Zu den Infokriegern "Die neue rechten Medienmacher" gab es bereits eine Fernsehsendung, ich glaube, sie wurde am 11.05.20 auf ARD gesendet.
War sehr aufschlussreich und bestätigte meine "Rechtsaußen-Allergie".

Ob sie noch abzurufen ist, weiß ich nicht.

@ CornusMas Bild


@ Nettestierfrau, Du musst nur meinem Link folgen, hier ist er noch einmal:

Infokrieger – Die neuen rechten Medienmacher
Video | ARD Mediathek

https://www.ardmediathek.de/daserste/player/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JhYmlhdC8xOTExYzZhYS1iN2RmLTQ3NDUtODlmMi0zODM3Y2Q3NzlkNTU/infokrieger-die-neuen-rechten-medienmacher


Hier sind noch Details zur Sendung (Quelle: ARD):

>>Die Radio-Bremen-Reportage "Rabiat: Infokrieger - Die neuen rechten Medienmacher" taucht tief ein in das Internet, seine Strukturen, Daten und Schwachstellen und ermöglicht einen einmaligen Einblick in den digitalen Maschinenraum der neuen Rechten. Wie gut funktionieren diese digitalen Angriffe auf die Demokratie wirklich? Und: Wie machen rechte alternative Medienmacherinnen und -macher Stimmung in der Corona-Krise? Nutzt oder schadet ihnen die Pandemie, die den Schulterschluss der demokratischen Mitte befördert, die zugleich aber auch destabilisierende Aspekte hat?

Gerade in einer Zeit des social distancing, in der sozialer Austausch nicht mehr ohne weiteres von Angesicht zu Angesicht stattfinden kann, nimmt die Relevanz digitaler Medien und sozialer Netzwerke erheblich zu. Und das, obwohl das Internet schon vor der Corona-Krise das alles bestimmende Medium für Informationsverbreitung und die Simulation zwischenmenschlicher Interaktion war. Wer aber bestimmt, was im digitalen Raum relevant ist und aus der Masse an Daten heraussticht? Wer entscheidet, welchen Meldungen wir Glauben schenken und was wir als Fake News abtun? Und inwiefern lässt sich unsere Wahrnehmung mit Hilfe von Algorithmen und künstlich erzeugter Massen-Empörung manipulieren?

In "Rabiat: Infokrieger - Die neuen rechten Medienmacher" entschlüsselt Reporter Dennis Leiffels zusammen mit einem Team von Journalistinnen und Journalisten, wie die neue Rechte das Mediensystem manipuliert und wie online Meinungen und Diskussionen vergiftet werden. Die anderthalbjährige Recherche beginnt mit einer einfachen Frage: Wer bestimmt den politischen Diskurs, der in den sozialen Netzwerken stattfindet?
Mithilfe einer Datenanalyse stößt das Team auf eine Bewegung, die, so scheint es, der Strategie des sogenannten "Infokrieges" folgt. Stück für Stück decken die Journalistinnen und Journalisten die Mechanismen hinter dieser Strategie auf und versuchen neben Antworten auch die Menschen dahinter zu finden. Auf dem Weg dorthin werden sie selbst zu Verschwörungstheoretikerinnen und -theoretikern, lernen, was diese "Infokrieger" verbindet; treffen alternative Medienmacherinnen und -macher und erfahren, warum die Algorithmen der großen Social-Media-Plattformen diesen "Infokrieg" fördern.

Die Extremismusforscherin Julia Ebner sagt, die neuen Rechten bestimmen im Netz schon längst die Diskussionen. Sie verfolgen ihre ganz eigenen Ziele und erzählen dabei einfach die besseren Geschichten; deshalb erzählt die Reportage "Rabiat: Infokrieger - Die neuen rechten Medienmacher" nun eine Geschichte über sie.

