CornusMas hat geschrieben: @ filofaxi

... Wer "sind Diejenigen", die "nachahmenswert" sind, "... die sich ihres Amtes dadurch als geeignet erweisen, dass sie dafür nicht nur die Fähigkeit zum tragfähigen Kompromiss mitbringen, sondern auch die Bereitschaft, gewissenhaft ihre Pflicht zu erfüllen, sich tatsächlich um das Gemeinwesen zu kümmern, anstatt nur um das Wohl von Einflussreichen weswegen sie ja überhaupt erst von der Gemeinschaft erwählt wurden."?
Konkrete Frage:
Welche Partei oder welche Personen soll heute ein Mensch (mit Wahlrecht) in Deutschland (Bund oder jeweiliges Bundesland) wählen, dem man in deinem Sinn [filofaxi] als "nachahmenswert" und seines "Amtes dadurch als geeignet" bezeichnen könnte?

Ich finde die Antworten auf meine letzten zwei Fragen schon sehr interessant, damit sich jeder Lesende ein Bild darüber erstellen kann, was du tatsächlich meinen könntest, damit die wohlklingenden Worthülsen einen Inhalt bekommen.

@ CornusMas,
ich finde Deine Fragen interessant und zielführend, … wenn man sich erst einmal auf die filofaxischen Texte eingelassen hat, glaube aber nicht, dass Du vom Verfasser eine ehrliche Antwort erhalten wirst, WEN er sich eigentlich als höchst kompetente INSTANZ vorstellen könnte, die solche Entscheidungen anstelle (!) einer demokratischen treffen sollte: Vermutlich zählt er sich selbst höchstpersönlich zu diesem erlauchten elitären Kreis.

Fragt sich nur, WER wiederum eigentlich diesen Kreis zu Amt und Würden verhelfen sollte, wenn die eigentlichen - nämlich: rechtsstaatlichen, demokratischen, parlamentarischen Zuständigkeiten erst einmal (WIE und von WEM eigentlich?) außer Kraft gesetzt sein werden, was er aber offenbar für überfällig hält, weil ja genau dort der seiner Meinung nach "demagogische", "kriegerische" "DRECK" lauert? Hmm… Bild




@ Verdandi

Ich möchte erst @ filofaxis Antwort lesen, damit es für ihn keine "Ausreden" geben kann.
Ich stelle ja nur Fragen zu SEINEM Text. Ich habe mich nicht in diese Situation "hinein geschrieben". Es interessiert mich schon, welche "verbale Suppe" da präsentiert wurde. Die Interpretation seiner "verbalen Suppe" darf er übernehmen.
Ich hatte ja schon mehrfach sinngemäß geschrieben:
Es ist interessant, was @ filofaxi schreibt UND es ist interessant, was @ filofaxi nicht schreibt.

Wir werden es lesen und jeder darf sich seine Meinung bilden.
@ CornusMas

.....jeder darf sich seine Meinung bilden.....

Zu gütig - danke, Massa!

….Das llest sich, wie der Blick in den Spiegel an der Wand. ….

Was du in deinen Spiegel an der Wand hinein- oder herausliest, hat ja Nichts mit dem Wahlkampf als politischem Mittel, seine Interessen durchzusetzen, zu tun - außer, du wärst selber so ein Politiker, der um die Gunst derjenigen Wähler und Wählerinnen buhlt, die bislang einer anderen Partei oder ihrem Parteiführer zugejubelt haben.

….die gewaltfreie Konfliktlösung zu predigen, [….] ist genauso kontraproduktiv, wie alle 4 Jahre öffentlich einen dreckigen Wahlkampf um die Vormacht zu führen …..

Die Tatsache, dass ich den Teil über „die Kontraproduktivität oben beschriebener Verhaltensweisen“ dem anderen Teil über „deine Behauptung, das Interesse ginge von dem aus, was man dir anbietet, anstatt von dem, wofür Du dich interessierst“ angefügt habe, bedeutet ebenfalls noch KEINE Unterstellung, dass du etwa selber einen dreckigen Wahlkampf führtest.

Um das behaupten zu können, müsste ich deine persönlichen Verhältnisse besser kennen, und die sind mir in diesem Zusammenhang – wie du mittlerweile mitbekommen haben müsstest – ziemlich egal, denn das Thema hier lautet nicht: „Warum man CornusMas in den Bundestag wählen sollte!“, sondern - sinngemäß der Eingangsfrage der TE entsprechend - "ob die Politiker vom heutigen Schlage mit der Politik, die sie betreiben, in der Lage sind, aktuelle Krisen, oder auch nur die täglich anfallenden Aufgaben im Sinne Derer zu lösen, die sie dazu berufen haben" (denn die Politik selber ist ja keine Person, die das bewerkstelligen könnte).

Es gibt ja auch die Auffassung unter den Unredlichen, dass Politik ganz natürlicherweise ein „schmutziges Geschäft“ sei, bei dem es zum guten Ton gehöre, sich gegenseitig mit „Dreck“ zu bewerfen, indem man den Anderen beschimpft und ihm Sonstwas unterstellt, um ihn öffentlich zu diskreditieren, was ich jedoch – wie gesagt – nicht für zielführend halte, wenn es darum geht, dauerhaft die Gunst der Wähler zu erringen – besonders dann nicht, wenn man gleich nach der Wahl seine gegebenen Versprechen bricht.

