@ barbera

Ich kenne auch den Begriff Dandy.

Er hat aber an der Stelle, wo du ihn geschrieben hast, überhaupt nichts zu suchen.
Ich hoffe, dass wir (beide) damit übereinstimmen.

Ich habe hier zunehmend den Eindruck, dass des bei einigen Schreiberinnen und Schreibern nicht mehr darum geht, WAS geschrieben wurden, sondern in einer Wertung nur noch darum geht, WER etwas geschrieben hat. Das ist sehr schade!
Ich bin fast immer sehr sachlich.

Wenn dich die Bezeichnung "Dandy" stört, liegt das nicht an mir, sondern an deiner Perzeption.
Freu dich doch - ohne meinen Beitrag hätte sich kaum jemand hier mit der schillernden Persönlichkeit eines Schumpeter beschäftigt.

Eigentlich ist John Kaynes viel spannender.
Er war der Altvater des "Deficit Spending" - ein heißes Thema und ganz aktuell.
barbera hat geschrieben: Ich bin fast immer sehr sachlich.

Wenn dich die Bezeichnung "Dandy" stört, liegt das nicht an mir, sondern an deiner Perzeption.
Freu dich doch - ohne meinen Beitrag hätte sich kaum jemand hier mit der schillernden Persönlichkeit eines Schumpeter beschäftigt.

Eigentlich ist John Kaynes viel spannender.
Er war der Altvater des "Deficit Spending" - ein heißes Thema und ganz aktuell.

Deine Sachlichkeit hängt von den Personen ab!

Du hattest den Begriff Dandy gewählt und ich fragte warum?
Fragen wird doch wohl erlaubt sein?
Kaynes passt besser zu dir!
Warum nennst du dann Schumpeter?
Schumpeter hat Kaynes stark kritisiert.
Ein interessanter Wandel von dir!

Barbera hatte Dir zwecks Aneignung von Basiswissen ein Buch empfohlen von Paul Strathern:

„Schumpeters Reithosen / Die genialsten Wirtschaftstheorien und ihre verrückten Erfinder“

… mit den Theorien von u.a. Adam Smith, Karl Marx, John Maynard Keynes und Joseph Schumpeter.



@ Verdandi

Das ist richtig.

Ich hatte mich auf eine andere Quelle bezogen!

Bis auf Schumpeter sind mir die anderen Vertreter bekannt gewesen! Das sind u.a. Grundlagen der Wirtschaftsphilosophie, was ich schließlich in der Ausbildung mal hatte!
Hör bitte endlich damit auf, mich zu attackieren.
Das ist nämlich langweilig.

Ja, Schumpeter hat Keynes kritisiert.
Und?

Die kritische Auseinandersetzung unter intellektuellen Vordenkern gehört zum Spannendsten, was es gibt.
Jeder hat Argumente, und die sind fast immer sehr gut und wert, darüber nachzudenken.

Gib dir doch einmal den Anti-Dühring von Friedrich Engels, und du lernst eine Menge über Politik.

@ CornusMas

Mir ist gar nicht klar, worauf Du eigentlich hinaus willst: Wenn Schumpeter der einzige ist, den Du noch nicht kanntest, ist es doch verständlich, dass Du Dich zunächst einmal mit ihm beschäftigst. – Was Du in der Ausbildung hattest oder nicht hattest, ist doch anderen eigentlich egal. Ziehe doch einfach aus diesen Infos, was Dir interessant erscheint.


Wie ich lesen kann, sind Nachfragen an eine bestimmte Person bereits Attacken!
Damit dürfte alles gesagt und auch klar sein!
Ich klug – du doof! So kommt man natürlich auch nicht weiter, außer man liebt es, sich zu streiten, wobei der Streit um das Recht auf Alleinbestimmung dessen, was als zutreffend gilt, und was nicht, im Vordergrund steht, sodass die Klärung von Sachzusammenhängen zwangsläufig zu kurz kommt.

Dabei ist das Schöne am Filosofieren, dass es eben nicht um das „Betreiben von Machtpolitik durch Vereinsmeierei“ geht, sondern eigentlich um wissenschaftliche Grundlagenforschung, denn was man im Laufe seines Lebens Alles mal gelernt und auch im Alltag angewendet hat, kann man mit etwas Abstand später auch noch in ganz anderem Licht betrachten, um zu einem besseren Verständnis von historischen und gesellschaftlichen Vorgängen zu gelangen, die Einem bislang ein Buch mit sieben Siegeln waren.

