Hallo ihr Lieben,
ich fang gleich mit einem heiklen Thema an.
Warum?
Weils mir einfach wichtig ist.
Es geht um die Einkaufsliste der Lebensmittel und all den Sachen die man am Boot braucht.
Leider sind die Mülltonnen um die Häfen herum immer zum Bersten voll.
Kein schöner Anblick. Echt nicht.
Sehe dabei auch immer wieder original Verpacktes. Sachen die nicht benutz, weil nie benötigt oder viel zu viel an Bord war.

Dass beginnende Segler noch nicht wirklich wissen was sie benötigen, ist schon klar, erging ja mir auch nicht anders. Auch ich hatte bei manchen Sachen zu viel und bei anderen zu wenig an Bord.
Aber ich nehm alles was übrig bleibt, wieder mit nach Hause.
Leider wissen auch erfahrene Segler oft nicht was wirklich gebraucht wird und was einfach zu viel an Bord ist.
Und warum all das Übriggebliebene, nach dem Törn im Müll landet, ist mir auch ein Rätsel.
Frag mich immer wieder: muss das sein ???

Und nun möchte ich euch alle Bitten, meldet euch mit euren Packlisten. Schreibt, was ihr pro Kopf und Woche mit dabei habt.
Und vor allem auch was ihr jeweils vor Ort kauft, weils keinen Sinn macht, es von zu Hause aus mitzunehmen.
Und die Seglerinnen unter uns möchte ich besonders um Beiträge bitten in denen sie berichten, was Frau an Bord wirklich braucht. Macht anderen Frauen Mut mitzusegeln. Denn, es sind immer noch viel zu wenig Frauen auf See.

Freu mich schon auf weitere Beiträge und Kommentare

l.g.HAnna
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Solange ich zu einem Törn mit dem eigenen Auto fahren kann, z.B. Kroatien, nehme ich von zu Hause mit: Bier (0,5 l-Dosen), Mineralwasser, Säfte, Suppenwürfel, Suppenwürze (Maggi), einige Gemüsefischkonserven, Kafee, Haltbarmilch. Diese Sachen sind in Kroatien unverhältnismäßig teuer. Frische Sachen wie z.B. Eier, Gemüse, Fleisch, kauf ich vor Ort am Markt. Selbst Wein nehme ich mit, den dieser ist in Kroatien teuer (1Liter beim Bauern ca. Kuna 15,-/€ 2,-) und oft schlechte Qualität, die gute Qualität ist in Kroatien fast nicht zu bezahlen.
Vor Antritt eines Törns machen wir immer ein Crewbesprechung, dort gebe ich allen eine Liste mit Lebensmittel und jeder soll angeben, was er gerne auf dem Schiff hätte und welche Menge für eine Woche!
Zum kochen verwende ich gekauftes normales Wasser, das Wasser im Tank schmeckt oft grauslich, das verdirbt mir den Kaffeegeschmack. Das bedeutet, ca. 4-5 Stück 5-Liter-Gebinde. Viel kaufe ich in Kroatien beim LIDL, z.B. in Trogir. Das sind gleiche Waren wie zuhause und günstige Preise. Der hat auch gutes Schwarzbrot.
Da ich viel in Buchte liege und auf dem Schiff koche, nehme ich auch alle Gewürze mit, da man in den kleinen Geschäften vor Ort nicht das Gewohnte bekommt.
Eine Marina besuche ich nur einmal, um Wasser nachzubunkern, meist am Mittwoch.
Übrigens: In der Hauptsaison schon vormittags in der Marina anrufen und einen Platz reservieren lassen, oft bekommt man sonst in Kroatien dort abends keinen Liegeplatz!
defender hat geschrieben: Solange ich zu einem Törn mit dem eigenen Auto fahren kann, z.B. Kroatien, nehme ich von zu Hause mit: Bier (0,5 l-Dosen), Mineralwasser, Säfte, Suppenwürfel, Suppenwürze (Maggi), einige Gemüsefischkonserven, Kafee, Haltbarmilch. Diese Sachen sind in Kroatien unverhältnismäßig teuer. Frische Sachen wie z.B. Eier, Gemüse, Fleisch, kauf ich vor Ort am Markt. Selbst Wein nehme ich mit, den dieser ist in Kroatien teuer (1Liter beim Bauern ca. Kuna 15,-/€ 2,-) und oft schlechte Qualität, die gute Qualität ist in Kroatien fast nicht zu bezahlen.
Vor Antritt eines Törns machen wir immer ein Crewbesprechung, dort gebe ich allen eine Liste mit Lebensmittel und jeder soll angeben, was er gerne auf dem Schiff hätte und welche Menge für eine Woche!
Zum kochen verwende ich gekauftes normales Wasser, das Wasser im Tank schmeckt oft grauslich, das verdirbt mir den Kaffeegeschmack. Das bedeutet, ca. 4-5 Stück 5-Liter-Gebinde. Viel kaufe ich in Kroatien beim LIDL, z.B. in Trogir. Das sind gleiche Waren wie zuhause und günstige Preise. Der hat auch gutes Schwarzbrot.
Da ich viel in Buchte liege und auf dem Schiff koche, nehme ich auch alle Gewürze mit, da man in den kleinen Geschäften vor Ort nicht das Gewohnte bekommt.
Eine Marina besuche ich nur einmal, um Wasser nachzubunkern, meist am Mittwoch.
Übrigens: In der Hauptsaison schon vormittags in der Marina anrufen und einen Platz reservieren lassen, oft bekommt man sonst in Kroatien dort abends keinen Liegeplatz!



