Das sind alles wirklich gute Hinweise und gutgemeinte Tipps. Danke!

Ich war letztes Jahr schon einmal in einem Fachgeschäft, um entsprechende Laufschuhe zu kaufen. Dort wurde auch eine Laufstilanalyse angeboten. An meinem Laufstil stimmte aber auch rein gar nichts; wenn ich nicht sofort gegangen wäre, hätte ich wahrscheinlich einen Rollator anstatt der Laufschuhe gekauft und wäre für immer für den Laufsport verloren gewesen.

Die Idee mit einem Personal Coach ist sicherlich nicht das Schlechteste, aber ich möchte ja „nur“ wieder joggen. Laufen gehört ja immerhin zu den elementarsten Bewegungsabläufen der Menschen. Ich habe es ja immerhin auch schon einmal gekonnt. Wie bereits erwähnt, habe ich zwar seit über 30 Jahren keine Laufschuhe mehr getragen, hatte aber zuvor an vielen Laufveranstaltungen, z.B. den Rennsteiglauf, teilgenommen.

Vor 15 Jahren habe ich allerdings wirklich einen Kurs zum Nordic Walking mit einer Coachin absolviert, weil ich dieses Bewegungsmuster gar nicht kannte. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Ja, es gibt wirklich eine Unmenge an Literatur und Tutorials zum Jogging. Von angeblich erforderlichem Equipment mal ganz zu schweigen. Natürlich kann man da massiv „aufrüsten“, wenn es der Motivation dient. Ich mag es da allerdings eher sehr puristisch. Das Einzige, wo ich keine Abstriche machen werde, sind die Laufschuhe. Ähnlich wie beim Auto, da interessiert mich der Lack auch nicht besonders, die Reifen und das Profil dagegen sehr.

Aber eines ist wirklich klar, Joggen kann sehr viel Freude machen. Ich erinnere mich sehr gut an das „Glücksgefühl“, das sich nach ein paar Kilometern ziemlich zuverlässig eingestellt hat.

Insofern hast Du wahrscheinlich recht, Barbera, wenn Du schreibst „Also - lauf los! Laufen macht glücklich und schöööööön!“ Glücklich hat es mich wirklich gemacht, allerdings nicht schön. Vielleicht klappt es ja diesmal :)
3 von 3
Ich habe letztes Jahr nach verletzungsbedingter mehrjähriger Pause mit einer Laufgruppe wieder mit Laufen gegonnen. Vorherige Anfänge musste ich immer wieder durch neue Verletzungen abbrechen, weil ich immer zu ungeduldig war und zu schnell zu viel wollte. Es war die beste Entscheidung, denn so konnte ich wieder einsteigen und wenn ich zuviel wollte, wurde ich ausgebremst.

Trotzdem konnte ich 10 Wochen später meinen 1. kleinen Wettkampf seit Jahren wieder laufen, 6,2 km in 31 Minuten + 13 Sekunden und das war schneller als viele meiner jungen Mitläufer :D .

Aber seit dem Laufkurs gehören Aufwärmen, nach dem Laufen dehnen und 1x wöchentlich Lauf ABC dazu, um verletztungsfrei zu bleiben.


    __________________________________________________

    Beitrag wurde teilweise gelöscht

    Link gelöscht – Werbung ist nicht gestattet

    Administration
    __________________________________________________
Da ist ja die supernette Bayern-Fraktion, leider liest man so wenig von DIR liebe Lea956.
Hier ein Beitrag aus Schulmedizin als Ganzheitsmedizin:

von 41acul » 26.11.2017, 12:33

Nachdem man sich jetzt ausgiebig gestreckt, gereckt und gedehnt hat, kommt jetzt der Anpfiff im doppelten Sinne:
Das Angebot: Präventives Ausdauertraining = Gesundheitsausdauertraining.
Welche Verlockungen sind zu erwarten?

