@Beko31
Die Zusammenhänge der Traumen so treffend dargelegt und in dieser Zusammensetzung aufgezeigt zu bekommen, ist ein äusserst seltenes
Moment.
Sehr spannend, danke.
@filofaxi
Es stellt sich die Frage:
muss man dann nicht nur sich selber, sondern auch andere Notleidende im Sinne der Pflicht zur Nächstenfürsorge von der Tyrannei ihrer Unterdrücker befreien, sodass der Zwang zur Solidarität ebenfalls gegeben ist, wenn man sich nicht der Duldung von Gewalt an Andern schuldig machen will, indem man sich nur selbst befreit?


Zur Überlegung Filofaxi 1
Ich denke, dass hier eine Grundsatzfrage zu Tage kommt, nämlich: "wie kann man an überbordendem Wohlstand  inmitten notleidender Menschen überhaupt Genuss empfinden, sich seiner Sache des vermeintlich zustehenden Wohlstandes so sicher sein?"
Ist es nicht eher eine Gewissensfrage oder Gewissensregung wie der Mensch mit seinen Artgenossen und mit seiner Umwelt umgeht?
Ich stelle mir da die vorbildliche Kommunikation unter Bäumen im Wald vor, die einander bei Befall von Schädlingen gegenseitig warnen und ich vermute mal, auch Gegenmassnahmen aktivieren.
Beim Menschen scheint dies schlecht bis gar nicht zu funktionieren.

Oder auch: Wie ist es mit der subjektiven Leidensfähigkeit bestellt? Ab wann ist es für wen möglich, sich zu wehren und ab wann ist es nötig?
Und bis wann reicht die psychologische Relativierung des Leidens durch Vergleich mit Anderen, die noch mehr leiden, sodass das persönliche Leiden vergleichsweise geringer erscheint?


Zur Überlegung Filofaxi 2
Es ist ein Mass nötig das einen Mittelwert der Leidensfähigkeit von Menschen anzeigt. Beide Teile, derjenige der schneller leidet, also sensiblerer Wesensart ist, sowie derjenigen der robuster und leidensfähiger ist und die Schmerzgrenze erst später erreicht, müssen eingestandenermassen einander entgegen kommen.
Für beide Teile bedeutet dies Überwindung und Verzicht aber auch für beide Seiten Gewinn, der nur auf diese Weise zu erreichen ist.
Nicht so beim Auf und Ab von Zerstörung und Wiederaufbau, wo es, bei diesem Wettstreit um die Vormacht, nur Verlierer gibt.

Der „gewalttätige Kampf gegen Gewalt“ wird jedoch schon allein begrifflich zum Widerspruch in sich – ebenso, wie der „Kampf für den Frieden“, der niemals durch Gewalt gegen den Willen des momentan Schwächeren dauerhaft erzwungen werden kann, welcher seinerseits nur an Rache denkt und sie auch ausübt, sobald sich eine Gelegenheit dazu findet, sondern immer nur durch friedliche Verhandlung im gemeinsamen Einverständnis und in der pflichtbewussten Einhaltung der ausgehandelten Verträge auf beiden Seiten.

Ich denke nicht, dass in jedem Fall und immer bei Gelegenheit Rache ausgeübt wird. Es können in Unterdrückung und Ausbeutung durchaus auch positive Gedanken und Ideen zur Wandlung eines bestehenden Zustandes formuliert werden.
Mich hat im Zusammenhang von Verträgen noch die Flucht beschäftigt.
Wie sollte, müsste man in einem solchen Milieu bleiben, nicht vertragsbrüchig werden? 
Ich möchte hier auch nicht "verdammt um sich zu befreien" verstehen,
sondern eher "den Anstoss dazu gehabt zu haben".

Wobei sich ja im Familienverband, meines Erachtens auch die Frage der Vertragsbrüchigkeit gar nicht stellt, weil dieser Vertrag nur einseitig entstanden ist und weil keine Toleranz zur freien Meinungsäusserung gegeben ist, also in solchen Umständen keine Debatten über Notwendigkeit zur Veränderung stattfinden können und dem Ausgeschlossenen zur Selbsterhaltung und Selbstentfaltung gar keine andere Wahl bleibt als zu fliehen. 
In den Augen solcher Eltern ist der Heranwachsende ja wie vom Vater Edouard Louis sinngemäss geäussert, eine nicht zu erhaltende Missgeburt.

Dies geschieht ja nicht nur im Falle von Andersartigkeit und nicht der "Norm" entsprechend, auch gesinnungsmässig wird  einer "Normalität", die von Menschen verwirrten Geistes ausgeht, also aus einem Heer von traumatisierten Menschen, vermeintlich gesunder Menschenverstand erkannt.
So wird despotischen Menschen mit Allmachts- und Rachefantasien der Weg zur Diktatur, meist einhergehend mit der Vernichtung von tausenden von unschuldigen Menschenleben, der Weg zur Macht geebnet.
@ Beko31

…..."RUBIKON: Im Gespräch: „Krieg ist heilbar!“ (Daniele Ganser und Franz Ruppert)" auf YouTube
https://youtu.be/0L1YvxI6q2g …...


Hier einige Kommentare zu den jeweiligen Gesprächspunkten:

Nicht der Krieg ist heilbar, sondern höchstens die Streitsucht (die Krankheit des zwanghaften Streitens)!

Der Kampf um die Weltherrschaft existiert schon, seit es den Menschen auf der Welt gibt, und nicht erst seit dem Ende des 2. Weltkrieges, sodass man nun von einem 3. Weltkrieg sprechen könnte, der mit den ersten beiden schon allein wegen der Anzahl von Toten gar nicht vergleichbar ist.

Wir trauen uns nicht nur nicht, die Wahrheit zu sagen, sondern vor Allem nicht, die schmerzhafte Realität anzuerkennen.

Schmerzhaft WAR das Trauma, aber schmerzhaft IST auch die Erinnerung daran, wenn man die Verletzung in der Vorstellung geistig nochmal erlebt, und nicht das Ereignis und die Erinnerung daran nicht voneinander unterscheidet.

Sich mit einem Trauma auseinandersetzen heißt auch, zu akzeptieren, dass man verletzlich ist!

Anerkennung der Bedürftigkeit einer Therapie beruht auf einem Nachweis, der nicht auf der eigenen Sichtbarkeit oder Fühlbarkeit beruht, sondern auf der Rückmeldung Derer, denen das eigene plötzlich unangemessene Sozialverhalten, auffällt.

Wer traumatisiert ist, kann sich seinen Kindern nicht widmen - nicht, weil er keine Gefühle bzw kein Verständnis hätte, sondern er kann ihnen keine Aufmerksamkeit mehr schenken, weil er genug mit seiner eigenen Missbefindlichkeit zu tun hat.

Es geht nicht um Gefühle sondern um soziale Zuwendung, und es geht auch nicht um Menschlichkeit, sondern um positives menschliches Sozialverhalten, indem man mit den Leidenden mitgeht, dh ihn unterstützend begleitet, was Mitleid eigentlich bedeutet – und nicht, dass man selber auch dabei leidet!

Bomberpiloten sind nicht abgekapselt von „Gefühlen“, sondern haben ein anderes Rechtsverständnis (Moral), wenn sie diejenigen Menschen bombardieren, die man ihnen vorher als zu bestrafende Feinde vorgestellt hat! Dementsprechend werden Erfolge sogar noch als Heldentaten gefeiert, was bei ihnen sogar eine Stimmung der Freude erzeugt..

Lüge und Gewalt sind keine Gegensätze, sondern es geht um die Moral, mit der man die Gewalt legitimiert, indem man sie unter einem falschen Vorwand (Lüge) als gerechtfertigt darstellt.

Man bekämpft in seiner Vorstellung keine Menschen, sondern eine Ideologie im Sinne eines Ismusses, wie Terrorismus oder einer Ierung, wie Globalisierung, oder einen ganzen (Schurken-) Staat mit allen Einwohnern, um immer einen Sündenbock zur Verfügung zu haben, den man notfalls (dem Herrn des Gemetzels) opfern kann, um seine eigenen Hände in Unschuld zu waschen.

Trauma-Opfer sind Verletzte und Trauma-Täter sind Diejenigen, die Andere verletzen, und nicht umgekehrt, wobei dem Täter oft unangemessen viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, als dem Opfer, was dann unweigerlich selber zum Täter wird, um sich für die Verletzung zu rächen.

Eine natürliche Traumatherapie geschieht bei jedem Menschen bereits unwillkürlich von selber, indem er die „Verdrängung durch Abspaltung vom Geschehen und der daran beteiligten Persönlichkeitsanteile“ praktiziert, welche solange andauert, bis er sich bewusst damit beschäftigen kann.

Die Psyche ist keine realistisch oder wahrhaftig denkende Person, sondern funktioniert ganz unmittelbar und pragmatisch!

Identitätsverlust erfolgt bei Beschädigung des falschen Selbstbildes von der vorgestellten Unverletzbarkeit. Daher wird einfach die Vorstellung von der Realität geändert (also schließt er messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf), anstatt der gerade nicht zu ändernden Realität selber.

Im Kollektiv ist Heilung einfacher, wegen der scheinbaren Solidarität mit Gleichgesinnten, obwohl tatsächlich jeder Einzelne auch lediglich an der eigenen Heilung interessiert ist, und daher im Zweifelsfalle sogar neidisch auf den Heilungserfolg des Anderen schielt, den er ihm – wenn er selber dabei erfolglos bleibt – sogar oft von Herzen missgönnt.

Nicht die Angst ist das, was krank macht (indem sie die Sucht erzeugt), sondern die zwanghafte (krankhafte) Fixierung darauf.

Das wiederholte Anschauen des Traumas allein reicht leider nicht aus, um es zu verarbeiten und als in der Vergangenheit offenbar notwendiges, weil nicht zu verhinderndes Übel akzeptieren zu können, sondern man muss auch wissen, wie man verhindern kann, dass es sich in Zukunft nochmal wiederholt.

Kriege sind nur nach den fiktiven - weil zwar erwünschten, aber nicht gerichtlich einklagbaren - Menschenrechten illegal, sodass die Behauptung, dass es nicht so sei, nur dann eine Lüge darstellt, sofern man es nicht besser weiß.

Der Mensch kann sich entscheiden zu lügen, oder die Wahrheit zu sagen, und er kann sich auch frei für eine ihm genehme Ideologie (Weltbild) entscheiden, wobei sich immer die Frage stellt: „frei wovon?“, was im Zweifelsfalle die Freiheit von jeglicher Übereinstimmung mit der Realität bedeutet, nachdem er seine Wunschvorstellungen mit der Realität, wie sie tatsächlich ist, erfolgreich im Geiste vertauscht hat.

Nach Schopenhauer wird die geistige Freiheit durch Vorurteile, die auf der Vorerfahrung und dem Wissen darüber, was früher richtig und falsch war, eingeschränkt, welcher sich auch sektiererische Seelenfänger bedienen, um Menschen in die Irre zu führen, indem sie sie dazu ermutigen, ihre „für andere Gruppen schlechten Taten“ als „gut für die eigene Gruppe“ rechtfertigen.

Die Frage nach der eigenen Identität oder nach der Identität der eigenen Gruppen mit speziellen Idealvorstellungen: „Wer bin ich (oder sind wir) und was will ich (wir) ?“ schließt eine gleichzeitige Identifikation mit den davon abweichenden Idealvorstellungen von Mitgliedern anderer Gruppen aus, wodurch eine eindeutige, soziale Orientierung ermöglicht wird.

Das eigene Ich kann Einem nicht abhanden kommen, sodass man ein Ersatz-Ich bräuchte, sondern nur das falsche Bild, was man bisher von sich, bzw. seinen Eigenschaften und Zielvorstellungen, die man bis dahin damit verbunden hatte. Insofern kann man seinen Weg auch nicht verlassen, der trägheitsbedingt immer noch in die alte Richtung führt, oder aus irgendwelchen Gründen nun notwendigerweise in eine andere Richtung verläuft.

Es geht beim sozialen Gemeinsinn immer um die Frage: „Wer sind wir und wer seid ihr?“ und vor Allem: „Was ist für euch gut, sodass ihr es wollt, und was für uns?“, um erfolgreich den Rassismus zu überwinden und somit nicht mehr manipulierbar für Demagogen zu sein.

Die meisten Menschen scheitern an Beziehungen, das heißt jedoch nicht, dass sie zwar welche haben wollen, aber leider keine haben, oder dass sie andere haben wollen, weil die, die sie haben, nicht so sind, wie sie sie gerne hätten, sondern daran, welche haben zu wollen, ohne einen eigenen Beitrag dafür leisten zu müssen, dass sie auch gelingen, was bedeutet, dass sie sich anpassen und auf die eigenmächtige Selbstbestimmung, welche die eigene Vormachtstellung gegenüber dem Partner erfordert, verzichten müssen.

