In vielen Kulturen besitzen Menschen ein einklagbares Grundrecht auf Unversehrtheit und auf Hilfeleistung im Sinne einer Grundversorgung, um nicht zu verhungern, welche als Fürsorgepflicht für die Nächsten (Familie) oder für soziale Institutionen in den Gesetzen verankert ist.

Erörternswerte Fragen wären:

Womit wird dieses Recht auf Achtung (Rücksichtnahme) und auf Beachtung (Würdigung besonderer Verdienste) begründet? und:

Wie weit geht das Recht im Einzelnen, auf welches Jeder oder auch nur bestimmte Personen einen Anspruch haben können oder sollten?

Indem man Menschen diese zugesicherten Grund- oder Menschenrechte verweigert, schädigt man sie (man begeht eine Sünde).

Hierbei stellt sich weitere Fragen wie zB:

Wo fängt die Schädigung an? und

Wo besteht sie nur in der gekränkten Eitelkeit dessen, der sich für etwas Besseres als alle Anderen hält, und daher auch für ehrenwerter?

Ich freue mich auf Eure Gedanken zu dem Thema und hoffe auf eine sachliche Auseinandersetzung damit, ohne dass Andersdenkende dabei verunglimpft werden.
Nur wer in seiner Mitte ist, sich selber annimmt und mag, läßt dem Anderen seine Würde.
Wir sind alle aus dem gleichen "Stoff" - jeder ist vergänglich. Keiner hat Anspruch auf besondere
Anerkennung seiner sogenannten Lebensleistungen, oder besonderen Erwerb. Der Wert des
Menschen macht seine Fähigkeit aus, der Gesellschaft nützlich zu sein und seinem Nächsten
eine Stütze.

Das sind meine Gedanken,ohne Anspruch auf Akzeptanz.
Die erste frage ist einfach beantwortet.

Womit wird das Recht auf Achtung (Rücksichtnahme) und auf Beachtung (Würdigung besonderer Verdienste) begründet?
Nein, nicht der besonderen Verdienste wegen, sondern, weil wir sind.


Indem man Menschen diese zugesicherten Grund- oder Menschenrechte verweigert, schädigt man sie (man begeht eine Sünde).
Sünde steht nicht in meinem persönlichen Wörterbuch.... daher könnte man unter Umständen jemanden schädigen.
filofaxi hat geschrieben: In vielen Kulturen besitzen Menschen ein einklagbares Grundrecht auf Unversehrtheit und auf Hilfeleistung im Sinne einer Grundversorgung, um nicht zu verhungern, welche als Fürsorgepflicht für die Nächsten (Familie) oder für soziale Institutionen in den Gesetzen verankert ist.


Hier kommt das GG (Grundgesetz) zum Tragen: "Die Würde des Menschen ist unantastbar"

Erörternswerte Fragen wären:

Womit wird dieses Recht auf Achtung (Rücksichtnahme) und auf Beachtung (Würdigung besonderer Verdienste) begründet? und:


Du scheinst hier von Menschen auszugehen, die gesund sind, aber evtl. nicht ausreichende Mittel zur Verfügung haben, um ein Minimum von Lebensstandard zu erreichen und zu erhalten.


Auch Menschen, die schwerstkrank geboren wurden (Behinderungen) haben ein Recht auf Würde und Achtung.

Somit hat jeder Mensch ein Recht auf Beachtung, auch ohne in der Lage zu sein (sein zu müssen), besondere Verdienste erlangen zu können.

Wie weit geht das Recht im Einzelnen, auf welches Jeder oder auch nur bestimmte Personen einen Anspruch haben können oder sollten?

Indem man Menschen diese zugesicherten Grund- oder Menschenrechte verweigert, schädigt man sie (man begeht eine Sünde).


Wenn es eine "Welt-Verfassung" gäbe, hätten alle Menschen die gleichen Rechte und Pflichten. Sünde gibt es nur im christlichen Glauben.