Dafür ist allerdings der Personenkult, bei dem man den hier Anwesenden, welche die gleiche Meinung vertreten, wie man selber, und die auch dieselben Lieblingsautoren mit religiöser Inbrunst verherrlichen, durch Lob beipflichtet, während man die Andersdenkenden tadelt oder gar beschimpft, weil Einem ihr Schreibstil nicht passt, oder weil sie Kritik an einer Sache üben, die Einem heilig ist, nicht dazu geeignet, ein erquickliches Miteinander anstatt eines unerquicklichen Gegeneinanders zu pflegen.

Es gibt natürlich auch subjektive Gründe, warum man Jemanden oder seine Lieblingsfilosofen nicht mag, aber das ist kein Grund, ihn persönlich in aller Öffentlichkeit runterzumachen, indem man ihn zu maßregeln versucht, was hier sowieso nicht funktioniert, sondern da reicht es, sich einfach mal zurückzuhalten, und ihm nicht beizupflichten, um die Auseinandersetzung mit dem Thema nicht auf die Auseinandersetzung mit der Person von Jemanden auszuweiten, der hier ganz andere Ziele verfolgt, als den gemeinsamen filosofischen Dialog.

Wenn der dann nicht begreift, dass es an seiner eigenen Unsachlichkeit oder an seinem sozialen Fehlverhalten lag, dass ihm seine Gesprächspartner die Antwort schuldig bleiben, um es ihm nicht mit gleicher Münze heimzuzahlen, dann ist das sein Pech, denn ein Recht auf Antwort – besonders nicht auf rhetorische und polemische Fragen - gibt es hier genauso wenig, wie ein Recht auf Wahrhaftigkeit, mit der Jemand die Pflicht hätte, sich selber öffentlich zu entblößen, und sich damit zur Zielscheibe für neidische Intriganten und oder für religiöse Fanatiker zu machen, die meinen, ihr Recht auf Religionsausübung mit einem nicht existierenden Recht auf Missionierung und eigenmächtiger Bestrafung von „Ungläubigen“, die sich ihnen nicht anschließen wollen, verbinden zu dürfen.

Also wäre es z.B. sinnvoller, die Thesen von Karl-Marx nochmal näher aus dem Blickwinkel von 2020 zu beleuchten, ohne sie gleich für veraltet zu bezeichnen und auf den Müll zu werfen, nur weil er in seiner blinden Begeisterung für eine neue Zeit ohne die Herrschaft von Kapitalisten - welche zu Kaisers Zeiten ja noch gar nicht die politische Macht hatten, wie es heute der Fall ist – der Meinung war, dass der Kapitalismus sich durch Überproduktion eines Tages selber abschaffen täte.

Dabei hat der Aufruf zum gewaltsamen Sturz der Monarchen, wie es bereits zur Zeit der französischen Revolution und später beim deutschen Kaiser und dem Zaren Russlands der Fall war, gar Nichts mit der Kapitalismuskritik zu tun, sondern kam geradewegs aus den Reihen der Profiteure der Industrierevolution, nämlich der Kapitalisten selber, die bislang versucht hatten, sich mit Hilfe ihres leicht erworbenen Kapitals unter der Flagge des Nationalismus mit dem Kaiser gut zu stellen, und sich mit dessen Beistand Privilegien zu erschleichen, die sie sonst niemals zugestanden bekommen hätten, und nun meinten, auch ohne ihn auskommen zu können.

Die unheilige Verflechtung des Kapitals mit der Monarchie setzte sich dann in der Militärdiktatur eines Adolf Hitlers und anderer Diktatoren in Europa folgerichtig fort, wobei diese mit ihrem religiös geprägten Rassismus vor Allem die Enteignung jüdischer Kapitalisten im Auge hatten – ähnlich wie die Kirchenfürsten im Mittelalter besonders gerne reiche, andersgläubige Leute als Ketzer öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließen, um an deren Besitz zu gelangen, wenn diese nicht bereit waren, ihr Geld freiwillig der Kirche zu spenden, um im Gegenzug dafür ihren Schutz vor der Rache Derer, die sie durch profitable Ausbeutung um den angemessenen Lohn für ihre Arbeit betrogen hatten, genießen zu dürfen, und sich auf diese Weise schon zu Lebzeiten selber den Himmel auf Erden zu bereiten.

