Hallo @LunaLove (25.06.2021, 13:31),

Deine Empfindungen und das „Gefühlschaos“ kann ich sehr gut nachvollziehen.

Aus meiner Sicht kann man mit „Einschränkungen“ jeglicher Art bei einem Partner viel besser umgehen, wenn die Partnerschaft bereits durch ein längeres Zusammensein gefestigt ist und man sich trotz oder gerade wegen der Einschränkungen des Anderen besonders nahe ist.

Möglicherweise spielen auch das eigene Lebensalter und das angedachte weitere Lebenskonzept eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Wenn ich mir Deinen Beitrag (21.06.2021, 21:34) noch einmal durchlese, habe ich das Empfinden, dass doch schon eine gewisse Vertrautheit (und auch Hoffnungen seinerseits) entstanden sein könnten – all das macht es nicht einfacher.

Ob jetzt das angesprochene Modell der „externen Mehrmännerhaltung“ für Dich eine Option darstellen könnte, sei dahingestellt – ich befürchte aber, dass ihn dieses Modell nicht unbedingt begeistern wird.

Vielleicht bin ich aber auch nur zu sehr von meiner mittlerweile sicherlich obsoleten Vorstellung zu einer Partnerschaft beeinflusst – eine „externe Mehrfrauenhaltung“ war und ist für mich keine Option.

In dem Fall bin ich mal richtig froh, noch etwas altmodisch zu sein….. :wink:

3/3
Es muss ja nicht auf „Mehrmännerhaltung“ hinauslaufen.
(Mehrmännerhaltung ist nicht meine Wortwahl, hab ich nur übernommen)

Eine Freundschaft wäre ja auch möglich.
Für mich hört es sich jedoch so an, als ob „nur eine Freundschaft“ für ihn wahrscheinlich zu wenig wäre.
Naja, theoretisch schauen die Dinge halt doch immer etwas anders, weniger komplex , und sehr vieleinfacher aus. Theoretisch sind wir deshalb auch alle totale Gutmenschen. Aber in der Praxis zeigen sich die Dinge eben doch in einem anderen Licht, klarer strukturierter, kantiger. Da sieht es dann schon bißchen anders aus. Ist so ähnlich wie mit den " inneren Werten"......Vielleicht sollte man nicht zu früh Hoffnungen machen, die Enttäuschung trifft solche Menschen nämlich härter als andere!
Mir wäre ein Mann der Rasenmähen kann jedenphalls lieber als einer, der das nicht kann! :mrgreen: Sensen wäre superchic!
:shock: Translation wünscht sich einen Sensenmann. :lol: :lol:
Man macht die Hoffnung ja nicht.
Jeder macht seine Hoffnungen selbst.

Ein Treffen sollte für beide erst mal nur ein Treffen sein.
Keiner von beiden weiß ob überhaupt mehr daraus wird.
Für mich hat es beim ersten Treffen gereicht, einen unterhaltsamen Nachmittag zu haben. Das hat fast immer funktioniert.

Mehr ist meistens nicht gewesen.
Natürlich ist das etwas enttäuschend, aber mehr auch nicht.

Dann gab es dieses ein Mal wo mehr möglich war, von beiden Seiten.
Mit diesem Mann bin ich immer noch zusammen.
Inge12 hat geschrieben: :shock: Translation wünscht sich einen Sensenmann. :lol: :lol:


Auf diese Schlußfolgerung wäre ich jetzt nicht gekommen.
„kicher“ :P :P
translation hat geschrieben: Mir wäre ein Mann der Rasenmähen kann jedenphalls lieber als einer, der das nicht kann! :mrgreen: Sensen wäre superchic!


habe meine Sense abzugeben - bringt nichts .....kaufe mir einen Rasentrimmer mit Akku und Ladegerät....(schon alleine wegen den Blumen drumrum)..... :lol:
Patriarch hat geschrieben: – eine „externe Mehrfrauenhaltung“ war und ist für mich keine Option.


Das Modell ist auch zeitaufwändig, erfordert einen gewissen Koordinationsaufwand und auch: Kondition, Kondition, Kondition! :D
@Patriarch
Danke für Deinen Beitrag, stimme Dir voll und ganz zu! Nur: Die Mehrmännerhaltung käme für mich ganz bestimmt nicht in Frage, dafür bin ich nicht gemacht...:-)
@Beatrixe
Ja, Freundschaft wäre ihm sicher zu wenig, und auch Deinem Beitrag (14.45Uhr) stimme ich zu...
Toll, dass Du Deinen Mann gefunden hast!
@translation
Fürs Rasenmähen kann man sich ja einen Gärtner, Sohn oder Schwiegersohn heranholen, das wäre kein
Problem, aber Deine Ansicht, mache doch mit ihm, was Du willst.....finde ich traurig. (Nicht böse gemeint) Dahinter steht ein
Mensch! Und auch noch ein sehr lieber....Nein, wie schrieb da Patriarch noch: Da bin ich lieber altmodisch...
Ich auch.....
Ich habe gerade den Kontakt mit einer alten Jugendfreundin wieder aufgenommen.... sie ist an COPD erkrankt und im Endstadium. Ausflüge kann sie nur noch mit Hilfe anderer fiter Personen machen, da sie im Rollstuhl ist. Also warum sollen da nicht zwei zusammen finden und sich ergänzen?
LunaLove 13:31....
Ich muss also meinen eigen Text von wegen "Ist es nicht egal, wenn man sich ansonsten mag..." in Frage stellen

Ich finde es überaus ehrlich, dass du das so schreibst! Respekt vor allem, dass du es uns so schilderst.
Oernie hat geschrieben: Ich habe gerade den Kontakt mit einer alten Jugendfreundin wieder aufgenommen.... sie ist an COPD erkrankt und im Endstadium. Ausflüge kann sie nur noch mit Hilfe anderer fiter Personen machen, da sie im Rollstuhl ist. Also warum sollen da nicht zwei zusammen finden und sich ergänzen?