Hier muss also die ethische Frage nach der moralischen Integrität des Kandidaten gestellt werden, um auch personell die Spreu vom Weizen zu trennen, denn die Ehre, ein Amt mit derart weitreichenden Entscheidungsbefugnissen bekleiden zu dürfen, hat sich nur der Würdige ehrlich verdient, und nicht Jemand, der sich mit Milliarden von Spendengeldern in die Partei eingekauft hat.

….Welche Partei oder welche Personen soll heute ein Mensch (mit Wahlrecht) in Deutschland (Bund oder jeweiliges Bundesland) wählen, dem man in deinem Sinn [filofaxi] als "nachahmenswert" und seines "Amtes dadurch als geeignet" bezeichnen könnte? ….

Wie man die Vertrauenswürdigkeit eines Menschen testen kann, werde ich dir jetzt nicht noch extra erklären, aber zwei kleine Hinweise will ich dir dennoch dazu geben, damit du nicht an der falschen Stelle suchst, falls du dich wirklich dafür interessieren solltest:

1. Ob ein bislang als vertrauenswürdig Gegoltener auch weiterhin Alles tun wird, um des in ihn gesetzten Vertrauens würdig zu sein, oder ob er sich nicht doch dazu bestechen lässt, für eine angemessene Summe Geldes seinen Wählern untreu zu werden, steht leider NICHT in Wikipedia und ist auch nicht in die Sterne geschrieben, weil dies sonst nicht nur vorhersehbar wäre, sondern sogar vorherbestimmt.

2. scheint es mir ebenfalls unzureichend, die Geeignetheit eines Politikers oder die einer ganzen Partei lediglich von seiner/ihrer Demokratiebereitschaft (dh von der Bereitschaft, mehrheitlich per Handzeichen abzustimmen) abhängig zu machen, sofern man darüber zu befinden hat, wer sich jeweils im Dienste der Allgemeinheit zur Wahl stellen darf und wer nicht, wo man das schon als Wähler nicht bestimmen darf, sondern sich bestenfalls notgedrungen zwischen zwei gleich großen Übeln entscheiden muss.

...ich finde die Antworten auf meine letzten zwei Fragen schon sehr interessant, damit sich jeder Lesende ein Bild darüber erstellen kann, was du tatsächlich meinen könntest, damit die wohlklingenden Worthülsen einen Inhalt bekommen...

Was für DICH vielleicht nur leere „Worthülsen“ sein mögen, sind besonders für Diejenigen hochinteressant, die sich auch für deren "tatsächliche Inhalte“ interessieren, welche z.B. im Zusammenhang mit dem Thema „Politik aus filosofischer Sicht“ - u.a. die Objekte MEINER linguistischen (semantischen und etymologischen) Betrachtungen sind, mit denen ich darauf aufmerksam mache, auf welche Weise sie von cleveren Demagogen systematisch mit falschen Begriffen gleichgesetzt werden, um besonders unentschlossene Wechselwähler, die das Zünglein an der Waage ausmachen, mit dümmlichen Parolen und ideologischen Schlagworten leichter geistig beherrschen und ihr Wahlverhalten manipulieren zu können.

Das war übrigens nicht nur in der ehemaligen DDR der Fall, sondern auch auf wesentlich subtilere Weise in der BRD, und sonstwo auf der Welt, wo man sich auf säkuläre Weise aufgeklärt gab und immer noch gibt, während man unterschwellig weiterhin den alten Götzen huldigt, sodass man sich nicht zu wundern braucht, dass es immer wieder Leute gibt, die den alten Kaiser Wilhelm wieder haben wollen, oder einen anderen "Sohn des Himmels", der als Messias die Welt von allem Bösen befreit - nur nicht von sich selber!

Ansonsten ist es passender und daher auch begrifflich richtiger, einen Aufklärer, wie z.B. Snowdon, als „Verräter von Geheimnissen“ zu bezeichnen, anstatt ihn selber der Verschwörung gegen Diejenige zu bezichtigen, auf deren mutmaßliche Verschwörung er aufmerksam gemacht hat, damit alle Anderen genau hinschauen, wem sie da blindlings ihr Vertrauen schenken.
@Filofaxi

In welchem Staat werden Deine Ideale wenigstens annähernd verwirklicht? Könntest Du das nicht wenigstens einmal ganz konkret schreiben, in wenigen Sätzen, die auch ich ohne zu große Mühe verstehen könnte?
Würde so gerne erfahren, in welchem Staat Du am liebsten leben würdest, wenn Du die Wahl hättest.
Oder geht es Dir nur um eine Utopie??



CornusMas hat geschrieben: @ Migranda

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Das pauschale Sorge-Teilen bringt im positiven Sinn überhaupt nichts, wenn man nicht versucht, die Ursachen für die persönlichen Sorgen zu finden.
Ich bin gern bereit, dich beim Suchen nach Ursachen zu unterstützen.