Das Problem bei einem Kräftegleichgewicht der Interessenvertreter aus allen drei Ständen in einem herrschaftsfreien Parlament, welches im Dienste des arbeitenden Volkes steht, und wo die Arbeiter nicht zum Diener von herrschenden Parteien (Demos) und ihren Anführern degradierte werden, wäre immer noch, dass sich alle Parteien gemeinsam gegen die arbeitende Bevölkerung verbünden, anstatt sich wunschgemäß gegenseitig die Augen auszuhacken, damit die Unterprivilegierten wenigstens ab und zu mal der lachende Vierte sein können, wenn die Verwalter des Gemeinwohls schon nicht tun wollen, wozu sie von ihnen beauftragt und bezahlt worden sind.
Die Unterschiede gemeinsam nutzen

Auf Grund dieser Überschrift

Soziologe: "Die Ost-Identität ist eine Ressource"

Quelle: https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ ... s-100.html


möchte ich diesen kurzen Beitrag schreiben:

Ja. Es gibt nicht nur soziale Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschen.

Unterschiede zwischen den Menschen sind noch lange keine Spaltung der Gesellschaft.
Unterschiede sind eine große Chance zur Entwicklung. -> ein philosophischer Satz.
Eine Gesellschaft, die diese Chance(n) erkennt, die wird erfolgreich sein im Meistern der Probleme, die sich ergeben (werden).

Ja, das ist ein guter, versöhnlicher Artikel!

Der Hinweis auf den stark ausgeprägten Föderalismus in unserem Land und die damit verbundene Selbstverständlichkeit gelebter Vielfalt - die sich nicht nur auf zwei Himmelsrichtungen beschränken lässt, zeigt 30 Jahre nach der Wiedervereinigung einen guten Ansatz dafür, keinen Raum mehr für Spaltungen zu lassen. 

Der Status des Autors - ein Ostdeutscher, der in Westdeutschland Karriere macht (bei anderen ist es umgekehrt) und sich im Zweifel als Bundesdeutscher identifiziert, ist doch ein schönes Beispiel für die heute mögliche innerdeutsche Freizügigkeit (i.S. von Selbsbestimmung des Lebensmittelpunktes) und persönliche Entwicklung.

Ich will nicht schönreden, was an Spätfolgen der 40jährigen Trennung heute an möglichen Problemen noch vorhanden ist und nachwirkt. Man muss das im Auge behalten und darf nicht nachlassen in dem Bemühen, für einen Ausgleich zu sorgen, wo immer das noch notwendig ist.

Aber man sollte sich nicht aufstacheln lassen von den feindseligen Bestrebungen derjenigen, denen eine Spaltung nur allzu gut in das eigene Konzept passt, um das freiheitliche demokratische System ins Schwanken zu bringen. 

Es sind keineswegs entscheidende Mehrheiten, die das versuchen - es wirkt nur oft so, weil sie  aggressiv und laut agieren im Gegensatz zu den  eher lösungsorientierten Kritikern des Systems.  

Um selbst ersteren nicht ähnlich zu werden, sondern das eigene Selbstverständnis zu bewahren und weiter zu entwickeln, braucht es aber einen nachhaltig bedachten und intelligenten Umgang mit  Andersdenkenden. Dieser sollte geprägt sein von einer unermüdlichen Bereitschaft, Falsch- und Desinformationen niemals unwidersprochen hinzunehmen und Aufklärungsarbeit zu leisten, wann immer es notwendig erscheint. 




Das Streben nach Identität als der Übereinstimmung dessen, was man ist, mit einer Wunschvorstellung davon, was man gerne sein möchte – nämlich reich und mächtig, damit man nicht mehr zum unfreiwilligen Verzicht auf seine Pfründe gezwungen werden kann, wie es als machtloses Kind einmal der Fall war - , ist Etwas, was nicht nur den Deutschen in Ost und West gemeinsam ist, sondern allen Menschen auf der Welt.