Das ist genau, was ich mir gewünscht hätte "Dass 2 sich zusammenfinden und sich ergänzen", aber dieses Glück ist mir einfach verwehrt!
Tja, eine "externe Mehrmännerhaltung" ist natürlich gerade das Gegenteil dessen, was ich mir wünsche, was ich leben könnte und wie mein moralisches Grundgerüst aufgebaut ist.
Auch ich halte es für die Wahrheit, dass gesundheitliche Einschränkungen eines Partners - wenn überhaupt - nur aus einer langen Verbindung heraus kompensiert werden können. Gerade das macht mich ja so traurig!!!
Ich habe in meinem Leben lange Jahre im Rettungsdienst gearbeitet und später im Mobilen Pflegedienst (Abrechnung + Leute gepflegt). Da sieht man viel Leid!!! Leid, das ich für mich auf jeden Fall verhindern wollte. Darum habe ich vor 12 Jahren nochmal geheiratet. Ich zahlte ihm sogar seine Schulden nach der Hochzeit. Als ich dann 2 Jahre später eine Krebs-OP hatte, räumte er mir die Wohnung aus während ich im Krankenhaus zur OP lag. Ich wurde früher entlassen als gedacht und deswegen wollte er mich nicht mehr nach Hause lassen, denn ich störte ihn bei seinem Auszug. 3 Monate später, als er merkte, dass ich weder sterbe, noch behindert bin, kam er wieder angekrochen. Ich war dumm genug, um ihn wieder aufzunehmen. In diesem Schema ging es 10 Jahre lang weiter - alle 6 Monate ist er abgehauen während ich nicht zuhause war und kam wieder angekrochen mit Therapieversprechen, die er niemals einhielt. 10 Jahre lang habe ich gebraucht, bis ich mich von diesem kranken Typen vor 2 Jahren endgültig getrennt habe.

Jedenfalls hat es mich erheblich an Kraft gekostet und ich wurde zur Frührentnerin. Dennoch habe ich meine Wohnung renoviert, mich schön eingerichtet und lebe sehr zentral mit meinem kleinen Hund. Aber ich bin "einsam" !!! Derzeit habe ich wieder eine Entzündung am Meniskus und bin nicht sehr mobil. Aufgrund der entzündungshemmenden Tabletten entgleiste mir der Blutdruck und ich wäre dieser Tage fast ins Krankenhaus gekommen. Niemand, der mir mal die Hand hält, der mal einkaufen gehen würde für mich, der Trost und Zuspruch spendet.

Das ist für einen Menschen wie mich, die von Abitur über Berufsausbildungen bis hin zur Tätigkeit im Rettungsdienst und mobilen Pflegedienst stets fleißig und hilfsbereit war, schon ein harter Rückschlag!!! Stets habe ich andere Menschen von Herzen unterstützt und jetzt wo ich selbst mal Unterstützung bräuchte, bin ich völlig alleine und einsam. Die emotionale Seite kommt natürlich noch hinzu!
So auch vom Elternhaus her. Da ich "ungehorsam" war als junge Frau und mich in erster Ehe von einem Arzt habe scheiden lassen, wurde ich um einen 6-stelligen Betrag enterbt. (Nein Pflichtteil kriege ich nicht, unterschrieb einen Pflichtteilsverzichtsvertrag, damit meine Eltern den Kontakt zu mir nicht ganz abbrechen.)

In dieser Situation nochmal etwas Liebe & Unterstützung zu finden, ist ganz offenbar zu viel verlangt vom Schicksal und das macht mich sehr traurig.
Ich fürchte, daß man vom Schicksal nichts verlangen kann, wer oder was sollte da dafür zuständig sein.! Auch wenn sich das Schicksal mancher Menschen sehr traurig anhört: ( es ist aber immer eine subjektive Schilderung!) es ist jeder für sich selbst verantwortlich und es liegt an ihm, wie er mit einem schweren oder auch leichteren Schicksal umgeht. Es ist deine Entscheidung gewesen liebe Amazone 1964, einen offenbar völlig empathielosen Menschen ( wieder und wieder) in dein Leben zu lassen, du hast damit einen Weg gewählt, wo es sicher auch andere gegeben hat. Du trauerst einem Erbe nach? Es gibt so viele Menschen, die niemals eine Aussicht auf so etwas hatten! Die sind aber nicht unbedingt unglücklich....du warst so gut, so hilfsbereit, so sehr für andere da...warst du auch für dich da? Und weißt du wie viele Menschen für andere da sind, ihren Lebensinhalt darin sehen und nicht darauf warten, vom Schicksal oder sonst jemandem eine Rückzahlung zu bekommen? So läuft das nämlich nicht....
Amazone, wieso bist Du nicht geschieden? Das wäre doch der endgültige Schlussstrich unter diese toxische Beziehung?