Vom tiefen Sinn

Das ist die Sonne,
die in mir singt.
Das ist der Atem, der mich durchschwingt
Das ist die Erde,
die in mir ringt,
der göttliche Geist,
der mich durchdringt.

Sinngedichte von John
Deine Hände

Deine Hand so weich und warm
nimmt die meine zum Gruße an,
oder auch zum festen Griff.

Neben halten und gehalten werden,
zwischen Geben und Nehmen.
Ohne Ahnung für die meisten von uns,
ist der Gebrauch der Hand
in der Pflege die größte Kunst.

Ohne aber hinzuspüren,
wenn sich Haut und Hand Berühren,
oft die Schmerzen größer sind.
Zeigt dir selber, wenn es dir gelingt,
wie anders jetzt ich reagiere,
wenn ich deine Liebe spüre.

Weil deine Hand das Werkzeug ist,
mit der du all dein Tun vermittelst.
Ohne Ahnung, dass ich spüre,
wie im Moment deine Gedanken sind.

Zusammen als Einheit,
ohne Trennung sie dir gegeben sind.

Oft ziehst du den Handschuh an,
weil Hygiene Vorschrift ist.
Weißt du, dass es schrecklich ist,
wenn meine Haut nur Plastik spürt?
Es ist so selten geworden,
dass mich jemand berührt.

Oder hast du vor mir Angst,
mit Gefühl mir zu begegnen?
Offensichtlich die Barriere ist,
weil du nie die Distanz vergisst.

Nähe ist nicht leicht für dich.
Ohne Angst nicht zu ertragen.
Worte können niemals sagen,
was deine Hände wortlos geben:
Sie sind ein Fluch
oder der größte Segen.

Ingrid Zimmermann
Weihnachten wird es für die Welt!
Mir aber - ist mein Lenz bestellt,
Mir ging in solcher Jahresnacht
Einst leuchtend auf der Liebe Pracht!
Und an der Kindheit Weihnachtsbaum
Stand Englein gleich der erste Traum!
Und aus dem eiskrystall'nen Schooß
Rang sich die erste Blüte los -
Seitdem schau' ich nun jedes Jahr
Nicht was noch ist - nur was einst war!

Adele Schopenhauer (1797-1849)
Dein Herz - das ist GEFANGEN !
es ist mit meinem FORTGEGANGEN.

Sie schweben hin jetzt durch das ALL,
man hört ihr pochen - ÜBERALL.

Von Stürmen hin und her GERISSEN,
suchen sie für sich ein RUHEKISSEN.

Sie sind sich einig in dem GLAUBEN.
sie brauchen keines mehr zu RAUBEN.

@martin

Gewidmet der schönsten ' W I L D - B L U M E ' in Mainbernheim
Viele Fragen und immer nur eine Antwort

Gefalle ich dir?
Bist du gern mit mir zusammen?
Hilfst du mir?
Bist du stolz auf mich?
Hast du kurz Zeit für mich?
Kannst du das für mich besorgen?
Denkst du an mich?
Drückst du mir die Daumen?
Gibst du mir bitte Bescheid?
Darf ich dich um einen Gefallen bitten?
Hörst du mir zu?
Kannst du mir das abnehmen?
Kommst du rechtzeitig heim?
Schaust du das noch mal für mich durch?
Weihnachten

Noch einmal ein Weihnachtsfest,
Immer kleiner wird der Rest,
Aber nehm ich so die Summe,
Alles Grade, alles Krumme,
Alls Falsche, alles Rechte,
Alles Gute, alles Schlechte -

Rechnet sich aus all dem Braus
Doch einrichtig Leben heraus.
Und dies können ist das Beste
Wohl bei diesem Weihnachtsfeste.

Theodor Fontane
Franz Kiessling

Geleit

Frag nicht, ob dir das Leben
etwas verhehlt;
mehr als uns fehlt
ist uns gegeben.