Die Begrenzung der Identität auf eine machtpolitisch vorgegebene Gruppe, wie die einer Nation, welche unter der Herrschaft eines Regenten zustande kam, der als ihr internationales Aushängeschild diente, ist eine künstlich geschaffene, um ihre Mitglieder durch Abgrenzung gegenüber den Bewohnern anderer Länder zusammenzuschweißen, wie es auch bei jeder Kleinstaaterei der Fall ist, bei man jeweils die Anderen als die Schlechten branntmarkt, die angeblich verhindern, dass es Einem selber nicht nur gut, sondern besser geht, als ihnen, um sich gegen deren Ansprüche auf wirtschaftliche Mitversorgung, die mit einer Einschränkung des eigenen Wohlstandes einhergeht, besser verwehren zu können.

Dieser auf nationaler Ebene wirksame Sozialismus, der sich international als asozialer Egoismus niederschlägt, stellt die Wurzel aller Deutschen dar, die die Weimarer Republik abgewählt hatten, um sich gemeinsam gegen die Reparationsforderungen der Siegermächte des 1. Weltkrieges zu wehren.

Der Unterschied nach dem verlorenen 2. Weltkrieg, den alle Deutschen als eine narzisstische Kränkung empfanden, weil der ihr von Größenwahn geprägtes Selbstbild von einer weltweit wirtschaftlich und politisch führenden Nation beschädigt hatte, war der, dass die Ostdeutschen von einer Diktatur in die nächste gelangten, bei der sie zum Sozialverhalten den eigenen Landsleuten gegenüber gezwungen wurden, während die Bevormundung der Westdeutschen sich auf das Wiederaufrüstungsverbot beschränkte, wonach schon wenig später verstoßen wurde, indem man behauptete, es sei notwendig, sich gegen die russische Bedrohung wehren zu können.

So war es nicht der Sozialneid, der im Osten die Bewohner dazu trieb, sich gegen die kommunistische Bevormundung aufzulehnen, wo das Gemeinwohl vor dem Wohl des Einzelnen rangierte, sondern die Gier nach Herrschaftsfreiheit, um ihren asozialen Bestrebungen genauso ungehindert nachkommen zu können, wie es ihrer Meinung nach im Westen der Fall war.

Dass aber auch im Westen nicht Jeder tun und lassen KONNTE, was er hätte können DÜRFEN, wenn er die Macht dazu gehabt hätte, war Denen nicht klar, die noch vor dem Mauerbau „rübermachten“, um auch in den Genuss des Kapitalismus zu gelangen, dem man fälschlicherweise die Ursache eine allgemeinen Wohlstandes zuschrieb, den es gar nicht gab – ähnlich wie Leute aus sogenannten Dritte-Welt-Ländern auch nicht begreifen können, wie teuer das Leben in dem Lande ist, wo scheinbare Milch und Honig fließt, und die Seife so viel besser riecht, als bei ihnen zuhause.

So war es für viele Republikflüchtlinge eine herbe Enttäuschung zu sehen, dass im Westen die sozialen Mechanismen fehlten, die man im Osten mittlerweile für selbstverständlich zu betrachten gelernt hatte. Dafür, dass angeblich ja auch eine ebenso starke Flüchtlingswelle von West nach Ost stattgefunden habe, fehlt jede Begründung, denn gerade Diejenigen reichen Bürgerssöhne die sich für mehr Sozialismus begeisterten, hatten es ja gar nicht nötig, sich in eine Diktatur zu begeben, wo man sie dazu zwang, von ihrem Reichung Etwas abzugeben, um dafür der Sozialleistungen, die sie gar nicht benötigten, teilhaftig zu werden.

Nachdem die Grenzen wieder geöffnet wurden, legte sich bei den meisten Ostdeutschen die Begeisterung über die neue Herrschaftsfreiheit schnell wieder, nachdem die 100 DM Begrüßungsgeld aufgebraucht waren, und sie merkten, wie viel Kampf es kostete, im Westen am Reichtum Derer teilhaben zu können, die – genauso wie sie selber – nicht bereit waren, ihren Besitz mit Anderen zu teilen, sodass die Grenze, die die Bedürftigen und die Nicht-Bedürftigen in zwei Lager teilt, nicht auf einer künstlichen Spaltung beruht, mit der man den Bedürftigen nur eingeredet hat, sie seien bedürftig, obwohl sie es gar nicht sind, um sie gegen Diejenigen aufzuhetzen, die mehr haben, als sie, sondern auf der Tatsache, dass dieses tatsächlich der Fall ist.

