Hallo,kann mir jemand aus eigener Erfahrung berichten?
Hab vor 3 Monaten eine Knieprothese(Vollprothese)eingesetzt bekommen. Hab 3 Wochen Reha gemacht und bis jetzt 2mal die Woche Krankengymnastik.
Aber es geht nur schwerlich voran, trotz intensiver Übungen zu Hause.
Muss mich oft selbst motivieren,kann noch kein Auto fahren und geh noch teilweise, weil ich Angst habe zu Stürzen mit einer Krücke, wenn ich draussen bin.
Würde mich über Antwort sehr freuen. L,G, Maare
grüss dich!
ich kann dir nur v meiner mutter berichten, sie hat v kurzem mit 85 ein neues knie bekommen. (kreuzstich)
nach ca. 4 wochen ging sie schon mit 1 krücke. therapie bekam sie nur die ersten 14 tage.
jetzt, nach 8 wochen hat sie begonnen ohne stützen zu gehen. zwar mit schmerzen, aber es wird jeden tag weniger. hab geduld! angst vor stürzen hatte sie sehr ohne gehhilfe. du kannst dich ja am geländer ( falls du das hast) oder an stühlen kurz festhalten beim gehen. die sicherheit wird mit jeden tag stärker. wirst sehen.
wenn nicht, dann solltest du zur kontrolle gehen, ob das alles in ordnung mit der op war..
ich wünsche dir baldige, gute besserung!
Hallo guggil
Danke Dir für Deine Antwort.
Kann nur sagen:Bewundernswert, Deine Mutter.Ich weiss wieviel Mühe und Kraft dahinter steckt wieder auf die Beine zu kommen. Da sie etliche Jahre älter ist wie ich,braucht sie ja noch mehr Kraft.
Bin guten Mutes das es bei mir auch bald viel besser wird.Danke für Deinen Zuspruch. Maare
Liebe keinen11,

ich habe vor 13 Monaten ein neues Kniegelenk bekommen, mein altes war nach einem Autounfall nicht mehr zu reparieren.

Mach dir keine Sorgen, es dauert bis zu einem Jahr, bis das Gelenk und dessen Umgebung wieder wie neu sind. Aufgrund der unfallbedingen Vorschäden ist das bei mir immer noch nicht der Fall. Also Geduld, nur Geduld...

Denk bitte daran, deine in der Reha gelernten Übungen undingt mehrmals täglich zu machen - das größte Problem ist nämlich meist nicht das neue Gelenk, sondern alles, was wir an Muskeln, Sehnen und Gewebe darum herum haben. Ich weiss, wovon ich rede...

Anfängliche Unsicherheiten beim Laufen sind normal. Die natürlichen Rezeptoren für Bewegung, Druck etc., die im Kniegelenk sitzen, sind ja nicht mehr da und das Gehirn muss sich daran gewöhnen, diese Informationen nicht mehr zu bekommen. Die Unsicherheit schützt einen aber auch vor Leichtsinn.

