leider habe ich im Philosophie-Forum keinen Thread gefunden, der sich speziell mit der Moral befaßt....
ich bin philosophisch nicht sehr fit - jedoch sehr an dem Thema Moral interessiert....
auch am Wandel der Moral im Laufe der Zeit....

diesen Link habe ich vorhin gefunden:

Philosoph Markus Gabriel über Moral heute
„Das Böse nimmt spürbar zu“
Markus Gabriel im Gespräch mit Liane von Billerbeck
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ph ... obal-de-DE
Zunächst sollte man unterscheiden zwischen:

Moral, dem Zeitgeist unterworfen und damit wandelbar. Ein Beispiel: 1934 wurde die letzte Hinrichtung einer Frau in Frankreich auf der Guillotine veranlasst. Ihr Vergehen? Sie hatte Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt.

Ethik, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Moral.

Sitten und Gebräuche: Stark von Traditionen bestimmt und kulturell "vererbt".

Felix
Unsere sogenannte
Philosophie begründet sich auf die
Giechische und
Römische
PHILOSOPHIE, also
Panteismus und alle
Macht dem Staat.
Damit ist sie luziferisch und
Lichtfeindlich.
Und das schon über
3000 Jahre lang.
Darum bewegen wir uns andauern
Im Dunkeln.
Nur die Bibel und das
Göttliche Wort können uns da
Noch helfen.
Euch allen einen gerusamen
Lichtvollen
S A B B A T.
Ich bin der Ansicht, daß die vorgegebenen moralischen Richtlinien auch davon abhängen, in welcher Gesellschaftsschicht eine Frau, ein Mann lebt(e), und auch von der jeweiligen Religion.
Ein altes Volkslied....
Eine Paraphrase des Carpe Diem.....

Freut euch des Lebens,
Weil noch das Lämpchen glüht;
Pflücket die Rose,
Eh' sie verblüht!
Man schafft so gerne sich Sorg' und Müh',
Sucht Dornen auf und findet sie
Und läßt das Veilchen unbemerkt,
Das uns am Wege blüht!
Freut euch des Lebens,
Weil noch das Lämpchen glüht;
Pflücket die Rose,
Eh' sie verblüht!....

Text: J. M. Usteri
Musik: H. G. Nägeli
Die sogenannten Moralapostel sind doch meistens die die etwas vertreten wofür sie selber nicht stehen.
Wenn man seinen Ansichten und seine Lebensweise vertritt (die nicht dem Mainstream entsprechen) kommt immer wieder die Moralkeule an.
Moral und
Ethik haben vor
Gott keine
Bedeutung.
Für Ihn ist nur wichtig der
Charakter und die
Demut.
hat jemand den Link aufgemacht und gelesen ?

ich sehe Moral - ein Moralempfinden - als wichtige Stütze für die Menschheit - unabhängig von jeglicher Religion...

und ja - mir ist der Wandel der Moral im Laufe der Jahrhunderte bewußt

im Mittelalter wurde die "Wahrheit" durch Folter erzwungen und das Resultat war dann wahr....
ein Bewußtsein von Menschenrechten gab es nicht....
Frauen mit Kräuterwissen (medizinischem Wissen) - Frauen, die auch ohne ihren Mann den Handwerksbetrieb weiter geführt haben, wurden - oft von den nächsten Angehörigen - denunziert und als Hexen verbrannt....

wobei die Religion eine "Alibi-Funktion" hatte.....
wenn eine gefesselte Hexe ins Wasser geworfen wurde und ertrank - dann war sie eine Hexe und verbündet mit dem Teufel.......

die Menschen lebten in ständiger Angst - nicht nur vor ihren Pachtherren, wenn die (erhöhte) Pacht eingefordert wurde und sie diese nicht bezahlen konnten .....
wenn jemand erfolgreich war - dann war die Denunziation nicht weit....
Folter, aufs Rad geflochten, gevierteilt - das war alles normal....

und - ganz klar - an der Pest waren die "Anderen" schuld....
alle die anders waren als man selber - die anders gelebt haben und eine andere Religion hatten.......

heute bekommen die Menschen während der aktuellen Pandemie Kurzarbeitsgeld, Mieten werden gestundet, den Firmen wird mit Krediten geholfen....
Dann muss rassig das Mittelalter wieder her, denn es gibt eine Wahrheit, die dringend und schnell erzwungen werden, notfalls durch Folter gegen die Folter...
Da fällt mir an allererster Stelle eine der 3 Kritiken des Königsberger "Star"- Philosophen ein (Kant):

Die Kritik der praktischen Vernunft ("Was darf ich tun?")