@CornusMas

Wie meinst Du das mit Deiner Bereitschaft, mich auf der Suche nach meiner persönlichen Sorge wegen der Polarisierung in unserer Gesellschaft zu unterstützen?
Du machst Dir keine Sorgen wegen einer Polarisierung, ich mache sie mir, jeder gewichtet eben gewisse Fakten anders.
Aber ist schon meine Sichtweise für Dich ein Zeichen einer gewissen Sympathie für Rechte?
Eigentlich suche ich ja z.Zt. keine Unterstützung hier, sondern nur Toleranz dafür, dass ich Neue Rechte ernst nehme, dass ich also wirklich verstehen will, um was es ihnen geht.
Auch Rechtskonservative bzw. Nationalkonservative nehme ich ernst,
Allein schon deswegen wurde mir in diesem Thread Rechtslastigkeit unterstellt, Filippa schloss sich dem an, und auch Du hast ja offenbar Bedenken.
In mancher Hinsicht bin ich linksliberal, in anderer Hinsicht eher konservativ bzw. rechts, was aber keineswegs bedeutet, ich hätte Sympathie für Rechtsextreme.
Eigentlich könnten das alle UserInnen hier wissen, denn ich hatte in diesem Thread sehr ausführlich darüber geschrieben, wie entsetzt ich über Höcke bin...
Trotzdem will ich verstehen, um was es ihm geht, und Kubitschek, den er verehrt...
Sie wollen unser System stürzen, aber auf demokrat. Weg.
Das wollen ja auch die Interventionistische Linke und andere Antifas, Anhänger der Demokratioe sind leider auch sie nicht, auch wenn sie humane Werte vertreten.

Ich hatte mir gewünscht, dass wir uns über die Ideale und Werte von rechts und links austauschen können, aber daran hat leider niemand Interesse z.Zt., auch Du nicht.---

In bezug auf Polarisierung: In der FAZ las ich, dass die Jugendverbände von SPD, Grünen und und Linken unsere Behörde des Verfassungsschutzes am liebsten abschaffen würden, denn sie sei unfähig, sie sei nicht imstande, rechte Terrorzellen effektiv zu bekämpfen, usw.
Die Mutterparteien waren erschrocken über diese radikale Forderung...
Auch die Jugendpartei der AfD vertritt radikale Vorstellungen, diese machen mir Angst . Die Radikalisierung der linken Parteien macht mir zwar keine Angst, aber es ist nun mal so, nicht jeder ist idealistisch, will den Kapitalismus abschaffen, und den Sozialismus einführen, wie z.Bsp. die neue Verfassungsschutzrichterin in Schwerin (?), die mit Stimmen der CDU und SPD gewählt wurde...
Wenn unsere Idealisten sich durch ihre Utopien radikalisieren, schwächt das auch unsere Demokratie...
Die Rechten schlachten natürlich diese Radikalisierung aus...-
Es gibt sehr viele, denen es vor allem um den Erhalt des Wohlstands geht, besonders jetzt, da eine globale Wirtschaftskrise droht, obendrein der Klimawandel, und nicht wenige befürchten tatsächlich, unter dem Vorwand der Corona-Krise werden unsere Freiheitsrechte eingeschränkt, um eine Diktatur zu errichten.
Auch wenn eine Mehrheit das nicht so sieht, erstarken Misstrauen und Wut...
@ Migranda

Die ursprüngliche Frage lautete:

...„Kann die Philosophie uns dabei helfen, die aktuelle politische Krise besser zu verstehen? „...

Die habe ich beantwortet, indem ich darauf hingewiesen habe, dass die Filosofie keine Person ist, sondern dass es sich daher um die Filosofen handeln muss, die mit ihren Erklärungen dabei helfen, die jeweils aktuellen Krisen besser zu verstehen.

Als nächste Frage kam:

….Kann sie helfen bei der Suche nach einer Politik, die den inneren und äußeren Frieden sichert, die ein gutes Leben für alle anstrebt?....


D.h. „Können Filosofen bei der Suche nach einer Politik helfen, […].?“.

Diese Frage kann auch mit Ja beantwortet werden, weil es Filosofen sind, die Idealvorstellungen postulieren, welche man vielleicht nicht vollkommen verwirklichen kann, aber die dennoch als Verhaltens-Richtlinie (im Sinne eines Gesetzes) verwendbar sind, mit Hilfe derer man dem Ideal möglichst nahe kommen kann.

In diesem Sinne äußert sich auch das von Dir angeführte "Mainzer Institut für Politikwissenschaft", auf dessen Homepage man die Meinung vertritt:

….der politischen Philosophie ginge es nicht darum, wie Politik ist, sondern darum, wie sie sein sollte, also darum, welche politischen Ziele sinnvoll und angemessen sind, und welche Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele moralisch zu rechtfertigen sind. ….

Eine ideale (fiktive) Ordnung kann man natürlich auch einfach in den Bereich der „nicht realisierbaren Fiktionen“ (oder in das Reich von Jesus Christus, welches „nicht von dieser Welt ist“) verweisen und damit als "für die praktische Alltagspolitik unbrauchbar" bezeichnen, weil sie nicht vollständig zu verwirklichen ist, aber dann müsste man jeden anderen geistigen Entwurf oder Plan ebenfalls bereits von Vornherein verwerfen, weil für den dann ja genau das Selbe gilt.

