Shekinah hat geschrieben: Zum Thema etwas beizutragen? Ja das beherrscht du perfekt, deinen Ich-Sendemodus galaxienweit am Thema vorbeizutransportieren. Bisher habe ich noch keinen einzigen Thread gesehen, der Gundu zum Thema hatte und das ist doch dein Spezialgebiet.

Du verstehst nicht nur Ironie nicht immer, du verstehst auch mitten ins Thema stechende Bilder aus Worten nicht.


seit Jahren schreibe ich @Shekinah
seit Jahren schreibst du "Gundu"......

ich denk mir seit Jahren mein Teil.... :wink:
Dafür verstehst du es @Shekinah wunderbar, vor allem gegenüber Gundulabella, ständig e dummi schnurre z'ha ... und das die meist am Thema vorbeigeht bemerkst du leider auch nicht.

Für mich gehörst du zu denen, für die die Aussage von Georg Christoph Lichtenberg wunderbar passt ... "Viele Spötter meinen, reich an Geist zu sein, und sind doch nur arm an Takt."

Und ja, auch ständige Taktlosigkeit hat für mich etwas mit Moral zu tun ... aber das ist für einen selbsternannten Friedensengel, der sich die Revanche ganz oben auf die Fahne geschrieben hat, wohl schwer verständlich :mrgreen:
@ Ambe44

Meine volle Unterstützung! Endlich mal jemand, der das klar und deutlich formuliert.

Solche Leute, wie @S. sind halt arm dran, auch, wenn sie glauben, etwas schlau formuliert zu haben.
Der moralischer Verfall scheint dort eben schon beim Zerfall angekommen zu sein.
CornusMas hat geschrieben:
Shekinah hat geschrieben: Jojo der Wertezerfall, der zerfällt doch schon seit Jahrhunderten und ist immer noch nicht ganz zerfallen. Wer bestimmt denn den Wert, der zerfällt?

Wo steht denn etwas von "Wertezerfall"?
Du brauchst nichts über dich schreiben!

Und was ist nun die Moral der Geschichte?

Zitat kundgeba:
Und genau da erkennt man doch, dass das Miteinander noch nicht erkannt wurde und deshalb auch gepflegt wird oder auch nicht gepflegt werden will.

Ist doch immer wieder nett zu lesen, wie das Miteinander so gepflegt wird besonders von denen, die in der Theorie ganz großartig sind!
Die Moral der Geschichte, also hier: des Ab- und Austausches auf den letzten anderthalb Seiten, ist mir noch nicht ganz klar.

Es wurde ein Werteverfall konstatiert, dargelegt am Beispiel eines totgefahrenen 6jährigen. Dazu muss ich berichten, dass es zu den frühesten Erinnerungen meiner Schulzeit (vor knapp 60 Jahren) gehört, dass ein 6jähriger Mitschüler auf dem Schulweg von einem zeitgenössischen Autofahrer totgefahren wurde, einfach so und ganz ohne illegales Autorennen. Man hat es beklagt und danach weitergemacht weils weitergehen musste. Ich kann keinen Unterschied im Werteverfall zwischen damals und heute erkennen.

Immerhin wurde mittlerweile und dankenswerterweise auf die jeweiligen Eigentümlichkeiten von Ver- und Zerfall hingewiesen, ganz ohne erkenbare Hinzuziehung eines wie auch immer vergilbten Dudens. Für diese Denkhilfe meinen allertiefempfundendsten Dank.

Dass die gefühlt 700. Auflage des Grazienscharmützels als konstruktiver Beitrag zum Thema lobend hervorgehoben wurde, das freut mich. Zeugt es doch von lebendig praktiziertem Qualitätsbewusstsein in diesen heiligen Hallen. Auch wenn sich mir die Logik nicht erschließt.

Was, nach der freundlichen Belehrung hoc loco zu schließen, an meinen ganz individuellen Defiziten liegen muss.
Tja, die Bürde des Menschen ist nun mal unantastbar.
Herr lass morgen werden..... 8)
Ist das ein Hilferuf aus der Umnachtung?
Dass die Jugend von heute von Grund auf moralisch verderbt sei, hat ja schon Platon behauptet, und ist offenbar noch kein Zeichen für den moralischen Untergang des Abendlandes.