Es ist also die „maßlose Gier nach immer mehr, als das, was man gerade besitzt“ - was auch die Rechte auf „Sozialleistungen im Falle der Bedürftigkeit mit einschließt, ohne dabei eine entsprechende Eigenleistung erbringen zu müssen“, was die Reichen, die weniger für ihr Geld arbeiten müssen, als die Armen, in Ost und West genauso zusammenschweißt, sowie die Ärmeren der Neid auf die Reicheren, weil sie niemals in deren Lage kommen, so viele Reichtümer anzuhäufen, um letztlich nur noch ihr Geld, bzw. Andere für sie arbeiten zu lassen.

Dass jeder Bevölkerungsteil dabei den Anderen braucht, um ihn als Ursache allen Übels darstellen zu können, unterscheidet die Zustände innerhalb einer Nation in keiner Weise von den internationalen, wo ganze Völker als Verursacher diskriminiert werden, sodass eine friedliche Koexistenz weder auf nationaler noch auf internationaler Ebene möglich ist, solange keine Notwendigkeit auf Verzicht besteht, der weltweit durch eine gemeinsame Bedrohung aller Menschen gleichermaßen gegeben ist, wie etwa die einer viruellen Pandemie oder der Invasion von Aliens aus dem Weltraum, die dann anstatt der Ossis und Wessis oder der Linken und Rechten als Bösewichter herhalten müssen, um vom eigenen sozialen Versagen abzulenken.
also ehrlich @filofaxi, deinen Thread fand ich sehr interessant, doch verstanden habe ich ihn nicht! Leider... :roll: :roll: :roll:
Die Armen brauchen die Reichen ... und umgekehrt: die Reichen brauchen die Armen. Doch wie will man arm und reich so gestalten, dass beides so niveauliert ist, dass es keinen Neid mehr gibt?
Für mich stellt sich immer wieder die Frage: wo bekommt man den Mensch her, der Gerechtigkeit bereits als Gen in sich trägt.... denn so, wie der Mensch heut geschaffen ist, wird es Gerechtigkeit nie geben ...und es wird immer ein Kampf sein, diesen in der Gesellschaft zu implementieren ... und selbst da gibt es unendlich viele Differenzen .. wer gestaltet es? Egal ob von Links nach Recht oder von Oben nach Unten ...von Vorn nach Hinten ... einer ist immer der Neider und einer ist immer der, der Ungerechtigkeit schafft ..
Wie erzeugen wir also den gerechten Menschen??? Durch viel philosophieren?? Es macht Spaß, dies als Methode zu sehen ... für die, die es können. Doch was ist mit dem Rest, der es nicht kann? Wie verstehen sie es?
filofaxi hat geschrieben: Das Streben nach Identität als der Übereinstimmung dessen, was man ist, mit einer Wunschvorstellung davon, was man gerne sein möchte – nämlich reich und mächtig, damit man nicht mehr zum unfreiwilligen Verzicht auf seine Pfründe gezwungen werden kann, wie es als machtloses Kind einmal der Fall war - , ist Etwas, was nicht nur den Deutschen in Ost und West gemeinsam ist, sondern allen Menschen auf der Welt.

@ Filofaxi

Das Streben nach Identität,d.h. eher die Suche danach, erschöpft sich nicht in der Zielsetzung, reich und mächtig sein zu wollen. Reich würde ich eher als materielle Sicherheit ansehen, die natürlich identitätsstiftend insofern ist, dass sich die wechselseitigen sozialen Bezüge dadurch sehr zufriedenstellend gestalten und gestalten lassen. Das aber ist möglich, auch wenn ich nicht REICH bin, und viele Menschen leben es auch so. Sie leben sehr gut damit, denn im gleichen Maße, in dem ein Mensch nicht darauf angewiesen ist, seine Identität aus dem erworbenen Reichtum zu gewinnen, kann er auch darauf verzichten, nach immer mehr Macht zu streben, Macht über andere. Nur Menschen, die beide Zielsetzungen, Macht und Reichtum, nicht zu tragenden Säulen ihrer Identität brauchen, können andere Formen von „Reichtum“leben.