Alles Gute dir und liebe Grüße,
sepia56
Hallo Sepia 56
Du hast recht mit dem was Du schreibst.Meine Übungen ziehe ich auch zu Hause konsequent durch.
Wahrscheinlich fehlt es mir an Geduld.
War gerade zur Krankengymnastik und bekomme nach 3 Monaten eine Beugung von knapp 95 hin.
Das hätte ich mir zwar etwas besser gewünscht. Aber ich weiss ja das es besser wird.
Streckung ist auch noch nicht optimal.
Aber ich bin dann wieder motiviert wenn ich lese das es andern auch so geht.
Und wie gesagt Geduld.....Geduld und Üben.....!!
Wünsche Dir das Du gute Fortschritte machst.
Liebe Grüsse Maare
Da ich in diesem Forum Infos zu Knieprothesen vor meiner Operation gefunden habe, möchte ich nun – knapp 2 Wochen nach meiner OP – etwas zurück geben.
Ich bin 59 Jahre alt und mittel sportlich. Wegen ca. 15 Jahre langen Problemen mit dem Knie (Abnützung, fast kein Knorpel mehr) habe ich mich zu einer Prothese (komplette Knieendprothese) entschlossen.
Am 13.10. um 7h war die OP. Um 8:45 bin ich aus dem Aufwachraum gerollt worden und Dank der Medikamente hatte ich den ganzen restlichen Tag keine Schmerzen. Die Nacht darauf war eher unlustig, sprich ich hatte Schmerzen und hab erst so um 5h in der Früh eine Stunde geschlafen. Dazu muss ich sagen, dass ich Asthmatiker bin und deswegen getraute sich der Narkosearzt nicht, mir stärkere Mittel zu geben. Mir wurde später bestätigt, dass ich kaum wirksame Mittel erhalten habe.
Nächster Tag Mittag mit Physiotherapeuten aus dem Bett, 5 „Schritte", wegen Kreislauf gleich wieder zurück. Beim zweiten Anlauf hab ich es dann mit Krücken doch bis zur Tür und zurück geschafft.
2. Tag nach OP werde ich mit der Motorschiene bekannt gemacht. Das operierte Knie wird auf eine Vorrichtung geschnallt, bei der man genau den Grad der Abbiegung einstellen kann. Bei mir wurde mit 50° begonnen. (90° entspricht einer Biegung des Knies im rechten Winkel). Dann sorgt ein Motor dafür, dass das Knie 30 Minuten lang gestreckt und gebogen wird.
3. Tag war Stiegen steigen angesagt. Etwas mühsam, aber machbar. Nachdem ich mehrfach über die Wirkungslosigkeit der Schmerzmittel geklagt habe, hatte mein Arzt Mitleid mit mir und ich habe ein „richtiges“ bekommen (Neodolpasse). Danach ist's mir recht gut gegangen. Leider schlägt sich das Mittel auf den Magen, deswegen gleich ein weiteres Medikament zum Magenschutz.
Ab dann ist es richtig bergauf gegangen: kaum Schmerzen, kurze Wege sogar ohne Krücken. Es gibt laufend Übungen mit den Physiotherapeuten, Lymphdrainagen, aber auch immer Kompresssionstrümpfe tragen und Trombosespritzen.
Heute ist Tag 10 nach OP, ich bin seit 2 Tagen zu Hause, kann gut mit Krücken gehen und die Motorschiene biegt mein Knie um 120°. Es ist schon noch mühsam, jedoch in gut erträglichem Rahmen.
Dann will ich auch kurz etwas zu Knieprothesen schreiben. Also ich hatte in jungen Jahren einen Verkehrsunfall, man wollte mein Bein amputieren. Ist aber drangeblieben, aber das Knie war durch „ärztliche Kunst“ stark in Mitleidenschaft gezogen.

Ich habe trotz der Behinderung immer gearbeitet. Irgendwann gab es Probleme und mein Orthopäde wollte mir ein neues Knie "verkaufen", empfahl mir eine vorbereitende OP und dann ein Jahr später, wenn sich alles etwas verwachsen hat eine Totalprothese. Das war mir dann Zuviel und ich habe mich eine Zeit lang mit Tabletten über Wasser gehalten.

Meinen Orthopäden wollte ich mein lädiertes Knie nicht anvertrauen und bin deshalb in eine große Klinik nach Hamburg gegangen. Hier wurde die Gelenktoilette gemacht und mir gesagt, ich sollte in einem Jahr wiederkommen. Das Ergebnis war so gut, dass 12 Jahre keine Probleme hatte und nicht wieder hingefahren bin.

Irgendwann kamen die Probleme wieder, aber in Hamburg habe ich keinen Termin bekommen. Hab mich hier umgehört, welche Klink einen guten Namen hat und habe es dann dort machen lassen. Kleine Probleme sind aufgetreten, wurden aber ausgebügelt und ich habe heute null Probleme mit dem Knie.

4 Jahre später machte das andere Knie wegen der stärkerer Belastung auch Probleme. Hab mir dann hier vor Ort eine Schlittenprothese einsetzen lassen. Ist super gelaufen. Wegen Weihnachten hatte ich erst auf die Reha verzichtet. Kam auch so schnell wieder auf die Beine. Hab dann im Frühjahr eine Kur nachgeholt.

Meine Empfehlung: Soviel wie möglich Informationen und Beratung einholen. Die Ärzte fertigen alle möglichen Bilder an. Daran kann man einiges abschätzen.

Aber ein Satz meines letzten Orthopäden ist mir in Erinnerung geblieben: Wir operieren keine Röntgenbilder, sondern ihr Knie und sie entscheiden wann es notwendig ist.

Ich bin bei beiden Knien heute total beschwerdefrei und würde es genau so wieder machen.
Ich habe vor 2,5 Jahren ein neues Knie bekommen und bin sehr zufrieden.
Vor der OP bekam ich eine Schmerzpumpe an den Oberschenkel und war beim Aufwachen total schmerzfrei.
Beugung bis 110, was ausreicht, Streckung ganz möglich, ebenso ca. 70 km radeln/Tag. Ich vermeide nur auf etwas Hartes zu knien, fühlt sich unangenehm an.