Wirkung auf Hormonsystem und die Psyche

Insulinspiegel im Blut: Abnahme, dadurch erhöhte Schutz gegen Arteriosklerose

Körpereigene Morphin-
Derivate (Endorphine =
"Glückshormone"): Zunahme, dadurch antidepressive Wirkung

Vegetative Dämpfung: Zunahme, dadurch Ausgeglichenheit (innere Ruhe). Der morgendliche Ruhepuls sinkt (aber auch durch stärkere Herzleistung pro Herzschlag).

Wirkung auf Immunsystem:
Ruhewerte der Immunglobuline: Zunahme , dadurch Zunahme der Infekt Abwehr

und vieles mehr. Doch hier jetzt nicht Zuviel.

Minimalprogramm für untrainierte Personen (die Räkler):

Dauer pro Trainingseinheit: mindestens 10 -12 min, maximal 30 min
Trainingshäufigkeit pro Woche: 5 mal 12 min oder bis
2 mal 30 min
also eine Belastungszeit insgesamt (zunächst) pro Woche von einer Stunde = 9 -10 km Laufen
= 20 km -Radfahren
Das entspricht einem Kalorienverbrauch (beim Laufen) von 800 kcal pro Woche. Dabei hat man dann 200 g von seinem Speck "eingebüßt". Verdammt wenig? Aber für ein ganzes Jahr: = 10 kg, Wow! Jahreswochen mal 200g.

Die Schwelle für ein präventives Ausdauertraining (Optimal Programm) von 2000 kcal pro Woche Kalorienverbrauch wird allerdings noch nicht erreicht. Zum Trost: mehr bringt dann gesundheitlich bei weiterer Steigerung nicht mehr, das Mehr ist dann nur noch Spaß an der Bewegung.

Und welche Belastung denn?

170 Herzfrequenz/min (HF/min) - Alter. Da haben wir dann unsere Pulsmessung. Sie hat auch für später herausragende Bedeutung - einfach einmal dran glauben.
Ein Mann von 60 Jahren sollte also sein Trainingsprogramm mit einer Intensität von 110 HF/min absolvieren. Frauen 5 Schläge darunter, also 105 HF/min.

Das folgende Konditionsprogramm kann ich zunächst ohne Arztbesuch beginnen, wenn ich Folgendes kann: Zwei Stockwerke durchgehend die Treppen hochsteigen - ohne Unterbrechung - und oben kann ich mich noch unterhalten.
Schaffe ich das nicht, dann ist ein Arztbesuch vor dem Trainingsprogramm Pflicht!!!
Eine jährliche Gesundheitskontrolle ab 50+ ist aber grundsätzlich zu empfehlen.

Das schaffe ich ja nie! Doch, einfach ganz langsam beginnen. 50 Schritte laufen - wenn nötig natürlich zuerst auch weniger -, dann eine Minute gehen, wieder 50 Schritte laufen usw. bis die gewählte Trainingseinheit (Zeit) beendet ist. Hier aber nicht schummeln, Zeit zuverlässig beenden.
Nach einigen Tagen dann 60 Schritte laufen und wieder gehen usw. und nach einigen Wochen laufen Sie die Einheit am ganzen Stück durch. Sie merken es selbst, wie sehr sie die Gehstrecke verkürzen können. Bei Gewichtsproblemen ist oft das Fahrradfahren besser - Gelenkbelastung durch Laufen -, dann ist die Zwischenpause ein Ganzwenigtreten für eine Minute. Oder auch das Ganze auf Ergometer. Und immer daran denken: " Gemeinsam das Leben genießen" ist das Motto. Gelenke und Muskulatur müssen sich daran gewöhnen.
Viel Vergnügen
Darüber sind auch schon sehr viel gute Anregungen erfolgt.

Felix
Hallo liebe Lauffreunde/innen!