Die seelische (psychische) Problematik ist also keine körperliche oder geistige, sondern eine soziale, die auf einem schwachen Seelenzustand des Menschen beruht, welcher sich negativ auf die Beziehungen auswirkt, und durch körperliche Symptome lediglich angezeigt wird, wenn man sie schon nicht geistig bemerkt, weil man die Augen fest geschlossen hält, um die Misere nicht ansehen und die eigene Beteiligung daran nicht einsehen zu müssen.

Wenn eine Gruppe die andere bekämpft, um herauszufinden, wer die stärkere ist, läuft das solange noch nicht als gestörte Beziehung, wie die schwächere rechtzeitig aufgibt, um sich nicht niedermetzeln zu lassen, nur um zu beweisen, dass sie unnachgiebig bis zum eigenen Tode ist. Wer jedoch so fanatisch an seinem falschen Selbstbild des Unbesiegbaren festhält, dass er gar keine andere Alternative mehr sieht, als freiwillig den Heldentod zu erleiden, um nicht als schwächerer Verlierer dazustehen, ist tatsächlich größenwahnsinnig, und damit nicht nur seelisch, sondern auch geistig in seiner Funktionsfähigkeit gestört.

Ist er so asozial dass er seiner Ruhmessucht sogar sein Leben opfert und damit seine Familie auch noch ihres Ernährers beraubt, kann man ihn als seelisch (sozial) gestört bezeichnen, was auch schon bereits in seiner pflichtvergessenen Einstellung zu ihr sichtbar wird, lange bevor er sich später nach vollbrachter Tat nicht mehr zur Verantwortung ziehen lässt.

Steht Jemand unter fremdem Befehl und muss Angst um sein Leben haben, wenn er die Ausführung des Befehls verweigert, gilt er in den Augen des Gesetzgebers nicht als schuldig, zur Strafe eine Buße zu leisten, weil er nicht die freie Entscheidung hatte, sich für eine Alternative zu entscheiden, die besser für ihn und seine ihm Anvertrauten gewesen wäre, und geht damit straffrei aus, obwohl er es ja selber war, der den Schaden angerichtet hat, und dem Opfer zumindest teilweise dafür auch einen Schadensausgleich schuldet, um sich wieder mit ihm zu versöhnen (dh die Tat zu sühnen).

Der Reiz des Verbotenen besteht darin, dass er die Gesetzesbrecher scheinbar dazu animiert, es dennoch zu tun - nur um zu beweisen, dass sie cleverer und stärker als der Gesetzgeber sind, sofern sie nicht erwischt werden. Das führt zu einer Schieflage in der Gesetzesauffassung, die man auch Moral nennt, sodass man mit Molière meint: „Das Übel ist erst da, wenn man es laut verkündigt. Der aber sündigt nicht, der im Verborgenen sündigt!“

Eine „Heilungsbewegung“ kann erst dann heilen, nachdem der Schaden bereits entstanden ist, während eine Friedensbewegung bereits zu Friedenszeiten aufklärt, was das Wissen um ein geltendes Völkergesetz betrifft, gegen welches man auch als Präsident nicht einfach straflos mit einem mehrheitlichen Segen des eigenen Parlamentes verstoßen darf - egal, ob man es mit einer Lüge dazu animiert, oder ob man der der bereits von sich aus kriegslüsternen Mehrheit ganz offen reinen Wein dabei eingeschenkt hat (nach dem Motto: wollt ihr den totalen Krieg?), sodass man guten Gewissens nur noch den Erfüllungsgehilfe des Volkes zu spielen braucht.

Wenn die Missachtung internationaler Vereinbarungen so leicht ist, und ohne Folgen bleibt, muss man sich natürlich fragen, ob sie überhaupt eine verpflichtende Funktion haben, oder ob sie lediglich eine reine Empfehlung für Gesetzgeber im eigenen Lande darstellen, und damit ungeeignet sind, um kriegerische Übergriffe einer Regierung auf eine andere zu verhindern.

Eng damit verbunden ist die Sicherheitslage des Volkes und auch der als menschliche Kriegswaffe eingesetzten Soldaten, die für den Machterhalt oder den Kampf um die internationale Vormachtstellung der Regierung eines Landes den Kopf hinhalten müssen, anstatt im Interesse der Bevölkerung die Regierung besser selber abzuschaffen und gegen eine geeignetere auszutauschen, die sich immer findet, sodass man keine Sorge zu haben braucht, dass ein Volk dann etwa nicht mehr regierbar sei, wie immer wieder gerne von Denjenigen behauptet wird, die sich für unentbehrlich halten.

Da das Lügen jedoch mit zum erfolgreichen Geschäftskonzept des Cleveren gehört, kann es noch keine zu heilende Krankheit sein, sondern stellt nur dann eine seelische Behinderung dar, wenn es um die Aufrechterhaltung einer gleichberechtigten Partnerschaft geht, die sofort zur Gegnerschaft wird, sobald man sich nicht mit einem fairen Handel auf halbem Wege entgegenkommt, und man einander bis aufs Messer bekämpft, um den jeweils Anderen zu besiegen und zu unterwerfen.

Heilen hingegen müsste man vor Allem das zwanghafte „Streben nach Herrschaft durch Unterdrückung“, was man auch Herrschsucht nennt, indem man dem paranoiden Soziopathen, der lieber Andere beherrscht, anstatt sich von ihnen beherrschen zu lassen, klar macht, dass er mit seiner radikalen Haltung eben genau das bewirkt, was er am meisten fürchtet - nämlich dass Diejenigen, die er so mühsam unterdrückt, jeden kleinsten Moment der Unaufmerksamkeit gnadenlos ausnützen werden, um ihn zu stürzen.

Wenn Kinder keine Zuwendung (fälschl. als Liebe bezeichnet) bekommen, werden sie zu Kämpfern um Anerkennung (und nicht zu Bestien oder Tieren), bevor sie irgendwann resignieren. Hierbei geht’s auch um das Maß der erwarteten Zuwendung – wie etwa durch Beachtung oder gar Bevorzugung gegenüber von Geschwistern, die mit Einem um die Gunst eines Elternteils wetteifern - , was sich auch zur Geltungssucht (fälschl. auch als Eifersucht bezeichnet) steigern kann, sodass man auf jede Minderbewertung (statt Herabwürdigung) durch Mächtigere - die dann als ungerecht bezeichnet werden, weil sie dem Bedürfnis des Schwächeren nach mehr Geltung (Selbstwert) nicht gerecht werden - hochgradig empfindlich und aggressiv reagiert.

Hier wäre eine Aufklärung darüber hilfreich, dass man nicht für Jedermann auf die gleiche Weise von Nutzen und damit wertvoll sein kann, und für die meisten Menschen auf der Welt sogar völlig wertlos ist, um den Größenwahn zu verhindern, bei dem der Eitle seine Eigenschaften total überbewertet und meint, nicht nur für einen, sondern auch für alle Anderen auf der Welt unentbehrlich zu sein.

Wenn man ihm jedoch – nachdem dieses falsche, aufgeblasene Selbstbild einen Schaden erlitten hat – auch noch einredet, dass es nur an den Andern läge, die seine Großartigkeit nicht zu schätzen wissen, um ihn wieder in ein angenehme Stimmung mit schönen Gefühlen zu versetzen, kann dieser notwendige, ernüchternde Schock nicht heilsam für ihn sein, um bescheidener in seinen Ansprüchen zu werden, und der damit verbundene Schmerz war leider vergebens.

Angst ist nicht per se etwas Schlechtes, weil sie dazu da ist, um sich bewusst zu werden, dass Gefahr droht. Aber dann den bewussten Verstand willentlich auszuschalten mit dem Argument, man verstünde auch unbewusst, warum und vor Allem wovor man Angst hat, bedeutet, das Kontrolllämpchen auszuschalten in der Annahme, es sei defekt, nur damit man in Ruhe weiterschlafen kann, ohne sich Gedanken drüber machen zu müssen, ob und wie man das dadurch angezeigte Problem - was man offensichtlich ja nicht automatisch lösen kann, denn sonst hätte man ja keine (Versagens)Angst deswegen verspürt - am besten bewusst löst.

Der Anspruch von Kindern auf Wahrhaftigkeit der übermächtigen Eltern, von denen sie erwarten, dass sie ihr Schutzbedürfnis befriedigen, entspricht einem Versuch, Kontrolle über sie auszuüben, nachdem die Eltern sich mal als nicht als vertrauenswürdig herausgestellt haben – ähnlich, wie der Richter vom Verdächtigten auch Wahrhaftigkeit vor Gericht fordert, um auszuschließen, dass er von ihm über den tatsächlichen Verlauf des Ereignisses getäuscht wird.

Dabei wird gern zwischen lässlicher Lüge und sträflicher Lüge unterschieden, um davon abzulenken, dass der Richter umso stärker auf die Mitarbeit des Verbrechers angewiesen ist, je mehr eindeutige Hinweise fehlen, um ihm auch ohne sein Geständnis die Tat nachweisen zu können.

Einen politischen Verbrecher nur der Lüge zu bezichtigen mit der er seine Motive rechtfertigen will um nicht bestraft zu werden, lenkt vom eigentlichen Verbrechen ab, nämlich von der Schädigung durch eine kriegerische Handlung, die zwar lapidar der Ordnung halber verboten ist, aber nicht bestraft werden kann, was dann keine Frage der Weltanschauung von gut und schlecht oder gütig und böse mehr ist, sondern eine Frage der Bewertung des tatsächlich bewirkten Schadens, wofür der Täter dem Opfer einen Ausgleich schuldet, um sich mit ihm wieder zu versöhnen.

Ist der Geschädigte ein ganzes Volk, kann der Schaden genauso wenig ausgeglichen werden, wie wenn Jemandem ein Mensch, an dem er Nutzungsrechte besitzt, durch Mord entrissen wird, sodass die Tat vergeben werden muss, was nicht heißt, dass der Täter dem Opfer deswegen auch keinen Dank dafür mehr schuldete, nur weil er sich etwa aufgrund des eigenen Ablebens nicht mehr als dankbar erweisen kann.

Hier werden - je nach Gesetzesauffassung - die Schulden dann noch an spätere Generationen vererbt, die man dann bis in siebente Glied für den von ihren Vorfahren angerichteten Schaden zur Kasse bittet, obwohl sich die einzelnen Personen niemals begegnet sind.

Der irrationalen Angst vor einer nicht näher lokalisierbaren Bedrohung sind die früheren Seelsorger und priesterlichen Moralapostel gerne mit spiritistischen Argumenten begegnet, um den Traumatisierten ein gerechtes Gericht nach dem Tode - mit „Gott“ als mächtigstem Gesetzgeber und Richter in einer Person, der dem Teufel das Amt des gerechten Henkers überlässt - in Aussicht zu stellen, und hat um der Glaubwürdigkeit Willen den Weihnachtsmann als dessen weltliches Gegenstück erschaffen, den jedes Kind bereits kennt, und der nach mittelalterlicher Vorstellung die unrühmliche Drecksarbeit des Bestrafens dem schwarzen Marokkaner (Mauren) Knecht Ruprecht überlässt.

Bei dieser tröstlichen Vision von einer gerechten Welt (Weltbild) darf man jedoch nicht vergessen, dass gerade diese heilenden „Söhne der Güte“ eben auch dem menschlichen Teufel zur Hand gehen, indem sie die Angst erst einmal verbreiten, um mit Strafandrohung im Jenseits auch bei den Reichen unterwürfigen Gehorsam zu erzwingen, bevor sie die verstörten Schafe wieder unter ihre Zwangs-Obhut nehmen, und sich von ihren Auftragsgebern fürstlich dafür bezahlen lassen.

Hier scheint es auf jeden Fall angebrachter, sich auf einen realen, menschlichen Solidarpakt unter Gleichberechtigten und auch Gleichverpflichteten einzulassen, wie es die heutigen Sozialversicherungen darstellen, um nicht in der Not von der willkürlichen Gnade und Barmherzigkeit despotischer Familienoberhäupter abhängig zu sein, welche ungehindert die Notlage der Familienmitglieder zum eigenen Vorteil ausnutzen, wie es in den meisten Ländern trotz unterzeichneten Menschenrechtskonventionen heute immer noch der Normalfall ist.


@ mehusae

…..Zur Überlegung Filofaxi 1
Ich denke, dass hier eine Grundsatzfrage zu Tage kommt, nämlich: "wie kann man an überbordendem Wohlstand inmitten notleidender Menschen überhaupt Genuss empfinden, sich seiner Sache des vermeintlich zustehenden Wohlstandes so sicher sein?".....


Das liegt daran, dass die Wohlhabenden der Meinung sind, sie seien zu Recht wohlhabend, weil sie ihren Wohlstand mit eigener Leistung redlich verdient haben, und alle Andern ihre Armut ebenfalls selbst bewirkt haben müssen, denn sonst wären sie ja auch reich.

