so ist es....
wie gesagt, ich bin froh und zufrieden hier leben zu dürfen...
wo gibt es das Optimale ?
;-) genau
Neid ist mir fremd
und für meine Zufriedenheit bin ich selbst verantwortlich.
Für manchen Neid oder Frust gibt es eine Erklärung:

Leibrenten wurden schon immer mit ihrem Ertragsanteil (intern - man hat es nicht gesehen) besteuert. Das dürfte nur sehr wenigen bekannt sein.
"... Das Bundesverfassungsgericht verlangte die steuerliche Gleichbehandlung von Pensionen und Renten, weshalb ab 2005 die Rentenbesteuerung auf eine neue [aktuelle] Basis [in Deutschland] gestellt wurde. ..."

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ertragsanteil
Der Betrug besteht jedoch darin, dass der mit Renteneintritt prozentual festgelegte steuerliche Freibetrag dann umgewandelt wird in einen Festbetrag, wodurch jede Rentenerhöhung eher dem Fiskus als dem Rentner zugute kommt.
Wer mit diesem Betrug zufrieden ist, der darf das meinetwegen gern sein, ich habe mich schon immer gegen Ungerechtigkeiten zur Wehr gesetzt und werde das auch weiterhin tun.
Und das hat weder mit "Jammerei" noch mit "Neid" zu tun!
Schau dir mal das Steuerrecht an oder frag deinen Steuerberater.

Das alles hat nichts mit Neid und Betrug zu tun.
Ich muss nicht meinen Steuerberater fragen, ich schaue auf meinen Steuerbescheid!

Nein, mit "Neid" hat es nun wirklich nichts zu tun, ich gönne es jedem, der noch vor 2005 in Rente gegangen ist.

Aber Betrug bleibt es trotzdem, wenn den Leuten suggeriert wird, dass der steuerfreie Betrag sich nur prozentual von Jahr zu Jahr verringert, in der Praxis aber jede Rentenerhöhung zu einer zusätzlichen Steuererhöhung führt!
Ich verstehe dich.
Auch Lohnerhöhungen führen zu einem immer höherer Steuerabzug.
Trotzdem bleibt unter dem Strich etwas übrig.
aber das ist doch logisch - mehr Einkommen mehr Steuer
- aber wie du richtig sagst CornusMas unterm Strich, ist mehr übrig als man im Vormonat noch bekommen hat.
Auch wenn es zu wenig für manche ist - es ist mehr als vorher.
Herbstrose47 hat geschrieben:
.... Doch sollte ich einmal in ein Pflegeheim umziehen müssen, sieht die Sache schon erheblich anders aus. Da kann ich mir nur wünschen, nicht so alt zu werden, um meine Kinder nicht finanziell zu belasten!
Immerhin möchten sie ja auch noch ihr "Polster" fürs Alter zurücklegen!



Hallo @Herbstrose47,

Möglicherweise sind Deine Sorgen, dass Deine Kinder für Deine Pflegeheimkosten aufkommen müssen, unbegründet.

Seit dem 01.01.2020 ist das neue Angehörigen-Entlastungsgesetz in Kraft.

Es besagt u.a., dass ein Kind erst ab einem Bruttoeinkommen von 100 000 Euro „zur Kasse gebeten“ wird.
Dieser Betrag bezieht nicht das Gehalt eines etwaigen Ehepartners des Kindes ein – es ist allein das Einkommen des Kindes gemeint.

Natürlich hoffe und wünsche ich, dass Du nie in ein Pflegeheim einziehen musst, sondern weiterhin selbstbestimmt Dein Leben gestalten kannst.
@Patriarch
Für mich sind noch nie materielle Dinge ausschlaggebend für meine Zufriedenheit gewesen. Die Steuergeschichte führt da etwas vom Thema weg. Auch wenn meine Kinder finanziell nicht mit Pflegeheimkosten belastet werden, schmilzt ihr etwaiges Erbe trotzdem dann zügig dahin. Aber auch das ist nicht ausschlaggebend.
Meine Ersparnisse sind schon einmal 1990 halbiert worden und mit der uns ins Haus stehenden globalen Finanzkrise muss bald keiner mehr mit üppigen "Polstern" rechnen.
Da kommt es dann wieder auf ganz andere Werte an, die bei vielen durch die zunehmende Isolation und Entfremdung erst wieder neu entdeckt werden müssen.
Unter kleinen Steuerbetrügern gelten die großen mit steuerrechtlichen Vorteilen als beneidenswertes, aber leider unerreichbares Vorbild, was die Neider zwar noch nicht bereits auch schon als Betrüger entlarvt, aber von ihrer Gesinnung her zumindest als potenzielle.