Die Begrenzung der Identität auf eine machtpolitisch vorgegebene Gruppe, wie die einer Nation, welche unter der Herrschaft eines Regenten zustande kam, der als ihr internationales Aushängeschild diente, ist eine künstlich geschaffene, um ihre Mitglieder durch Abgrenzung gegenüber den Bewohnern anderer Länder zusammenzuschweißen, wie es auch bei jeder Kleinstaaterei der Fall ist, bei man jeweils die Anderen als die Schlechten branntmarkt, die angeblich verhindern, dass es Einem selber nicht nur gut, sondern besser geht, als ihnen, um sich gegen deren Ansprüche auf wirtschaftliche Mitversorgung, die mit einer Einschränkung des eigenen Wohlstandes einhergeht, besser verwehren zu können.

Die Begrenzung einer Identität auf eine bestimmte Gruppe, die machtpolitisch vorgeben ist, ist nur scheinbar künstlich geschaffen, vor allem in der heutigen Betrachtung, die die Evolution des Lebens auf der Erde, aber auch die Geschichte des Menschen von ihren Anfängen her außen vor lässt. Allianzen, Verbände, Gruppen, Clans, Stämme, welche Bezeichnung man auch immer wählen mag, beruhen immer auf gemeinsamer Herkunft, Besiedlung des gleichen Raumes, was das „Heimatgefühl“ ausbildet, auf der Wahrung und Verfolgung gemeinsamer Interessen und bilden einen einigermaßen sicheren Hort, in dem es sich leben lässt. Da geht es um den Schutz der Ressourcen, damit die materielle Sicherheit gewährleistet ist, und es geht um den Schutz nach außen, wo immer Begehrlichkeiten , die auch nur projiziert sein können, weil man die eigene Begehrlichkeit auch dem anderen unterstellt, eine Gefahr darstellen. Die Ansprüche von außen auf „Mitversorgung“ , die natürlich bedeutet, dass man teilen muss, was man eigentlich lieber für sich selbst behält, werden als Bedrohung erlebt. Das aber ist genau der Punkt, an dem sich das entfaltet, was uns Menschen von den anderen hochentwickelten Arten unterscheidet, obwohl es auch bei Tieren vereinzelte Beispiele für Solidarität über die eigene Art hinaus gibt.

Dieser auf nationaler Ebene wirksame Sozialismus, der sich international als asozialer Egoismus niederschlägt, stellt die Wurzel aller Deutschen dar, die die Weimarer Republik abgewählt hatten, um sich gemeinsam gegen die Reparationsforderungen der Siegermächte des 1. Weltkrieges zu wehren.

Der Unterschied nach dem verlorenen 2. Weltkrieg, den alle Deutschen als eine narzisstische Kränkung empfanden, weil der ihr von Größenwahn geprägtes Selbstbild von einer weltweit wirtschaftlich und politisch führenden Nation beschädigt hatte, war der, dass die Ostdeutschen von einer Diktatur in die nächste gelangten, bei der sie zum Sozialverhalten den eigenen Landsleuten gegenüber gezwungen wurden, während die Bevormundung der Westdeutschen sich auf das Wiederaufrüstungsverbot beschränkte, wonach schon wenig später verstoßen wurde, indem man behauptete, es sei notwendig, sich gegen die russische Bedrohung wehren zu können.

So war es nicht der Sozialneid, der im Osten die Bewohner dazu trieb, sich gegen die kommunistische Bevormundung aufzulehnen, wo das Gemeinwohl vor dem Wohl des Einzelnen rangierte, sondern die Gier nach Herrschaftsfreiheit, um ihren asozialen Bestrebungen genauso ungehindert nachkommen zu können, wie es ihrer Meinung nach im Westen der Fall war.