Hallo Defender,
deine Angaben decken sich mit meinen Erfahrungen.

Reines, stilles Mineralwasser für den Kaffee, damit er nicht an Geschmack verliert.

Wenn viele Nudeln od. Kartoffeln gekocht werden, strecke ich schon mal gerne mit Meerwasser. Sollte jetzt hier jemand aufschreien, den kann ich beruhigen. Es ist noch nie jemand davon krank geworden.

Bei Küchenrolle&WC-Papier: eine Rolle pro Kopf&Woche, hat bisher noch immer ausgereicht.

Was die Körperpflegemittel betrifft, fahre ich mit 1xProbepackungen immer noch am Besten. Extrem Platzsparend und beim Transport und Handling unerreichbar praktisch weil nix auslaufen kann.
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..und ganz wichtig: die persönlichen Sachen: Hygieneartikel, Medikamente, Sonnenschutz einschließlich Sonnenbrillen mit Band, Augentropfen nicht vergessen!

übrigens: ich habe Spagetti auch schon mit reinem Meerwasser gekocht, das war schließlich die Grundidee der italienischen Fischer, etwas salzig, aber mit einem Glas Rotwein köstlich!

Wichtig: vor dem Törn ein mehrmaliges Treffen, damit man sich auch richtig kennenlernt und alles bespricht.
Es gibt auch Einkaufslisten, die man dabei erstellt, einer wird mit dem Einkauf betraut und dann aus der Bordkassa bezahlt.

Bordkassa: daraus wird alles bezahlt, was man gemeinsam macht. Fehlt in einer Gasthausrunde auch nur ein Crewmitglied, muß jeder selbst bezahlen, Essen geht man aber üblicherweise gemeinsam. Das ist dem Wirt auch lieber.

Und wenn einer etwas Ausgefallenes bestellt, z.B. Hummer, muß er zuzahlen, außer, alle essen dies. Allerdings wird man dann auf Grund des Preises wieder der Bordkassa etwas zuschießen müssen.

Für die Bordkasse rechne ich pro Person und Woche z. B. in Kroatien € 100,- bis € 150,-.

Ich schließe vor dem Törn auch eine Stornoversicherung ab, mit der Charter ein Kautionsversicherung. Ich selbst habe eine Skipperversicherung.

Und nicht vergessen: unbedingt einen Urlaubskrankenschein mitnehmen und im Gastland bei der Krankenkasse anmelden, mit dem Krankenschein oder der e-Karte erreicht man z.B. in Kroatien nichts! Diese Anmeldung ist kostenlos.
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Fahrgebiet, Jahreszeit und Bootsbelegung spielen eine wichtige Rolle bei der Planung.
Deshalb stimme ich Defender voll zu, dass die einzelnen Bedürfnisse bei einer Toernbesprechung abgeglichen werden müssen.
Das kann bei einem Treffen oder telefonisch geschehen.
Die klimatischen Bedingungen sind nun mal bei einem Frühjahrstoern auf der Ostsee anders als
bei einem Sommertoern im Mittelmeer.
Die Zusammensetzung der Crew wirkt sich zusätzlich auf alle Bedarfslisten aus.
Hier das Beispiel einer Getränkeliste aus der Praxis

Fahrgebiet
Ostsee Sunde und Belte bis Kattegat
Yachttyp
Segelyacht Bavaria 36
Jahreszeit
Juni-Luli
Besatzung inclusive Skipper
zwei Frauen
zwei Männer


Getränkeliste
Personen Bord-Tage Liter pro Person und Tag Gesamt Liter Getränke
4..............10.............0,3..................................12.................O-saft
4..............10.............0,3..................................12.................Cola/Fanta gemischt
4..............10.............0,5...................................20.................Klarer Sprudel
4..............10.............1,0...................................40.................Bier
4..............10.............0,3...................................12.................Wasser für Kaffee und zum Kochen
4..............10.............0,5...................................20..................Rotwein
4..............10.............0,3...................................12..................H-Milch
4..............10.............0,04.................................1,6................Ab & Anleger (Sherry/Portwein)
4..............10.............0,04.................................1,6................Guten Rum


Hier sieht man was allein für diesen Toern an Getränken beschafft werden musste.