Hierbei stellt sich weitere Fragen wie zB:

Wo fängt die Schädigung an?


Die Schädigung fängt da an, wo Menschrechte keine Gültigkeiten hat und die Würde des Menschen nicht beachtet wird

und

Wo besteht sie nur in der gekränkten Eitelkeit dessen, der sich für etwas Besseres als alle Anderen hält, und daher auch für ehrenwerter?


Viele Menschen erfahren nicht ausreichend Wertschätzung, dadurch kommt es zu Minderwertigkeitsgefühlen und das Gefühl des Gekränkt seins. Daraus resultieren Gefühlsausbrüche, die oftmals im Nachhinein bedauert werden (aber nur selten zugegeben werden)

Ich freue mich auf Eure Gedanken zu dem Thema und hoffe auf eine sachliche Auseinandersetzung damit, ohne dass Andersdenkende dabei verunglimpft werden.


Das sind meine Gedanken dazu gewesen. :)
caro69 hat geschrieben:
Beitrag von caro69 » 21.08.2013, 18:12
Nur wer in seiner Mitte ist, sich selber annimmt und mag, läßt dem Anderen seine Würde.


Bist du immer in deiner Mitte? Kannst du dich selber immer annehmen und mögen?
Das wäre ja beinahe ein paradiesischer Zustand.
Ich bin ganz und gar nicht immer in meiner Mitte aber mich selber zu mögen habe ich mühsam
lernen müssen.
Daher bin ich sehr hellhörig und überempfindlich wenn Leute verschaukelt oder um ihr gutes
Recht betrogen werden und ihre Würde mit Füssen und Knüppel maltretiert wird.

@filofaxi hat geschrieben:
In vielen Kulturen besitzen Menschen ein einklagbares Grundrecht auf Unversehrtheit und auf Hilfeleistung im Sinne einer Grundversorgung, um nicht zu verhungern, welche als Fürsorgepflicht für die Nächsten (Familie) oder für soziale Institutionen in den Gesetzen verankert ist.

Das scheint ja schön und gut zu sein, nur, wer nimmt diese Hilfe gern in Anspruch?

Es ist paradox, dass Gesetze, die ja eigentlich genau dafür geschaffen worden sind, dass
diese Hilfen, die ja auch was demütigendes an sich haben, nicht in Anspruch genommen werden
müssten, nicht greifen.

Gleichstellungsartikel Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Schweiz/ FL

http://www.lanv.li/Portals/0/Content/Di ... 20Lohn.pdf
Wir sind alle aus dem gleichen "Stoff"

Der Wert des Menschen macht seine Fähigkeit aus, der Gesellschaft nützlich zu sein und seinem Nächsten eine Stütze.



dieser stoff, aus dem wir menschen geschaffen sind, stellt seinen MATERIALWERT an haut, knochen und organen dar, die in der medizinischen transplantationswelt einen nicht unbeträchtlichen handelswert darstellen, sofern sie gesund sind, und der organempfänger bereit ist dafür viel geld hinzublätten, weil sie helfen, sein leben zu verlängern, was ihm selbst ja das kostbarste ist.

außerdem stellt der gesunde körper ein ARBEITSPOTENZIAL dar, was bewertet und vermarktet werden kann – je nachdem, ob der betreffende mensch für die arbeit geeignet ist oder nicht. damit erhält er als gegenwert waren oder leistungen, die ihm helfen, sein lebensunterhalt selber zu bestreiten. hier ist der besser geeignete wertvoller als der weniger geeignete oder garnicht geeignete.

hinsichtlich ihres NUTZWERTES sind die nützlichen menschen also wertvoller als die, die weniger oder gar nicht nützlich sind – egal aus welchem grunde. der wert wird wie jede andere ware in arbeitseinheiten oder in geldeinheiten gemessen, mit denen man die leistung vergelten kann, und richtet sich auch nach angebot und nachfrage, sodass der mensch nicht immer und überall gleich viel wert ist.