…...Ist es nicht eher eine Gewissensfrage oder Gewissensregung wie der Mensch mit seinen Artgenossen und mit seiner Umwelt umgeht? ….

Dass man alles Gute als eigenes Verdienst darstellt, und alles Schlechte als das Versäumnis Anderer, trägt auch zur Aufrechterhaltung eines überhöhten Selbstbildes bei, mit dem man auf Andere guten Gewissens herabschauen kann.

Wenn man dann noch einen höchsten Richter im Himmel annimmt, erscheint auch die wirtschaftliche Ungleichheit der Menschen als Folge eines gerechten Ausgleichs für fiktive, vorherige Ungleichheit im entgegengesetzten Sinne als plausibel und notwendig, sodass es sogar ein Frevel wäre, heute bereits Etwas daran zu ändern, weil der Lohn oder die Strafe für gegenwärtiges Sozialverhalten angeblich erst in ferner Zukunft (im nächsten Leben) erfolgt.

…..Ich stelle mir da die vorbildliche Kommunikation unter Bäumen im Wald vor, die einander bei Befall von Schädlingen gegenseitig warnen und ich vermute mal, auch Gegenmassnahmen aktivieren.
Beim Menschen scheint dies schlecht bis gar nicht zu funktionieren.....


Bei Menschen muss auch immer erst ein gemeinsamer Feind her, gegen den man sich kurzfristig miteinander solidarisieren kann, bevor man wieder gegenseitig aufeinander eindrischt, um herauszufinden, wer der Stärkere ist und alleine das Sagen hat, denn das ist viel einfacher, als ständig Kompromisse zu machen und sich Nutzen und Schaden miteinander zu teilen, was zwar als brüderlich gilt, aber nur, wenn der Bruder auch sein Salz wert ist.

…...Zur Überlegung Filofaxi 2
Es ist ein Mass nötig das einen Mittelwert der Leidensfähigkeit von Menschen anzeigt. …..


Nein, es gibt weder ein angemessenes Mittelmaß für Menschen unterschiedlicher Leidensfähigkeit, noch eines für die unterschiedlichen Leidenszustände, in denen sich ein und die selbe Person befinden kann, sondern das muss immer am jeweils tatsächlichen Leidenszustand gemessen werden.

Hier ist die Frage, was überhaupt damit bewirkt werden soll: Das empfundene Leiden schafft man am besten mit der entsprechenden Dosis eines Betäubungsmittels ab, während die Ursache des Leidens nur durch machtvolle, zweckdienliche Maßnahmen beseitigt werden können.

Der Kampf gegen die eigene Unzulänglichkeit ist dabei zwar mühseliger, aber dennoch rechtlich zumutbar, anstatt der Kampf gegen die Unzulänglichkeit Anderer, welcher aufgrund der Pflicht zur Rücksichtnahme und aufgrund des Verbots der Selbstjustiz für alle nicht dazu Berechtigten verboten ist.

….Beide Teile, derjenige der schneller leidet, also sensiblerer Wesensart ist, sowie derjenigen der robuster und leidensfähiger ist und die Schmerzgrenze erst später erreicht, müssen eingestandenermassen einander entgegen kommen. ….

Die Notwendigkeit des Verhandelns besteht eigentlich schon, bevor Jemand leidet, und soll das Leiden aufgrund von nicht befriedigten Bedürfnissen ja von vornherein verhindern – und das möglichst beidseitig, damit nicht nur Einer seine Bedürfnisse auf Kosten des Anderen befriedigt, und der Andere dabei leer ausgeht.

..Für beide Teile bedeutet dies Überwindung und Verzicht aber auch für beide Seiten Gewinn, der nur auf diese Weise zu erreichen ist.
Nicht so beim Auf und Ab von Zerstörung und Wiederaufbau, wo es, bei diesem Wettstreit um die Vormacht, nur Verlierer gibt. …..


Gegen gemeinsame Zerstörung dessen was der Partnerschaft hinderlich ist zugunsten dessen, was ihr förderlich ist, ist ja Nichts einzuwänden, nur darf dies eben nicht einseitig immer zum Nutzen des Einen und gleichzeitig zum Schaden des Anderen erfolgen, wenn man als gleichwertige Partner langfristig zusammenarbeiten will.

….Ich denke nicht, dass in jedem Fall und immer bei Gelegenheit Rache ausgeübt wird. Es können in Unterdrückung und Ausbeutung durchaus auch positive Gedanken und Ideen zur Wandlung eines bestehenden Zustandes formuliert werden. ….

Rache ist immer ein gutes Mittel, um Demjenigen, der meint, er käme ungeschoren davon, wenn er Jemanden schädigt, weil er der Stärkere von Beiden sei, das Gegenteil zu beweisen. Daher ist auch der höchste biblische Gesetzgeber rachsüchtig, weil er es nicht ertragen kann, dass Jemand stärker ist, als er und sich seinem Befehl ungestraft widersetzt,

Dabei gilt schon die erfolgreiche Flucht als Bruch eines aufgezwungenen Dienstbotenvertrages und damit als eigene Machtdemonstration des Dieners gegenüber seinem Herrn, die gnadenlos bestraft werden muss, um das Image des Allmächtigen Herrn des Himmels und der Erde nicht zu verlieren.

Mich hat im Zusammenhang von Verträgen noch die Flucht beschäftigt.
Wie sollte, müsste man in einem solchen Milieu bleiben, nicht vertragsbrüchig werden?
Ich möchte hier auch nicht "verdammt um sich zu befreien" verstehen,
sondern eher "den Anstoss dazu gehabt zu haben"......


Ganz einfach: indem man sich gehorsam in sein von Stärkeren bestimmten Schicksal schickt, anstatt vergeblich zu rebellieren und damit Alles noch schwerer zu machen, als es ohnehin schon ist, und dabei vor Allem niemals die Hoffnung auf bessere Zeiten fahren lässt, auch wenn es die totale Unabhängigkeit von Stärkeren niemals geben wird, denn ein bisschen geht immer.

…..Wobei sich ja im Familienverband, meines Erachtens auch die Frage der Vertragsbrüchigkeit gar nicht stellt, weil dieser Vertrag nur einseitig entstanden ist und weil keine Toleranz zur freien Meinungsäusserung gegeben ist, also in solchen Umständen keine Debatten über Notwendigkeit zur Veränderung stattfinden können und dem Ausgeschlossenen zur Selbsterhaltung und Selbstentfaltung gar keine andere Wahl bleibt als zu fliehen. ….

Dass Verträge zu Nachteil des Einen und zum Vorteil des Anderen auch aufgezwungen werden, wenn dem Bedürftigeren von Beidem keine andere Wahl bleibt, beweist ja nur, dass es nicht nur Verträge zwischen Gleichstarken gibt, die auch beide Partner gleichermaßen berechtigen und verpflichten müssen, um beidseitig von Nutzen sein zu können, sondern auch zwischen ungleich Starken.

…..In den Augen solcher Eltern ist der Heranwachsende ja wie vom Vater Edouard Louis sinngemäss geäussert, eine nicht zu erhaltende Missgeburt. …..

Ganz recht, denn die Berechtigung, ein Recht in Anspruch nehmen zu dürfen, gesteht immer der Stärkere dem Schwächeren zu, solange der ihm für die Zukunft als nützlich und damit wertvoll erscheint – ganz unabhängig davon, welche Würden er in der Vergangenheit erworben hat, die es durch den Nutznießer zu entlohnen (würdigen) gilt.

Da ein gehorsames Kind seinem Vater nun mal lieblicher erscheint und ein ungehorsames als hässlicher, wird er das eine mehr mögen (oder sogar lieben) als das andere, was er dafür weniger mag (oder sogar hasst).

Das berechtigt ihn jedoch nicht dazu, das vielgehasste Kind einfach in der Wildnis auszusetzen, weil es eben auch ohne Würde und zukünftigem Nutzwert für Irgendjemanden das Menschenrecht auf Versorgung (nach dem christl. Gebot der Nächstenfürsorge) genießt, was nicht auf den Willen eines launischen Gesetzgebers im Himmel beruht, sondern auf der kulturell höchsten Errungenschaft der Menschen überhaupt.

Die sollten sich die Menschen nicht von dummdreisten Diktatoren eigenmächtig kaputtmachen lassen mit dem Argument, der in ihren Augen Wertlose sei auch nicht erhaltenswert, weil man dies ja erst immer erst im nachhinein beurteilen kann, nachdem die Zukunft bereits eingetreten ist – also spätestens am Ende seiner Tage.

Außerdem kann er auch noch für Andere nützlich und damit erhaltenswert sein, was eine grundsätzliche Bewertung als „nützlich oder unnütz für Alle“ unmöglich macht.

Das selbe gilt für die Bewertung seiner Würden, die er durch Leistungen für die Einen erworben hat, die ihm einen entsprechenden Lohn dafür schulden, und für alle Anderen eben nicht.

Wie gesagt: der Wert (mutmaßlicher, zukünftiger Nutzwert) ist etwas Anderes, als die Würde (für eine in der Vergangenheit erbrachte Leistung)!

…..Dies geschieht ja nicht nur im Falle von Andersartigkeit und nicht der "Norm" entsprechend, auch gesinnungsmässig wird einer "Normalität", die von Menschen verwirrten Geistes ausgeht, also aus einem Heer von traumatisierten Menschen, vermeintlich gesunder Menschenverstand erkannt.....

Das falsche Selbstbild besteht tatsächlich darin, zu meinen, man sei für alle Menschen gleich viel wert, nachdem man sich irgendwo bei Einigen von Ihnen um einen gut dotierten Ehrenplatz zum Lohn dafür verdient gemacht hat. Dann scheint es dem Eitlen unerträglich, wenn man ihm anderswo seine Verdienste nicht anrechnet, und ihm genauso behandelt, wie jeden Anderen ohne diese Verdienste auch.

…...So wird despotischen Menschen mit Allmachts- und Rachefantasien der Weg zur Diktatur, meist einhergehend mit der Vernichtung von tausenden von unschuldigen Menschenleben, der Weg zur Macht geebnet. …..

Ja, wenn ihn Niemand als das Wunschkind anerkennen will, was er für seine Mutter war, wird der Herrschsüchtige sich dafür - wie Adolf Hitler – eines Tages an Allen rächen, die sich ihm nicht freiwillig unterwerfen, sobald er an die Macht gekommen ist, alleine bestimmen zu können, wer von ihm als wertvoll und überlebenswürdig eingestuft wird, und wer als wertlos gilt und damit des Todes ist, womit er sich zum realen Herrn über Leben und Tod macht, wie es jeder andere zynische Gewaltherrscher auch schon vor ihm tat.
Ganz einfach: indem man sich gehorsam in sein von Stärkeren bestimmten Schicksal schickt, anstatt vergeblich zu rebellieren und damit Alles noch schwerer zu machen, als es ohnehin schon ist, und dabei vor Allem niemals die Hoffnung auf bessere Zeiten fahren lässt, auch wenn es die totale Unabhängigkeit von Stärkeren niemals geben wird, denn ein bisschen geht immer.

Ein hungernder Mensch schickt sich nicht in die Willkür Jener die ihm seine Lebensgrundlagen wegnehmen und vorenthalten, er ist lediglich physisch zu schwach sich zur Wehr setzen zu können um den Teil zum Überleben von ihnen nötigenfalls auch mit Gewalt herauszufordern.


https://connectiv.events/uno-chef-fuer- ... erurteilt/


Keiner kann sich endlos in ein an ihm angetanes Unrecht schicken.
Der Mensch ist zwar ein Verdrängungskünstler aber hier kommt es vermutlich, bezüglich der Dauer der Verdrängung, auf seine Leidensfähigkeit, sein Schamempfinden, sein Durchhaltevermögen und nicht zuletzt auf seine Nervenstärke an.
…..Ein hungernder Mensch schickt sich nicht in die Willkür Jener die ihm seine Lebensgrundlagen wegnehmen und vorenthalten, er ist lediglich physisch zu schwach sich zur Wehr setzen zu können um den Teil zum Überleben von ihnen nötigenfalls auch mit Gewalt herauszufordern. …...

Gegen die Willkür des Stärkeren stemmt sich der Schwächere mit seiner eigenen Willenskraft, mit der er die Disziplin zur Anpassung an widrigste Umstände aufbringt, was mit zu seiner natürlichen Überlebensfähigkeit dazu gehört. Die indischen Yogis demonstrieren hier sehr anschaulich, wie weit der Verzicht auf die Befriedigung selbst von Grundbedürfnissen wie Nahrung und Luft gehen kann, wenn man es nur genügend will, und der Selbstmordattentäter ist sogar in der Lage, seinen Überlebenstrieb willentlich auszuschalten, um das Ziel zu verwirklichen, was er sich vorgenommen, und wozu er gerade die Gelegenheit bekommen hat.

