Wer kommt mit freundlichen WG
Es ist ja wunderbar, wenn du mit 50 schon in Rente gehen kannst.
Ja ich auch mit 54 da könnte man schon gut leben ich meine in thailand
wenn man nicht krank ist
24.12.2018 … Ob nun mit 50 oder erlebensfrohen 70...……………….?
Muss es unbedingt in diese ferne fremde Kultur gehen...………….?

Ich schlank ruhig besonnener Rentner lebe lange schon unter meinen eigenen
Palmen an der CostaSpaniens in meinem kleinen Paradies... Zufrieden !!
Nur frag ich mich seit einiger Zeit, ob hier auch eine nette EVA für mich ADAM
rumschwirrt, welcher dies auch gefallen könnte...!! Gibt es diese hier.....?
hallo, ich bin auch schon Frührentner und hätte Interesse mich woanders nieder zulassen.
lg Werner
Wenn das essen da nicht so vielle beine hätte und krabbelt :mrgreen:
ein echtes Abenteuer mit 50 komplett dorthin um zu ziehen.

Für mich werden es ind 3 - 4 Jahren höchstens die 2 - 4 Wintermonate sein. Ganz möchte ich gar nicht.

Ansonsten viel Glück und Sawadi Kap
Also ich würde mitkommen. Wann solls denn losgehen ? Retner bin ich schon.
Also, ich war letztes Jahr (2019) von März bis Juli in Thailand. Ich war bereits 1999 schon über 4 Monate dort und habe mir zu meinem 50. Geburtstag diese Reise geschenkt.

Der Hauptgrund war bei mir auch, dass ich auch immer im Hinterkopf hatte, dass ich eines Tages für immer dort hin gehen möchte. Daher habe ich in den 4 Monaten versucht so zu leben, wie ich dort leben würde, wenn ich für immer dort leben würde.

Ich habe gut 3 Monate in Bangkok verbracht, bin dort 5 Tage die Woche zur Spachschule (Duke Language Shool, Sukhumvit Road Soi 11, Nana, Bangkok) gegangen, um Thai zu lernen. Das war wirklich nicht einfach und ich habe mit meinen 50 Jahren gemerkt, dass ich nicht mehr so gut lernen kann, wie es die jüngeren können. Ich kam zwar irgendwie mit, war aber meistens das Schlusslicht in der Klasse.
Die Sprachschule war schwer, im Grunde hätte ich nach jedem Monat pausieren müssen und Zuhause den Stoff einen weiteren Monat wiederholen müssen und erst dann den nächst höheren Kurs besuchen sollen (aber so viel Zeit hatte ich ja nicht). Toll fand ich, dass alle Alterklassen und Nationen unter uns 15 Schülern waren, wir haben uns alle recht schnell angefreundet. War witzig. Würde ich sofort wieder machen. Aber mein Fazit ist, dass man mindestens 1 Jahr zur Sprachschule gehen muss, um halbwegs gebrochen Thai sprechen zu können. Die jüngeren schaffen das sicherlich in der Hälfte der Zeit.

Gewohnt habe ich, über die App Airbnb, im Haus einer Thailänderin. Da ich mit meinem Hund nach Thailand gereist bin, benötigte ich eine Unterkunft in der ich mit Hund bleiben konnte. Sie lebte im Haus ihrer Eltern, die verstorben waren, als sie noch ein Kind war. Sie selbst hatte noch 3 andere Hunde. Ich habe dort ein kleines Zimmer gemietet, ganz einfach, Matratze auf dem Boden, Tisch, Klimaanlage für gut 400 Euro im Monat. Sie fuhr morgens zur Arbeit und so hatte ich bis Abends das ganze Haus für mich. Morgens habe ich ein wenig Thai gelernt, mich um Haus und Hunde gekümmert und bin dann mittags zur Sprachschule gefahren. Abends dann meist über einen Markt zurück nach Hause.

Ich habe versucht eine normale thailändische Freundin zu finden, was sich als sehr schwierig erwies. Irgendwann habe ich es dann da auch über das Internet versucht und mich mit tatsächlich irgendwann mit ein paar Frauen getroffen. Meistens verliefen die Kontakte übers Internet aber ganz oberflächlich und irgendwann im Sande. Mit den normalen Frauen ergab sich aber das Problem, dass sie oft 6 Tage die Woche arbeiten, wie meine Vermieterin auch von morgens bis oft spät abends. Letztendlich bleibt da nicht viel Zeit und weil Bangkok so riesig ist, ist eine Stunde Anfahrtsweg nicht selten. Jedenfalls ergab sich mit den normalen Frauen keine feste Beziehung, nur freundschaftlich mal Essen gehen oder etwas unternehmen.