um einen WERTEMASSSTAB zu bekommen, der auch der situation angemessen ist, muss mal also unterscheiden zwischen:

einem früheren nutzwert bei alten menschen aufgrund bereits vollbrachter leistungen, für die ihm als gegenleistung eine bestimmte ehre gebührt, die zb aus bestimmten rechten auf versorgungsleistungen im alter bestehen.

einem gegenwärtigen nutzwert, der seine tatsächliche leistungsfähigkeit bewertet, welcher sehr unterschiedlich sein kann, und entsprechend entlohnt, sowie

einem zukünftigen wert, der den menschen als hoffnungsträger darstellt, welcher die versorgungsleistungen in seiner kindheit später ins verdienen bringen wird, wie es im generationenvertrag vorgesehen ist.
Das ist reine zynische Versicherungsmathematik und hat mit Menschenwürde und Menschenrecht aber nicht das Geringste zu tun.

Meine Meinung, ich wiederhole, Würde und Recht stehen einem Menschen zu, WEIL ER IST und da jedem in gleichem Masse.

Dass es in der Realität nicht umgesetzt wird, steht auf einem anderen Blatt.
nicht der besonderen Verdienste wegen, sondern, weil wir sind.

ich würde sagen, nicht weil wir SIND, haben wir einen bestimmen wert, sondern weil wir etwas BESTIMMTES sind, was einen bestimmten WERT verkörpert, mit dem wir verglichen, und wonach wir letztlich auch bewertet werden. beispielsweise ist ein mensch für den anderen menschen mehr wert als einer, der weniger wert ist als er.

hier stellt sich also die frage nach einem grundwert des menschen, der für alle menschen aufgrund ihres menschseins gleich ist oder sein sollte, und der beispielsweise über dem wert eines gegenstandes liegt, der weniger wert ist als ein mensch.



Sünde steht nicht in meinem persönlichen Wörterbuch.... daher könnte man unter Umständen jemanden schädigen.

man kann statt „sünde“ auch „verbrechen“ sagen, wobei die gesetzliche vereinbarung (vertrag) gebrochen wird, welche festlegt, was die SONDERRECHTE für den menschen sind, die er sich als würdigung seiner leistung redlich erworben hat. wird ihm daher weniger zugestanden als er verdient hat, ist dies ein betrug durch herabwürdigung und missachtung seiner leistungen, wie sie ursprüchlich zu bewerten und zu entlohnen vereinbart wurde.
@filofaxi, den von dir erwähnten "Generationsvertrag" gibt es nicht mehr, weil dieser auch nicht (mehr) umsetzbar ist.

Nachtrag: Das was du als "Sünde" bezeichnest, ist teilweise auch strafrechtlich geregelt.
Der Wert eines Menschen ist unabhänig von Herkunft und Bildungsstand immer gleich hoch, egal ob er jung, alt, krank oder gesund ist.
Wenn jemand meint, (niemand soll sich persönlich angesprochen fühlen) dass hier überhaupt einen Wertemaßstab festzulegen sei, finde ich das schon allein herabwürdigend.
Trotzdem scheint es die Regel zu sein.
Es gibt Institutionen oder Gerichte, die den Wert eines Menschen in Währung bemessen, je nach Produktivität, Status usw.
Wenn Unternehmen ihre Arbeitnehmer oder Mitarbeiter ausschließlich nach der Arbeitsleistung bewerten würden, sähen die Lohn- und Gehaltstabellen anders aus.
Bis in die Familien hinein funktioniert anscheinend das Wertesystem.
Und zum Schluss bleibt noch das eigene Ich. Wieviel ist es wert, mehr oder weniger als z. B. das meines Nachbarn ?
Wenn ich in so Werten denke, ist für Menschenwürde oder Menschenrechte noch ausreichend Platz in meinem Kopf ? Doch wohl eher nicht.
Das Gelungene an den Menschenrechten ist, dass jede Wertung entfällt. Man stellt den Menschen an sich ins Zentrum und sieht, dass er nebst seinen elementaren Bedürfnissen noch andere hat wie Bildung, Selbstentfaltung. Und dies scheint mir der richtige Ansatz. Wer sich ganz von den äusseren Werten und Bewertungen bestimmen lässt, muss dem Lohntütenglauben verfallen.
Ob jeder Mensch den selben Wert hat oder gar wieviel; wer masst sich solches Befinden an. Richtig grosse Menschen wollen selten Sonderrechte und Sonderehrungen.
@vanillatraum