Film von Dennis Leiffels aus der Reportage-Reihe "Rabiat"
<<


https://verfassungsschutz.brandenburg.d ... al_web.pdf (2012)
In diesem Bericht wird im Rahmen einer Fachtagung den Finanzströmen im rechtsextremen Milieu nachgegangen, d.h., es wird untersucht, WIE Rechtsextreme ihren Lebensunterhalt verdienen bzw an Geld herankommen. U.a. sind auch Fälle bekannt, dass Arbeitslose sich auf Kosten des Staates als Webdesigner ausbilden ließen, um dann im Internet zu agitieren. Keine Partei hat eine breitere und bessere Internetstrategie als die AfD. Über FB z.B. erreicht sie bis zu 3,7 Millionen Follower, die ihre „Standpunkte“ abonniert haben. Berücksichtigt man noch, dass viele Rechtsextreme nachweislich versuchen, bei Polizei und Bundeswehr unterzukommen, was ja immer wieder gelingt, kann einem schon bange werden.
Erst 2019 sind ja Umsturzpläne der Rechtsextremen aufgeflogen, die nicht unbeträchtlichen Munitions- und Waffenfunde waren aber in ihrem Ursprung und ihren Flüssen nicht völlig aufzuklären. Es muss also von umfangreichen Netzwerken ausgegangen werden, von denen der Verfassungsschutz, so befürchte ich, nur die Spitze des Eisbergs kennt.

https://www.presseportal.de/pm/7840/4571519
filofaxi hat geschrieben:
Daher wird es auch so lange keinen „Frieden zum Wohle Aller“ geben, wie es Herrscher und Diener gibt, sodass auch Soziallehren, wie die hinduistisch-buddhistische, die jüdisch-christlich-islamische oder die humanistische, aus der auch der Kommunismus von Karl Marx hervorgegangen ist, unbeachtet im Kriegsgetümmel untergehen, denn wie es in der Bibel so schön heißt: „JEDER, der das Schwert führt, wird auch durch das Schwert fallen!“

Bitte den fett markierten Text lesen!

Wenn jemand so etwas schreibt, dann könnte man daraus schlussfolgern, dass bei demjenigen der Krieg bereits begonnen hat, dass (mindestens gedanklich) das Schwert also bereits gezogen wurde.

Im Gegensatz dazu stehen:

Das zweite Gebot:
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.

Das fünfte Gebot:
Du sollst nicht töten.

Quelle: https://www.ekd.de/Zehn-Gebote-10802.htm
@ Verdandi

Da man noch keinerlei Verfassungsorgane damit verunglimpft, indem man einen Wahlkampf generell als eine gewaltsame Aktivität bezeichnet, bei dem es genauso darum geht, den schwächeren Gegner zu besiegen, um sich anschließend das alleinige Bestimmungsrecht herausnehmen zu dürfen, wie bei jedem anderen Kampf auch, finde ich DEINE Tatsachen-Verdrehungen inzwischen ebenfalls mehr als DRECKIG, mit denen Du die Gesprächsteilnehmer hier regelmäßig als rechtsradikal verunglimpfst, sobald sie nicht deiner Meinungen sind.

Dazu hast du laut AGB genauso wenig ein Recht, wie ich als Nicht-Mitglied der Administation auch kein Recht darauf habe, dich dafür abstrafen zu dürfen.

Da solche persönlichen Auseinandersetzungen jedoch eh nur Unfrieden stiften, habe ich mir angewöhnt, mich durch Provokationen von Leuten, wie dir, NICHT in einen Streit darüber verwickeln zu lassen, wer sich hier nun ein Recht zur herrschaftsfreien Meinungsäußerung herausnehmen darf, und wer nicht.

Abgesehen davon sehe ich es auch nicht nur als gutes Recht, sondern sogar als meine Bürgerspflicht an, als Pazifist in meinen filosofischen Betrachtungen auf kriegerische und damit gewalttätige Aktionen sowohl in nichtdemokratischen Monarchien als auch in demokratisch regierten Republiken gleichermaßen hinzuweisen, weil auch die dem allgemeinen Frieden innerhalb einer menschlichen Gemeinschaft höchst abträglich sind.

Am besten kann man dies zB in den USA sehen kann, wo Milliarden von Dollars für einen alle 4 Jahre stattfindenden Wahlkampf unnütz verschleudert werden, mit denen man wesentlich Besseres tun könnte, um einen Wohlstand in Frieden zu fördern, der Allen gleichermaßen zugute kommt, anstatt nur einigen wenigen Lobbyisten.

Die Kritiker dieser Missstände werden dort der Einfachheit halber totgeschwiegen, weil sonst die Gefängnisse überquellen würden vor lauter inhaftierten, sogenannten Staatsfeinden.