Oft sieht man erst am Ende,
was einer trägt:
auch in die leersten Hände
ist viel gelegt.

*
Silvester

von Kurt Tucholsky

Was fange ich Silvester an?
Geh ich in Frack und meinen kessen
Blausanen Strümpfen zu dem Essen,
Das Herrn Generaldirektor gibt?
Wo man heut nur beim Tanzen schiebt?
Die Hausfrau dehnt sich wild im Sessel -
Der Hausherr tut das sonst bei Dressel -,
Das junge Volk verdrückt sich bald.
Der Sekt ist warm. Der Kaffee kalt -
Prost Neujahr!
Ach, ich armer Mann!
Was fange ich Silvester an?

Wälz ich mich im Familienschoße?
Erst gibt es Hecht mit süßer Sauce,
Dann gibt's Gelee. Dann gibt es Krach.
Der greise Männe selbst wird schwach.
Aufsteigen üble Knatschgerüche.
Der Hans knutscht Minna in der Küche.
Um zwölf steht Rührung auf der Uhr.
Die Bowle -? (<Leichter Mosel>nur - )
Prost Neujahr!
Ach, ich armer Mann!
Was fange ich Silvester an?

Mach ich ins Amüsiervergnügen?
Drück ich mich in den Stadtbahnzügen?
Schrei ich in einer schwulen Bar:
"Huch, Schneeballblüte! Prost Neujahr -!"
Geh ich zur Firma Sklarz Geschwister -
Bleigießen? Ists ein Fladen klein:
Dies wird wohl Deutschlands Zukunft sein...
Prost Neujahr!
Helft mir armem Mann!
Was fang ich blos Silvester an _ ?
Freundschaft

Die Du-Findung
ist die schwerste Aufgabe
unseres Lebens
doch sie ist
auch die schönste.

Unser "Ich" entfaltet,
steigert sich
in der Begegnung
mit dem "Du".

Wie schön ist
die Gleichheit im Fühlen
und das Ausgleichen
im Handeln,
das Wissen der Freundschaft
mit einem
anderen Du,
einer zweiten Seele!

von Conny Singer
Meinem Weg treu bleiben

So viele Weichen
so viele Kreuzungen
so viele Lichter
so viele Signale

und doch treu bleiben
meinem Weg
mir selbst
dem Ziel
und dir

Es ist die Treue
die mich
und dich
zum Ziele
f ü h r t

Margot Bickel
Weihnachten bringe licht in die nacht deines herzens...
freude in die traurigkeit deiner gedanken...
ruhe in die betriebsamkeit deiner tage...
reichtum in die armut deiner hände...
wärme in die kälte deiner beziehungen...

by M.Skwara
Du und ich

Du und ich!
Wunschlose Seligkeit
Strömt deine Nähe über mich.
Der Alltag wird zur Sonntagszeit,
Unsterblich schlingt das Leben sich
Um uns. Und Menschengöttlichkeit
Fühl' ich bei dir durch dich.

Was einst gewesen, weiß ich kaum.
Die enge Welt wird weiter Raum.
Und Holz wird Eisen, Eisen Holz
Und Stolz wird Demut, Demut Stolz.
Gar wunderbare Weisen
Singt dann bei seinem Kreisen
Mein Blut im Paradies für mich.
Es haben alle Wünsche Ruh', -
Ich weiß nicht mehr, wer bist dann du.
Ich weiß nicht mehr, wer bin dann ich.



-Max Dauthendey-
Zitat
An meine Freunde aus BERLIN - Wannsee / Bergstrasse N° 5
________________________________________________
An alle Bekannten - und auch an alle Unbekannten ( wie oben )
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,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,, "WIE TAUSEND ANDERE" ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,


Hineingeworfen in diese Welt (!)
Der Vater blieb im Krieg - im Feld.
Verstoßen aus der Mutter Schoß,
Die Angst war da, der Kummer groß.
Die alten Freunde gab's nicht mehr,
die Neuen waren stumpf und leer.