...Hier kommt das GG (Grundgesetz) zum Tragen: "Die Würde des Menschen ist unantastbar"...

frage: wie hoch ist die würde des menschen, die geachtet werden soll, zb im kriegsfall, wo ein menschenleben nichts mehr zählt? und wenn der mensch nichts wert ist, was nützt es ihm, wenn diese würde dann unantastbar ist?



....Auch Menschen, die schwerstkrank geboren wurden (Behinderungen) haben ein Recht auf Würde und Achtung.
Somit hat jeder Mensch ein Recht auf Beachtung, auch ohne in der Lage zu sein (sein zu müssen), besondere Verdienste erlangen zu können.....


frage: wie weit geht das recht auf beachtung? reicht es, wenn man einmal im jahr die mutter im altersheim besucht, oder sollte man es jeden tag tun aus dankbarkeit für ihre besonderen verdienste, die sie in ihrem vergangenen leben erworben hat (und damit einer besonderen vehrungswürdigkeit), indem sie einen als kind jahrelang bis zu 24 stunden am tag mit ihrer beachtung versorgt hat?

hier ist die einhaltung des generationenvertrags auch ein gebot des anstandes des kindes gegenüber den eltern, wenns nicht nur ums geld sondern auch um die zeit geht, die man ihnen widmet zum dank, was sie für einen getan haben.

....Wenn es eine "Welt-Verfassung" gäbe, hätten alle Menschen die gleichen Rechte und Pflichten. Sünde gibt es nur im christlichen Glauben......


auch in ländern mit christlich geprägter verfassung fehlten früher und auch heute noch wichtige bestandteile der menschenrechte, wie sie in der bundesrepulik gelten, so besonders das recht des kindes auf achtung (rücksichtnahme). vielmehr wird es dort immer noch als besitz angesehen, mit dem die eltern nach gutdünken verfahren können, denn wo kein kläger, da kein richter. außerdem sorgen gummiparagrafen dafür, dass die täter jede freiheit haben, dieses gesetz zu ihren gunsten auszulegen, und damit auch noch vor gericht durchzukommen.

....Die Schädigung fängt da an, wo Menschrechte keine Gültigkeiten hat und die Würde des Menschen nicht beachtet wird ....


die schädigung kann nur da anfangen, wo es zur missachtung einer bestehenden vereinbarung kommt. wenn es keine menschenwürde gibt, hat er auch kein anspruch auf einklagbare menschenrechte, die ihm diese würde im sinne eines gegenwertes vergegenständlichen, und muss zb in kriegszeiten froh sein, wenn er mit dem leben davon kommt.

wenn aber jedem menschen 1000 euros rente als lebensminimum zugestanden werden mit einer rentenerhöhung in anlehnung an das mittlere preisteigerungsniveau, weil man es der gesellschaft wert ist, kann man nicht von schädigung reden, wenn man auch nur genaussoviel bekommt, wie vereinbart wurde, obwohl man eigentlich einen höheren standard gewohnt ist. erst wenn die eigenmächtig auf 500 euros gekürzt würden, wäre dies ein vertragsbruch und stellt eine unzumutbare schädigung dar.

übertragen auf ein dritte-welt-land, würden da wieder andere maßstäbe gelten, weil man dort mit 500 euros immer noch prima zurecht käme, was die finanzierung des lebensunterhaltes betrifft, ohne die berücksichtigung der befriedigung von luxusbedürfnissen.