https://dermanneausulm.files.wordpress. ... nheute.pdf

Hier noch ein link zum „kollektiven vorauseilenden Gehorsam gegenüber einem allmächtigen Gesetzgeber, dessen Strafe man fürchtet, wenn man seine Gesetze missachtet“ im Gegensatz zu einem „individuellen, natürlichen Rechtsempfinden für Diskriminierung und Schädigung Anderer zum eigenen Vorteil“, was gegen die guten Sitten verstößt, die man fälschl. auch Menschlichkeit nennt – so, als ob des reine Menschsein bereits eine Tugend sei.

https://www.youtube.com/watch?v=YkgPxK66l5g

Die Anpassung an Gruppennormen, auch wenn es sich nicht um eine homogene Gruppe handelt, und die Normen auch nur vorgestellt werden, obwohl sie gar nicht real existieren, führt dazu, dass Menschen auch in ihrem Rechtsempfinden (Moralvorstellung) durch Erziehung sehr stark manipuliert werden können.

Sich von einem Herdentrieb NICHT mitreißen zu lassen, um von Jedermann gemocht und damit akzeptiert zu werden, bedeutet immer, erst einmal alleine da zu stehen, was aber nicht heißt, dass man tatsächlich der Einzige ist, der eine sozial nicht akzeptable Sache auch für nicht sozial akzeptabel hält, was man jedoch nur dann herausfindet, wenn man privat mit Menschen darüber spricht, weil sie das öffentlich wohl aus Angst vor Gegenwind nicht zugeben würden.
ja - wenn man sich wehrt - wenn man NICHT nach der Norm der anderen lebt.....dann hat man es nicht übermäßig leicht im Leben....
da kann ich ein Lied davon singen....
innerhalb der Gruppe ist man geschützt ....
außerhalb der Gruppe ist man die "nicht Normale".....die Außenseiterin.....
man wird von den "normalen" Gruppenmitgliedern - im besten Fall - mißtrauisch beäugt ...
im Laufe meines Lebens bin ich vorsichtiger geworden mit meinen Äußerungen im realen Leben - man stößt mit seinen Ansichten Leute vor den Kopf, die Andersartigsein sind begreifen können....das kostet nur Kraft, weil es Feinde schafft....
Was bringen mir Freunde, die ich nur dann habe, wenn ich ihnen nach dem Munde rede?
Mir geht es genau umgekehrt, im Verlauf meines Lebens bin ich immer "unvorsichtiger" mit meinen Äußerungen geworden und habe dadurch erst die Menschen getroffen, die mich auch mit anderen Ansichten als "Mensch" akzeptieren.
Eine gesetzlich genormtes und damit vorgeschriebenes Verhalten ist nur dann auch moralisch zu rechtfertigen, wenn es sich um ein Sozialverhalten handelt, welches für die ganze Gemeinschaft akzeptabel ist, und nicht nur um eines, was lediglich für die Herren als wünschenswert gilt, um ihre Diener möglichst effizient ausbeuten zu können, wobei der unter Strafandrohung verordnete, blinde Gehorsam an erster Stelle steht, wie es von Kant als eine typisch preußische Idealvorstellung definiert wurde.

Die Entmachtung des götzenverehrenden Klerus, dessen ursprüngliche Aufgabe es war, die Menschen MORES im Sinne der „guten Sitten“ zu lehren, führt leider dazu, dass immer mehr auch diejenigen Gesetze als moralisch gerechtfertigt gelten, mit denen sich die sogenannten „weltlichen“ Gesetzgeber ihre selbst erlassenen Vorrechte sichern, was den eigentlichen Verfall der allgemeinem Moral ausmacht, welcher letztlich auf der Vorstellung beruht, dass Alles erlaubt, und damit moralisch in Ordnung sei, was nicht konkret verboten ist.

So ist es die Scheinfreiheit einer individuellen Gesetzesauslegung in liberalistischen Gemeinschaften, in denen sich immer der Stärkere durchsetzt, welche dazu führt, dass man kein schlechtes Gewissen mehr hat, wenn man sich gewiss (bzw. bewusst) ist, als der Bauernschlaue, der sich nicht erwischen lässt, auch nicht bestraft werden zu können, wofür Diejenigen, die nicht so schlau sind, ihn auch noch bewundern, bzw. ihm sogar nacheifern.

Das liegt nicht daran, dass die Menschen sich nicht darüber klar wären, in einer Gemeinschaft zu leben, wie es etwa bei Autisten der Fall ist, sondern dass man bewusst nach der Vormacht strebt, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt, um diese dann zum zum Nachteil Anderer zu missbrauchen, denen gegenüber man meint, keinerlei soziale Verpflichtungen zu haben, weil der rücksichtslos errungene Vorteil (Profit) ja auf der eigenen (Asozial-)Leistung beruhe.

