@Jonas71

ich mag deine Gedanken
und den Begriff Johannes fieber kenne ich nicht.

Weiß aber um den Zauber von Johanni, des längsten Tages im Jahr, wo wir Walnüsse einlegen, aufhören bestimmte Früchten zu ernten ( Rhabarber, Spargel...)

in Skandinavien wird da gefeiert

Schade, dass dich die üblichen Verdächtigen aus lange Weile vertrieben haben, es tut mir sehr leid,
du hast gute Gedanken und es als Mann gewagt dich hier zu formulieren.
wenn beide selbständige Menschen sind mit einem gewachsenen Freundeskreis, der auch trotz Partnerschaft weiterhin gepflegt wird, d.h. Mann und Frau mit ihren Freunden auch mal ohne Partner etwas unternehmen, nicht in einen festgezurrten Alltags Rhytmus eingebunden sind und offen sind für einen spannenden Alltag, der durch andere Interessen des Partners bereichert wird...könnte es klappen
So etwas stelle ich mir auch toll vor.
Wird aber nicht leichter, wenn man " nicht mehr taufrisch" ist
Vielleicht wenn beide sehr vorsichtig an die Sache herangehen, mögliche Reibungspunkte schon im Vorfeld thematisieren, Kritik eher fragend direkt aussprechen und am Wesen des Anderen wirklich interessiert sind, wissen wollen, warum er/sie etwas tut und warum grade so, wenn viel Neugierde auf einander und weniger festgefahrene Vorstellungen vorhanden sind, wenn beide ein bißchen Nachsicht, Geduld und sehr viel guten Willen mitbringen , und den echten Wunsch, es wirklich zu schaffen.....vielleicht klappt es dann ja?!
Ja...... und wenn dazu vielleicht auch etwas Kompromissbereitschaft von beiden Seiten vorhanden ist...... :D
darlingcompanion hat geschrieben: Vielleicht wenn beide sehr vorsichtig an die Sache herangehen, mögliche Reibungspunkte schon im Vorfeld thematisieren, Kritik eher fragend direkt aussprechen und am Wesen des Anderen wirklich interessiert sind, wissen wollen, warum er/sie etwas tut und warum grade so, wenn viel Neugierde auf einander und weniger festgefahrene Vorstellungen vorhanden sind, wenn beide ein bißchen Nachsicht, Geduld und sehr viel guten Willen mitbringen , und den echten Wunsch, es wirklich zu schaffen.....vielleicht klappt es dann ja?!


Das ist ne ganze Menge...
Es sind ja auch eine ganze Menge Jahre, die sich da angesammelt haben, könnte da nicht etwas Positives dabei entstanden sein? Bißchen Lebensklugheit vielleicht? Etwas Toleranz? Und auf jeden Fall das Wissen, daß es nicht mehr allzu viele Chancen geben wird.
darlingcompanion hat geschrieben: Es sind ja auch eine ganze Menge Jahre, die sich da angesammelt haben, könnte da nicht etwas Positives dabei entstanden sein? Bißchen Lebensklugheit vielleicht? Etwas Toleranz? Und auf jeden Fall das Wissen, daß es nicht mehr allzu viele Chancen geben wird.


Ich hab in meinem Leben so viel Tolles erlebt. Aber das kriege ich wohl nicht mehr hin. Ich bin aus der Übung. I´m just a dreamer und das macht mir Spass. Erwachsensein überlasse ich Anderen.
Jeder lebt ja schon mehr oder weniger lange alleine.
Vorher ohne grosse Familie, oder Grossfamilie so wie ich.
Die zum Leben gehört.
Familien sind natürlich kein Ersatz, für einen Partner!
Und wenn jemand damit sogar keine Erfahrung hat, wird es schwierig.
Auch so ein Grund, warum eine neue Partnerschaft in unserem Alter, nicht einfach ist.
Bei mir ging deshalb meine letzte lange Beziehung, in die Brüche.
Weil ich als " Oma" immerwieder mal , unvorhergesehen, einspringen musste.
Bei Krankheit , der Enkel usw.
Schade, aber es gab deshalb immerwieder Eifersüchteleien, Sowas möchte ich nicht mehr.
Warum beziehungsunfähig? Kannst Du keine Beziehungen zu Freund*innen eingehen? Stehst Du nicht in Beziehung zu Deinen Nachbarn o.ä.?
Beziehungsfähigkeit zeigt sich doch nicht nur im Eingehen von Liebesbeziehungen sondern in der Fähigkeit Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen und diese auch aufrecht zu erhalten.
Und wie eine Liebesbeziehung gelebt werden kann, dass können Menschen doch sehr individuell entscheiden und der jeweiligen Lebenssituation entsprechend.
Daher würde ich mich an Deiner Stelle gefühlstechnisch gar nicht mit der Frage "bin ich beziehungsunfähig" einschränken, sondern mir eher die Frage stellen "kann ich mit Kompromissen in einer Liebesbeziehung leben?" "Kann ich die Nähe noch aushalten?"
Ich glaube schon, dass ich tolerant bin. Aber das wird wohl jeder von sich behaupten. Letztendlich müssen das Andere bewerten. Ich müßte zu tief ins Detail gehen, um zu erklären, warum ich mich für untauglich halte, noch einmal eine Liebesbeziehung einzugehen. Das mache ich nicht öffentlich und bitte um Verständnis.
Es war ein kleiner Denkanstoss und natürlich solltest Du in einem öffentlichen Forum nicht gleich Deine "Geheimnisse" ausbreiten. Ich halte es nur nicht für richtig, sich als beziehungsunfähig zu bezeichnen, weil dass in der Regel auf die meisten Menschen nicht zutrifft. Sich aber als beziehungsunfähig zu betrachten, könnte verhindern Nähe zuzulassen - daher mein kleiner Denkanstoss.
Beziehungsfähig kann man auch erst nach dem Verlust eines Partners werden. Egal ob durch Scheidung, getrennt Leben oder durch den Tod.
Ich kann von mir nur sagen, dass eine gute Beziehung auch wertgeschätzt werden sollte. Nicht immer alles so selbstverständlich nehmen und so viel vom anderen erwarten. Kompromisse eingehen und sich gegenseitig Freiräume einräumen fällt einem Menschen wohl leichter wenn er schon mal jemanden der ihm wichtig war verloren hat. Das sind einfach Erfahrungswerte die nicht zu einer Beziehungsunfähigkeit führen. Sondern das Gegenteil bewirken können.
bei mir war es so, dass ich schon als Kind gerne alleine unterwegs war.....

vielleicht hatte ich dadurch von Anfang an zu wenig "Beziehungs-Übung".....

als Jugendliche hatte ich mit Depressionen zu kämpfen.....ich war entweder im Pferdestall oder habe nachts bis zum gehtnichtmehr gelesen, weil ich Angst vor dem neuen Tag hatte....

deshalb sind auch die lockerflockigen 68er und die Zeit danach so ziemlich an mir vorüber gegangen....

als Erwachsene hatte ich aus diesem Grund wenig Erfahrung mit Beziehungen .....
habe immer wieder längere Zeit alleine gelebt.....
d.h. entweder bin ich total verliebt gewesen und sehr "bedürftig"....
"falling in love".....was die meisten Männer "eigentlich" gar nicht wollen.....
oder ich war halt wieder längere Zeit alleine....

nachdem ich das - spät - begriffen habe, bin ich im reinen mit mir.... :wink:
Ich weiß nicht ob ich unfähig bin, eine Partnerschaft zu haben, aber ich weiß genau ich will gar keine.