....Viele Menschen erfahren nicht ausreichend Wertschätzung, dadurch kommt es zu Minderwertigkeitsgefühlen und das Gefühl des Gekränkt seins. Daraus resultieren Gefühlsausbrüche, die oftmals im Nachhinein bedauert werden (aber nur selten zugegeben werden)....


wenn die in form von einklagbaren leistungen ausgedrückte wertschätzung (würdigung) nicht erfolgt, geht es nicht nur um die schädigung des selbstbildes, an dem der VORGESTELLTE (oder gefühlte) selbstwert hängt, sondern um die schädigung der REALEN person selber – ganz unabhängig davon, ob der geschädigte sich nun geschädigt FÜHLT oder nicht.

ein hungerkünstler zb fühlt sich nicht so sehr geschädigt, wenn man ihn ein paar tage hungern lässt, wird aber trotzdem real um die essensration geschädigt, die ihm zb per menschenrecht zusteht, um auf dauer gesund zu bleiben, selbst wenn er seinen körper schon auf diese art von schädigung hin trainiert hat, und er kurzfristig besser damit fertig wird als normale menschen.

.....@filofaxi, den von dir erwähnten "Generationsvertrag" gibt es nicht mehr, weil dieser auch nicht (mehr) umsetzbar ist......

das ist sehr traurig, dass kinder nicht von selber begreifen, dass sie ihre eltern versorgen sollten aus dankbarkeit dafür, dass sie selber von ihnen auch versorgt wurden – und sei es in form von sozialabgaben an die rentenkassen.

dass es dieses einklagbare gesetz nicht (mehr) gibt, zeigt, dass wir moralisch schon wieder auf dem niedergang sind, denn da waren die gesetzgeber in der bibel vor 3200 jahren offensichtlich schon weiter als heute.
filofaxi hat geschrieben: Wir sind alle aus dem gleichen "Stoff"

Der Wert des Menschen macht seine Fähigkeit aus, der Gesellschaft nützlich zu sein und seinem Nächsten eine Stütze.



außerdem stellt der gesunde körper ein ARBEITSPOTENZIAL dar, was bewertet und vermarktet werden kann – je nachdem, ob der betreffende mensch für die arbeit geeignet ist oder nicht. damit erhält er als gegenwert waren oder leistungen, die ihm helfen, sein lebensunterhalt selber zu bestreiten. hier ist der besser geeignete wertvoller als der weniger geeignete oder garnicht geeignete.

hinsichtlich ihres NUTZWERTES sind die nützlichen menschen also wertvoller als die, die weniger oder gar nicht nützlich sind – egal aus welchem grunde. .....



Es gibt sogar (nicht eben kleine) Gegenden,
in denen der Nutzwert eines Menschen
nach dem Nutzwert seiner Organe bemessen wird.
Je gesünder und friedlicher er lebt,
desto höher ist sein Ersatzteil-Marktwert. :shock:
sonnenkind1 hat geschrieben: Das Gelungene an den Menschenrechten ist, dass jede Wertung entfällt. Man stellt den Menschen an sich ins Zentrum und sieht, dass er nebst seinen elementaren Bedürfnissen noch andere hat wie Bildung, Selbstentfaltung. Und dies scheint mir der richtige Ansatz. Wer sich ganz von den äusseren Werten und Bewertungen bestimmen lässt, muss dem Lohntütenglauben verfallen.
Ob jeder Mensch den selben Wert hat oder gar wieviel; wer masst sich solches Befinden an. Richtig grosse Menschen wollen selten Sonderrechte und Sonderehrungen.



nun – es geht bei der bewertung der menschenrechte, die jeder mensch verdient, in anspruch nehmen zu können, um einen MINDESTWERT, der JEDEM menschen beigemessen wird – egal ob er nun mehr oder weniger wert ist als andere menschen.