Die persönliche Moral (also das Rechts- und Unrechtsbewusstsein) kann nur dann als Richtschnur für SOZIALISTISCHES (sozial positives) Entscheiden (d.h. Denken und Handeln) akzeptiert werden, wenn die darauf beruhenden Entscheidungen nicht nur dem Entscheidungsbefugten selber zugute kommen, sondern auch all Denjenigen, von denen er dazu beauftragt wurde.

Wird dabei hingegen ein EGOISTISCHES (sozial negatives) Entscheiden favorisiert, bei dem der Stärkere sich das Recht herausnehmen darf, den Schwächeren zu benachteiligen, kommen die Entscheidungen nicht Denjenigen zugute, die Egoisten mit den Verwaltungsgeschäften beauftragt haben, sondern nur den Egoisten - ganz gleich, aus welchem politischen Lager er auch kommen mag – selber.

Die Entscheidung, wer mit den Amtsgeschäften beauftragt wird und wer nicht, muss also einer Ethik-Kommission überlassen werden, in der Moralfilosofen die moralische Integrität der Probanden prüft, und nicht einer Clique von machtgierigen, zweckrationalen Beamten, die nach dem Buchstaben der Gesetze handeln, welche sie selber zu den eigenen Gunsten verabschiedet haben, und mit denen sich die Gewissenlosesten von Ihnen erfolgreich an die Spitze einer Partei mogeln, und – nachdem diese Partei durch demokratische Wahlen mehrheitlich an die Macht gelangt ist – uneingeschränkt über Diejenigen regieren (herrschen) können, die sie entweder mehrheitlich aus dem Volke oder/und innerhalb der Partei an die Regierung ("Herrschaft", anstatt nur in die "Verwaltung") gewählt haben.

Insofern kann letztere Form der „Herrschaft durch korrupte Beamte“ nicht nur Denen schaden, die sie beherrschen (also dem regierten Volk), sondern sogar dem König oder Kaiser, in dessen Namen sie das Volk beherrschen, selber.

Das kann man nur dadurch vermeiden, indem man eine Gewaltenteilung herstellt, bei der es keine Stärkeren gibt, sodass die Verwalter eines idealen herrschaftsfreien Staates dazu gezwungen sind, sich auf einen Kompromiss zu einigen, bei dem sich Alle gleichermaßen den Nutzen wie auch den Schaden bei jeder Entscheidung miteinander teilen.

Was nun die Beurteilung desjenigen aktuellen Staates betrifft, dem pragmatischerweise der Vorzug gewährt werden sollte, so ist das logischerweise der, in dem dieser „herrschaftsfreie Sozialismus OHNE Parteidiktatur“ am weitesten verwirklicht worden ist.

Zu welcher Staatsform oder sonstigen Gemeinschaftsform nun Jemand persönlich tendiert, richtet sich natürlicherweise meist nach seiner persönlichen Interessenlage, hat aber mit den Kriterien der Auswahl Desjenigen, der am besten dazu geeignet ist, einen Staat zu verwalten, Nichts zu tun.

Insofern dienen an dieser Stelle auch meine eigenen Erfahrungen und Meinungen bestenfalls zur Veranschaulichung Dessen, worüber ich hier öffentlich diskutiere, aber stellen nicht den Diskussionsgegenstand des Themas selber dar.

@ Migranda

Betr.: Dein Beitrag vom 25.05.2020, @CornusMas


Ich sehe nicht die Polarisierung als DAS Problem, denn die ist lediglich die Folge des eigentlichen Problems: Die wachsende Anzahl derer, die ihre Vorurteile dazu nutzen, um sich simple Feindbilder stricken zu können.

Die Rechtsradikalen sind nicht wirklich erfüllt von Ängsten und Sorgen um die Gesellschaft, sondern empfinden bloß große Wut auf die Komplexität und Uneindeutigkeit des Lebens. Sie haben das starke Bedürfnis, sich die Welt so zurechtzustutzen, dass sie ihnen stattdessen einfach und überschaubar erscheint.

Dort wo andere Menschen sich darum bemühen, ständig dazuzulernen und die komplizierten Zusammenhänge zu erforschen und zu begreifen, wofür sie nicht selten ältere Überzeugungen ändern oder ablegen müssen, um wieder offen für neue Erkenntnisse zu werden, empfinden sie nur Misstrauen und Wut und beginnen daher gewaltsam, die unliebsame Vielfalt auszumerzen und mittels Einfalt durch die Klischees vertrauter Stereotypen und altbekannter Vorurteile zu ersetzen.

Wenn Du nicht wahrhaben willst, was andere schon von weitem erkennen können: nämlich dass hinter diesem mentalen Schutzmechanismus vor bedrohlich erscheinenden Wahrheiten tatsächlich bloß lang eingeübte Feindseligkeiten stecken (woher auch immer wiederum diese herrühren oder wodurch sie eingeprägt sein mögen), für die bloß noch die rechtfertigen sollende Notwendigkeit bestand, einen logisch erscheinenden Überbau zu konstruieren, dann bist Du wirklich auf dem rechten Auge blind.

Ich will nicht bestreiten, dass Du sehr gute Ansätze dafür zeigst, das Thema analytisch anzugehen. Aber irgendwo unterwegs kommen Dir anscheinend Deine ureigenen Vorurteile in die Quere – wenn Dir z.B. das Thema "Flüchtlinge" in den Fokus gerät – und schon endet die gute Analyse in der Nähe gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ... Denk mal darüber nach!