Meine persönlcihe Empfehlung
Immer versuchen alles in Tetra Packs, Dosen, wiederverschließbaren Kunstofffalschen
zu beschaffen.
Den Sherry Portwein und Rum natürlich nicht.
Für die geistigen Getränke findet sich immer ein sicherer Platz.....egal wie klein die Yacht
:wink:
:D ganz gut die Liste, für einen Männertörn im Mitelmeer eindeutig zu wenig Bier an Bord, wir Österreicher sind starke Biertrinker, so wie unsere lieben Nachbarn in Bayern! :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
defender hat geschrieben: :D ganz gut die Liste, für einen Männertörn im Mitelmeer eindeutig zu wenig Bier an Bord, wir Österreicher sind starke Biertrinker, so wie unsere lieben Nachbarn in Bayern! :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:


Die Liste ist besonders im Bereich (Hopfenkaltschale) stets erweiterbar
8) 8)
...ja, ja, wir Ösis brauchen, ebenso wie die Bayern einfach etwas mehr Bier.

Da ich meist diejenige bin, die sich um den Proviant kümmert, hab ich natürlich eine Liste, die ich nach Kopf und Tag abhake.
Zieh dabei die besprochene Route und geplanten Landgänge mit ein und bitte die Crewmitglieder deren speziellen Wünsche, bzw. ob ein Vegetarier oder gar Veganer dabei ist, bekannt zu geben.

Hatte mal einen dabei, dem wurde alleine schon beim Geruch von Honig, übel.
Also gabs keinen Honig an Bord.
Diejenigen die süß Frühstücken wollen, kommen auch mal mit Nutella und Marmelade aus.
Soviel Toleranz verlange ich schon am Boot.
Und wenn jemand was ganz Spezielles mag, muss er sich das für sich alleine selber besorgen.

Ich mag z.B. einen ganz besonderen Käse und Schokolade.

Jeder kann diese speziellen Sachen in den Kühlschrank geben, sofern nötig und Platz dafür ist.
Und keiner greift sie an, oder isst sie ihm weg.

Bis auf einem Törn, ein Crewmitglied. Er sagte bei der Proviantbesprechung, er brauche diese Extrasachen nicht.
Er isst ohnehin nur wenig und nur Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis und Wurst.
Keine Marmelade, keine Butter, keinen Käse, keine Schokolade, keine Säfte, keine Semmeln, keine Weintrauben, keine Nüsse, nix.........
Vom ersten Tag an, aß er alles was auf den Tisch kam. Er schaufelte alles rein und schluckte es runter. Die Zeit zum Kauen nahm er sich erst gar nicht.

Und immer wieder wurde festgestellt, das dem einen oder anderen etwas vom privaten Proviant fehlt.
Anfänglich wurde der Bestohlene noch mitleidig belächelt aber bis zur Törn Mitte hin, war die Stimmung an Bord schon etwas angesäuert.
Niemand hätte angenommen, dass gerade Derjenige der bei jeder Mahlzeit an Bord eh schon drei bis vier Portionen aß, auch noch der Dieb war. Ich hatte ihn im Verdacht, weil er immer dann wenn wir nach dem Frühstück alle an Deck waren um loszusegeln, er nach unten stieg um noch kurz was zu tun.
Oder nach dem Abendessen, wenn wir den Abend an Deck oder Land genossen.
WC, umziehen, Brille wechseln, etc,........ jedesmal was anderes.
Hab ihm eine Falle gestellt und er ist reingetappt.
Als er dann als Entschuldigung sagte: er hätte nicht gewusst, dass das nicht zum allgemeinen Proviant gehöre, hat ihm jeder einzelne versichert, dass er mit ihm sicher nicht mehr mitsegeln wird/darf.

Auch ich werde nicht mehr mit ihm segeln, denn meine Schokolade und meinen Käse hatte er auch auf einmal aufgegessen ohne was übrig zu lassen. :shock: :? :(

Ich hab seither nur mehr viele kleine Schokoladen mit und keine große Tafel mehr. :roll:
Moderatorin
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Wie wurden eigentlich Diebe auf alten Rahseglern bestraft?
Ich glaube die Bekanntschaft mit der Siebeschwänzigen Katze gehörte noch zu den milden Strafen.

Solche Typen wie in deinem Bericht beschrieben, gehören im nächsten Hafen an Land gesetzt.

Auf nimmer Wiedersehen

:mrgreen: :mrgreen:
Habe eure Erfahrungen mit Schmunzeln gelesen.
Jederman recht getan, ist eine Kunst die niemand kann!
Und immer ist der Skipper oder die Skipperin Schuld.

Besonders gross ist das Problem, wenn das Schiff bis zur letzten Hundekoje besetzt ist.
Jeder hat so seine Eigenheiten, die man auch akzeptieren sollte!
Braucht jedoch viel Verständnis und der eigene Ego ist auf minimalst zu reduzieren.

Ist auch einer der Gründe, warum ich nur mehr maximal 2-3 Personen mitnehme.

Bei Vorabbesprechungen sind die einzelnen Vorlieben leichter überschaubar und somit mit
größter Wahrscheinlichkeit ein traumhafter Törn gesichert.

Letztendlich geht es nicht darum den Poviant für eine Woche zu planen, sondern gut drauf zu sein, sich auf das nächste Manöver zu freuen, glücklich zu sein und einmal für eine oder zwei Wochen
seine Angewohnheiten und Vorlieben mit Alternativen zu tauschen.

Übrigens gibt es immer wieder nette Schiffsnachbarn, die Einem bei Biernotstand aushelfen!

Ahoi