sofern der in einer versorgungsleistung besteht, muss natülich auch die leistungsfähigkeit der gesellschaft berücksichtigt werden, denn wenn sie sich das nicht leisten kann, die hilfsbedürftigen wie könige leben zu lassen, wie sie es ihnen vielleicht wert erscheinen, gibt es eben keine villa im grünen für jedermann, und sie müssen sie sich eventuell mit mehreren leuten teilen.

da bestimmt auch das angebot die nachfrage, sodass sich der menschenwert auch wieder erhöhen kann, wenn die bessere wirtschaftslage eine höhere bewertung dessen zulässt, was der mensch als grundrecht für sich in anspruch nehmen kann.

ob man diese rechte nun wirklich in anspruch nimmt oder nicht, hängt natürlich von der jeweiligen bedürftigkeit ab, und nicht nur von der eitelkeit, die es einem verbietet, diese leistungen ruhigen gewissens anzunehmen, weil sie ja extra für die bedürftigen vorgesehen sind.

die wertsteigerung oder der werteverfall der menschenwürde im laufe der zeit, ohne dass man selber etwas dafür oder dagegten tun kann, hat zwar etwas beängstigendes, lässt sich aber wohl nie ganz verhindern.
filofaxi hat geschrieben: @vanillatraum

...Hier kommt das GG (Grundgesetz) zum Tragen: "Die Würde des Menschen ist unantastbar"...

frage: wie hoch ist die würde des menschen, die geachtet werden soll, zb im kriegsfall, wo ein menschenleben nichts mehr zählt? und wenn der mensch nichts wert ist, was nützt es ihm, wenn diese würde dann unantastbar ist?


Mit und in Deutschland hat es seit über 60 Jahren keinen Krieg mehr gegeben. Und wenn es Krieg geben würde, würdest du dann hingehen und mitmachen? Deine Antwort ist in dem Punkt zu negativ, als dass ich darauf brauchbar antworten könnte.


....Auch Menschen, die schwerstkrank geboren wurden (Behinderungen) haben ein Recht auf Würde und Achtung.
Somit hat jeder Mensch ein Recht auf Beachtung, auch ohne in der Lage zu sein (sein zu müssen), besondere Verdienste erlangen zu können.....


frage: wie weit geht das recht auf beachtung? reicht es, wenn man einmal im jahr die mutter im altersheim besucht, oder sollte man es jeden tag tun aus dankbarkeit für ihre besonderen verdienste, die sie in ihrem vergangenen leben erworben hat (und damit einer besonderen vehrungswürdigkeit), indem sie einen als kind jahrelang bis zu 24 stunden am tag mit ihrer beachtung versorgt hat?

hier ist die einhaltung des generationenvertrags auch ein gebot des anstandes des kindes gegenüber den eltern, wenns nicht nur ums geld sondern auch um die zeit geht, die man ihnen widmet zum dank, was sie für einen getan haben.


Du gehst hier wiederum von Menschen (Kind) aus die gesund sind bzw, gesund und ohne Behinderungen geboren wurden. Wie soll ein schwerstkrankes/-behindertes Kind eines Tages seine Eltern im Altersheim besuchen?


]

....Wenn es eine "Welt-Verfassung" gäbe, hätten alle Menschen die gleichen Rechte und Pflichten. Sünde gibt es nur im christlichen Glauben......


auch in ländern mit christlich geprägter verfassung fehlten früher und auch heute noch wichtige bestandteile der menschenrechte, wie sie in der bundesrepulik gelten, so besonders das recht des kindes auf achtung (rücksichtnahme). vielmehr wird es dort immer noch als besitz angesehen, mit dem die eltern nach gutdünken verfahren können, denn wo kein kläger, da kein richter. außerdem sorgen gummiparagrafen dafür, dass die täter jede freiheit haben, dieses gesetz zu ihren gunsten auszulegen, und damit auch noch vor gericht durchzukommen.