Das siehst Du sehr negativ, bzw stellst Du sehr negativ dar. Es scheint so, dass den Menschen das tiefe Bedürfnis nach Freiheit kennzeichnet. Und deshalb würde ich nie den negativ konnotierten Begriff GIER hier verwenden, sondern SEHNSUCHT. Sie kommt von innen. Auch Bevormundung, um dem Gemeinwohl vor dem Einzelwohl Vorrang einzuräumen, ist eine Ausübung von Macht. Ausgewogenheit zwischen Gemeinwohl und Einzelwohl brauchen alle Menschen und ist deshalb politisch immer anzustreben, was ja auch im Wesen der Demokratie als Ziel verankert ist, letztlich aber ein Idealzustand, dem man sich immer nur annähern bzw der immer nur als labiles Gleichgewicht kurzfristig zu erreichen ist, das Zünglein an der Waage neigt sich mal nach der einen, dann nach der anderen Richtung und verharrt gar scheinbar wie festgebacken.





Dass aber auch im Westen nicht Jeder tun und lassen KONNTE, was er hätte können DÜRFEN, wenn er die Macht dazu gehabt hätte, war Denen nicht klar, die noch vor dem Mauerbau „rübermachten“, um auch in den Genuss des Kapitalismus zu gelangen, dem man fälschlicherweise die Ursache eine allgemeinen Wohlstandes zuschrieb, den es gar nicht gab – ähnlich wie Leute aus sogenannten Dritte-Welt-Ländern auch nicht begreifen können, wie teuer das Leben in dem Lande ist, wo scheinbare Milch und Honig fließt, und die Seife so viel besser riecht, als bei ihnen zuhause.

So war es für viele Republikflüchtlinge eine herbe Enttäuschung zu sehen, dass im Westen die sozialen Mechanismen fehlten, die man im Osten mittlerweile für selbstverständlich zu betrachten gelernt hatte. Dafür, dass angeblich ja auch eine ebenso starke Flüchtlingswelle von West nach Ost stattgefunden habe, fehlt jede Begründung, denn gerade Diejenigen reichen Bürgerssöhne die sich für mehr Sozialismus begeisterten, hatten es ja gar nicht nötig, sich in eine Diktatur zu begeben, wo man sie dazu zwang, von ihrem Reichung Etwas abzugeben, um dafür der Sozialleistungen, die sie gar nicht benötigten, teilhaftig zu werden.

Nachdem die Grenzen wieder geöffnet wurden, legte sich bei den meisten Ostdeutschen die Begeisterung über die neue Herrschaftsfreiheit schnell wieder, nachdem die 100 DM Begrüßungsgeld aufgebraucht waren, und sie merkten, wie viel Kampf es kostete, im Westen am Reichtum Derer teilhaben zu können, die – genauso wie sie selber – nicht bereit waren, ihren Besitz mit Anderen zu teilen, sodass die Grenze, die die Bedürftigen und die Nicht-Bedürftigen in zwei Lager teilt, nicht auf einer künstlichen Spaltung beruht, mit der man den Bedürftigen nur eingeredet hat, sie seien bedürftig, obwohl sie es gar nicht sind, um sie gegen Diejenigen aufzuhetzen, die mehr haben, als sie, sondern auf der Tatsache, dass dieses tatsächlich der Fall ist.

Es ist also die „maßlose Gier nach immer mehr, als das, was man gerade besitzt“ - was auch die Rechte auf „Sozialleistungen im Falle der Bedürftigkeit mit einschließt, ohne dabei eine entsprechende Eigenleistung erbringen zu müssen“, was die Reichen, die weniger für ihr Geld arbeiten müssen, als die Armen, in Ost und West genauso zusammenschweißt, sowie die Ärmeren der Neid auf die Reicheren, weil sie niemals in deren Lage kommen, so viele Reichtümer anzuhäufen, um letztlich nur noch ihr Geld, bzw. Andere für sie arbeiten zu lassen.

Dass jeder Bevölkerungsteil dabei den Anderen braucht, um ihn als Ursache allen Übels darstellen zu können, unterscheidet die Zustände innerhalb einer Nation in keiner Weise von den internationalen, wo ganze Völker als Verursacher diskriminiert werden, sodass eine friedliche Koexistenz weder auf nationaler noch auf internationaler Ebene möglich ist, solange keine Notwendigkeit auf Verzicht besteht, der weltweit durch eine gemeinsame Bedrohung aller Menschen gleichermaßen gegeben ist, wie etwa die einer viruellen Pandemie oder der Invasion von Aliens aus dem Weltraum, die dann anstatt der Ossis und Wessis oder der Linken und Rechten als Bösewichter herhalten müssen, um vom eigenen sozialen Versagen abzulenken.
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