Hallo
ich finde es unglaublich interessant etwas zu dem Thema von jemandem zu lesen, der tatsächlich selbst ein Nahtoderlebnis hatte. Auch wenn ich einige Bücher zu dem Thema gelesen habe ist es doch etwas anderes. Die meisten Bücher, die sich mit dieser Thematik beschäftigen, stammen von amerikanischen Autoren und damit tue ich mich etwas schwer. Ich glaube sofort, dass einen ein solches Erlebnis von Grund auf verändert und das sich die Sicht auf die Dinge, die wirklich wichtig sind, verschiebt. Und ich denke, dass es ein großes Glück für deine weitere Entwicklung ist weil es deine Welt weiter macht. Und es hat dir die Angst vor dem Tod genommen, was wunderbar ist.
Es ist lange her, aber auch ich habe schon einmal an die Tür izum Jenseits geklopft.
Ich war am Verbluten, das Leben ist aus mir heruasgeronnen, und es war in keiner Weise schrecklich.
Ich dachte, na gut, das war es, und ich war einverstanden.
Die moderne Medizin hat mich wieder zurückgeholt.
Schmerzen vergisst man, wenn sie vorbei sind.
Die dreißig Jahre, die seitdem vergangen sind, empfinde ich als Geschenk.
Ein besserer Mensch bin ich sicher nicht geworden durch das Fast-tot-sein- vielleicht etwas gelassener
und offener für die Angebote des Lebens.
Leider, oder Gott sei Dank kenne ich keine Nahtoderfahrungen.

Sterbebegleitung habe ich vor ca. 30 Jahren im Rahmen meines Studiums geleistet. Solltest du keine echten Menschen mit Nahtoderfahrungen finden, könnte ich dir das immer noch gute Buch von Elisabeth Kübler-Ross, (es ist vor 30 Jahte erschienen) : Interviews mit Sterbenden empfehlen. Immer noch gut. Ich glaube, dass Nahtod-erlebnise von damals bis heute nicht besser beschrieben werden können
Die Kübler-Ross selbst war vor ihrem Tod sehr misstrauisch und wollte niemand bei sich haben. Nicht um zu reden, nicht, dass man ihr hilft. Hab ich mal gelesen. Ob ihr selbst die mit anderen gemachten Erfahrungen und Interviews geholfen haben?
Zitat
Schmerzen vergisst man, wenn sie vorbei sind.

NEIN, ganz sicher nicht :!:
bei mir sind es fast 4o Jahre her, da gibt es nichts zu vergessen.........
warum :?: fast wäre ich draufgegangen dabei :cry:
Scherzkeks
ich auch.
Eigentlich bin ich froh, noch hier zu sein, und die Schmerzen nach dem Erwachen waren vielleicht der Preis fürs Weiterleben.
Ich denke nicht mehr daran, und wenn ich daran denke, ist es etwas, das vorbei ist und mich unter anderem zu dem gemacht hat , was ich bin.
bei mir war es einen Tick anders

da wollte mir jemand nicht helfen und verhöhnte mich auch noch.................

Original Zitat
warum sind Sie so spät gekommen :?: :?: das müssen Sie jetzt durchstehen :shock:

jedes Wort von damals weiß ich noch, es hat sich quasi eingebrannt......... :evil: :evil:
ich wollte mir "selbst helfen", der Dauerschmerz ließ mir keine andere Wahl - so dachte ich

kurz davor aus dem Nichts die Frage
ist Dir eigentlich bewußt, was Du da tust :?: :?: :?: :?: :?:

aber es kam nicht dazu, Schicksal oder was sonst´????????
für einen 2. Versuch war ich zu schwach, die Enttäuschung überwog Alles
Hatte auch eine Nah-Toderfahrung nach einer schweren Op. Ich habe Sachen gewußt, die ich eigentlich nicht wissen kann. Habe aber alles gesehen, von einer höheren Warte aus. Als ich zurückging in meinen Körper, war das wie ein Sog und ein Ruck, dass hat sich nicht gut angefühlt. Dann wußte ich nichts mehr. Habe erst jetzt ein Buch gelesen, Kinder erinnern sich, und es war sehr interessant, auch geschrieben von einem Amerikanischen Wissenschaftler, der dann auch belegen konnte, dass viele Dinge worüber die Kinder erzählten, wirklich geschehen sind. Nur wir Eltern denken oft das ist die Phantasie der Kinder. Es gibt aber auch Kinder die Panikattaken bekommen, immer wieder, und aus dem gleichen Grund. Das sollte man ernst nehmen. So ab dem 7. Lebensjahr geht dieses wissen oft verloren, und irgendwann erden sie sich ganz und sie wissen nichts mehr. Also es ist meistens bei Kindern zwischen dem 2. und 7. Lebensjahr.. Das kann doch nicht sein, dass das alles erfunden ist. Ich glaube daran.
Meine Nahtoderfahrung hatte ich Anfang Dezember 1983 nach einer kleinen OP. Ich bin durch eine damals noch nicht bekannte Unverträglichkeit eines bestimmten Narkosemittels, welches bei mir eine Atemlähmung ausgelöst hat, grausig erstickt.

Als ich dann von einer Krankenschwester oder einem Arzt "gefunden" wurde, musste ich reanimiert werden. Es war eine Riesenschlamperei, dass man nach dem Entfernen des Tubus nicht kontrolliert hatte, ob ich selbständig atme. Aber das ist ein anderes Thema.

Das Erlebte konnte ich lange nicht richtig einordnen, denn ich hatte bis dahin noch nichts von Nahtod-Erfahrungen gehört. Erst durch Bücher darüber wurde mir bewusst, dass es kein Traum war.
Mandilyn hat geschrieben: Das kann doch nicht sein, dass das alles erfunden ist.


Dann erzähle die Beispiele von Kindern. Sonst reden wir hier von unbekanntem Etwas.

Es wäre gut, man würde mit Halluzinationen und Seltsamkeiten der psychisch Kranken auch besser umgehen. Man könnte endlich diesen Bereich aus der Schulmedizin herausbewegen und die Psychologen besser ausbilden.
Hier kann doch nur von unbekanntem Etwas geredet werden. Das gilt auch für jene, die glauben, es besser zu wissen.
Tja, manche halten die Grenzen ihrer eigenen Wahrnehmung für allgemeingültig.
Man ist sich selbst DIE Welt, nicht wahr, beziehungsweise frau.
Ein paar Tage danach, als mein Mann gestorben ist, war ich mit meinem Enkel, welcher hinten im Auto sass unterwegs. Wir sprachen über seinen von ihm so sehr geliebten Opa..

Nach einiger Zeit sagte mein Enkel (damals 4 1/2 jährig) zu mir: "Oma,..... Opa sitzt im Auto neben dir". Ich wusste nicht was sagen,Tränen flossen über meine Wangen.

Auch etwa später noch erzählte er mir noch einges von seinem Opa..
Und auf einmal war das vorbei, er sagte nichts mehr in dieser Richtung.

Jetzt ist er 13 Jahre alt, er weiss nichts mehr davon ????

Seitdem denke ich viel darüber nach und glaube, es ist halt doch nicht alles vorbei mit dem Tode.
Na ja, wo es vorbei war, war es wahrscheinlich auch vorbei, für den Opa auf diese Weise hier in der Welt noch präsent zu sein. Eigentlich ein gutes Zeichen.
Nachtrag zu 16.04 h

Dieser Enkel ist jetzt 17 Jahre alt und nicht 13 (Entschuldigung)
cron