Besten Dank für die umfangreichen Hinweise! Jetzt steht einem erfolgreichen Wieder-Einstieg in das Joggen ja nichts mehr entgegen…

Felix, Deine Hinweise habe ich mir besonders zu Herzen genommen. Es scheint, als ob das der für mich optimale Weg ist, mit dem Joggen wieder anzufangen, ohne Gelenke und Sehnen zu schnell zu belasten. Außerdem kann man so ziemlich gut die kleinen Fortschritte sehen und bleibt auch langfristig motiviert. Heißt es nicht „Gute Läufer werden im Winter gemacht“? –

Ich komme übrigens gerade vom ersten Joggingversuch zurück (Trainingseinheit will ich es nicht nennen, das wäre zu vermessen). Die Dauer wurde schon durch die Außentemperaturen auf ein angemessenes Maß reduziert…

Lea956, ich gratuliere Dir zu Deinen Erfolgen. Wettkampfambitionen habe ich derzeit allerdings (noch) nicht.

Kaschmir, danke für Deine Tipps. Aufgeben ist eh‘ keine Option, aber das Alter vergessen, wie Du empfiehlst, geht nicht so einfach. Der Spiegel erinnert mich jeden Morgen daran, manchmal auch Knie, Hüfte, Schulter, Ellenbogen usw.
:wink:

Der Gedanke mit den Feldenkrais-Übungen gefällt mir ganz gut, Hawaii.72. Ich habe mal ein Seminar zu dieser Methode mitgemacht und fand den Grundgedanken zumindest beachtenswert. Aber mehr als 1 bis 2 x wöchentlich praktiziere ich die Feldenkrais-Übungen jetzt auch nicht mehr (nur dann, wenn ich aus irgendwelchen Gründen keine rechte Lust auf eher sportliches Training habe).

Ja, liebe Lauffreunde/innen, dann wünsche ich uns allen schon einmal eine tolle Laufsaison 2019.
1 von 3
Nach dem Tod meines Mannes habe ich den Fehler gemacht, einfach nur noch herumzusitzen, solange, bis ich bemerkte. dass meine Beweglichkeit stark eingeschränkt war. Um mich zu motivieren habe ich mir einen einfachen Schrittszähler gekauft. Ich bemühe mich seitdem, täglich meine 5000 Schritte zu laufen bzw. zu gehen. Bei schlechtem Wetter mache ich "Fensterbankjogging". Zwischendurch immer wieder die "Fünf Tibeter" bzw. Liegestützen, ca. 20 pro Tag. Es hat mir sehr geholfen und kann es nur empfehlen
Ich mache schon viel Sport, eigentlich jeden Tag. Nach Meniskus OPs an beiden Knieen habe ich vor 8 Jahren mit dem Laufen aufgehört.
Ein Freund hat mich vor ein paar Wochen motiviert wieder mit dem Laufen zu beginnen. Jetzt laufe ich zwei Mal in der Woche 45 bis 60 Minuten in meinem Tempo. Wie schnell ich laufe und Wettkämpfe sind mir egal.
Nur du wirst erkennen, ob dir und deinem Körper das Laufen gut tut, da können wir noch so viele Tipps geben.
Nicht reden.... machen. Try it!
bei mir geht laufen nicht so gut - deshalb fahrradfahren .....
und weil da fast nur die Beine beansprucht werden - mache ich Übungen für Arme und Rücken mit dem Elastikband....oder Bauchtraining auf der Matte....
das kann man z.B. einbauen solange das Essen kocht ...usw....usw....

für den ganzen Körper ist schwimmen ideal....

und wie die anderen geschrieben haben:
langsam anfangen - langsam steigern.....Olympia brauchen wir nicht....
@Patriarch,
von den Feldenkrais-Übungen habe ich mir nur die Laufmethode angeeignet.
Man sieht oft Läufer, die ganz aufrecht laufen, die Arme wie eine Dampfmaschine neben sich schiebend und die Knie an vorderster Stelle. Das ist anstrengend.
Nach Feldenkrais läuft man mit leicht vorgeneigtem Oberkörper, macht kleinere Schritte und "fällt" somit in den nächsten Schritt hinein.
Ausprobieren, man merkt den Unterschied! :wink:
Danke für Eure Tipps!

