Ich kann nur für Österreich sprechen.
Meine Patientenverfügung ist notariell von der Patienten-Anwaltschaft in ein Register eingetragen worden. Zuhause wissen meine Angehörigen, wo das Original zu finden ist.
Zusätzlich gibt es bei uns nun eine Rot-Kreuz-Dose, die alle Angaben wie Foto, Grunderkrankungen, Medikamente, Hausarzt, Blutgruppe, OPs, Bezugspersonen.... enthält.
Dazu einen passenden Aufkleber "Rot-Kreuz-Dose befindet sich im Kühlschrank" für die Wohnungstüre, sodass jedes fremde Rettungsteam in jeder Wohnung sofort Bescheid weiß.
Die Dose ist gegen eine kleine Spende bei jeder Rot-Kreuz-Dienststelle erhältlich.
Das ist aber eine sehr gute Idee Hawaii.75 - mit der Dose - und dem Türaufkleber - ich glaube das ist nachahmenswert.
Moin, diese Dose gibt es auch in Deutschland. Ich habe meine vom Seniorenrat meiner Heimatstadt.
Mehr Info gibt es unter www.notfalldose de

Bleibt Gesund wünscht Jochen
Die Notfalldose habe ich auch in meinem Haushalt.
Ist das nicht wieder so ein Instrument, das uns helfen soll, uns in Sicherheit zu wiegen?

Wenn ich allein zuhause bin und mir passiert etwas, wofür ich Rettungsversuche benötigen könnte, wie erfahren Rettungskräfte das und kommen in meine Wohnung?

Wenn da aber jemand ist, der mit mir lebt, dann sollte die Person auch alles Nötige wissen und zur Hand haben, wie Vollmacht und Patientenverfügung, und die Dose ist nicht nötig.

Insbesondere sollte die Person wissen, wann sie keinen Notarzt mehr rufen soll ...

Wenn ich aber noch gerettet werden will, dann will ich nicht so eine winzige Dose mitbekommen, sondern habe dafür einen kleinen Koffer gepackt ...
Warum immer über alles so negativ :?: :(
Ich habe auch auf meinem smartphone die RK-SOS. Da meldet sich die Dienststelle hier und fragt, ob sie kommen soll. Man kann einen Schlüssel hinterlegen. Vielleicht denken wir anders wenn wir mal 90.... sind.
Natürlich kann man nicht für alles vorsorgen, aber wenn möglich möchte ich schon gerettet werden. :wink:
Mein Leben ist für mich noch länger lebenswert.
Das Forum hier heißt ja R. & Lebenshilfe und nicht Sterbehilfe.
Wieso negativ? Ich versuche rational und realistisch zu erwägen und bekomme dabei auf meine Fragen keine Antworten.

Wenn Du Dich in Sicherheit wiegst, gut; gut für Dich. Es mag aber eine trügerische Sicherheit sein ...
Nein, du ziehst mich nicht runter!
Eine 100%ige Sicherheit gibt es nirgends.
Trotz deines kleinen gepackten Koffers brauchst du irgendwo gesammelte Angaben zur Erleichterung von Diagnose und Behandlung..... sofern du das willst!

Du willst Antworten auf Fragen über Fälle, die vielleicht in Zukunft eintreten....
da kannst du gleich in eine Glaskugel gucken.
Keine Sorge,
Hawaii.75 hat geschrieben: die Angaben zur Erleichterung von Diagnose und Behandlung
passen gut in meinen Koffer. :wink:
Bleib positiv und gesund ...
Mir begegnen immer wieder Meldungen wie diese:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-12/patientenverfuegung-letzter-wille-bevollmaechtigung-tod-palliativmedizin/komplettansicht
was mir sehr zu denken gibt.

Wenn dann ein für Montag geplanter Fernsehbeitrag wie dieser:
https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/dem-sterben-zum-trotz-100.html
einfach gestrichen wird, gibt mir das noch mehr zu denken.

Beruhigen tut mich sowas jedenfalls nicht.
Die Notfalldose ist für mich selbstverständlich, und ich bin froh, sie endlich auch hier in meiner Apotheke bekommen zu haben.
In Kalifornien war es selbstverständlich sie und eine Notversorgung zu haben. Es reicht nicht wenn man nur an Geld denkt im Rahmen der Vorsorge, also einen Notgroschen vorhält.

Der Hinweis zu meiner Patientenverfuegung ist an vielen Stellen, im Register, bei meinem Hausarzt, im Geldbeutel, der Notdose und in Gesprächen mit meinem sozialen Umfeld.
:P
Aus meiner Erfahrung Klinik seit über 30 Jahren , auch Onkologie werden die PVs immer mehr berücksichtigt. Es ist aber in jedem Fall sinnvoll einer Vertrauensperson auch eine Gesundheits und Betreuungsvollmacht zu geben. So ist man auf der sicheren Seite. Das erfordert viel Vertauen und Respekt , hilft im Falle jedoch einem Sterbenden, dessen Wünsche auf Erfüllung auf ein selbstbestimmtes Leben und Sterben enorm.
Ich habe kürzlich eine Fortbildung über Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht besucht.
In 4 Unterrichtsstunden haben wir durch eine Fach-Rechtsanwältin alle Punkte einer rechtlich unanfechtbaren Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung vermittelt bekommen.
Außerdem muss man diese Dokumente NICHT beglaubigen lassen, sie sind gültig wie sie erstellt wurden.
Allerdings sollte man sie im Abstand von 2 Jahren mit aktuellem Datum und Unterschrift versehen.
Solche Kurse werden in Bildungszentren von Universitäten oder Fachhochschulen angeboten, sie sind für Bedienstete kostenlos und für Fremde kostenpflichtig.
Eine verbindliche Patientenverfügung muss man in Österreich beglaubigen lassen und ich habe eingangs erwähnt, dass ich nur für hier sprechen kann. :idea: