 90 und darf das.

Aber Verwandte und Kinder gehören freilich zum Leben, wenngleich ich die wirklich nicht jede Woche sehe. Mit getrennten Wohnungen hat es absolut nichts zu tun. Partner kann sich daran beteiligen oder es bleiben lassen.

Aber wenn P. sich vernachlässigt fühlt und zum Nölen anfängt, nur weil außer ihm*ihr auch noch andere Leute mit einem Grüß Gott bedacht werden, dann könnte es sein, dass er*sie*es Minuspunkte einsammelt, die für sich allein noch nix bedeuten müssen. Aber der erste schlafende Hund ist schon mal geweckt.
Diadem hat geschrieben: Wenn Partnerschaft in getrennten Wohnungen dauerhaft stattfindet?

Wäre das z.B. nichts für mich.
Gut vorstellen kann ich mir aber, in einem gemeinsamen Haus einen Raum für mich alleine zu haben und der Partner selbstverständlich auch :)

Diadem hat geschrieben: Familie, Kinder, Enkelkinder dem Partner vorgezogen werden?

Familie ist und bleibt Familie. Wie das gehandhabt wird, ist halt unterschiedlich. Ich wohne z.B. nicht in der Nähe meiner Söhne, weil ich nicht in Versuchung geraten möchte, mich in die Kindererziehung einzumischen ;-)
Wir lieben uns aber trotzdem inniglich.

Diadem hat geschrieben: Wenn in Partnerschaften das Reisen,Eventveranstaltungen Besuchen ,
Essen gehen und Rotweintrinken am Kamin
Die Prioritäten sind ?

Zu einer Partnerschaft gehören zwei und wenn sie das so wollen, dann wird es für die beiden wohl passen.

Diadem hat geschrieben: Können Partnerschaft und Liebe gedeihen,
Wenn eingefleischte Gewohnheiten unveränderlich
Sind?

Natürlich! Mit 60+ wird sich kaum jemand seine liebgewordenen Gewohnheiten abgewöhnen. Mit ein bisserl Toleranz ist vieles möglich, auch das Gedeihen einer Partnerschaft.

Diadem hat geschrieben: Wenn vergangene und verstorbene Beziehungspartner
Ständig zum Gesprächsgegenstand und in den Himmel erhoben werden?

Da würde ich das Weite suchen.
Ich möchte z.B. keine neue Partnerschaft eingehen, wenn ich Vergangenes nicht aufgearbeitet habe.

Diadem hat geschrieben: Wenn die Erfolgsgeschichten aus der Vergangenheit zum wiederholten Mal auf‘s Trapez kommen?

Es kann natürlich mit der Zeit langweilig für den Zuhörer werden, aber verwerflich ist es nicht ;-)
An dieser Stelle wie immer erstmal vielen Dank
Für bisherige Beiträge
. - Besonders der letzte zeigt,
Wie differenziert und UNVERMISCHT sich der zwischen den Zeilen zu lesende Spagat zwischen Wollen und Haben beschreiben lässt.

Tja, was würde sich denn im Leben ändern,
Wenn eine Partnerschaft ansteht ?
Ein bisschen schon— Nichtwahr —
Schon Kaiser Franz Joseph meinte:

Das Leben ist kein Ringelspui

:wink:
Ich kenne viele Paare die einer gemeinsamen Wohnung "getrennt" leben, d.h. nur aus Gewohnheit beisammen bleiben und mehr nebeneinander als miteinander ihre Tage verbringen. Ich kenne aber auch einige Paare die eine wunderbare, harmonische und glückliche Beziehung leben, obwohl sie nicht 24h täglich eine gemeinsame Wohnung teilen .... vielleicht deshalb :?:
Tja , auch für die Spaßmacher ist im Hausfrauenchat immer ein Plätzchen frei, „@ lb Melissa
Getrennter Wohnraum hindert an einer Beziehung nicht, jedenfalls nicht wenn es Beide wollen.

Nicht wenige Männer suchen auch eine Wohngemeinschaft, weil sie Miete sparen wollen. Jedenfalls hab ich das schon öfter gelesen.

Und eines sollte man im Alter nicht übersehen, man gibt seinen vlt sogar günstigen Wohnraum auf, renoviert gegebenenfalls die Mietwohnung und steht vlt schon morgen vor dem Neuanfang. Neue teurere Wohnung, Makler, Umzug, Möbel. Hab ich drauf Lust? Nein! Den Fall hatte ich zwei Mal in meinem Bekanntenkreis und auch hier bekam man schon solches zu lesen.

Oft ist das dauernde Zusammenleben der Anfang vom Ende.

Ich habe mehr als 10 Jahre in zwei Wohnungen gewohnt. Auch Mal länger am Stück bei ihm oder er bei mir. Ich fand's gut. Man kann auch locker über Marotten lächeln, die einen sonst nerven würden

Was das Reisen betrifft, da sollte man schon so viel Toleranz aufbringen können, dass man seinen Partner, seiner Partnerin diesbezüglich auch Freiheit lässt.

Eine Beziehung ist kein Gefängnis und kein 24/7 Rumgeturtel. Beziehung ist unter Anderem Zuneigung, Achtsamkeit und die Fähigkeit den andren nicht zwanghaft ummodeln zu wollen.
Nun Ist‘s so, dass die Vorbehalte gegen eine „zu enge Partnerschaft“ selten von beiden Partnern gleichermaßen und unmissverständlich akzeptiert wird.

Besser is erstmal in „konzentrischen Kreisen“ die Beziehung zu entwickeln, bevor ich mich mit Der Familienzusammenführung befasse.
@maybe Übertreibungen und maßlose Unterstellungen
Bilden nicht die Realität ab
Und bevor das Gemetzel losgeht sag ich schonmal
„ Allen eine wunderbare Beziehung, wie auch immer.“

Euer Diadem
Erkennt denn niemand den wirklich relevanten Vorteil getrennter Wohnungen? So ist die Quarantäne besser zu händeln, sollte sich möglicherweise mal ein ganz böser Virus einnisten.
Ich hab ja für 2 gehamstert.
Bin fein raus.
Sollte ich bis zur Quarantäne noch einen Partner finden,
können wir uns es kuschelig machen :wink: