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Schöne und gleichzeitig auch wahre Worte die sicher einigen in dieser Community Mut machen, danke
Hallo,
ich habe im Januar 2020 meinen Mann nach 30 Ehe Jahren ganz plötzlich verloren. Ich habe ihn abends im Bett gefunden und versucht ihn wiederzubeleben obwohl mir sofort klar war das es zu spät ist. Er hatte laut Ärztin seid 2 Wochen Bronchitis und es wurde immer schlimmer. Nach der Obduktion wurde festgestellt, dass er vorher schon viele Herzinfarkte hatte. Ich war geschockt.
Ich weiß das er noch bei mir ist, aber es ist so schwer einfach weiter zumachen, also kann ich viele von euch hier verstehen. Ich bin auch gerade am überlegen ob ich eine Kur beantragen soll, da ich oft viel zu depressiv bin.
Das gerade Lockdown ist, finde ich gar nicht schlimm, da ich eh keine Motivation habe. Meinen Beruf habe ich vorher sehr gerne ausgeübt, aber jetzt habe ich einfach keine Lust zu arbeiten und liege lieber zu Hause vor dem Fernseher, ich weiß allerdings auch, dass es nicht gut ist, aber ich bekomme meinen Hintern einfach nicht hoch.
Ich war 16 Jahre als ich meinen Mann kennenlernte und mein ganzes Leben mit diesem Mann zusammen. Wie soll man da nur ohne ihn weiterleben!!!
Diese Frage habt ihr euch sicher alle schon gestellt.
Ich wünsche Euch allen alles Gute.
Hallo Kitty 1969
erst mal fühl dich gedrückt auch wenn wir uns nicht kennen.
Ich verstehe dich sehr gut und ich hoffe darauf daß es mir wenn ich über meinen Schmerz schreiben kann es mir vielleicht wieder besser geht.
Denn darüber reden kann ich noch nicht.
Mir ging es ähnlich wie dir.
Mein Mann war auf der Arbeit und er wollte mich noch anrufen. Ich war leider einen ticken zu spät und der Anrufbeantworter war an. Habe sofort den Anrufbeantworter abgehört und meinen Mann nur stöhnend im Hintergrund gehört, dann hörte ich nur wie eine Kollegin in anrief ob Sie helfen könne.
Habe sofort auf der Arbeit angerufen aber es ging niehmand ans Telefon erst nach dem 20 Versuch. Mir wurde gesagt das der Notarzt sich kümmere .
Ich hatte zwischendurch meine Schwiegertochter angerufen und wir sind sofort ins Krankenhaus gefahren. Mein Mann hatte einen Herzstillstand aber es hat nicht mehr gereicht. 3 Tage später wurden die Maschinen abgestellt.
Unfassbar für uns alle. Mein Mann war nach seiner Aussage immer fit.
Ich lernte meinen Mann mit 13 Jahren kennen und wir waren im September 40 Jahre verheiratet. Verstorben ist er am 31 Oktober.
War in gerade im Friedwald besuchen.
Ich habe 2 Hunde mit denen bin ich jetzt immer sehr viel unterwegs.
Sie geben mir Trost.
Zum Fernsehen fehlt mir immer noch die Ruhe. auch lesen kann ich noch nicht.. Am liebsten gehe ich früh zu Bett und höhre Hörbücher .
Tagsüber bin ich auch noch viel mit dem Papierkram beschäftigt.
Man soll nicht glauben was da alles zu erledigen ist.

Trotzallem weiß ich nicht ob ich alleine leben kann. Meine Kinder sind erwachsen und gehen ihrer Wege. Das ist auch richtig und gut so.
Sie kümmern sich schon, aber öfter ist mir das auch zuviel.
Vielleicht so dachte ich mir gibt es einen Witwer der auch seine Frau nicht vergessen will aber doch wieder einen Neubeginn wagt,

Ich hoffe du findest für dich den richtigen Weg und wenn du gerne schreiben magst und fragen hast. Melde dich -
Ich habe hier auch schon Frauen kennengelernt mit den ich mich super gut Unterhalten konnte. Es geht für mich mit Fremden tatsächlich besser als mit guten Bekannten.
Guten Abend und ein vorsichtiges HALLO an ALLE! :wink:
Bin seit 2017 nach 31 Jahren Ehe Witwe und suche ein Forum wo ich Menschen finde, die ohne viel Erklärung genau verstehen was in mir und mit mir los ist und mich nicht für "komisch" empfinden, weil ich emotional nicht mehr kalkulierbar bin.
Hallo Oma Yvonne,
ja wie ich feststellte sind hier viele Leute mit der gleichen Erfahrungen.
Jeder geht mit seinem Erlebnis und Trauer ganz individuell damit um.
Ich wollte einfach mal Meinungen und auch Erfahrungen von anderen kennen lernen. Mir hat das sehr geholfen, alles hier im Forum mal nieder zuschreiben. Ich kann nicht mit jemanden über das Erlebte reden ohne in Tränen auszubrechen, da tat mir das Schreiben sehr gut.
Nein es kann dich niehmand verstehen der es nicht selber Erlebt hat.
Ich kann dich gut verstehen.
Vielleicht ist das ein Rat ( wenn man überhaupt was raten kann ) .
Schreib deine Geschichte deinen Schmerz vielleicht auch mal aus Papier oder ins Forum. Es tut gut !
Ich habe mich getraut und habe viele liebe Menschen kennen gelernt. Ich drücke dir die Daumen.
Wir schaffen das ! Auch bei mir ist der Weg noch weit. Aber ich bin voller Hoffnung.
Ich rate sich eine/m speziellen Tauerforum/-plattform anzuvertrauen. Der/die Trauernde findet sich dort u.a. in den Geschichten anderer Betroffenen wieder und fühlt sich so verstanden und getröstet.
Auf allgemeinen Plattformen wie 50+ finden sich nach meinem Geschmack zu viele Leser, die sehr persönlich vorgetragene Herzensthemen nicht mit dem notwendigen Respekt und Einfühlungsvermögen bzw. mit zu viel Sensations- und Streitlust behandeln.
Danke für deine Information
Aber ich habe hier schon liebe Menschen kennen gelernt.
Daher bin ich nicht traurig mich hier anvertraut zu haben.
Aber jeder muss seine eigenen Erfahrungen sammeln.
Ich habe immer noch keine Ahnung nach 22 Jahren nach dem Tot von meinem Mann. Es gab viele Versuche und ein paar Beziehungen die nicht lange gehalten haben. Er war nicht mal meine große Liebe aber irgendwo hat er uns zusammen gehalten. Er hat geliebt und danach fand ich nichts mehr was auch nur im entferntesten vergleichbar gewesen währe. Die Jahre sind gerannt . Das Alter zeigt sich im Gesicht und Körper, ich habe es nicht mal bemerkt.
Freiheit ? möchte man wirklich frei sein und das Alter alleine bewältigen. Was heißt frei sein? Ist das nicht eine Frage aus der Jugend? Wo noch alle Wege offen standen auch wenn man es nicht wusste ?
Einsamkeit- ? man hat die Kinder oder Enkelkinder. Freunde und Bekannte.
Frei ist man schon darum nie, weil man eine Verpflichtung hat.
Die Frage ist auch- möchte man noch einmal lieben und geliebt werden? Ist das überhaupt möglich?
Liebe ist schon ganz allein für sich selbst eine Frage. Zwischen Liebe und Verliebtsein ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Kompromiss ? Jemanden neben sich haben, nur weil man nicht allein sein möchte?
Weil Liebe nun einmal nicht wiederholbar ist?
Selbstlosigkeit ? nur einmal möglich ist?