So verwerflich die Misshandlung von Kindern auch ist, so hat sich die Rechtsprechung in den letzten Jahren zu Gunsten der Kinder gewandelt. Kinder sind kein Besitz, sondern eine "Leihgabe", die es gilt nach Verselbständigung loslassen zu können. (Was den meisten Eltern ganz sicher nicht leicht fällt)


....Die Schädigung fängt da an, wo Menschrechte keine Gültigkeiten hat und die Würde des Menschen nicht beachtet wird ....


die schädigung kann nur da anfangen, wo es zur missachtung einer bestehenden vereinbarung kommt. wenn es keine menschenwürde gibt, hat er auch kein anspruch auf einklagbare menschenrechte, die ihm diese würde im sinne eines gegenwertes vergegenständlichen, und muss zb in kriegszeiten froh sein, wenn er mit dem leben davon kommt.

wenn aber jedem menschen 1000 euros rente als lebensminimum zugestanden werden mit einer rentenerhöhung in anlehnung an das mittlere preisteigerungsniveau, weil man es der gesellschaft wert ist, kann man nicht von schädigung reden, wenn man auch nur genaussoviel bekommt, wie vereinbart wurde, obwohl man eigentlich einen höheren standard gewohnt ist. erst wenn die eigenmächtig auf 500 euros gekürzt würden, wäre dies ein vertragsbruch und stellt eine unzumutbare schädigung dar.

übertragen auf ein dritte-welt-land, würden da wieder andere maßstäbe gelten, weil man dort mit 500 euros immer noch prima zurecht käme, was die finanzierung des lebensunterhaltes betrifft, ohne die berücksichtigung der befriedigung von luxusbedürfnissen.



Die Grundbedürfnisse sind: Essen, Trinken, Schlafen. Und wir haben hier immer noch keinen Krieg. Und m.E. vergleichst du grade Äpfel mit Birnen. Wenn der Lebensstandard für alle gesenkt wird, sind alle gleichermaßen betroffen.


....Viele Menschen erfahren nicht ausreichend Wertschätzung, dadurch kommt es zu Minderwertigkeitsgefühlen und das Gefühl des Gekränkt seins. Daraus resultieren Gefühlsausbrüche, die oftmals im Nachhinein bedauert werden (aber nur selten zugegeben werden)....


wenn die in form von einklagbaren leistungen ausgedrückte wertschätzung (würdigung) nicht erfolgt, geht es nicht nur um die schädigung des selbstbildes, an dem der VORGESTELLTE (oder gefühlte) selbstwert hängt, sondern um die schädigung der REALEN person selber – ganz unabhängig davon, ob der geschädigte sich nun geschädigt FÜHLT oder nicht.

ein hungerkünstler zb fühlt sich nicht so sehr geschädigt, wenn man ihn ein paar tage hungern lässt, wird aber trotzdem real um die essensration geschädigt, die ihm zb per menschenrecht zusteht, um auf dauer gesund zu bleiben, selbst wenn er seinen körper schon auf diese art von schädigung hin trainiert hat, und er kurzfristig besser damit fertig wird als normale menschen.


Wie hoch schätzt du deinen Wert ein?


.....@filofaxi, den von dir erwähnten "Generationsvertrag" gibt es nicht mehr, weil dieser auch nicht (mehr) umsetzbar ist......

das ist sehr traurig, dass kinder nicht von selber begreifen, dass sie ihre eltern versorgen sollten aus dankbarkeit dafür, dass sie selber von ihnen auch versorgt wurden – und sei es in form von sozialabgaben an die rentenkassen.

dass es dieses einklagbare gesetz nicht (mehr) gibt, zeigt, dass wir moralisch schon wieder auf dem niedergang sind, denn da waren die gesetzgeber in der bibel vor 3200 jahren offensichtlich schon weiter als heute.


Ich war bisher davon überzeugt, dass jeder für seine eigene Rente arbeitet und es nicht von der Anzahl der eigenen Kinder abhängig macht und schon gar nicht von deren Dankbarkeit.
cron