Außerdem besteht bei der Vielfalt der geäußerten Meinungen kaum die Gefahr, dass sie zu einer einzigen Meinung werden, mit denen das Wählervolk geschlossen vor der Wahl beeinflusst werden könnte, denn dessen Meinung wird immer noch von denjenigen Medien bestimmt, die die Macht dazu haben, sich wirtschaftspolitisch gegen alle anderen durchzusetzen, die nicht über entsprechende Kapazitäten verfügen, um einen teuren Streit vor Gericht zu finanzieren.

Ansonsten ziehen die weltfremden Träumer schöne Illusionen über die Realität, welche nicht nur von Götzendiener verbreitet werden, bekanntlich meist sogar freiwillig der Erkenntnis über das Wesen der tatsächlichen Machtverhältnisse vor, um nicht ständig an ihre fehlenden Machtbefugnisse erinnert zu werden, sodass sie morgens am Frühstückstisch den Unterhaltungsmix zwischen weltweiten Katastrophenberichten einerseits und Heile-Welt-Geschwätz andererseits gerne genießen, bevor sie sich danach anschließend klaglos in ihr Schicksal als Fließbandarbeter dreinschicken.
@ filofaxi

Das achte Gebot:
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

https://www.ekd.de/Zehn-Gebote-10802.htm


Das habe ich mir extra aufgehoben, wegen deines Beitrags, von filofaxi, am 21.05.2020, 0:27 Uhr!

Ich bin Atheist!

Du warst es, der das "Schwert" aus der Bibel bewegt hat!

filofaxi hatte 20.05.2020, 16:39 Uhr geschrieben:
"...
Daher wird es auch so lange keinen „Frieden zum Wohle Aller“ geben, wie es Herrscher und Diener gibt, sodass auch Soziallehren, wie die hinduistisch-buddhistische, die jüdisch-christlich-islamische oder die humanistische, aus der auch der Kommunismus von Karl Marx hervorgegangen ist, unbeachtet im Kriegsgetümmel untergehen, denn wie es in der Bibel so schön heißt: „JEDER, der das Schwert führt, wird auch durch das Schwert fallen!“


von filofaxi, am 21.05.2020, 0:27 Uhr
"...
Abgesehen davon sehe ich es auch nicht nur als gutes Recht, sondern sogar als meine Bürgerspflicht an, als Pazifist in meinen filosofischen Betrachtungen auf kriegerische und damit gewalttätige Aktionen sowohl in nichtdemokratischen Monarchien als auch in demokratisch regierten Republiken gleichermaßen hinzuweisen, weil auch die dem allgemeinen Frieden innerhalb einer menschlichen Gemeinschaft höchst abträglich sind.
..."


Ein Pazifist, der mit dem Schwert "winkt"!
@ CornusMas

Gerade das Gebot des Nicht-Tötens ist wohl das umstrittenste von allen Mosaischen Gesetzen, die bereits sein rachsüchtiger Herr mit dem Namen Jahwe, der bei den Wüstenvölkern auf der arabischen Halbinsel als Herr des Krieges galt, und sein höchster Priester und Sohn im Geiste namens Moses selber missachtet hatten, indem Letzterer auf sein Geheiß hin die Völker im verheißenen Lande Kanaan abschlachtete, um dort seine eigenes Reich zu gründen.

Dass die „Gehorsamspflicht gegenüber einem diktatorischen Herrn“, dessen Willkürakte systematisch von der Priesterschaft wirkungsvoll durch einen Berg von unsinnigen Ritualen verschleiert wurden, in dieser patriarchialischen Staatsform an oberster Stelle stand, unterscheidet diese in Nichts von allen andern Staatsformen, in denen sich die selbsternannten Sonnenkönnige ebenfalls als höchste Gesetzgeber haben verehren lassen, während sie ungehindert ihrem Hobby fröhnten, nämlich andere Völker zu überfallen, um der heißersehnten Weltherrschaft so nahe wie möglich zu kommen.

Dass so Jemand kein moralisches Vorbild für Diejenigen darstellen kann, die sich ihrerseits an die Gebote halten sollen, in dem sie dem Gesetzgeber eben nicht nacheifern, bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung.
@ Filofaxi

Wer oder was sind für dich moralische Vorbilder?

@ Filofaxi » 21.05.2020, 0:27

Der DRECK ging von DIR aus (ist gar nicht meine Sprache),
– ich habe ihn nur aufgehoben und in Deine Umlaufbahn zurückgeschleudert.



