Wie ist eure Meinung dazu

Pflegeverantwortung und Partnersuche. Ist dies vereinbar?
68%
13
Ist dies total inakzeptabel?
32%
6
Abstimmungen insgesamt : 19

Ist es vereinbar, dass jemand seine Verpflichtung zur Pflege des Ehepartners weiter erfüllt aber dennoch einen neuen Partner für Freundschaft aber auch für eine Sexuelle Dauerbeziehung sucht?
Diese Frage lässt sich nicht mit einer Abstimmung klären. Es ist deine Entscheidung und die der zukünftigen Partnerin.

Viel Glück Buzico
Danke für Deinen offenen Worte. Nur das eigene Empfinden kann entscheiden, keine Abstimmung kann die Verantwortung übernehmen.
Danke für deine Antwort.

Aber wie ist deine ganz persönliche Meinung dazu?
Rickjm hat geschrieben: Ist es vereinbar, dass jemand seine Verpflichtung zur Pflege des Ehepartners weiter erfüllt aber dennoch einen neuen Partner für Freundschaft aber auch für eine Sexuelle Dauerbeziehung sucht?

Natürlich ist das vereinbar, wenn Du es möchtest. Du musst nur die richtige Partnerin finden, was vermutlich nicht einfach sein wird.

Ich wäre jedenfalls nicht bereit dafür.
Vielen Dank für deine ehrliche Meinung.
Schwieriges Thema - weil meistens das Verständnis von anderen dazu fehlt.
Da ist man meistens selbst in einer Sackgasse - man pflegt - und ist für den kranken Partner da und die eigenen Bedürfnisse sollen negiert werden.

Der Kranke wird gepflegt - hat alles - darauf achtet man sehr - hat oft gar nicht mehr die Möglichkeit - seine Sexualität auszuleben.
Der Pflegende sollte auch darauf verzichten - so ist die Meinung der Freunde und Bekannten.

Wenn die Pflegedauer nicht allzu viele Jahre anhält - gelingt das auch sehr gut.
Jedoch, wenn man seine eignen Bedürfnisser - immer nur hinten anstellt - stellt sich dann auch meistens bei den Pflegenden - Depressionen ein.
Wo sollte man denn andauernd die Kraft hernehmen, wenn man selbst keine Möglichkeit mehr hat, Kraft zu tanken.

Deshalb denke ich schon, dass man sich Lebensfreude anderwertig gönnen sollte.
Natürlich immer mit Rücksichtnahme auf den kranken Partner.
Kundgeba's Meinung schließe ich mich an!
Liebe Kundgeba und Morgenstrahlen
vielen Dank für eure gut erklärte Meinung.
Nach 49 Ehejahren und davon die ersten 40 einzigartig, ist dieser Schritt ohnedies nicht einfach aber ich will nicht total ausbrennen weil dies ja auch die Pflege negativ ausstrahlt.
Warum stellst du diese Frage hier ein?
Diese Frage sollte man sich zuerst stellen und danach dem Ehepartner.

Oder soll eine Umfrage,
die bereits beschlossene (liest sich so für mich) Gewissensentscheidung bestätigen?
@nettestierfrau - ich denke nicht, dass es eine Umfrage sein soll - viel mehr die Ansicht darüber - (und ich bin mir sicher, dass es einige hier gibt) - ,
die vielleicht ähnliches erlebt haben und oft alleine gelassen wurden.
Kaum jemanden hatten, mit dem sie auch über die eigenen Gefühle sprechen konnten.
Hm, ich finde, dass das eine schwierige Frage ist. Es kommt dabei sehr auf die eigenen, zu kurz gekommenen Bedürfnisse, aber auch auf den (Pflege)-zustand des Partners an. Ich glaube, dass ich dabei ein sehr schlechtes Gewissen hätte.
Vor Jahren aber sah ich in einem Tanzlokal einen Mann, der das anscheinend gelebt hat. Ich hatte und habe dafür Verständnis. Allerdings hat sich das Umfeld darüber aufgeregt nach dem Motto: So etwas tut man doch nicht.
Als potentielle Ersatz-Partnerin eines pflegenden Ehegatten stünde ich nur dann zur Verfügung, wenn ich mich zufällig in ihn verlieben könnte..
Die Suche nach einer Partnerin, die sich darauf einlässt, hat in meinen Augen nichts mit mangelnder Zuneigung zum langjährigen, jetzt schwer pflegebedürftigen Ehe-Partner zu tun.
Jede/-er hat nur ein Leben und woher soll wirklich die Kraft kommen?
Aber das muss jeder nach seinem Gewissen entscheiden.
Hallo Rick,

Mut zur Wahrheit hast Du allemale, das muss man Dir lassen

Ohne den Einzelfall zu kennen ist es für mich kaum möglich eine Aussage zu treffen.
Das Wichtigste wäre für mich wie der Partner dazu steht und ob er geistig noch fit ist.

Interessant deine Fragen einfach mal umzudrehen..
Ist es verwerflich ans eigene Überleben zu denken ? .
Wo kann ich Kraft tanken ? Was nimmt mir Kraft ?

Im schlimmsten Falle würde dies bedeuten.
"moralisch" mit der kranken Person mit unterzugehen, oder "unmoralisch"
zu überleben.

Falls eigene Kinder oder Enkelkinder vorhanden sind, für jene lohnt sich das
"Kraft tanken" immer.

Interessant auch, sich in die pflegebedürftige Person hineinzuversetzen.
Hier würde ich mir die Frage stellen, wann hätte ich , als pflegebedürftige Person, Verständnis für meinen
Partner, wann nicht. Was sind meine Bedürnisse als kranke Person und in wiefern kann ich diese mit meinem Partner teilen ?
Komme ich damit zurecht, dass mein Partner durch mich leidet, oder liegt mir auch sein Wohl am Herzen.?
Denke auch hier setzt jeder andere Maßstäbe an.

Wichtig wäre für mich auch jener Aspekt ob der Partner geistig noch fit ist, ob das Band der Verbundenheit trotz Krankheit noch bestehen blieb.
Möglicherweise würde dann gar nicht der Wunsch aufkommen, körperliche Nähe woanders zu suchen. Solls ja geben sowas.

Tja, ich merke gar nicht so einfach sowas.

@nettestierfrau
warum fragt er sowas hier..weiss ich nicht.
Ich weiss aber, dass es ein gutes Gefühl ist, Verständnis für eine komplizierte Situation finden zu können ohne gleich verurteilt zu werden.
Vieles ist eben vielschichtiger als es nach aussen hin erscheint.

Alles Gute
lieben Gruß
Milady
In Deinem Profil steht doch die Antwort schon. Du hast Dich entschieden.
Suchst Du jetzt Absolution?
Wenn Du mit Dir im Reinen bist, dann ist diese Frage überflüssig.