Die Zufriedenheit erlangen diese Neider nicht durch den Verzicht auf das Streben (bzw. Eifern oder Gieren) nach diesem Vorteil, sondern erst nach der Befriedigung ihres Bedürfnisses nach mehr Einkünften, wofür dieser Steuervorteil legal in Anspruch genommen werden kann, sodass sie es dann nicht als Geschenk ansehen, wofür man dankbar sein muss, sondern als eine Art von Steuergerechtigkeit, die ihnen per Gesetz zusteht, während sie Andere, die nicht die Gelegenheit dazu hatten, auch nicht deswegen zu beneiden brauchen, dass sie für ihr niedriges Einkommen auch nur wenig Steuern zahlen müssen.

Die Frage nach dem „rechtmäßigen Verdient-Haben“ oder nach dem „unverdientermaßen Zugefallen-Sein“ kann natürlich auch Diejenigen neidisch werden lassen, die mehr dafür leisten mussten, um dieselben Möglichkeiten im Leben zu haben, wie die scheinbar vom Schicksal Begünstigten, die aber auch nur dann dankbar oder zu Dank verpflichtet sein können, wenn es sich dabei um konkrete Gönner handelt, die dann gleichzeitig von Denen gehasst werden, die sie nicht begünstigt haben.
je mehr Vermögen, desto unüberschaubarer wird dieser ganze Steuerkram....
ich hab's lieber einfacher....

im Bekanntenkreis habe ich erlebt, dass Leute so gefrustet sind, weil sie so viel Steuer zahlen müssen, dass sie noch nicht einmal mehr Spass an ihren Aktien haben - davon bin ich weit entfernt ... :wink:

mir ist klar, dass ich dem Staat jedes Jahr ein bißchen etwas schenke, doch ich denke, dass gerade jetzt Steuergelder gebraucht werden....
und mehr als das letzte Hemd können wir sowieso nicht mitnehmen...

und weil Steuerzahlungen gerade in der jetzigen Situation wichtig sind, wird global gegen Steuerflüchtlinge angegangen....d.h. die einzelnen Staaten vernetzen sich untereinander, so dass es schwieriger wird durchzuschlüpfen.....
Steuergelder sind wichtig und notwendig, wenn sie zum Wohl der Allgemeinheit eingesetzt werden, doch davon konnte ich bisher noch nie so richtig etwas bemerken.
Marodes Bildungssystem, Pflegenotstand, mangelhafte Infrastruktur, kaputt gespartes Gesundheitssystem, um nur einiges aufzuzählen.
Dafür jede Menge Steuergelder für Rüstungsindustrie, Rettung von Banken oder Großkonzernen.
Mit den Folgen der Corona-Krise verschärft sich die Lage. Der Mittelstand, die Kulturszene, die ganze Freizeitindustrie werden vernichtet, das Geld, das wir noch gar nicht erwirtschaftet haben, fließt in zweifelhafte Impfstoffe, in Konzerne oder gar zur "Rettung" anderer Länder der EU ab.
Von den Mitteln zur Migrantenbetreuung will ich gar nicht reden.
Doch niemand spricht von einer besseren Gesundheitsfürsorge, einer angemessenen Vergütung der Pflegekräfte, die mit einem einmaligen "Klatschgeld" abgespeist wurden. Das Bildungssystem ist am Limit, aber Bildung wird ja wohl ohnehin total überschätzt, es reicht, willige Untertanen heranzuzüchten.
Wer damit "zufrieden" sein kann, wirkt daran mit, die Zukunft Deutschlands zu verspielen.
auch wieder wahr....
auf der anderen Seite gibt es keine optimale Steuerverteilung, denn jede Gruppierung innerhalb des Staates plädiert dafür, dass vermehrt Steuergelder für sie bereitgestellt werden, da sie selber am bedürftigsten seien....
ich beneide niemand.... vor allem nicht diejenigen, die für die Steuerverteilung zuständig sind.....

und von wegen der "Rettung der EU".....
eine starke EU haben wir bitter nötig....
siehe auch den Beitrag, den ich im Forum "dies und das" reingesetzt habe....
Doch Steuergerechtigkeit lässt sich durchaus objektivieren und am Gemeinwohl festmachen!
Natürlich gibt es Gruppierungen, die alle meinen, ihr Anliegen sei am dringendsten.
Doch eine Gesellschaft, die den Anspruch auf soziale Gerechtigkeit erhebt, ist gefordert, zunächst für die Bedürftigen zu sorgen.
Kein Mensch hat z. B. ein Interesse an verstärkten Rüstungsausgaben, das Geschwafel von "Sicherheit und Verteidigung" ist nur ein profitorientiertes Ablenkungsmanöver.
Allein von diesen Mitteln könnte ein erheblicher Teil für soziale Projekte mit festgelegten Prioritäten unter einer breiten Mitbestimmung der Bevölkerung eingesetzt werden.

Und OT: Wofür haben wir eine starke EU bitter nötig? Alle Beschlüsse aus Brüssel schränkten die Souveränität der Mitgliedsstaaten erheblich ein und schufen eine überbordende Bürokratie.
Das Ungleichgewicht zwischen den Staaten wurde dadurch keineswegs beseitigt, sondern noch verschärft. Deutschland ist inzwischen "Zahlmeister" für die Schwachen, zu Lasten der eigenen Bevölkerung!