@ Filofaxi
Mit Dreckschleudern in jeder Form sollte man vorsichtig sein, es bleibt immer etwas an einem selbst hängen, so sind jedenfalls meine Erfahrungen. Gilt für alle hier..natürlich.

Ein Pazifist, der mit dem Schwert winkt..schreibt @ Cornus.

Dein Schwert, @ Filofaxi, ist die Sprache. Und das weißt Du auch.
Dieses Schwert setzt Du ...so hat es jedenfalls den Anschein...bedenkenlos ein, dadurch übst Du Macht aus. Man könnte es auch als Gewalt bezeichnen. Nämlich dann, wenn sie auf erkennbar deutlich Schwächere trifft.
Gewaltlosigkeit als ethische Grundhaltung ........
Es muss natürlich „Fließband-Arbeiter“ heißen und nicht „Arbeter“, womit der falsche Eindruck entsteht, es ginge hier um das Arbeiten und Beten, auf dass „der Herr der Unternehmer“ der armen, ausgebeuteten Arbeiter-Seele am Ende doch gnädig sein möge, und ihm den Eintritt in das nachtodliche Arbeiter-Paradies gewährt, wo ihm schon das Unternehmer-Paradies auf Erden verwehrt bleibt.

„Einen echten Pazifisten, der mit dem Schwert "winkt"!“, anstatt mit dem Zaunpfahl, gibt es ebenso wenig, wie einen echten Sozialisten, der sich auf Kosten der Gemeinschaft ein schönes Leben macht, denn die kriegerische Konfliktlösung bei der man mit Jemandem um Etwas kämpft, steht einer friedlichen, bei der man mit ihm gemeinsam einen Kompromiss aushandelt, diametral gegenüber, sodass beide Strategien gleichzeitig sich gegenseitig ausschließen.

Ansonsten dient das "geistige Schwert" vorwiegend dazu, das Eine vom Anderen zu unterscheiden, und nicht, um Jemanden gemeinschaftlich (demokratisch) mundtot zu machen, indem man ihn überstimmt, oder aber gemeinsam niederbrüllt, was hier bei der schriftlichen Kommuninkation ja eh nicht möglich ist.

Was die moralische Vorbilder in der Politik betrifft, so sind Diejenigen nachahmenswert, die sich ihres Amtes dadurch als geeignet erweisen, dass sie dafür nicht nur die Fähigkeit zum tragfähigen Kompromiss mitbringen, sondern auch die Bereitschaft, gewissenhaft ihre Pflicht zu erfüllen, sich tatsächlich um das Gemeinwesen zu kümmern, anstatt nur um das Wohl von Einflussreichen weswegen sie ja überhaupt erst von der Gemeinschaft erwählt wurden.

Das macht sie wiederum würdig, zu Recht Entscheidungen treffen zu dürfen, ohne jedes mal die Gemeinschaft in Form eines Volksentscheids darüber abstimmen lassen zu müssen, was eine effiziente Verwaltungstätigkeit (anstatt einer archaischen, eigenmächtigen Willkür-Herrschaft) ja unmöglich machen würde.

Besonders in einem Krisenfall, wie bei der Corona-Pandemie, müssen für Alle schnell lebenswichtige Entscheidungen getroffen werden können, indem man Fachleute damit beauftragt, eine realistische Bewertungsgrundlage für die Situation zu schaffen, und kann keinen Hanswurst von der Straße darüber ab-stimmen und damit auch be-stimmen lassen, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, aber dennoch überall seinen Senf dazu geben will.

Dass im Nachhinein keine Fehlentscheidungen mehr ungeschehen gemacht werden können, gibt den Entscheidungsträgern nicht das Recht, sich mit einer billigen Ausrede vor ihrer Pflicht des Schadensausgleichs zu drücken.

Ebenso wenig akzeptabel ist die Vorstellung, Nichts daraus lernen zu brauchen und ruhig so weitermachen zu dürfen, wie bisher, weil ja ohnehin jeder Fall anders gelagert sei, denn auch hier haben Politiker die Pflicht, ihre Strategie permanent zu optimieren, wie es in allen Berufen der Fall ist, damit ihre Arbeit im nächsten Notfall noch effizienter wird.