…...Keiner kann sich endlos in ein an ihm angetanes Unrecht schicken.
Der Mensch ist zwar ein Verdrängungskünstler aber hier kommt es vermutlich, bezüglich der Dauer der Verdrängung, auf seine Leidensfähigekeit, sein Schamempfinden, sein Durchhaltevermögen und nicht zuletzt auf seine Nervenstärke an. ….


Nach priesterlicher Inaussichtstellung eines Lohnes nach dem Tode haben sich bisher Milliarden von Sklaven in ihr Schicksal gefügt, ohne zu rebellieren, indem sie sich – historisch nachweisbar – bereits in den Kupferminen des König Salomo zu Tode schufteten, und werden bis zum heutigen Tag weltweit in schier unerträglichen Arbeitsverhältnissen für einen Hungerlohn ausgebeutet, ohne dass der Würdige den Unwürdigen vorgezogen wird – ganz so, wie das Gesetz der Mächtigen es verlangt, und damit auch offiziell als richtig und gerecht gilt.

Dabei wird von den Mächtigen in einem Staat eine macchiavellische Gleichschaltung der Schwachen durch „Gleichverpflichtung zum Racheverzicht“ anstatt durch „Gleichberechtigung auf Schutz vor der Rache Anderer“ betrieben, und die Würde aller Würdigen in gleicher Weise missachtet, indem diese den Unwürdigen gleichgestellt werden – nach dem Prinzip: „Herrsche und teile auf ungerechte Art und Weise zu!“

Nun könnte man sagen, die Forderung von “Rechten ohne Pflichten“ sei genau so ein eigenmächtiges Streben nach Vorherrschaft durch den Schwachen, der selber gerne zu den Stärkeren gehören will, wie das Streben der Mächtigen danach, ihre Vormachtstellung zu bewahren, und daher nicht dazu geeignet, um Allen gleichermaßen die Berechtigung zu garantieren, das Maß ihrer Unabhängigkeit von der Willkür Stärkerer selber bestimmen zu dürfen, ohne gleichzeitig eine Gleichschaltung der Starken und Schwachen vorzunehmen, mit dem Argument: „Wenn Jeder nur stark genug gemacht wird, dass er sich um sich selber kümmern kann, ist für Jedermann gesorgt!“

Da weder eine durch rücksichtsloses Machtstreben, noch eine durch Los erlangte Führungsposition auch einen Beweis für die Geeignetheit zur Führerschaft in den entsprechenden Bereichen darstellt, würde man durch eine pauschale Gleichbewertung unterschiedlicher Verdienste die Würdigen dabei um ihre natürlichen „Vorrechte des besser Qualifizierten“ betrügen.

Das ökonomisch mit der Zweckdienlichkeit für das Gemeinwohl begründete „Recht des besser Geeigneten“, eine entsprechende gesellschaftliche Position zu bekleiden, die seinen Fähigkeiten angemessen und daher gerechtfertigt zu sein scheint, steht also dem angemaßten „Vorrecht des Stärkeren“ gegenüber, welches der sich natürlicherweise nur so lange herausnehmen kann, wie Niemand dazu in der Lage ist, ihn daran zu hindern. In beiden Fällen ist es nicht Mutter Natur, die Jemanden dazu berechtigt, oder ein Vater im Himmel, sondern jeweils die Gemeinschaft derer, die das duldet, oder sogar befürwortet.

Wenn man die Gesellschaft in die Interessengruppe der Einflussreichen und in die der politisch Machtlosen einteilt, werden sich innerhalb dieser Gruppen wiederum Fraktale bilden, in denen dieselben Unterschiede zutage treten, sodass es wenig sinnvoll ist, dieses Problem in den unterschiedlichen Gruppen gesondert zu behandeln.

Um hier den geistig-sozialen Horizont zu erweitern, würde es bei der Kindeserziehung zum Zwecke des Erzeugens eines Bewusstseins für eine größere Gemeinschaft, als die der unmittelbaren Gesinnungsgemeinschaft, wohl reichen, auf die furchteinflößende Tatsache hinzuweisen dass auf kafkaeske Weiser hinter jedem mächtigen Torwächter, an dem man sich auf dem Weg zur Allmacht erfolgreich vorbei geschlichen hat, noch ein viel mächtigerer steht, sodass die Vormacht gegenüber einem Stärkeren nur das Teilziel einer Sisyphusarbeit darstellt, welche niemals zu einem Ende gelangen kann.

Hier muss also immer berücksichtigt werden, dass man umso mehr Gegnerschaft erwarten kann, je mehr man besiegt hat, und umso mehr Partner hat, je mehr man sich mit ihnen solidarisiert, was den Wert einer jeden zweckgebundenen Solidargemeinschaft ausmacht - im Gegensatz zum einsamen Kampf alleine gegen die ganze Welt, den Niemand gewinnen kann.

…. https://connectiv.events/uno-chef-fuer- ... erurteilt/ ….

Die Kritik am Verhalten von Leuten, die ihre Macht zum eigenen Vorteile missbrauchen, muss unterschieden werden von der Kritik an einem sozialen Modell, wie dem der 30 Menschenrechte oder der 10 Gebote, bei denen vielleicht aufgrund von unglücklichen oder auch vorsätzlich falschen Formulierungen die Missachtung derselben erleichtert wird. Das Fehlerhafte liegt dann nicht im Sinn der Gesetze begründet, sondern an denen, die den Sinn nicht begriffen habe, oder die sich nicht dafür interessiert, solange sie nicht gerichtlich einklagbar sind, und sie keine negativen Konsequenzen fürchten müssen, wenn sie sich nicht dran halten.

Dass bereits Kinder natürlicherweise ohne Schuldempfinden ihren Vorteil auf Kosten Anderer suchen, aber gleichzeitig laut nach ausgleichender Gerechtigkeit schreien, sobald sie benachteiligt werden, sieht man bereits im Kindergarten, wo ihnen beigebracht wird, was sich unter Gleichstarken gehört und was nicht.

Das suggeriert, dass es ein natürliches Vorrecht des Stärkeren gegenüber dem Schwächeren gäbe, was es ersterem erlaubt, Herrschaft über ihn auszuüben, die obendrein auch noch gesetzlich geschützt wird, anstatt dass die Schwächeren vor dem Machtmissbrauch der Stärkeren geschützt werden, wie es eigentlich der Sinn eines Gesetzes ist, welches dazu geeignet ist zur allgemeinen sozialen Regel zu werden.

Das bedeutet keine Gleichschaltung Aller durch Ermächtigung der Schwachen bei gleichzeitiger Entmachtung der Starken, sondern lediglich eine zumutbare Beschränkung jeglichen Vormachtstrebens über Andere, welches nicht durch eine soziale Notwendigkeit begründbar ist, sowie ein Grundrecht auf Schutz des Schwächeren vor jeglichem Machtmissbrauch durch Stärkere.

Von dieser dialektischen Formel ist jede soziale Regelung für die jeweiligen Bereiche ableitbar, wie zB die 7 mosaischen Grundgesetze zum Schutze vor Diebstahl, Verletzung, Betrug, Rufmord, etc., deren Missachtung durch die Gemeinschaft – und auch nicht von Mutter Natur oder vom Vater im Himmel - bestraft wird, weil es ihre Sicherheitsgarantien sind, derer ihre Mitglieder nur so lange würdig sind, sie als ihr gutes Recht in Anspruch nehmen zu dürfen, wie sie diese auch Anderen in der Gruppe pflichtgemäß zuzugestehen bereit sind.

Wenn ein soziales Modell, wie das kommunistische, sozialistische, christliche, buddhistische, humanistische oder demokratische, richtig vermittelt und verstanden würde, könnte sich Niemand dahinter verstecken, der es dazu missbraucht, seine eigene Diktatur über Andere zu begründen und zu rechtfertigen, und einen Personenkult damit betreiben, um sich selber für alle Zeiten damit zu verewigen, indem er sich als Retter (Gott) der Menschheit feiern lassen, der vom Himmel gesandt wurde, um aus der Welt ein Paradies vor Allem für diejenigen Menschen zu machen, die sich ihm blindgläubig und gehorsam unterwerfen.

Zur Geschichte der Menschenrechte sei auf den zwar etwas holprigen und laienhaften, aber auch kritischen 10-teiligen Vortrag von Seiten der jüngeren Generation hingewiesen, in dem das Thema aus ihrer Sicht beleuchtet wird.

https://www.youtube.com/watch?v=Bt5lYr2 ... 46&index=1
Nach priesterlicher Inaussichtstellung eines Lohnes nach dem Tode haben sich bisher Milliarden von Sklaven in ihr Schicksal gefügt, ohne zu rebellieren, indem sie sich – historisch nachweisbar – bereits in den Kupferminen des König Salomo zu Tode schufteten, und werden bis zum heutigen Tag weltweit in schier unerträglichen Arbeitsverhältnissen für einen Hungerlohn ausgebeutet, ohne dass der Würdige den Unwürdigen vorgezogen wird – ganz so, wie das Gesetz der Mächtigen es verlangt, und damit auch offiziell als richtig und gerecht gilt.

https://www.youtube.com/watch?v=fwS2g0XgD3I

Geschehnisse von immenser Tragweite!

Eine Betroffene äussert sich wie folgt:
Es war normal, dass ich Sachen aushalten musste die ich nicht wollte.
Das hat zum Gehorsam dazu gehört, dass ich Sachen getan habe die ich nicht verstanden habe,
es war alles normal, dass man mir Schmerzen zufügen konnte.

„Hörigkeit entsteht in einem längeren Prozess, in dem der eigene Wille allmählich und
in zunehmendem Maß verloren wird.
Dies ist für den Betroffenen selbst meist erst spät zu erkennen und oft nur durch Eingriffe von außen oder therapeutische Hilfestellung zu bewältigen. Auch Sekten u.a. Gruppierungen können Unerfahrenheit und
das Bedürfnis nach Geborgenheit ausnutzen, um Hörigkeit zu schaffen.“
(Stangl, 2019).


Menschenrechte
Artikel 4 - Verbot der Sklaverei und des Sklavenhandels
Artikel 12 - Schutz der Freiheitssphäre des Einzelnen
Artikel 22 - Recht auf soziale Sicherheit
Artikel 24 - Recht auf Erholung und Freizeit
Artikel 25 - Recht auf einen angemessenen Lebensstandard

Doch alles nur fromme Wünsche, wenn Vorstellungen von sogenannten Vor bildern eben nur die eigenen Ein bildungen bleiben von welchen der Mensch nicht ablassen kann, oder will?
Der Gehorsam (der Teufel) steckt hier im Detail, denn wer gehorcht wird belohnt, wer nicht gehorcht wird bestraft, was schon früh erfolgreich ausgeübt wird, sodass die Unterwürfigkeit niemals aussterben wird.
Traurig, was Eltern ihren Kindern antun, von Generation zu Generation.

Dürfen Kinder während ihres Erwachsenwerdens auch immer wieder NEIN sagen, widersprechen und auch kritische Fragen stellen ohne dass ihnen Sanktionen drohen, so ist ein erster, schier unbeschreiblich wichtiger Schritt,
der sie später vor vielerlei Schädigungen schützt, schon getan.

Durchs Band weg sind gehorsame Kinder sehr bequem zu „halten“ und zu führen (Erwachsene auch).
https://www.youtube.com/watch?v=fwS2g0XgD3I ….

Geschehnisse von immenser Tragweite!

Eine Betroffene äussert sich wie folgt:
Es war normal, dass ich Sachen aushalten musste die ich nicht wollte.
Das hat zum Gehorsam dazu gehört, dass ich Sachen getan habe die ich nicht verstanden habe,
es war alles normal, dass man mir Schmerzen zufügen konnte. …..


Wer sich freiwillig Jemandem unterwirft, ohne dass eine andere Notwendigkeit dazu besteht, als lediglich das zwanghafte Gieren nach einer besonderen Belohnung, pervertiert den in der Ständegesellschaft als göttliche (für Alle gute) Tugend bezeichneten „Gehorsam des Dieners gegenüber seinem Herrn“ zur „Hörigkeit aus freiwilliger Leiden(sbereit)schaft“, was nicht nur sein unmäßiges und daher teuflisches (nur für ihn selber gutes) Laster der sexuellen Begierde heiligen soll, sondern auch jegliches andere, wofür man bereit ist, einen unverhältnismäßig hohen Preis zu bezahlen, wie etwa den Verzicht auf Menschenrechte oder das Opfern von Hab und Gut, nur um die kuschelige Atmosphäre einer religiösen Gemeinschaft zu genießen, die man fälschlicherweise für soziale Sicherheit hält.

So gesehen war die Ordensschwester nicht so abhängig, dass sie den Orden nicht hätte einfach verlassen können, wenn sie nicht hätte leiden wollen, weil man sie dazu gezwungen hat, sondern weil sie selber meinte, es lohne sich für sie, ein Leben in Askese und Erduldung von Leid in Kauf zu nehmen, um dafür das ewige Paradies nach dem Tode zu gewinnen, was ihr offenbar wesentlich wertvoller erschien, als der Preis, den sie dafür entrichten musste.