„Ich will nicht bestreiten, dass Du sehr gute Ansätze dafür zeigst, das Thema analytisch anzugehen……“

Naja, Frau Oberlehrerin, @migranda geht doch bestimmt erst in die 8. Klasse. Bis sie so auf dem geistigen Level ist, wie Frau Oberlehrerin, muss du ihr bitte noch etwas Zeit und gute Unterrichtsstunden gewähren.
Interessant finde ich immer, dass man die Texte von @verdandi oder @filofaxi, die geprägt sind, von den Rechten, inkl. ihren Tendenzen, ohne große Mühe mit Links austauschen kann. Und, es ergibt sogar Sinn. Kaum, dass andere, zusätzliche Beschreibungen für die Linken notwendig sind … nur einfach die Wörter austauschen … und man bekommt einen Text, eine Meinung, die durchaus sinnvoll und real ist….
Gestern kam ein Bericht über Trump und seiner Corona – Politik. Los ging es mit den verspäteten Maßnahmen ….. usw. Ich dachte mir: wenn man Trump mit Merkel austauschen würde …. Der Beitrag ergäbe keinen anderen Sinn. Nur ist halt die Anfälligkeit in unseren Medien auf den Trumptismus eine andere, als die Abneigung gegenüber Merkel …aber, so, und nur so funktioniert Politik. Wer sich von den Medien erziehen läßt und nicht seinen eigenen Verstand benutzt, ist halt anfällig für die Einseitigkeit in solchen Sendungen. Gerade in der heutigen Zeit sind solche „Oberlehrermeinungen“ und Abneigungen gegenüber allem, was seiner geistigen Schablone nicht entspricht, wichtiger denn jäh ..
Ich verfalle auch der einen oder anderen Meinung, keine Frage! Doch lasse ich mich weder auf die eine Seite, noch auf die andere Seite ziehen, ohne meinen eigenen Verstand zu benutzen. Ich denke, das macht es auch aus, wenn man versucht, die Gesellschaft und die politische Philosophie zu verstehen …

André, lange nichts von Dir gelesen – aber kaum lasse ich einen neuen Beitrag los, schießt Du wieder um die Ecke. Warum bist Du bloß so auf mich fixiert? Lass doch mal locker, Bursche, und schreib was ganz Eigenständiges, was nix mit meinen Beiträgen zu tun hat!

Aber auch, wenn Du es nicht lassen kannst: Ich schreib‘ immer genau das, was ich für richtig halte. Davon wirst Du mich nicht abhalten können. Ich habe eine langen Atem. - Jetzt troll Dich lieber, sonst machst Du Dich hier noch lächerlicher.



ja Frau Oberlehrerin, mach ich … sonst wird es wirklich lächerlich hier …. :lol: :lol: :lol:

bleib dann wieder mal verschollen … komme nach Corona zurück ...falls ich mich da noch für Politik interessieren sollte ... :roll: :roll: :roll:
@ Andre6110

….Interessant finde ich immer, dass man die Texte von @verdandi oder @filofaxi, die geprägt sind, von den Rechten, inkl. ihren Tendenzen, ohne große Mühe mit Links austauschen kann. ….

In der Tat ist es so: wenn ich Staatsformen und die Geeignetheit von Personen zur Verwaltung von Staatsangelegenheiten in ethischer und rechtsfilosofischer Weise auf ihre Tauglichkeit hin untersuche, heißt das noch lange nicht, dass ich persönlich eine nationalistische oder gar diktatorische Politik befürworte – ganz gleich, ob sie von „rechts“ oder von „links“ propagiert wird.

Wenn man das verstanden hat, wird man unschwer erkennen, dass es in der Sozialpolitik, die auch die Wirtschaftspolitik mit einschließt, bei der Wahl der Politiker eben NICHT um „linke“ oder „rechte“ geht, sondern vorrangig um die Frage nach der „sittlichen Reife zur Gemeinschaftstauglichkeit“ eines Erwachsenen, die dem „unreifen Egoismus“ eines narzisstisch gekränkten Jugendlichen gegenüber steht.

Hier muss man sich fragen, ob die Vernünftigkeit, mit der lediglich nach der Zweckmäßigkeit eines Ansinnens geurteilt wird, überhaupt ein Kriterium sein kann, um politische Entscheidung als "auch dem Gemeinwohl zuträglich und damit angemessen" zu bewerten, wenn sie lediglich der Selbstrettung des Entscheidenden dient, was in Bezug auf die Gemeinschaft Eigenmächtigkeit bedeutet, welche einen diktatorischen Herrschaftsstil kennzeichnet – auch wenn sie angeblich nur für den Ausnahmezustand gilt.

Die Asozialität kann nämlich im internationalen Rahmen schon bereits da beginnen, wo man aus der Staatengemeinschaft ausschert und auf nationaler Basis sein eigenes diktatorisches Süppchen kocht – auch ohne dabei seine Nachbarn zu überfallen und dort die Herrschaft an sich zu reißen.