PS/persönlich:
Kant fühle ich mich "nah", da meine Eltern ursprünglich in Ostpreußen lebten (Flüchtlinge), mein Vater einen starken Bezug zu Königsberg hatte (Studienzeit), und in meinem Elternhaus von Kant eine Bronze-Tafel "Der Gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir ..." und ein großes Bildnis von ihm ... hingen.
Shekinah hat geschrieben: Dann muss rassig das Mittelalter wieder her, denn es gibt eine Wahrheit, die dringend und schnell erzwungen werden, notfalls durch Folter gegen die Folter...

Wieso? Mittelalter haben wir doch schon! Klar wird der Ketzer, der nicht die vorgeschriebene "Wahrheit" schreibt, nicht mehr aufs Rad geflochten, er wird nur von seinem Arbeitgeber gefeuert, von der Gesellschaft an den neuzeitlichen "Pranger" gestellt. Aber er darf dann die "großzügigen" Sozialleistungen des Staates in Anspruch nehmen, Kurzarbeitergeld mit mehreren 100 € Einbuße, gestundete Mieten, auf dass den Schuldenberg die nächste Generation bezahlt oder er halt gleich in Insolvenz geht.
Dabei soll er dann noch die "Einsicht" zeigen, dass die Großkonzerne nun das verdienen können, was ihm als Mittelständler genommen wurde und das ganze nennt sich auch noch "MORAL"!
Dekadenter geht es nun wirklich nicht mehr!
Die lateinischen „Mores“ sind die Gesetze, wozu sowohl Rechte als auch Pflichten gehören.

Die „Moral“ hingegen ist das Rechts- bzw. Unrechtsbewusstsein, welches ein jeder Mensch hat, und was richtig funktionieren kann, oder auch falsch – je nachdem, ob er die Gesetze kennt, und bereit ist, sich danach zu richten, oder nicht.

Dabei gibt es Grundgesetze, die Jeder kennt, wie die Mosaischen 10 Gebote, bei denen der Gesetzgeber (Moses) verlangen kann, dass sich Jedermann auch dann daran hält, wenn er ihren Sinn nicht verstanden hat.

Bei den anderen Gesetzen, die nicht für Alle gelten, reicht es, wenn man dafür einen Rechtsgelehrten konsultiert, um nicht selber extra Jura studieren zu müssen.

Wer als Kind meint, Alles sei gesetzlich erlaubt, was nicht explizit verboten ist, der hat noch kein richtiges Gesetzesverständnis – d.h. eine falsche Moral(vorstellung) - und muss sich erst noch von den Moralaposteln eines Besseren belehren lassen, bevor er Zutritt in die Erwachsenenwelt erlangt.

Die erklären ihm dann auch, wofür diese Gesetze gut sind, sofern sich Jeder daran hält - nämlich, um das Recht auf Schutz vor der Willkür Stärkerer zu genießen, nachdem man sich auch selber an die Gesetze hält, die dazu dienen, den Schwächeren vor der Willkür des Stärkeren zu schützen.

Wer als Erwachsener immer noch auf seiner Irrmeinung bezüglich Dessen beharrt, was erlaubt ist, und was nicht, während er ohne schlechtes Gewissen Andere zu seinem Vorteil schädigt, wird mittels einer Strafe zwangsbelehrt - nach dem Motto: „Wer nicht hören (gehorchen) will, muss fühlen (eine Strafe erleiden)!“
41acul hat es schon richtig definiert: Die Moralvorstellung regelt epochenbedingt das Handeln der Menschen und ist abhängig von den Vorstellungen der Gesellschaft, der Religionsgemeinschaft, der Sippe ...was richtig und was falsch ist, was geahndet und was hervorgehoben werden soll.

Allerdings, so glaube ich, gibt es auch eine andere Vorstellung von Moral. Das ist ein uns innewohnendes Gefühl von Gerechtigkeit und Fairness, von Menschen- und auch Tierliebe. Nicht umsonst gibt es immer wieder Menschen, die auf Grund dieses inneren Wissens gegen herrschende Moralvorstellungen angehen, ungeachtet der Probleme, die sie dadurch bekommen können. Der Biologe Hans Mohr sagte:"Wir brauchen moralisches Verhalten nicht zu lernen, es ist eine angeborene Disposition, die uns befähigt, das moralisch Richtige zu tun".
(z.B. Tiere in schwierigen Situationen werden von Menschen gerettet, ungeachtet ihrer Gefährlichkeit, Menschen haben andere im Dritten Reich versteckt etc. ..).
Gundulabella hat geschrieben: „Das Böse nimmt spürbar zu“

Ist halt die Frage, was "das Böse" überhaupt ist.

Wir wissen nur: es ist immer und überall (EAV).
Wilhelm-Busch-Leser wissen: das Gute ist das Böse, das man lässt ...
... und jetzt sitzen wir in der Verneinungsfalle.

Für mich kann ich nicht zustimmen, dass das Böse spürbar zunimmt.
Eher die Dummheit, die Unvernunft - aber das haben die üFüs schon zu allen zeiten behauptet.
Moral, ist mir schnurzpiepegal :D