Wenngleich es sonst als zynisch gilt, zu behaupten, das Opfer suche sich den Täter generell vorsätzlich dazu aus, um sich von ihm einen Bußwunsch für eigene frühere Untaten erfüllen zu lassen und sich auf indirektem Wege damit selbst seines schlechten Gewissens zu entledigen, trifft dieses im Zusammenhang mit dem falsch verstandenem Prinzip des negativen Schadensausgleichs tatsächlich zu.

So, wie dem Opfer Genugtuung durch Rache widerfährt, wenn der Täter ebenfalls – etwa durch eine Strafe - geschädigt wird, so stellt sich der selbstgerechte Täter vor, dass er sich mit dem Opfer auch eigenmächtig versöhnen kann, indem er diese Rache selber vornimmt, und dabei natürlich auch selber das Maß bestimmt, was ihm die Versöhnung wert ist.

Dieses geschieht, indem er nicht nur Reue zeigt und „Mea culpa!“ murmelt, sondern auch brav die vom Beichtvater zur Buße auferlegten 10 Vaterunser runterleiert, in der irrigen Meinung, er brauche lediglich die Rechnung mit seinem vorgestellten Vater im Himmel zu begleichen (bzw die mit seinem realen Seelsorger, der ja auch nicht gratis arbeitet), und nicht mit Demjenigen, den er tatsächlich geschädigt hat, und den er mit diesem scheinheiligen Ritual um sein gutes Recht auf Schadensersatz, den er ihm schuldet, nach allen Regeln der Kunst betrügt.

…..„Hörigkeit entsteht in einem längeren Prozess, in dem der eigene Wille allmählich und
in zunehmendem Maß verloren wird.
Dies ist für den Betroffenen selbst meist erst spät zu erkennen und oft nur durch Eingriffe von außen oder therapeutische Hilfestellung zu bewältigen. Auch Sekten u.a. Gruppierungen können Unerfahrenheit und
das Bedürfnis nach Geborgenheit ausnutzen, um Hörigkeit zu schaffen.“
(Stangl, 2019).....


Der Machtmissbrauch gegenüber Abhängigen steht laut Gesetz bei uns unter Strafe, ist also verboten, es sei denn man nimmt die Strafe dafür in Kauf – so, als handele es sich hier lediglich um die Höhe des Preises, den der Machtmissbrauch dem Missbrauchenden wert ist, sodass er - nachdem er ihn entrichtet hat - nicht mehr weiter deswegen belangt werden kann.

Damit wird jedoch noch kein Machtmissbrauch verhindert, sondern sogar eher begünstigt bei Denen, die es sich leisten können, die Strafe dafür aus der Portokasse zu bezahlen, um anschließend lustig weiterzusündigen, sodass er zu einem Handel zwischen Verbrecher und Gesetzgeber wird, bei dem es nur um den Preis des Sklaven geht, mit dem sein Herr grundsätzlich tun und lassen kann, was ihm beliebt.

Dass ein Sklave seinem Herrn gegenüber hörig wird, geschieht nur dann, wenn er im Rahmen eines Privatabkommens das Recht hat, jederzeit das Spiel mit vertauschten Rollen beenden zu können, sobald es ihm nicht mehr gefällt, wie es bei manchen Sexpraktiken der Fall ist, während dies zwischen dem Arbeiter und seinem Ausbeuter nicht der Fall ist, selbst wenn Ersterer ein Mitbestimmungsrecht zugebilligt bekommt, was Rationalisierungsprozesse im Betrieb betrifft, die letztendlich auch seinem Ausbeuter zunutze kommen.

Hörigkeit bedeutet also nicht nur Abhängigkeit, sondern schließt obendrein die Bereitschaft des Abhängigen mit ein, einen unverhältnismäßig hohen Preis für Etwas zu zahlen, was es ihm wert ist, wie etwa die dauerhafte, uneingeschränkte Aufmerksamkeit eines Partners, die den Hörigen auch schwere Charakterfehler des Partners in Kauf nehmen lässt, nachdem er sich daran gewöhnt und gelernt hat, damit umzugehen, sodass es für ihn gar kein so großes Opfer mehr bedeutet, wie bei jemand Anderem, den er noch nicht so gut kennt.

…..Menschenrechte
Artikel 4 - Verbot der Sklaverei und des Sklavenhandels
Artikel 12 - Schutz der Freiheitssphäre des Einzelnen
Artikel 22 - Recht auf soziale Sicherheit
Artikel 24 - Recht auf Erholung und Freizeit
Artikel 25 - Recht auf einen angemessenen Lebensstandard

Doch alles nur fromme Wünsche, wenn Vorstellungen von sogenannten Vor bildern eben nur die eigenen Ein bildungen bleiben von welchen der Mensch nicht ablassen kann, oder will?....


Die Unterscheidung zwischen dem Gebot, Etwas tun zu sollen, und dem Verbot, Etwas nicht zu dürfen, wäre bei der Formulierung von Gesetzen sehr sinnvoll, und auch machbar, indem man es dialektisch so formuliert, dass zB den Stärkeren die Versklavung von Schwächeren verboten wird, indem man ihnen die Pflicht auferlegt, die den Schwächeren als Recht zugestandene „Freiheit vor der Versklavung durch Stärkere“ zu achten.

Somit würde aus der negativen Formulierung des kategorischen Imperativs, „Was du NICHT willst, dass man dir tu (nämlich versklavt werden von Stärkeren), das füg auch keinem Anderen zu (indem du ihn als der Stärkere selber versklavst)!“, auf den Viele allergisch reagieren, weil aus dem Gebot ein Verbot wird, eine positive Formulierung, nämlich: „Was du willst, dass man dir zugesteht (nämlich das Recht, nicht versklavt werden zu dürfen, was gleichzeitig für Andere die Pflicht bedeutet, Einen nicht zu versklaven), das gestehe auch Anderen zu!“,

Auf der einen Seite steht also das allgemeine VERBOT jeder anderen Alternative zu dem, was man tun darf, welches die totale Entmündigung ohne Rechte bedeutet, bei dem sich der Entmündigte fragt, was denn dann überhaupt noch erlaubt ist, sodass er sich unwillkürlich seinen gesetzlichen Freiraum selber schafft, indem er sagt: „Alles, was nicht explizit verboten ist, muss wohl erlaubt sein!“

Auf der anderen Seite hingegen steht das GEBOT als eine reine Empfehlung des Dürfens, was leicht als ein „Recht ohne Pflicht“ missverstanden wird, welches man im Sinne einer eigenen grenzenlosen Freiheit auf Kosten der Freiheit Anderer in Anspruch nehmen darf, sobald man die Macht erlangt hat, es auch tun zu können.

Hier muss also die Betonung auf dem GEBOT im Sinne einer konkreten Handlungsanweisung des „bedingten Sollens“ liegen und nicht des „bedingungslosen Dürfens“, denn die Pflicht, das Recht auf „Freiheit des Anderen vor Unterdrückung durch Stärkere“ zu achten, ist die Bedingung dafür, dass man selber ebenfalls ein Recht darauf in Anspruch nehmen darf, sofern man dessen als Schwächerer bedarf.

Dieser Zusammenhang sollte bei der Vermittlung eines allgemeinen Rechtsbewusstseins (Moral) auf jedem Falle im Vordergrund stehen, um eigenmächtige Gesetzesauslegungen durch die Rücksichtslosen, die nach der Vormacht streben, um alleine herrschen zu können, weil sie ihre Macht nicht mit Anderen teilen wollen, zu verhindern.

Der sozialistische Ansatz, nach dem die Starken entmachtet werden, damit sie gar nicht erst die Gelegenheit mehr haben, die Schwächeren zu unterdrücken, würde hingegen ihre Schutzrechte am ehrlich erworbenen Besitze in einer unverhältnismäßigen Art und Weise einschränken, sodass es hier auch immer darum geht, wie viel Freiheit Jemandem verdientermaßen zusteht, was die Ungleichheit der sozialen Verdienste des Würdigen gegenüber dem Unwürdigen als Vorbedingung dafür berücksichtigt.

…..Der Gehorsam (der Teufel) steckt hier im Detail, denn wer gehorcht wird belohnt, wer nicht gehorcht wird bestraft, was schon früh erfolgreich ausgeübt wird, sodass die Unterwürfigkeit niemals aussterben wird.
Traurig, was Eltern ihren Kindern antun, von Generation zu Generation.....


Es geht bei der Loyalität zwar scheinbar nur um den Gehorsam gegenüber dem Gesetz, aber da das Gesetz keine Person ist, geht es schon um den Gehorsam des Volkes gegenüber dem regierenden Gesetzgeber oder dem Gesetzeshüter, der eigenmächtig das Gesetz und damit sich selber vor dem Missbrauch durch das Volk beschützt, anstatt das Volk vor dem eigenen Missbrauch des Gesetzes durch Unterdrückung zu beschützen.

Der Begriff des Regierens stammt vom lateinischen rex = König ab, der – sofern es sich dabei nicht nur um eine konstitutionelle Monarchie handelt, deren Aufgabe im präsidialen Repräsentieren des eigenen Staates gegenüber anderen Staaten besteht – üblicherweise die Macht und damit auch die Legitimation dazu besitzt, über das Volk, welches ihm zu dienen hat, als sein legitimer Herrscher zu herrschen, wie ein Vater nach biblischer Rechtsauffassung auch über seine Familie herrschen darf.

In diesem Zusammenhang von einer Regierung zu reden, die jedoch lediglich Verwaltungsaufgaben zu erledigen hat, ohne ein Recht auf Herrschaft gegenüber dem Volke zu haben, fällt schon begrifflich schwer, weils einen Widerspruch in sich darstellt. Auf der anderen Seite ist es jedoch auch nicht angemessen, alle Rechte und Pflichten der Verwaltung eines Staates oder einer Partei der Person des vorsitzenden Kanzlers oder des Präsidenten als Hauptverwaltungsbeamten (des preußischen Königs) abzuwälzen, und ihn für das Versagen seiner Mitarbeiter verantwortlich zu machen, weil das ihm und seiner Aufgabe ebenfalls nicht gerecht würde.

Dass in einem herrschaftsfreien Staat die Position eines regierenden Oberhauptes gegen die des Stellvertreters eines ganzen Volkes eingetauscht werden müssen, macht zunächst nur Sinn, wenns dabei um die Interessen eines ganzen Volkes gegenüber denen eines anderen Volkes geht. Ansonsten erfüllen diese Aufgaben der Stellvertretung für die großen Interessengruppen innerhalb eines Volkes die Abgeordneten im Parlament, welche nicht zum herrschen dort berufen sind, sondern zum verhandeln, um gemeinsam Entscheidungen zu treffen, die für Alle akzeptabel sind, und nicht nur für die Stärksten von ihnen.

Hier müsste also die Verpflichtung, die Menschenrechte aller Menschen zu achten, an allererster Stelle stehen, wo es um das Verhältnis zwischen stellvertretenden Verwaltern einer Ordnung für das Volk und dem Volk selber geht, wobei erstere KEIN RECHT haben dürfen, Irgendjemanden zu beherrschen und damit unter Androhung von Strafen zum gehorsamen Sklaven eines Herrn zu machen.

Ein Gesetzestext, bei dem genau diesen Umstand ausgeklammert wird, ist nicht nur eine wirkungslose Empfehlung, sondern stellt indirekt sogar eine Legitimation für Eigenmächtige dar, nur ihrem eigenen Gewissen zu folgen - ohne jeden praktischen sozialen Wert für Diejenigen, die damit eigentlich vor deren Willkür geschützt werden sollten.

…..Dürfen Kinder während ihres Erwachsenwerdens auch immer wieder NEIN sagen, widersprechen und auch kritische Fragen stellen ohne dass ihnen Sanktionen drohen, so ist ein erster, schier unbeschreiblich wichtiger Schritt,
der sie später vor vielerlei Schädigungen schützt, schon getan. ….


Den von Natur aus gemeinschaftsfähigen, einsichtigen und damit vernünftigen Bürger, wie ihn Kant voraussetzt, gibt es leider nicht, sodass die einzig natürliche Einsicht des Kindes darin besteht, als der Schwächere dem Stärkeren vernünftigerweise besser zu gehorchen, anstatt erst durch schmerzhafte Strafen dazu gezwungen werden zu müssen, wie es auch jedes Tier in freier Wildbahn tut.