Letztendlich wird ihnen mit der zusätzlichen Pflicht, sich weiterzubilden, dann auch die Möglichkeit genommen, ihr Versagen damit zu rechtfertigen, indem sie behaupten, sie haben von Nix gewusst, nachdem sie den Karren in den Dreck gefahren haben.

Den Ausdruck „dreckig“ habe ich ihn übrigens in Verbindung mit einem schmutzigen Wahlkampf verwendet, bei dem es darum geht, den Gegner zu verunglimpfen, um selber besser dazustehen, was jedoch bereits in der Produktwerbung zu einem schlechten Image der Hersteller oder Vertreiber führt, und nicht erst bei der politischen Parteienwerbung, die in diesem Falle vor Allem auf die Personen der Spitzenkandidaten abzielt, und nicht auf das Programm der jeweiligen Parteien.

Wenn die Spitzenkandidaten sich gegenseitig die Themen streitig machen, um einander diejenigen Wähler abzuwerben, die sich doch eher für die Ziele der Parteien, als für den Glorienschein ihrer Anführer interessieren, so führt das leider dazu, dass sie am Ende die Partei wählen, die sich am populistischsten gibt, und nicht für die, die für die Ziele steht, welche sie ursprünglich auf ihrer Fahne stehen hatte, was von den Politstrategen damit auch bezweckt werden soll.
Filippa1 hat geschrieben: Da ist was dran, an dem was Verdandi schreibt, @ Migranda, und Du bist Dir dessen wohl nicht bewusst. Mich kümmern die Sorgen der Rechtsextremen wenig. Sorgen mache ich mir eher über ihre Umtriebe im Untergrund.
In einem etwas zurückliegenden Comment schreibst Du:
„Und vertreten denn Rechtsorientierte nicht auch positive Werte, wie z..Bsp, Heimatliebe, Erhalt von Traditionen, Fähigkeit zur Selbstverteidigung, usw.“

Zu Deiner Orientierung:
https://www.50plus-treff.de/forum/polit ... s2100.html

Ich will Dir gewiss nicht zu nahe treten, trotzdem aber meine Frage an Dich:
Ist Dir bewusst, dass der Begriff der Heimat bei den Rechtsorientierten eine ganz andere Bedeutung hat wie das, was Du und ich…so setze ich das mal voraus…darunter verstehen?
filofaxi schrieb am 21.05.2020, 10:29 Uhr

"...
Den Ausdruck „dreckig“ habe ich [filofaxi] ihn übrigens in Verbindung mit einem schmutzigen Wahlkampf verwendet, bei dem es darum geht, den Gegner zu verunglimpfen, um selber besser dazustehen, was jedoch bereits in der Produktwerbung zu einem schlechten Image der Hersteller oder Vertreiber führt, und nicht erst bei der politischen Parteienwerbung, die in diesem Falle vor Allem auf die Personen der Spitzenkandidaten abzielt, und nicht auf das Programm der jeweiligen Parteien.
..."


Das llest sich, wie der Blick in den Spiegel an der Wand.
Was deinem Artikel allerdings wieder fehlt, ist, dass du das Wort "dreckig" zuerst in deinem Beitrag [von filofaxi] am 20.05.2020, 16:39 Uhr an @CornusMas verwendet hast.

filofaxi schrieb am 21.05.2020, 10:29 Uhr
"....
Was die moralische Vorbilder in der Politik betrifft, so sind Diejenigen nachahmenswert, die sich ihres Amtes dadurch als geeignet erweisen, dass sie dafür nicht nur die Fähigkeit zum tragfähigen Kompromiss mitbringen, sondern auch die Bereitschaft, gewissenhaft ihre Pflicht zu erfüllen, sich tatsächlich um das Gemeinwesen zu kümmern, anstatt nur um das Wohl von Einflussreichen weswegen sie ja überhaupt erst von der Gemeinschaft erwählt wurden.
..."


Wer "sind Diejenigen", die "nachahmenswert" sind, "... die sich ihres Amtes dadurch als geeignet erweisen, dass sie dafür nicht nur die Fähigkeit zum tragfähigen Kompromiss mitbringen, sondern auch die Bereitschaft, gewissenhaft ihre Pflicht zu erfüllen, sich tatsächlich um das Gemeinwesen zu kümmern, anstatt nur um das Wohl von Einflussreichen weswegen sie ja überhaupt erst von der Gemeinschaft erwählt wurden."?
Konkrete Frage:
Welche Partei oder welche Personen soll heute ein Mensch (mit Wahlrecht) in Deutschland (Bund oder jeweiliges Bundesland) wählen, dem man in deinem Sinn [filofaxi] als "nachahmenswert" und seines "Amtes dadurch als geeignet" bezeichnen könnte?