Auf der anderen Seite kann aber auch gerade das Ausscheren aus dem Mainstream dazu führen, dass – wie etwa durch die neuliche, erfolgreiche Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, dass eine EU-Entscheidung zugunsten der EZB dem deutschen Grundgesetz widerspricht – noch einmal überdacht wird, ob denn dieser Mainstream überhaupt in die sozial (gemeinschaftsbezogen) richtige Richtung geht, oder ob da nicht grundsätzlich mit einem gemeinschaftsschädlichen Maß gemessen wird, welches nur mächtigen Interessenverbänden zuträglich ist.

Ob nun solche Klagen von sogenannten „extremen Parteien“ aus der rechten Bundestags-Ecke erhoben werden, oder aus der linken, ist für das Gemeinwohl völlig unerheblich, und es ist keineswegs angebracht, diese Kläger deswegen selber als verfassungsfeindlich oder regierungsfeindlich zu verunglimpfen, oder gar als unruhestiftende, streitsüchtige Terroristen zu bezeichnen, die angeblich das Ziel haben, den bestehenden Frieden zu stören, indem sie durch Aufhetzung des Volkes einen Bürgerkrieg mit den Regierenden anzetteln, wie von ihren konservativen Gegnern gerne behauptet wird, die die Hauptnutznießer des bestehenden „Friedens zu ihren eigenen Gunsten“ sind.

Wenn die Bezeichnung „progressiv“ für „links“ stünde und „konservativ“ für „rechts“, dürfte es nämlich logischerweise gar keine konservative Partei geben, die eine konservative Revolution zurück zu altbewährten sozialen Werten anstrebt, denn das wäre dann ein Widerspruch in sich. Das selbe wäre der Fall bei einer linken Partei, die nicht nur die Beseitigung sozialer Misstände anstrebt, sondern auch das Beibehalten sozialer Errungenschaften, und deshalb sogar von ihren eigenen Hardlinern gerne als konterrevolutionär bezeichnet wird.

Das Einzige, was bei der permanenten Polarisierung zwischen Denjenigen stattfindet, die im Bundestag auf der rechten und auf der linken Seite sitzen, ist der „Streit um das Vorrecht der alleinigen Bestimmung darüber, was als richtig und als falsch zu gelten hat“, anstatt einer zwar schwierigen, aber durchaus möglichen „gemeinsamen Verwaltung der Angelegenheiten, die das Wohl Aller betreffen, und nicht nur das einer Mehrheit, oder gar einer Minderheit im Staate“.

Ansonsten bin ich immer noch erstaunt darüber, wie es möglich ist, dass fanatische, machtgeile Vereinsmeier trotz physischer und geistiger Weitgereistheit ihr kleinkariertes, auf den eigenen Kulturraum begrenztes Weltbild, welches sie sich aufgrund einer falschen politischen (Aus-)Bildung zugelegt haben, um damit ihre asoziale Einstellung ihren Mitmenschen gegenüber zu rechtfertigen, als unzerstörbares Brett vor dem Kopf überallhin mitnehmen können.

Besonders erschreckend, dass sogar die Alten in der Lage sind, es bis zum Tode hin erfolgreich zu pflegen, ohne dass es irgend eine Notsituation gäbe, unter der sie dazu gezwungen wären, ihren geistigen Standort mal zu ändern, um die Welt aus der Perspektive Derer zu betrachten, die es nicht so gut getroffen haben, wie sie selber, und dadurch etwas mehr Verständnis (anstatt nur Mitgefühl, welches auch ein Hund haben kann, der nix versteht) für deren Situation zu erlangen.
Sehr bedauerlich finde ich es, dass es z.Zt. nicht einmal in einem Forum der Philosophie möglich ist, die eigene Sichtweise darzulegen, ohne zu riskieren, als potentiell rechtslastig, also als inhuman bezüglich Flüchtlingen, verdächtigt zu werden.
Und dass hier sogar gedroht wird, einen User lächerlich zu machen...-

Aus meiner Sicht wäre es in einem Thread für polit. Philosophie angebracht, nie abzuwerten, sondern immer nachzufragen, wenn man nicht verstehen kann, warum der andere zu seiner Sichtweise gelangte.-

Ich glaube, dieses Ideal von Toleranz und Offenheit für Andersdenkende wurde ja auch im Thread "Wie kommunizieren wir am besten im Internet" glaubwürdig propagiert.

@ Migranda

Hier wurde dem Betreffenden nicht "gedroht", ihn lächerlich zu machen – dafür hat er schon selbst gesorgt. Nach dem er mich schon so oft mit haarsträubenden "Argumenten" und schmähen sollenden Begriffen angegriffen und beleidigt hat, habe ich ihm nur geraten, davon abzulassen, um seinen Status diesbezüglich nicht noch zu steigern.

Und auch Du selbst hast in der Vergangenheit bei Meinungsverschiedenheiten zwischen uns selten eine Gelegenheit ausgelassen, mich auf der persönlichen Ebene zurechtzuweisen; es gipfelte im Vorwurf, ich sei gefühlskalt und ohne Empathie für andere – und das, obwohl Du mir persönlich noch nie begegnet bist! Und ich im Gegensatz zu Dir und anderen im anonymen Internet, insbesondere in den von außen (!) für jede (!) Person zugänglichen Foren wie diesem hier, niemals meine persönlichen Lebensumstände, gar Krankheiten und seelischen Bedürfnisse nach außen trage. – Wer hat da wohl über wen vorschnell geurteilt, in dem er auf die Gefühlsebene zielte und dort eine unlautere Verurteilung aufgrund nicht belegbarer Mutmaßungen vornahm?