Hallo Maxima43, Toll! Mehr kann ich dazu nicht sagen. Gerade der Zweite und der Vierte Tibeter sind ja nicht so ganz ohne. Beim Zweiten Tibeter (Kerze) erwarte ich immer Probleme im Lendenwirbelsäulenbereich und beim Vierten Tibeter (Brücke) sollten wohl die Schultern und deren Beweglichkeit noch ganz in Ordnung sein…

5000 Schritte/Tag sind sicherlich ein guter Richtwert. Ich habe von einer Studie gehört (keine Ahnung ob bzw. wie seriös die Datenbasis ist), die besagt, dass 7000 Schritte am Tag, in schnellem Tempo und ohne Pause, eine sehr gute Methode zur Vorbeugung altersbedingter demenzieller Veränderungen sein soll. Ich habe aber heute selber festgestellt, dass 7000 Schritte (Schrittzähler empfehlenswert) gar nicht mal so wenig sind. Vor allem, wenn man doch etwas auf’s Tempo drückt.

Was Du schreibst, Zoeteke, lässt vermuten, dass Du nach Deinen acht Jahren Laufpause immer noch gut in Form warst oder diese sehr schnell wiedererlangt hast. Wenn Du nach ein paar Wochen jetzt zweimal wöchentlich jeweils bis zu einer Stunde laufen kannst, bist Du sicherlich ein Ausnahmetalent. An solche Steigerungsraten denke ich nicht einmal. :wink:

Hawaii.72, Deinen Vorschlag mit der Anwendung der Feldenkraismethode habe ich bereits befolgt. Aber das ist ja eher eine mittelfristige Sache, die nicht sofort Erfolge zeigt.

Also, dann lasst uns mal fröhlich weiterlaufen… :)
3 von 3
Bin mal gespannt, was man nach 4 Wochen von dir hört.

Bis du dran geblieben?
Seit2 Wochen mache ich täglich strammen Spaziergang, Walken oder langsames Joggen, ca eine gute Stunde, je nach Wetter.
Und du Patriarch?
@Seelchen,
ganz stark! Wir warten au Deinen Bericht nach vier Wochen Einsatz.
Gruß
Felix
Hallo Seelchen2013,

Klingt ganz gut, was du da für die allgemeine Fitness bzw. Ausdauer machst.

Für mich ist Joggen derzeit allerdings immer noch mehr eine angenehme Abwechslung in meinem Trainingsregime. Ich habe das Privileg, fast neben meiner Haustür hervorragende Laufmöglichkeiten einschließlich recht annehmbarer Waldwege zu haben. Bei Tageslicht perfekt, im Dunkeln ein absolutes No-Go. Allerdings habe ich meinen Tagesablauf komplett umgestellt, so dass ich oft erst ziemlich spät nach Hause komme, das Joggen also flachfällt und durch andere sportliche Aktivitäten ersetzt werden muss.

Am Wochenende ein längerer Kurs in ziemlich gemächlichem Tempo, in der Woche reicht es dann häufig nur für ein "Warmlaufen". Es macht zumindest den Kopf frei, aber einen richtigen Trainingseffekt kann man hier bestimmt nicht erwarten.

Ich kann mich derzeit beim besten Willen nicht dazu durchringen, am frühen Morgen zu laufen… Solange die recovery heart rate im grünen Bereich liegt, werde ich auch nicht sehr viel mehr machen, um die Grundlagenausdauer zu erhöhen.

Das bedeutet, dass ich – was Ausdauertraining angeht – vorrangig auf Fahrradfahren (auch im Dunkeln) bzw. auf Trampolintraining setze. Kann aber durchaus sein, dass ich das Joggen verstärkt in mein Programm aufnehme, wenn die Tage länger werden und dafür das Fahrradfahren etwas reduziere...

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinen sportlichen Aktivitäten!
2 von 3
Hallo Patriarch,
das laufen mach ich wirklich nur für die Kondition. Ja auch ich habe die Wald und Wiesennwege vor der Haustür. Laufe Vormittags oder Nachmittags.
Für Beweglichkeit, bin ich bei der Skigymnastik und im Zumba.
Fahrrad fahren, nur kurze Strecken, aber im Urlaaub wieder mehr in den Bergen.

Ich muß halt nur ein paar Jahre wieder aufholen, und nicht dreißig-lach
Was macht dein Gewicht?
cron