Das impliziert, dass es gleichzeitig das Beste für es selber ist, kontinuierlich nach immer mehr Macht zu streben, die es – sobald es die Gelegenheit dazu bekommt – ebenfalls nach Herzenslust zum Nachteil Schwächerer missbrauchen kann, weswegen noch kein Staatengebilde auseinanderbricht, wie es die Geschichte zeigt, und auch die Menschheit noch lange nicht ausgerottet wird, wie mancher kirchlicher Moralapostel ihnen weismachen will, nachdem die angebliche Sündflut ein paar Tausende, oder ein weltumspannender Krieg sogar ein paar Millionen von ihnen dahingerafft hat.

….Durchs Band weg sind gehorsame Kinder sehr bequem zu „halten“ und zu führen (Erwachsene auch). …..

Und noch bequemer sind Diejenigen zu beherrschen, die das Herrschaftsprinzip für die normalste Sache der Welt halten und frühzeitig selber die Gelegenheit bekommen haben, zum Lohn für ihren Gehorsam, Andere zu beherrschen, wie etwa ihr Haustier, das Kindermädchen, oder jüngere Geschwister, die in der Hackordnung unter ihnen stehen, sodass sie wie die Fahrradfahrer zwar nach oben hin buckeln müssen, aber dafür nach unten hin treten und damit ungehindert alle Last auf Schwächere abwälzen können.
Wenngleich es sonst als zynisch gilt, zu behaupten, das Opfer suche sich den Täter generell vorsätzlich dazu aus, um sich von ihm einen Bußwunsch für eigene frühere Untaten erfüllen zu lassen und sich auf indirektem Wege damit selbst seines schlechten Gewissens zu entledigen, trifft dieses im Zusammenhang mit dem falsch verstandenem Prinzip des negativen Schadensausgleichs tatsächlich zu.

Frühere Untaten?
In diesen Fällen handelt es sich um sehr junge Frauen die bereits durch die Mühlen einer schamvollen Erziehung gedreht wurden.
Das ist natürlich mehr als merkwürdig wenn man bedenkt wie wenig dem selbst ernannten angeblichen Schöpfer für sein Werk durch Körperfeindlichkeit gehuldigt wird.

Da ist ein Geist der nur eingeschränkt benutzt wird, ein Körper der fremd-bestimmt befolgen soll was fragwürdige Autoritätspersonen proklamieren und eine Seele die von frühester Kindheit an gemartert wird.

Wem steht es zu Jemandem ein schlechtes Gewissen aufzuzwingen und Sündenverteilung zu betreiben, wo unter Umständen gar kein Vergehen ist?
Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Meinung vorherrschte, dass die Frau bei einer Vergewaltigung den Täter gewiss provoziert habe, ansonsten es mglw. nicht dazu gekommen wäre.

Beim Vorbeigehen eines Schmuckladens gleich das Schaufenster einzu-schlagen um an ein verführerisch schönen Stein zu gelangen, heisst noch lange nicht, dass der Stein danach gerufen hat.

Hier müsste also die Verpflichtung, die Menschenrechte aller Menschen zu achten, an allererster Stelle stehen, wo es um das Verhältnis zwischen stellvertretenden Verwaltern einer Ordnung für das Volk und dem Volk selber geht, wobei erstere KEIN RECHT haben dürfen, Irgendjemanden zu beherrschen und damit unter Androhung von Strafen zum gehorsamen Sklaven eines Herrn zu machen.

https://www.sgb.ch/fileadmin/user_uploa ... gesetz.pdf


Artikel 24 - Recht auf Erholung und Freizeit

Erläuterung zu Artikel 24
Es ist der Gewerkschaftsbewegung zu verdanken, dass heute Menschen - mindestens im Westen - nicht mehr 12 oder 15 Stunden täglich arbeiten müssen und nicht bloss einen freien Tag pro Woche haben. Diese Errungenschaften - vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit, bezahlter Urlaub, Anspruch auf Erholung und Freizeit - verankert die Allgemeine Erklärung als Menschenrechte. Es ist offensichtlich, dass weltweit sehr viele Menschen - und darunter auch viele Kinder - von diesen Rechten ausgeschlossen sind und auf krasse Weise ausgebeutet werden.
….Frühere Untaten?
In diesen Fällen handelt es sich um sehr junge Frauen die bereits durch die Mühlen einer schamvollen Erziehung gedreht wurden.
Das ist natürlich mehr als merkwürdig wenn man bedenkt wie wenig dem selbst ernannten angeblichen Schöpfer für sein Werk durch Körperfeindlichkeit gehuldigt wird.

Da ist ein Geist der nur eingeschränkt benutzt wird, ein Körper der fremd-bestimmt befolgen soll was fragwürdige Autoritätspersonen proklamieren und eine Seele die von frühester Kindheit an gemartert wird.....


Der Zwang der Anpassung an allgemeingültige, gesellschaftlich gültige Normen entsteht nicht bereits dadurch, DASS sie von den Eltern vermittelt werden, sondern WIE die Vermittlung erfolgt, wodurch mehr oder weniger Widerstand beim Kind erzeugt wird, der die Anpassung erschwert.

Die von den Eltern üblicherweise vermittelten, korrekten Moralvorstellungen sehen im Allgemeinen überall so aus, dass es dann, wenn der Ruf Justitias, der römischen, personifizierten „Herrin der Gerechtigkeit im Namen des Volkes“ erschallt, für den Gesetzesbrecher an der Zeit ist, Buße zu tun, indem er sich selber schädigt oder schädigen lässt, und zwar in der Weise, dass er seine gesetzlich dafür vorgesehene Strafe bereitwillig ableistet, um den negativen Ausgleich durch Rache seitens des Gesetzgebers an sich vollziehen zu lassen, womit er sich mit demselben wieder versöhnen kann.

Erklingt hingegen der Ruf Jupiters, des römischen „Herrn der Güte oder des Wohlwollens in Form von Gnade und Barmherzigkeit“, so gilt es für den Beschenkten, sich dafür zu bedanken, indem er sich ebenfalls selber freiwillig schädigt, um seinem Wohltäter den Schaden, den der durch sein Geschenk erlitten hat, zu ersetzen, denn die gegenseitige Bereitschaft, sich durch kleine Geschenke, die der Andere auch mit einem Gegengeschenk entlohnen kann, zum Dank verpflichten zu lassen, erhält bekanntlich auf Dauer die Freundschaft.

Leider ist in vorliegendem Beispiel nicht klar, aus welchem Motiv sich die Ordensschwester in dieses für sie unvorteilhafte, selbstschädigende Dienstverhältnis begeben hat, aber man kann schon davon ausgehen, dass es sich für sie zu lohnen schien, sonst hätte sie sich einen anderen Job gesucht. Damit ist sie zwar noch nicht ausschließlich die Ursache für ihre missliche Lage, aber Mitverursacherin derselben.

….Wem steht es zu Jemandem ein schlechtes Gewissen aufzuzwingen und Sündenverteilung zu betreiben, wo unter Umständen gar kein Vergehen ist?....

Es ist natürlich durchaus möglich, dass ihre Eltern ihr fälschlicherweise eine Bußschuld eingeredet haben, die es angeblich zu tilgen galt, obwohl sie Niemanden ohne dessen Einwilligung geschädigt hatte, sodass man sie auch nicht als Sünderin bezeichnen kann.

Andererseits kann es sich dabei aber auch um eine zu tilgende Dankesschuld aufgrund einer besonderen Zuwendung gehandelt haben, für die sie sich mit einem Dienst an der Gemeinschaft revanchieren wollte, welcher darin bestand, mehr zu geben, als sie dafür zurück bekam, bzw sogar den sexuellen Missbrauch bereitwillig als sinnlosen Akt der indirekten Selbstbestrafung zu erdulden, was zu verhindern natürlich zu den gesetzlichen Aufsichtspflichten ihres Arbeitgebers – in dem Falle der Kirche – gegenüber ihrem unmittelbaren Vorgesetzten gehört hätte.

Die andere Variante, wo man seine Pflicht und Schuldigkeit gerne im Dienst an der Gemeinschaft als eine Art von vorauseilendem Gehorsam erledigt, besteht in der Vorstellung, erst in Vorleistung gehen zu müssen, damit man als Dank dafür seinerseits bestimmte Schutzrechte oder sogar Herrschaftsrechte innerhalb der Gemeinschaft in Anspruch nehmen darf – so, wie nur Derjenige im Notfall als versicherungswürdig gilt, wer regelmäßig im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit seine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt hat, und nicht Jemand, der in guten Tagen, wo er Niemanden brauchte, sich seiner Unabhängigkeit erfreut hat, die er sich nur bei gleichzeitiger Gleichgültigkeit gegenüber den Hilfsbedürftigen leisten konnte, jedoch in schlechten Tagen sofort nach unentgeltlicher Unterstützung durch die Gemeinschaft der Heilenden schreit.

Hier bedarf es einer klaren Regelung der maximalen Höhe einer freiwilligen Beitragszahlung als Preis für die Verpflichtung der gemeinnützigen Institution zur Sozialleistung, damit diese dem reichen, großzügigen Spender aufgrund seines eigenmächtig betriebenen, hohen Aufwandes gegenüber dem unvermögenden Beitragszahler nicht den Vorzug gibt und somit als bestechlich gilt – ganz nach dem Motto: „Sobald das Geld (im besonderen Maße) im Kasten klingt, die Seele in den (nachtodlichen) Himmel springt!“

…..Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Meinung vorherrschte, dass die Frau bei einer Vergewaltigung den Täter gewiss provoziert habe, ansonsten es mglw. nicht dazu gekommen wäre.

Beim Vorbeigehen eines Schmuckladens gleich das Schaufenster einzu-schlagen um an ein verführerisch schönen Stein zu gelangen, heisst noch lange nicht, dass der Stein danach gerufen hat. ….


Es entspricht natürlich auch nicht dem katholischen Kirchenrecht, Frauen oder Kinder sexuell zu belästigen, aber die Ausbeutung Derer, die dort ihren gemeinnützigen Dienst als Folge eines Bußwunsches oder im Rahmen einer im Voraus geleisteten Beitragspflicht für ein Anrecht auf ein später einforderbares Entgelt leisten, scheint wie bei jedem anderen Unternehmen als eine Art Gewohnheitsrecht durchaus Gang und Gäbe zu sein, und sich damit im Rahmen der Legalität zu bewegen, sodass man hier auch kein Unrechtsbewusstsein von seiten der asozialen Ausbeuter erwarten kann und auch keine nachträgliche Bereitschaft, sich kostenpflichtig dafür zu entschuldigen.

Um so ein Verhalten strafrechtlich wirkungsvoll zu ahnden, käme es wesentlich auf die Höhe des Strafmaß an, was den Täter vor weiteren Straftaten abschreckt. Wenn jedoch die Gier aufgrund von Charakterschwäche so groß ist, dass jede Strafe als Preis dafür in Kauf genommen wird, das brachliegende Bedürfnis zu befriedigen, muss der potenzielle Täter kontrolliert werden, damit er gar nicht erst die Gelegenheit dazu bekommt, bzw. gar nicht erst in ein derartiges Amt berufen wird, was natürlich Aufgabe der Institution ist, welche auf jeden Fall mit in der Schuld ist, einen angemessenen Schadensausgleich für die Verfehlung seiner Angestellten an ihren Opfern zu leisten, anstatt nur halleluja zu singen, und sich einen Dreck um das zerstörte gute Verhältnis zwischen ihnen zu scheren.

Des weiteren kann man speziell bei der katholischen Kirche als Arbeitgeber die Inaussichtstellung eines Lohns für gemeinnützige Tätigkeiten, die keineswegs deshalb auch unentgeltlich sind, in einem fiktiven Leben nach dem Tode, anstatt noch zu Lebzeiten, grundsätzlich als betrügerisch und damit als menschenverachtend bezeichnen.

…. https://www.sgb.ch/fileadmin/user_uploa ... gesetz.pdf

Artikel 24 - Recht auf Erholung und Freizeit

Erläuterung zu Artikel 24
Es ist der Gewerkschaftsbewegung zu verdanken, dass heute Menschen - mindestens im Westen - nicht mehr 12 oder 15 Stunden täglich arbeiten müssen und nicht bloss einen freien Tag pro Woche haben. Diese Errungenschaften - vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit, bezahlter Urlaub, Anspruch auf Erholung und Freizeit - verankert die Allgemeine Erklärung als Menschenrechte. Es ist offensichtlich, dass weltweit sehr viele Menschen - und darunter auch viele Kinder - von diesen Rechten ausgeschlossen sind und auf krasse Weise ausgebeutet werden. ….


Zu erwarten, dass eine Institution, wie Kirche oder Stadtverwaltung mit eigener Rechtshoheit sich innerhalb eines Staates einer anderen Gerichtsbarkeit unterwirft, ist genau so illusorisch, wie davon auszugehen, dass die Regierung eines Staates, oder deren Anführer sich freiwillig vor einem internationalen Gericht wie in Den Haag als Kriegsverbrecher anklagen und verurteilen lassen.