Meine letzte Kritik an Dir ist etwas harsch ausgefallen, das stimmt – aber sie war allein thematisch bezogen auf Deine Beiträge hier. Ich würde, nur davon ausgehend, nie darauf schließen, was für ein Mensch Du ansonsten bist, denn das entzieht sich meiner Kenntnis. Aber Du weißt es ganz sicher auch nicht von mir!

Mein Beitrag vom 26.05. enthält m.E. gültige und auf viele zutreffende Aussagen. Ich werde ihn daher bearbeitet (ohne einen bestimmten Adressaten) in Kürze hier noch einmal einstellen, falls ich das für angebracht halten sollte.

Da Du noch "Toleranz und Offenheit für Andersdenkende" erwähnt hast: Rechtsextreme bis hin zu den gerichtlich bereits als solche festgestellten Faschisten und deren Anhänger und Mitläufer sind für mich nicht bloß "Andersdenkende", sondern erklärte Feinde unseres demokratischen Rechtsstaates, so wie jedes gesellschaftspolitischen Pluralismus. –
Anstelle von Verharmlosungen wirst Du bei mir immer die Bereitschaft finden, offen dagegen anzugehen!





@Migranda

….Aus meiner Sicht wäre es in einem Thread für polit. Philosophie angebracht, […] immer nachzufragen, wenn man nicht verstehen kann, warum der andere zu seiner Sichtweise gelangte. ….


Natürlich kann man es besser verstehen, WIESO Jemand eine bestimmte Meinung hat, und sie wahrheitsgemäß äußert - oder auch nur vorgibt, dieser Meinung zu sein, und somit lügt - wenn er auch beschreibt, wie er persönlich dazu gekommen ist.

Das muss aber nicht heißen, dass man sie deshalb auch billigen muss – nach dem Motto: „Demjenigen, dessen Beweggründe man versteht, dem kann man nicht mehr grollen!“, denn sobald er damit Andere zu seinem Vorteil schädigt, indem er sie öffentlich verunglimpft, um damit ihrem guten Ruf zu schaden, hört logischerweise die Verständnisbereitschaft bei ihnen auf.

Die üble oder übelwollende Nachrede stellt sogar einen Strafbestand dar - außer man klagt den Betreffenden vor Gericht an, wo nachgeforscht wird, ob die Anschuldigungen den Tatsachen entsprechen oder nicht, sodass der schlechte Ruf, den der Betreffende sich mit dem erworben hat, was man ihm zutreffenderweise unterstellt, durch ihn selber verursacht worden ist.

Die wohlwollende Nachrede hingegen wird von Eitlen als schmeichelhaft empfunden, sodass es nicht genug der falschen Komplimente sein kann, um sie mit populistischem Gequatsche zu seinen Anhängern machen und anschließenden mehrheitlich darüber abstimmen zu können, wessen Meinung nun als die richtige gilt, und welche als die falsche.

…..Aus meiner Sicht wäre es in einem Thread für polit. Philosophie angebracht, nie abzuwerten,...

Meintest du: „Nie negativ zu BEWERTEN“, was Jemand sagt bzw. schreibt, oder nur: „Sich nie abfällig dazu zu ÄUSSERN“?

Was das „negative BEWERTEN“ betrifft, so unterscheidet es sich nochmal vom „ABWERTEN“ in der Weise, als dass das Bewertete vorher positiver bewertet wurde und die Abwertung somit einer Änderung des bisherigen Werturteils entspricht, welche die unterschiedlichsten Gründe haben kann.

Selbst die Änderung seiner eigenen Meinung, die Jemand im Laufe der Zeit vollzieht, nachdem sich sein Standort und damit auch der Betrachtungswinkel auf die Sache verändert hat, führt unter Umständen zu einer besseren Einsicht und einer dementsprechend ausgewogeneren Beurteilung.

Wer sich hier vornimmt, niemals AUFZUWERTEN, was er vorher als minderwertig empfand, oder ABZUWERTEN, was er früher in seiner jugendlichen Begeisterung überbewertet hat, blockiert sich selber in seiner geistigen Entwicklung, bzw. in der Entwicklung eines Weltbildes, welches dazu taugt, sozial so angemessen, wie möglich in der Welt zu agieren und zu reagieren.

Da Alles auch eine Grenze hat, endet das Wohlwollen der Gnädigen und Barmherzigen bei der Ungnade und der Unbarmherzigkeit des Übelwollenden - genauso, wie die Toleranz der Toleranten gegenüber der Intoleranz des Intoleranten ihr natürliches Ende findet, denn die vorsätzlich asoziale Einstellung ist nicht als ein für Alle zumutbarer Kompromiss verhandelbar.

Nun könnte man sagen, dass dieses Verhalten krankhaft bedingt sei, sodass dringend eine Filotherapie nötig ist, damit der Irregeleitete sein falsches, weil sozial untaugliches Weltbild, korrigieren kann, aber so einfach geht das nicht, weil Ganoven sich ja untereinander durchaus sozial positiv verhalten können, indem sie sich zusammenrotten, um als Räuberbande erfolgreicher Schwächere ausplündern können, als alleine.