Barfrauen schieden für mich aus, weil das einmal nicht Sinn und Zweck der Reise war, es war für mich ja der Probelauf für einen möglichen Wohnsitzwechsel. Zudem waren Barfrauen dann ein zusätzlicher erheblicher Kostenfaktor. Wenn ich dort richtig Alltagsmässig leben würde, könnte ich mir das auch nicht leisten. Und da wären wir auch schon beim größten Problem. Inzwischen ist der Wechselkurs Euro/Thb ganz, ganz schlecht. Thailand ist teuer geworden, richtig teuer. Die Mär vom Rentner, der dort mit 800 Ruro im Monat lebt, gilt nicht mehr. Ich habe normal gelebt und gut 2000 Euro im Monat gebraucht.
Ein Engländer aus meiner Klasse war 55 Jahre alt und hatte seine Firma in England für viel Geld verkauft. Er hatte sich eine 3 Zimmer Wohnung in einem Hochhaus (mit Swimmingpool und Fitnesraum für alle), für ein Jahr gemietet und zahlt ca 1300 Euro Miete im Monat. Er hat genug Geld und daher auch eine Barfrau als Freundin (die ihn wegen seinem Geld natürlich heiraten wollte). Er sagte mir irgendwann mal, dass er wisse, dass es ums Geld gehe, aber es wäre ihm egal. Nobody ist waiting for this, sagte er mal und zeigte an sich runter. Er war kein attraktiver junger Mann mehr und er sagte mir, dass ihn ein Freund aus England gefragt hätte, was er denn mit so einer jungen Frau machen wolle. Er fragte dann genervt zurück, was er denn mit seiner alten Frau Abends vor dem Fernseher machen würde. Und lachte mir ins Gesicht als er sagte, ich habe jetzt den bestens Sex in meinem Leben.

Ich war mit meiner Vermieterin und ihrem Freund italienisch Essen und wir hatten zum Schluss eine Rechnung von gut 100 Euro. Ich war in einer Disko und dort gab es VIP-Tische inkl einer Flasche Wodka für umgerechnet 430 Euro. Bangkok kann sehr teuer sein!

Natürlich kann man billig dort leben, aber dann muss man auf alle Annehmlichkeiten verzichten. Ich habe mir oft Essen auf den Märkten gekauft, für ca 1,30 Euro. In meinem Lieblingsrestaurant zahlte ich ca 3 bis 4 Euro pro Essen. Super leckeres Essen, keine Frage. Aber man will auch mal was unternehmen, was kaufen, ein paar Bierchen trinken und sicher auch mal verreisen und mit Freunden etwas unternehmen. Toll fand ich immer die Besuche auf verschiedenen Skybars, mit Blick über Bangkok. Da kostet ein Cocktail eben auch zwischen 5 bis 10 Euro. Daher müssen es schon mindestens 2000 Euromonatlich sein, um halbwegs gut und angenehm dort leben zu können. Besser sogar 3000 Euro. Am Ende der Strasse in der ich wohnte war ein Haus, dort stand ein neuer BMW, ein neuer Mercedes und ein Lamborghini in der Einfahrt. Ein anderes Haus hatte gerade einen Umbau hinter sich und es fand ein große Party statt, Spanferkel wurden auf der Strasse gegrillt, die Polizei sperrte alles für diese Party ab. Es gibt dort viele, viele reiche Thais, da sind wir wirklich arme Kirchenmäuse gegen.

Ein weiterer Knackpunkt ist, dass man ab 75 dort keine Krankenversicherung mehr findet, die einen versichert. Man ist dann gezwungen, alles auf eigene Kosten zu übernehmen. Krankenhausaufenthalt oder was auch immer wird dann ganz schnell zur Kostenfalle.

Mir hat besonders die Hitze zu schaffen gemacht, jeden Tag um 40 Grad und Nachts um 30 Grad. Auf einer Insel läst es sich sicherlich besser aushalten, aber in Bangkok fand ich es extrem. Hat mir früher nie was ausgemacht, jetzt war es viel zu heiß für mich.

Ab 50 kann man ein 1 Jahres Visum beantragen, man muss regelmäßige Einkünfte nachweisen, ich glaube um 1600 Euro, oder gut 20.000 Euro auf einem Bankkonto nachweisen.

Alles in allem hat sich nun Thailand als Ausreiseland für mich erledigt. Der Wechselkurs ist aktuell zu schlecht (die Währung ist zu teuer, weil Thailand wirtschaftlich immer stärker wird) die Altersversorgung ab 75 nicht mehr gesichert und die Hitze und die Krankheiten muss ich irgendwie alle nicht mehr haben. Ideal wäre es, hier in Deutschland zu leben und alle paar Monate mal verreisen zu können.

Es war eine schöne Reise, aber ich weiß nicht ob ich jemals wieder dort hin reisen werde.

Bitte die Tippfehler und ggf die falschen Wörter, eingefügt durch die Autokorrektur, zu entschuldigen.
Sehr schöne Geschichte