Ich finde die Antworten auf meine letzten zwei Fragen schon sehr interessant, damit sich jeder Lesende ein Bild darüber erstellen kann, was du tatsächlich meinen könntest, damit die wohlklingenden Worthülsen einen Inhalt bekommen.
@Filippa

So sorry, hab schon 2 mal Dir geantwortet, und leider nicht rechtzeitig gesendet.
Jetzt bin ich erschöpft. Nur so viel:
Wie Du mache ich mir primär Sorgen wegen des Erstarkens rechtsextremer Sichtweisen in den Medien.
Aber ich nehme die Ängste und Sorgen Rechtsorientierter trotzdem ernst, reagiere nicht wie z.Bsp. nettestierfrau aversiv darauf.
Ich möchte sie wirklich verstehen, und sie nicht von vornherein als potentiell rechtsextrem verurteilen.
Nun wurde ich erneut mit dem Verdacht konfrontiert, rechtslastig zu sein, und Du schließt Dich dem an. Auch CornusMas hat diesen Verdacht, wenn ich ihn richtig verstanden habe.
Ich hatte geschrieben, dass Rechtsorientierte befürchten, die Corona-Krise könnte missbraucht werden, um eine Sozialist. Diktatur zu errichten.
Natürlich ist dieser Verdacht bescheuert aus meiner Sicht, aber trotzdem nehme ich ihn ernst, ich will ihn verstehen! Deshalb lasse ich mir ja auch den Newsletter der JF senden, auch wenn ich nie die JF lese, sondern nur Spiegel, Zeit, und FAZ, und manchmal den Cicero.

Ich verstehe nicht, wieso man mir Sympathien für Rechtsextremismus unterstellen kann. Vielleicht kannst Du mir auf die Sprünge helfen?
Ich mache mir ja Sorgen wegen der Polarisierung in unserer Gesellschaft, die sich z.Zt. auch auf den Demos zeigt.---

Zum Heimatbegriff: Auch wenn Rechtsextreme darunter sicher etwas anderes verstehen als ich, bedeutet das ja nicht, dass Rechtskonservative nicht Ähnliches befürchten wie ich, falls wir zu viele Migranten aus fremden Kulturen aufnehmen wollen.
Der renommierte brit. Migrationsforscher (leider fällt mir sein Name nicht ein, er berät Merkel) meinte, nur einen gewissen Anteil von Migranten aus kulturfremden Gesellschaften könnten wir integrieren, da sonst eine gewisse gesellschaftl. Solidarität schwindet.
A propos Selbstverteidigung: Ich vermute, da denke ich ähnlich wie Rechtskonservative, aber kann schon das den Verdacht auf rechtsextreme Haltung begründen?? ---

Mir wird gerade bewusst, wie sehr ich mich verteidige, :) wie unangenehm dieser Verdacht für mich ist...
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@ Migranda

Die Sorge wegen des Erstarkens rechtsextremer Sichtweisen, leider nicht nur in den Medien, teilen hier viele UserInnen in diesem Forum.

Jeder hier Schreibende teilt in seinen Text mit, ob er sich mit dieser Sorge auseinander setzt, indem er sie kritisch wertet oder ob man in seinen Texten als besorgter Bürger / als besorgte Bürgerin bewusst oder unbewusst rechtsextreme Sichtweisen teilt oder diese ständig wiederholt undf damit zur Weiterverbreitung seinen "Dienst" leistet.

Ich habe dir mehrfach geschrieben, dass ich deine Sorgen teile, aber ich diese Sorgen in der von dir formulierten Schärfe bei weitem nicht sehen kann.
Es liegt an jedem selbst, sich zu informieren und / oder hier den Dialog zu suchen.

Das pauschale Sorge-Teilen bringt im positiven Sinn überhaupt nichts, wenn man nicht versucht, die Ursachen für die persönlichen Sorgen zu finden.
Ich bin gern bereit, dich beim Suchen nach Ursachen zu unterstützen.