Da stand sie nun - die Villa 'Feist' ,
fortan mein Heim, unter fremden Geist !
Tag ein, Tag aus das gleiche Lied,
am Morgen schon in Reih und Glied.
Auch dann und wann ein scharfes Wort -
am liebsten würd' ich hier gleich fort !

Nur langsam !! Langsam ging es weiter,
Des Nachts da träumte ich - es kommt ein Reiter.
Er nahm mich mit auf seinem Rappen,
auf der Brust , ein gold'nes Wappen.
Hoch d'roben war die Welt noch bunt,,,,
ach, hätt' ich doch 'nen kleinen Hund !

Doch meine Wünsche - auch mein Traum,
in einem Heim, dafür - ist wohl kein Raum.

Die Gruppen waren aufgespalten,
in Gruppe I da war'n die 'Alten' -
in Gruppe II , bei 'Gulla' und beim Rainer,
da kannt' ich einen, den kleinen Heiner.
Und oben in der Gruppe III ,
da fühlte ich mich endlich frei.
Wir hatten 'SÜßCHEN' und 'MARIANNE' ,
auch 'HERBERT' , dort der einzig Manne;
er lehrte uns Gitarre spielen,
und Lieder singen, der soo vielen ( !!!)

Ich hatte auch mal - dann und wann,,,,,
dann Unterricht beim Lehrer 'MANN' .
In Deutsch und Sport war er ein Ass,
bei Mathe dann, kriegt' ich den Hass.
Der 'ERICH' nach Pomade stank,
der Anzug grau - die Schuhe blank !

Dann war sie aus,,,,die Schule dort !
Aus WANNSEE musste ganz ich fort.
Man brachte mich nach WEST - DEUTSCHLAND,
dort wo ich einen Lehrherr'n fand.

Nach Jahren in der Welt umher,
ich wollt' zurück - ich wollte mehr !
Ich wollt' Erinnerungen die ich hatte,
gar möglichst lang' in Watte packen !
Das ging nun schief - so wie ihr wisst,
der Stadtrat uns an's Bein gep,,,,,isst.
DIE VILLA WANNSEE ABGERISSEN !!!
WER HAT DA WOHL MIT GELD GESCHMISSEN (?) !!!
Da sind Millionen auch geflossen,,,,,,,
und viele Tränen auch vergossen.

Das war es dann,,,,,,,die Zeit ist um !
Ich hoff' jetzt nur, ihr nehmt's nicht krumm,
das ich Gedanken die ich hatte,
hier her geschrieben auf die Matte.
Nun ist es aus mit der Geschichte,
auch endet hier dann mein Gedichte.

Letzt Endes ist's der Mensch der geht,
sein Staub dann nur, der Wind verweht ,,,,,,



@martin, Dezember anno 2012
Loslassen

Kind, ich möchte Dir was sagen,
höre mir jetzt bitte zu:
Das, was meinem Leben Sinn gibt,
das bist ganz allein nur Du.

Ich will für Dich nur das Beste,
dass Du Dich niemals verirrst;
möchte, dass Du Deinen Weg gehst
und Du eigenständig wirst.

Viel zu schnell kommt man vom Pfad ab,
Menschen sind oft gnadenlos.
Wenn ich spüre, dass Du stark bist,
lass ich Dich auch gerne los.

©Norbert van Tiggelen
nasowas - das Gedicht gefällt mir gut
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Wir sind darauf angewiesen

Wir Menschen
sind alle auf Freundschaft,
auf einen anderen
Menschen angewiesen.

Was uns trennt,
ist weder das Alter,
noch ein Kontinent.
Was uns trennt
und was Freundschaften
zerstören kann,
sind immer nur Vorurteile,
menschliches Allzumenschliches.

Keine Begegnung im Leben
geschieht zufällig -
lassen wir sie geschehen.

von Klaus Berhardt