So ist ein mitmenschenverachtender Umgang der Mächtigen mit den weniger Mächtigen natürlicher Bestandteil einer jeder Partnerschaft zwischen Ungleichen, der nur dann in eine gleichberechtigte Partnerschaft umgewandelt werden kann, wenn der Mächtige zugunsten des weniger Mächtigen entmachtet, und der weniger Mächtige zuungunsten des Mächtigen ermächtigt wird, um sich gegen dessen Unterdrückungsbestrebungen, die er fortlaufend praktizieren muss, um auch auf Dauer der Mächtigere zu sein, erfolgreich behaupten zu können.

Das bedeutet zum Einen, dass man nicht einmal automatisch das Recht in Anspruch nehmen kann, was man sich redlich verdient hat, sondern nur das, was man sich mit Hilfe eines teuer bezahlten Anwaltes vor Gericht erkämpft hat, nach dem Motto: „Wer Es bezahlen kann, der kriegt das, was er haben will, aber wer Nichts hat, bekommt auch Nichts dafür!“ Da es in den meisten Ländern kein Armenrecht gibt, geht die arme Mehrheit dort trotz angeblicher Menschenrechte aufgrund von mangelnder Liquidität im Zweifelsfalle leer aus.
So ist ein mitmenschenverachtender Umgang der Mächtigen mit den weniger Mächtigen natürlicher Bestandteil einer jeder Partnerschaft zwischen Ungleichen, der nur dann in eine gleichberechtigte Partnerschaft umgewandelt werden kann, wenn der Mächtige zu gunsten des weniger Mächtigen entmachtet, und der weniger Mächtige zu ungunsten des Mächtigen ermächtigt wird, um sich gegen dessen Unterdrückungs-bestrebungen, die er fortlaufend praktizieren muss, um auch auf Dauer der Mächtigere zu sein, erfolgreich behaupten zu können.

Daher gelangen auch Verbündete nie ins „Allerheiligste“, wie man aus folgendem Schreiben entnehmen kann.

https://www.maghreb-post.de/wp-content/ ... 4-2019.jpg

https://www.maghreb-post.de/gesellschaf ... ak-urteile.

Damit sich aber im Lande niemand fürchten muss, ist es von Vorteil auch dem „Volke zu geben was des Volkes ist“.
Eine Regierung, muss – wie im vorliegenden Artikel dargestellt – nur dann hilflos mit ansehen, wie die Justiz nach ihren eigenen Regeln Diejenigen aus dem Volke abstraft, welche gegen die Gesetze verstoßen haben, wenn sie selber keinen Einfluss auf die Gesetzgebung hat, weil die Justiz von mächtigeren, klerikalen Kräften im Staat repräsentiert wird, die unabhängig von den Regierenden oder vom Volke für Recht und Ordnung sorgen.

Wenn hier die Regierung jedoch vorgibt, eine gemeinsame Allianz mit dem Volk gegen die Justiz zu bilden, wird dabei geflissentlich außer Acht gelassen, dass es – wie in diesem Falle - vorzugsweise die mächtige Regierung ist, die durch das Gesetz vor der offenen Kritik durch Demonstranten aus dem Volk geschützt wird und nicht das ohnmächtige Volk vor seiner Regierung.

Für Jemanden aus der eigenen Regierung machte es nur dann Sinn, sich mit dem Volk zu solidarisieren, wenn er auf demokratische Weise einen Machtwechsel erzwingen will, was aber nur möglich ist, wenn die Regierung eh schon schwächelt. Ansonsten gilt, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, und wenn dies doch mal der Fall sein sollte, wird dies in der Regel intern geregelt, indem man den widerrechtlichen Nestbeschmutzer einfach seines Amtes enthebt.

Da, wo keine international gültigen Menschenrechte existieren, kann man auch Niemanden rechtsgültig wegen Missachtung derselben verklagen, sodass das schönste gemeinsame Protestschreiben genauso wenig wert ist, wie empfohlene Menschengesetze, an die sich keine Regierung zu halten bereit ist, der ihr guter Ruf in der Staatengemeinschaft nichts bedeutet, weil sie eh tun und lassen kann, was sie will, ohne irgendwelche strafrechtlichen Konsequenzen fürchten zu müssen.

Selbst Wirtschaftssanktionen interessiert es fremde Regierungen nicht die Bohne, wenn sie nur die Bevölkerung treffen, wie man überall auf der Welt sehen kann, sodass es zwischen beiden Parteien höchstens eine Gegnerschaft geben kann und niemals eine Partnerschaft, bei der sich Beide autonom auf ein gemeinsames Vorgehen einigen, und was auch Beiden gleichermaßen von Nutzen ist.

Ansonsten kann man von kurzfristigen Allianzen zwischen ursprünglichen Gegnern nur erwarten, dass sie solange halten, bis das gemeinsame Ziel erreicht ist, nämlich einen Dritten zu besiegen, der stärker ist, als Eine der beiden Parteien alleine, denn danach gilt es wiederum, der Stärkere von Beiden zu sein, um alleine bestimmen zu können, was rechtens ist, und was nicht, weil die geteilte Macht eben nur die halbe Macht ist, welche halbe Freude bereitet, und die größte Freude in der Macht besteht, die man nicht mit Anderen teilen muss.
Da, wo keine international gültigen Menschenrechte existieren, kann man auch Niemanden rechtsgültig wegen Missachtung derselben verklagen, sodass das schönste gemeinsame Protestschreiben genauso wenig wert ist, wie empfohlene Menschengesetze, an die sich keine Regierung zu halten bereit ist, der ihr guter Ruf in der Staatengemeinschaft nichts bedeutet, weil sie eh tun und lassen kann, was sie will, ohne irgendwelche strafrechtlichen Konsequenzen fürchten zu müssen.

Mich erinnert deine Aussage an die Institution Familie, in der hinter geschlossenen Türen, Fenstern und Läden geschehen kann wie's beliebt, Hauptsache es steht „Familie“ drauf und will daher als solche nicht hinterfragt werden.
Hingegen sieht man wo das Etikett Familie n i c h t drauf steht gleich eine Bedrohung der Familie und dies vorallem von Jenen die das traditionelle Gefüge gerne als heil(ig)e Gemeinschaft sehen wollen aber nicht im geringsten daran interessiert sind gute Beziehungen auch ausserhalb zu pflegen und zu segnen.
Wobei die Art einer guten Beziehung nicht im Geringsten mit erkaufter und auf heimtückische Weise erschlichenen Sonderbevorzugungen und Vergebungen für vorsätzliche Vergehen etwas zu tun hat.

Aus
http://www.taz.de/!5586386/

Die Charta der Menschenrechte musste nach dem Zweiten Weltkrieg gegen die islamische (und christliche) Nomenklatur durchgesetzt werden. Tradition mag alles sein, aber eines gewiss nicht: ein Menschenrecht.
Der Unterschied zwischen Kulturen, in denen Unwürdige umgebracht werden oder nur mit dem zeitweiligen Entzug von Freiheitsrechten bestraft werden, liegt darin begründet, dass in dem Strafgesetz der Einen kein Gesetz vorgesehen ist, welche die Tötung eines Unwürdigen grundsätzlich ausschließt, weil man davon ausgeht, dass eine Strafe eh nichts an seiner asozialen Einstellung gegenüber der Gemeinschaft ändern und damit weitere Straftaten verhindern würde.

Dass Übeltäter jedoch der Gnade des Überleben-Dürfens teilhaftig werden, liegt darin begründet, dass sie wieder zum Würdigen werden, indem sie Besserung gelobt haben, sodass man davon ausgehen kann, dass sie zumindest nicht in böser Absicht noch einmal straffällig werden. Ähnlich funktioniert auch der teilweise Straferlass bei guter Führung.

Die Verwarnung des Ersttäters, der erst beim zweiten Mal bestraft wird, stellt ebenfalls einen Gnadenakt für den bisher Unbescholtenen dar, dem man diesen Umstand als eine Art Verdienst anrechnet, mit dem er die Würde erlangt hat, beim ersten Mal straffrei davonzukommen, anstatt im umgekehrten Fall davon auszugehen, dass grundsätzlich jeder Mensch ein potenzieller Verbrecher sei, der nur bislang noch keine Gelegenheit zum sündigen hatte, wie es mal ein konservativer Innenminister Deutschlands formuliert hat.

Wie früher bereits einmal erörtert, kann man nicht von einer Todesstrafe gegenüber dem Verbrecher reden, der damit zwangsweise eines Besseren belehrt wird, weil der nach seinem Tode ja gar nichts mehr besser machen kann, sondern diese Strafe würde sich gegen Diejenigen richten, die von seinem Leben profitieren, sodass man im alten Babylon nicht Denjenigen hinrichtete, der Jemandem seinen Sohn umgebracht hatte, sondern den Sohn des Mörders, damit der Verlust des Sohnes eines Anderen durch den Verlust des eigenen Sohnes im Sinne eines gesetzlich geregelten Racheaktes ausgeglichen wurde.

Falls nun überall auf der Welt das Menschenrecht auf „Gnade für bislang unbescholtene Ersttäter“ gälte, weil sie dadurch eine gewisse Würde erlangt haben, dass sie bisher noch nicht straffällig geworden sind, wäre beim Ersttäter die Tötung als Konsequenz seiner Unbelehrbarkeit nicht angemessen.

Jedoch - wie in vorliegendem Beispiel, - grundsätzlich die Toleranz von Seiten anderer Staaten einzufordern, was die Tötung von Menschen generell anbelangt, obwohl bei denen die Todesstrafe nicht üblich ist, wirkt genau so unverschämt und inakzeptabel, wie die Anmaßung, überhaupt Menschen ihre unentgeltlichen Freiheitsrechte entziehen zu dürfen, welche man ihnen zuvor aufgrund einer nicht näher definierten Würde zugestanden hat, wobei die Gerichtsbarkeit sich ausdrücklich ein ebenso selbstherrlich gewährtes Recht dazu herausnimmt, Andere zur Strafe für ihr Verhalten zu schädigen, ohne ihrerseits selber dafür bestraft werden zu dürfen.

Hier stellt sich dann eher die moraltheoretische anstatt der politisch umsetzbaren Frage, ob etwa Widerstand gegen die Polizeigewalt, mit der im Namen der Gerichtsbarkeit wahllos Verdächtige verhaftet werden, um möglicherweise durch eine als Untersuchungshaft bezeichnete Beugehaft falsche Geständnisse zu erzwingen, mit denen sie dann ihren Verstoß gegen die Menschenrechte rechtfertigt, überhaupt mit dem Menschenrecht auf körperliche Unverletzbarkeit vereinbar ist, oder ob so etwas sowieso nicht praktikabel ist, und daher eine reine Augenwischerei von als Gutmenschen getarnten Bestien darstellt, die aufgrund ihrer Vormacht eh machen, was sie wollen, ohne dass man ihnen deswegen einen Strick draus drehen kann.

Bei der Bewertung der Würde des Unbescholtenen geht es um die Unschuldsvermutung, solange er sich Nichts zuschulden hat kommen lassen. Da jedoch – streng genommen – Jedermann Irgendwem Etwas schuldet, ist der Begriff nicht scharf genug gefasst, sondern er darf vor Allem nichts Ehrenrühriges begangen haben, um die Ehrwürde des bisher noch nicht straffällig Gewordenen zu behalten.

Da, wo man sagen kann, dass Jemand, der noch nicht die Gelegenheit bekommen hat, zu sündigen, bereits ein potenzieller Straftäter sei und daher noch nicht würdig in dem Sinne, dass er der Versuchung widerstanden hat, könnte man auch die Unschuldsvermutung, mit der man im Zweifelsfalle für den Angeklagten stimmt, anwenden, indem man dem Menschen diese Unschuld als einen Verdienst anrechnet und ihn damit für würdig erklärt, die Menschenrechte in Anspruch nehmen zu dürfen – so, als hätte er sie auch bei Anderen geachtet, wie es die Pflicht verlangt, mit deren Erfüllung man üblicherweise auch sonst der Ehre würdig wird.
Bei der Bewertung der Würde des Unbescholtenen geht es um die Unschuldsvermutung, solange er sich Nichts zuschulden hat kommen lassen. Da jedoch – streng genommen – Jedermann Irgendwem Etwas schuldet, ist der Begriff nicht scharf genug gefasst, sondern er darf vor Allem nichts Ehrenrühriges begangen haben, um die Ehrwürde des bisher noch nicht straffällig Gewordenen zu behalten.

Es sei denn anders geartet sein bedeute letztendlich schon an und für sich ein Vergehen, eine Schuldhaftigkeit.

https://www.srf.ch/play/tv/kulturplatz/ ... caf74aa746

In gewissen Kulturen hat Mann die Homosexualität auch selbst verschuldet,
wie man aus folgendem Beitrag entnehmen kann.

https://www.youtube.com/watch?v=XdyQhq0q_fM

Und aus

Menschenwürde – Eine Illusion?
(Franz Josef Wetz)

Seite 35

Theoretische Gefährdung der Würde

http://www.kas.de/upload/dokumente/.../ ... e_wetz.pdf
…...Es sei denn anders geartet sein bedeute letztendlich schon an und für sich ein Vergehen, eine Schuldhaftigkeit.

https://www.srf.ch/play/tv/kulturplatz/ ... caf74aa746….