Damit beruft man sich auf die allgemein als moralisch gerechtfertigt geltende Vorstellung, dass Derjenige, der mehr geleistet hat, auch würdig sei, einen höheren Lohn dafür verlangen zu dürfen, als Jemand, der weniger geleistet hat, wogegen auch Nichts einzuwänden wäre, wenn Jeder den selben Stundenlohn für seine Arbeite bekäme.

Ein weiterer Irrtum besteht darin, es sei moralisch gerechtfertigt, frei über sein Eigentum zu verfügen, was unweigerlich dazu führt, dass man es dazu benützt, um sich von seinen sozialen Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft freizukaufen, um selber nicht mehr auf sie angewiesen zu sein, wobei Diejenigen automatisch benachteiligt werden, die nicht die Gelegenheiten hatten, sich auf diese Weise unabhängig machen und sich damit vor der Willkür Stärkerer in Sicherheit bringen zu können.

Mit dem Begriff des „Besitzes“ wird die moralische Idealvorstellung deutlich, dass Jeder nur so viel Land erwerben dürfe, worauf er auch „sitzen“ kann, bzw. welches er alleine bewirtschaften kann, und nur so viele Güter besitzen dürfe, wie er für sich alleine zum Leben braucht, und dass er den Rest an Diejenigen abzutreten hat, die zu Wenig besitzen, um davon leben zu können. Alles, was er darüber hinaus besitzt, wäre damit Diebstahl am Gemeinschaftseigentum, welches dazu dient, das öffentliche Gemeinwesen zu finanzieren, wofür der Einzelne dann nicht mehr zuständig ist.

Die Toleranz gegenüber Andersgearteten hat übrigens auch da ein Ende, wo es sich um Leute mit gemeinschaftsschädlichen Neigungen handelt, die moralisch nicht akzeptabel für die Gemeinschaft sind, denn die lassen sich - im Gegensatz zur Hautfarbe, Herkunft und sonstigen wesensmäßigen Eigenschaften - sehr wohl ändern, sodass die ihnen gegenüber praktizierte Toleranz dann auch moralisch als gerechtfertigt gelten kann.
@Herbstrose
bevor ich jemand "nach dem Munde rede" habe ich immer noch die Option meinen Mund zu halten....
ich habe gelernt, dass man Leute mit zuviel Offenheit sehr verletzen kann....
und das muss nicht sein....

mir wird hier seit Jahren (zu viel) Offenheit bescheinigt ....
oft von Menschen, die sich selber sehr bedeckt halten....
es ist wie im realen Leben - dass wir eine sehr große Bandbreite haben in unserem Wesen und unserem Charakter - und danach handeln wir....
und manchmal ist halt der eine an einem Ende der Fahnenstange angesiedelt - und der andere am anderen Ende....
kein Problem, wenn man es erkennt und akzeptieren kann....

@filofaxi
kannst Du einige "gemeinschaftsschädliche Neigungen" Andergearteter aufzählen ? (evtl. aus deinen eigenen Erfahrungen heraus)
Den als die „7 mittelalterlichen Tugenden“ bekannten Vorstellungen von „moralisch idealem Verhalten“ stehen die „7 Laster“ als Gegensatz gegenüber. Im Lauf der Zeit sind noch einige dazugekommen, oder werden als weniger wichtig angesehen und nicht mehr extra groß erwähnt.

Wer Interesse daran hat, mehr darüber zu erfahren, dem sei das „Buch der Tugenden“ von Ulrich Wickert empfohlen:

https://www.ulrichwickert.de/buecher/da ... -tugenden/

Diese Tugenden lassen sich von den beiden ethischen Grundpflichten ableiten, die zu befolgen notwendig sind, damit das Leben in einer Gemeinschaft für Alle halbwegs erträglich ist, und die daher auch in allen menschlichen Kulturkreisen gleichermaßen gelten, nämlich: 1. „Rücksichtnahme auf Schwächere durch Gewaltverzicht“, und 2. „Nächstenfürsorge gegenüber den Bedürftigen!“

Das Gegenteil hierzu ist die „Gewaltsame Durchsetzung eigener Interessen zum Nachteil Anderer“ und die „Egoistische Vernachlässigung der Ungeliebten, die Einem keinen Vorteil bringen!“

Laster, die auf dieser amoralischen, weil menschenverachtenden Grundeinstellung beruhen, pflegen all Diejenigen, die sich - möglichweise aufgrund einer falschen Erziehung - nicht mehr dem Allgemeinwohl verpflichtet sehen, nachdem sie mächtig genug sind, auf das Wohlwollen Anderer pfeifen zu können – ganz gleich, aus welcher Kaste sie abstammen, oder welche Hautfarbe oder welches Geschlecht sie haben.