Das wiederum beweist, dass sie durchaus unterscheiden können, was gut für die eigene Gemeinschaft ist, bzw. für sich selber, und auch, was für Andere gut ist, die nicht zur eigenen Gemeinschaft gehören, und damit keineswegs krank sind, sondern sich nur krank stellen, um wegen Unzurechnungsfähigkeit nicht dafür bestraft zu werden.

Da aber durch Strafen nachträglich sowieso Nichts verbessert werden kann, ist es notwendig, dass man solche Individuen von Vorneherein aus Ämtern, in denen sie ihren Partnern und Anvertrauten zu deren Nachteil großen Schaden zufügen können, entlässt, sobald sie ihrem ehemals guten Ruf nicht mehr gerecht werden, und sie stattdessen nicht nur durch fachlich, sondern vor Allem moralisch besser Geeignete ersetzt.

Wie Jemand wirklich denkt, sieht man leider erst daran, wie er handelt, und nicht daran, wie er redet - außer er verwickelt sich in Widersprüche, indem er mit gespaltener Zunge spricht, woran man sehen kann, dass er lügt und damit unglaubwürdig ist.

Politik ist immer auch Sozialpolitik, weil es dabei nicht nur um die Belange eines Einzelnen geht, der unabhängig von Anderen existert, sondern auch um sein Verhältnis zur Gemeinschaft, der er angehört, was beim Kommunismus sogar vorrangig vor dem Wohl des Einzelnen rangiert, während die Partnerschaft zwischen einzelnen Individuen, deren Zweck es ist, sich zu einem Verband gegen Andere zu solidarisieren, Thema des Sozialismus ist, bei dem das Wohl des Einzelnen gleichrangig neben dem der Gemeinschaft rangiert, sodass es da nicht nur Pflichten des Einzelnen gegenüber der Gemeinschaft gibt, sondern auch Rechte.
@filofaxi

Sehr möchte ich Dir danken für Dein kluges Nachfragen, wie ich etwas meinte!

Mit "nicht abwerten" meinte ich, in einem Forum für Philosophie sei es nicht förderlich für Debatten, wenn man sich zu Beiträgen Andersdenkender abfällig äußert.
Denn das bringt die Debatte zum Verstummen, oder sie mündet in gegenseitige Abwertung.
Natürlich ist es wichtig, immer auf die sozialen Folgen hinzuweisen, die eine bestimmte polit. Einstellung mit sich bringen könnte, und auch auf die Gefahren!
Und ich finde es sehr wichtig und völlig ok, wenn jem. vehement eine andere Sichtweise vertritt!
Denn gerade wegen die Auseinandersetzung mit konträren Sichtweisen beteilige ich mich doch hier!
Ich erlebe es jedoch als abfällige Äußerung, wenn man mich verdächtigt, blind zu sein auf dem rechten Auge, bzw, ignorant in gewisser Hinsicht, diese Unterstellung ist es, die mich verstummen lässt...
Natürlich könnte es sein, dass jemand, der sich so äußert wie ich, blind ist auf dem rechten Auge, aber er muss es nicht sein!! Und keineswegs muss er weniger human eingestellt sein, als man selbst.
Ich kann nun besser verstehen, warum manche Rechtskonservative in meinem Bekanntenkreis empört reagieren, wenn sie von Linksliberalen, die sich überlegen fühlen bezüglich humaner Einstellung und Mitmenschlichkeit, als rechts bzw. weniger inhuman abgewertet werden.
Auch jemand wie ich, dem Humanität sehr am Herzen liegt, und der eher linksliberal fühlt, kann die Flüchtlingspolitik aus pragmatischen Gründen kritisch beurteilen, ohne blind zu sein bezüglich mancher Aspekte....
Mit solchen Deutungen und Unterstellungen, bzw. Verdächtigungen bezüglich mangelnder Humanität bzw. Rechtslastigkeit sollte man sich in einem Forum für Philos. zurückhalten, finde ich.
Oder zumindest stets nachfragen, bevor man solche Hypothesen äußert.---

Zurecht weist Du darauf hin, wie wichtig es ist, das Handeln des anderen kennenzulernen!

Es lassen sich alle scharfen Kanten einer ursprünglich eindeutigen Aussage so lange schleifen, bis sie inhaltlich leer und beliebig geworden ist und niemandem mehr wehtut. Das hat aber weder mit Philosophie noch mit Politik zu tun, sondern gehört in die Lullaby-Abteilung geschwätziger Nachmittagsplaudereien.

Jemand, der die ehrliche Aussage eines anderen über dessen Wahrnehmungen als „abwertend“ verunglimpft, tut genau das, was er dem anderen vorwirft: Er wertet sie ab!

Wenn es dagegen tatsächlich um Werte geht, werden oft die Nebelkerzen gezündet. Es steht allerdings zum Glück verfassungsgemäß außer Frage, dass die Verharmlosung rechtsradikaler Tendenzen tatsächlichen keinen hohen Wert besitzt.

Ich glaube den alten und neuen Rechten nicht, dass sie bloß „ehrlich besorgt“ um das Wohl ihrer Mitbürger seien, wenn ihnen die gruppenbezogenen menschen- und verfassungsfeindlichen Tendenzen so offensichtlich aus allen Knopflöchern quillen.