Der Ungehorsam gegenüber dem Gesetzgeber wird von ihm als Schädigung seines Rufes betrachtet, als höchste Autorität im Staate zu gelten und damit so mächtig zu sein, dass man ihn nicht ungestraft schädigen kann.

Jede negative Kritik an seinen Gesetzen wird damit automatisch bereits zur Majestätsbeleidigung, die der Überhebliche nicht ungestraft hinnehmen kann, ohne sein falsches, überhöhtes Bild, was er Anderen vermittelt hat, um ihre Anerkennung als der Mächtigste im Lande zu erlangen, damit zu gefährden, wodurch er seine Macht über seine Untergebenen verlöre, weil die sich dann Jemand Anderem zuwenden würden, der stärker ist, als er, und was unmittelbar die Entthronung des bisherigen Machthabers durch seinen Konkurrenten im Kampf um die Gunst seiner Anhänger zur Folge hätte.

So gehört immer auch die Diskriminierung von Minderheiten durch Verteufelung ihrer Eigenarten, die anders sind, als die der Mehrheit, und daher die vom Herrscher als die einzig gültige, per Gesetz verkündete Ordnung stören, zur erfolgreichen Machtpolitik von Despoten mit dazu.

Begrifflich wird dabei bewusst „das Gesetz“, welches aus Rechten und Pflichten besteht, mit der „Rechtmäßigkeit“, also dem, was richtig und angemessen wäre, vertauscht, sodass auch ein Gesetz, welches den Minderheiten nicht gerecht wird, als rechtmäßig und damit richtig erscheint.

Das Ziel gesetzlicher Regelungen jedoch ist es, allgemein bewährte Konventionen, die nicht nur dazu dienen, den Frieden zwischen Gleichstarken zu wahren, sondern auch den Schwachen vor der Willkür des Starken zu schützen, strafgesetzlich durchsetzbar zu machen, sodass man sie notfalls zur Loyalität (Gehorsam, das Gesetz zu befolgen) zwingen kann, wenn nicht freiwillig dazu bereit sind.

Hier geht es also um zwei verschiedene Vertragspartnerschaften, nämlich einmal um die von gleichermaßen Berechtigten und Verpflichteten untereinander, welche zur Schadensausgleichspflicht veranlagt werden, sofern sie einseitig den Anderen geschädigt haben, und zum Anderen zwischen dem per Gesetz bevorrechteten, stärkeren Gesetzgeber selber und den unfreiwilligerweise benachteiligten, schwächeren Staatsbürgern oder Untertanen, die dem König als oberstem Gesetzgeber, Richter und Henker in ein und derselben Person gehorsamspflichtig sind, weil sie sogar als dessen Eigentum gelten, wenn sie auf dessen Ländereien leben.

Von denen sind nur Diejenigen würdig, in der Gegenwart straffrei leben zu dürfen, die sich an die Gesetze gehalten haben, wovon gleichzeitig auch ihr zukünftiger Nutzwert für den König abhängt, sofern und solange sie auch es auch weiterhin tun.

…..In gewissen Kulturen hat Mann die Homosexualität auch selbst verschuldet,
wie man aus folgendem Beitrag entnehmen kann.

https://www.youtube.com/watch?v=XdyQhq0q_fM…..


Die Schuld (des Schadenausgleichs) ergibt sich, wie gesagt, immer aus einer Schädigung des Anderen, wobei man nicht seine Vorstellungen (fälschl. auch Gefühle oder Empfindungen genannt) verletzen kann, die er davon hat, was seiner Meinung nach als richtig oder falsch zu gelten hat, sondern höchstens seinen guten Ruf, den er sich auf redliche Weise mit Heldentaten erworben hat.

So hat er Andere entweder auf redliche - oder aber mit Hilfe der Vortäuschung falscher Tatsachen auf unredliche - Weise zu Dank verpflichtet, den die Nutznießer dem Ehrwürdigen zum Ausgleich dafür schulden, sodass er damit sogar kreditwürdig wird, sofern die Ehrung in Form eines Kredites vereinbart wurde, und er in der Not auch rechtmäßigerweise darauf zurückgreifen kann, ohne die sonst dabei erforderliche Sicherheiten vorweisen zu müssen, für den Fall, dass er den Kredit nicht zurückzahlen kann.

Insofern passt der Gebrauch des Begriffs der Schuldhaftigkeit in diesem Beispiel der Homosexualität überhaupt nicht zu den tatsächlichen Vorgängen, welche normalerweise Voraussetzung dafür sind, dass Jemandem ein Recht zum Ausgleich für seine Bemühungen gewährt oder zur Strafe für eine Schädigung entzogen wird.

Die Notwendigkeit hingegen, bei Bevölkerungsmangel möglichst viele Nachkommen zu zeugen, damit die Sippe nicht ausstirbt, erfordert ein entsprechendes Verbot, die dazu vorhandenen Ressourcen zu verschwenden, sodass nicht nur Abtreiberinnen, sondern auch schwangerschaftsverhütende Zeugungsverweigerer, wie Onan aus der griechischen Sage, dafür bestraft werden, wenn sie ihren Samen auf unfruchtbarem Boden vergießen, um sich vor den Unterhaltspflichten, die eine zahlreichen Nachkommenschaft mit sich gebracht hätte, zu drücken, indem sie sich von vornherein erst gar nicht dazu verpflichten lassen, welche zu erzeugen.

Dass ein Gesetzgeber jedoch jegliche Art der körperlichen Lusterzeugung verbietet, die nicht der Fortpflanzung dient, kann als reine Schikane angesehen werden, um das Volk zum Gehorsam zu erziehen, selbst wenn gar keine Notwendigkeit dazu besteht, und – ganz im Gegenteil – die Armen sich Kinder gar nicht leisten können, die sie dann verhungern lassen müssen, weil ihnen die Mittel zur Aufzucht fehlen.

Natürlich ist ein Mensch, dem Kinder zur gewissenhaften Pflege „anvertraut“ wurden, auch in jeglicher Hinsicht erpressbar und dadurch optimal ausbeutbar, wenn er sich nicht der Vernachlässigung seiner Kinder schuldig und damit strafbar machen will, sodass er zeitlebens aus der Zwickmühle gegensätzlicher Anforderungen nicht mehr herauskommt.

Vertrauen von Seiten des Gesetzgebers heißt in dem Falle lediglich, sich darauf verlassen, dass die eigenen Forderungen, die man an Andere stellt, auch tatsächlich erfüllt werden – egal, ob sie sich darum verdient gemacht haben, oder nicht!

Das Vertrauen, bei dem man sich auf einen Unzuverlässigen verlässt, ohne dabei das Risiko eines besonderen Verlustes einzugehen, ist nur ein Erwarten mit dem Risiko, eine Illusion zu verlieren, falls Derjenige, von dem man Etwas erwartete, diese Erwartung nicht erfüllt hat.

Für Glücksspieler, die für den aufregenden Adrenalinstoß in einer Stimmung des „stirb und werde“ leben, wenns um Alles oder Nichts geht, stellt die Zuverlässigkeit Fortunas (fälschl. auch Treue genannt, die sie als Schirmherrin aller Glücksspieler für sie vertrauenswürdig macht), ihnen ausschließlich Gewinne zu bescheren, keinerlei Wert dar, weils ihnen nicht um die Bereicherung durch Gewinne geht, sondern nur ums Spielen selber, um zu beweisen, dass es nach jedem Verlust auch wieder einen neuen Gewinn gibt, sofern man über die nötigen Mittel zum Weiterspielen verfügt.

…..Menschenwürde – Eine Illusion?
(Franz Josef Wetz)

Seite 35

Theoretische Gefährdung der Würde

https://www.kas.de/c/document_library/g ... pId=252038 …...


Die durch Verdienste erworbene Ehrwürde kann nur dadurch gefährdet werden, dass man selber aufgrund von pflichtvergessenem und damit schändlichem Verhalten einen Schaden für Andere bewirkt, wodurch man – wenn man beides gegenrechnet - am Ende unwürdig wird, dafür mit Ehren belohnt zu werden.

Hier wäre eine Klärung sinnvoll, was mit der jeweiligen Würdebezeichnung eigentlich gemeint ist:

Zum Einen wird damit die Ursache gekennzeichnet, welche zur Folge hat, dass Jemand würdig wird wie zB die Ehrwürdigkeit durch Ehrlichkeit, die Vertrauenswürdigkeit durch Treue, die Glaubwürdigkeit durch das kritiklose Glauben, und die Liebenswürdigkeit durch die Lieblichkeit oder Freundlichkeit, mit der er seinen Mitmenschen begegnet.

Zum Anderen ist damit das gemeint, wessen er damit in der Folge würdig wird, also der Lohn für seine Verdienste, nämlich die Ehrwürde, die man ihm mit Ehrungen vergütet, die Vertrauenswürde, aufgrund derer man ihm das Vertrauen schenkt, die Glaubwürde, sodass man ihm glaubt, und die Liebenswürde, damit man ihn dafür zu Recht liebt.

Die Menschenwürde alleine ist in dem Zusammenhang jedoch eine ähnlich wertlose Sache für Denjenigen, der von Geburt an ein Mensch ist, wie die Liebenswürde, die ihn für Andere liebenswert macht, wovon er selber jedoch noch Garnichts hat, solange sie nicht durch eine entsprechende, vertraglich vereinbarte Vergütung zum Ausdruck gebracht wird.

Die Würde, derer man bereits dadurch teilhaftig wird, dass man einfach nur von Geburt an schön für Andere ist, ist von ähnlich zweifelhafter Natur, wie die, welche man erwirbt, indem man in einem bestimmten Land geboren wurde, wo es Sonderrechte für Einheimische gibt, während sie Denjenigen, die aus anderen Ländern stammen, verweigert wird.

Insofern würde das Qualitätsmerkmal des Menschseins, welches den Menschen dazu berechtigt, Rechte in Anspruch nehmen zu dürfen, die nur für Menschen und nicht für Tiere, Pflanzen oder Aliens gelten, nur dann Sinn machen, wenn es Jemanden gäbe, der die Macht hat, den Menschen diese Rechte zugestehen zu können, weil er sie für nützlicher und damit für wertvoller hält, als die anderen Lebewesen, was diesen Ehrenplatz mit den damit verbundenen Sondervergütungen für ihre Leistungen rechtfertigt.

Dass auch der Unwürdige, der noch keine Verdienste vorzuweisen hat, mit denen er sich um diese Rechte verdient gemacht hat, barmherzigerweise ein Recht auf Leben zugebilligt bekommt, liegt an seinem noch zu erwartenden Nutzwert für die Menschheit, wobei ihn seine potenzielle Leistungsfähigkeit in der Zukunft kreditwürdig macht, sodass er von dem Kreditvorschuss, den man ihm gewährt in der Erwartung, dass er ihn später ins Verdienen bringt, solange leben kann, bis er seine Schulden pflichtgemäß tilgen kann.

Ähnlich ist es auch beim unwürdigen Bösewicht, welcher der Menschheit vorsätzlich geschadet, anstatt genützt hat, und dem man gnädigerweise ein Recht auf Weiterleben gewährt, sofern er auf glaubhafte Weise Besserung gelobt hat, sodass der zukünftige Nutzen für die Menschheit darin besteht, dass er es bewusst nicht noch einmal tun wird.

Die Gleichsetzung von „Recht“ und „Gesetz“, welches aus Rechten besteht, die man durch die pflichtgemäße Erfüllung von Auflagen erwirbt, die Einen dazu berechtigen, sie in Anspruch nehmen zu dürfen, führt bei der schlampigen Formulierung der Menschengesetze dazu, dass der Eindruck entsteht, dass es diese Rechte unentgeltlich gibt.

Das ist natürlich ein fataler Irrtum, wie die Existenz des Strafgesetzes (und nicht Strafrecht) beweist, welches extra dazu geschaffen wurde, Diejenigen eines Besseren zu belehren, die meinen, ihr religiöses Hirngespinst würde ihnen auch dann den Zutritt in den Himmel gewähren, wenn sie sich dieser Belohnung als unwürdig erweisen, indem sie sich mit einer symbolischen Buße bei ihm von der Schuld nachträglich freikaufen, oder gar bei seinen Stellvertretern auf Erden für einen geringen Betrag einen Freibrief erwerben, um Andere straflos in der Zukunft gegen ihren Willen schädigen zu dürfen, nachdem sie ihre eigenmächtig bemessene Bußschuld gegenüber dem eingebildeten Gesetzgeber, an Stelle des tatsächlich Geschädigten, bereits schon im Vorhinein beglichen haben.