Mittlerweile hat man übrigens bei der Analyse von Knochenfunden in China und im vorderen Orient festgestellt, dass die Diskriminierung der Frau durch den Mann erst seit dem Beginn des 2. Jahrtausends v.Chr. existiert, nachdem es eine feste Rolleneinteilung gibt, bei der Frauen sich nicht mehr so ernähren durften, wie Männer, sodass sie viel häufiger an Mangelkrankheiten verstarben, als vorher.

Von dem letzten Kataklysmus an bis zu diesem Zeitpunkt haben sich beide Geschlechter - offenbar aufgrund der Überlebensnotwendigkeit - alle Tätigkeiten miteinander geteilt und waren einander auch von ihrer gesundheitlichen Konstitution her ebenbürtig, sodass die Diskriminierung der Frau noch NICHT als NORMAL und unter den Männern als moralisch gerechtfertigt galt, wie es später der Fall war.


@ Gundulabella

Da ich der Meinung bin, dass persönliche Daten hier in der Öffentlichkeit Nichts zu suchen haben, werde ich meine Beiträge - selbst wenn das Thema hieße: „Die Tugenden und Laster der hier anwesenden User“ - weder mit Beispielen aus meinem noch aus deinem Leben illustrieren, sodass ich es lieber - auch aus Rücksichtnahme auf dich - bei den theoretischen Überlegungen zum Thema mit einigen allgemeinen Beispielen aus dem Alltagsleben oder der Geschichte bewänden lassen möchte.
Mittlerweile hat man übrigens bei der Analyse von Knochenfunden in China und im vorderen Orient festgestellt, dass die Diskriminierung der Frau durch den Mann erst seit dem Beginn des 2. Jahrtausends v.Chr. existiert, nachdem es eine feste Rolleneinteilung gibt,

es fing mit dem Ackerbau an....
"seid fruchtbar und mehret euch" heißt es in der Bibel....
d.h. es wurden viele Kinder gebraucht, um auf dem Feld mitzuhelfen.....
der Mann war draußen - die Frau drinnen.....eine gute Frau war eine Frau die fast jedes Jahr schwanger wurde...und oft sind die Frauen irgendwann im Kindbett gestorben....
dann mußte die nächste Frau geheiratet werden, um den Haushalt und die Kinder zu versorgen....oder es wurden - wenn die Felder genug gebracht haben und es glaubensmäßig ging, gleich mehrere Frauen geheiratet....

davor gab es die Zeit der Sammler und Jäger....
die Menschen waren in Gruppen unterwegs.....während die Frauen Grünzeug und eiweißhaltige Insekten und Kleintiere gesammelt haben - gingen die Männer zusätzlich ein bis zweimal im Monat auf die Jagd nach Großtieren....
"richtig viel" Fleisch gab es also nicht so oft....
bekam eine Frau ein Kind bevor ihr erstes Kind ca. 4 Jahre alt war und in der Gruppe mitlaufen konnte, wurde das zweite Kind getötet, weil es sonst der Mörder des ersten Kindes gewesen wäre.....
verhütet wurde mit Kräutern, Tees und einer jahrelangen Stillzeit.....
damals wußte man noch nicht sicher, dass der Vater zum Entstehen eines Kindes beiträgt.....
die Männer in der Gruppe waren Väter aller Kinder.....die Frauen wurden verehrt, denn Kinder waren etwas seltenes kostbares.....

mit dem Ackerbau fing die Überbevölkerung an, die sich mit dem Industriezeitalter noch verschärft hat und bis heute anhält.....
Tja, da wundert man sich doch, wie sich bei dieser "Ein-Kind-Politik" und noch dazu einer hohen Sterblichkeit im frühen Alter die Menschheit überhaupt vermehren konnte!
Mit der Wahrheit dieser Behauptung und den "seltenen kostbaren Kindern" wäre die Menschheit schon weg gewesen, bevor sie an Ackerbau überhaupt erst mal denken konnte!