BilderBerger hat geschrieben: Sobald aber jemand etwas zu bieten hat, gerät er sofort in die Gefahr, käuflich zu sein, und dies um so mehr, je größer der Hunger ist.


oder er hat einen so großen Macht-Hunger, dass er sich korrumpieren läßt.....

mit dem arm und reich sein - das ist so eine Sache.....
der eine ist nicht reich - fühlt sich aber reich.....der andere ist reich - fühlt sich aber nie reich genug......
bei Menschen, die sich nie reich und mächtig genug fühlen, bietet sich die Korruption als Mittel zum Zweck an....
Korruption ist der Totengräber des Rechtsstaats.

Wenn Gesetzr käuflich werden, hat kein Richter mehr zu entscheiden.
So geschehen in unserem schönen Ö, wo eine mafiöse Glücksspielgesellschaft sich ein neues Glücksspielgesetz gekauft hat.
Parteispenden im Austausch gegen ein Gesetz und einige einflußreiche Pöstchens.

Und - nachdem das Gesetz geändert wurde, schaut die ganze Geschichte noch dazu so aus, als wäre sie rechtens.

Die Gerichte arbeiten daran .....
@Filippa
Korruption in armen Ländern entsteht oft, wenn die "Regierenden" - egal welcher Partei/welchem Staatsgefüge sie angehören - Korruption als Mittel zum Zweck benutzen, um das Volk dumm und arm zu halten....

wenn die ärmeren ein Pöstchen haben wollen, müssen sie die Reicheren bestechen, wenn sie selber reicher werden wollen .....

vor ca. 10 Jahren war ich in Griechenland im Urlaub - eine Bekannte konnte griechisch und sagte mir, dass der Mann zu seiner Frau gesagt hat:
wenn du zum Arzt gehst, nimm 50 Euro mit.....
wenn so etwas durch alle Schichten geht, macht es nicht nur den einzelnen Mitbürger ärmer - sondern es fehlt Geld in der Staatskasse......
Griechenland hat lange gebraucht, bis es wieder einigermaßen auf die Beine kam.....
habe auch noch in Erinnerung, dass Rente an Tote ausgezahlt wurde.....Swimmingpools wurden mit Tarnnetzen abgedeckt, damit weniger Steuer gezahlt werden mußte usw....usw....
Korrupte Politiker sind eher unsolidarisch miteinander, was bedeutet, dass sie Einzelkämpfer sind, die sich nicht mit ähnlich Pflichtvergessenen gemeinsam gegen Diejenigen verschwören, die sie dabei um ihr Recht betrügen, von ihnen im Parlament vertreten zu werden, und sie sind erst recht nicht dazu bereit, ihre empfangenen Bestechungsgeschenke mit anderen Korrupten redlich zu teilen.

Ob sie überhaupt solidarisch mit Denen sind, die sie bestochen haben, ist auch fraglich, denn ein Korrupter hat nur den Eigennutz im Sinn, was bedeutet, dass es ihm egal ist, von wem er sich bestechen lässt, denn er legt sich immer mit Demjenigen ins Bett, der ihm das Meisten dafür bietet.

Der Korrupte ist nicht etwa erst dann korrupt, wenn er einem verlockenden Angebot nicht widerstehen kann, sodass er seine Pflichten vergisst, wie es in dem schönen aber falschen Spruch: „Macht korrumpiert!“ heißt, sondern seine Loyalität (Gesetzestreue) ist von vornherein nicht da, sodass er kein moralisches Rückgrat besitzt, mit dem er der Versuchung, sich kaufen zu lassen, widerstehen könnte.

Das Argument, dass nur arme, unterbezahlte Beamte des Königs oder Angehörige einer mehrheitlich gewählten Regierung zur Korruption neigen, ist plausibel, wobei man dazu sagen muss, dass dieser Status ja auch einen gewissen Wert hat, weil man damit über Einiges mehr an Einfluss ausüben kann, als Andere, was auch Macht bedeutet, bei der man es gar nicht mehr nötig hätte, seine angebliche Machtlosigkeit mit der Annahme von Bestechungsgeschenken aufheben zu müssen.

Hier geht es wohl eher um die Art der Nötigung, bei der als Alternative zur „Annahme eines Bestechungsgeschenkes“ noch die „Drohung mit negativen Konsequenzen bei Gehorsamsverweigerung“ eine wichtige Rolle spielt, sodass man das mafiöse Angebot gar nicht abschlagen kann, ohne dabei erhebliche Nachteile zu riskieren, die bis zum Fenstersturz oder Sturz aus einem Heißluftballon reichen können, wo Betonfüße zu sehr auf die Identität der Bestecher hinweisen würden.

Diese unheilige Allianz zwischen den Bestechern mit der Macht des Kapitals und den Bestochenen mit der Macht des politischen Einflusses gegen den Rest der machtlosen Bevölkerung lässt sich hingegen leicht bei unpopulären Entscheidungen nachweisen – auch wenn man keinen Aluhut trägt, und professioneller Verschwörungs(theo-re)Tiger ist.

Das Selbe gilt für die Allianzen mit Denjenigen, bei Denen die zurückgekommenen Götter noch ihre Hände mit im Spiel haben, welche bekanntermaßen ja gar keine Personen, sondern nur Tugenden sind, wie z.B. die Ehrlichkeit oder Aufrichtigkeit, mit der man hypothetisch ja auch jeder Verführung beharrlich widerstehen könnte, wenn man das denn um seines ewigen Seelenheiles Willen denn wollte.

So sind auch korrupte Personen, die nicht als Verwalter gemeinschaftlicher Belange tätig sind, und für die Übernahme von Amtspflichten auch mit entsprechenden Machtbefugnissen belohnt werden, schon bereits VOR ihrem Amtsantritt korrupt, nachdem sie Alles drangesetzt haben, um den begehrten Posten zu ergattern, der ihnen die Korruption überhaupt erst ermöglicht, und NICHT erst danach.
ja - korrupte Beamte sind Einzelkämpfer, denn jeder kocht sein eigenes Korruptions-Süppchen.....

und auch das schädigt den Staat....

Ökonomen sagen, dass es ein bis zwei Generationen dauert bis ein Demokratie-Verständnis entsteht....

Griechenland wird als Wiege der Demokratie bezeichnet....
dennoch ist das Land vor einigen Jahrzehnten direkt von einer Militär-Diktatur in die Demokratie geschlittert.....
die Bevölkerung war gewohnt, den Staat zu betrügen, damit sie ihre Familie durchbringen konnten....
das Bewußtsein, dass die Summe jedes einzelnen Bürgers den Staat ausmacht - dass jeder Einzelne zur Füllung der Staatskasse beiträgt......das braucht Zeit....

dieses Problem besteht auch in einigen osteuropäischen EU Staaten....

Fazit:
fehlendes oder geringes Demokratieverständnis kann Korruption begünstigen....
filofaxi hat geschrieben: Korrupte Politiker sind eher unsolidarisch miteinander, was bedeutet, dass sie Einzelkämpfer sind, die sich nicht mit ähnlich Pflichtvergessenen gemeinsam gegen Diejenigen verschwören, die sie dabei um ihr Recht betrügen, von ihnen im Parlament vertreten zu werden, und sie sind erst recht nicht dazu bereit, ihre empfangenen Bestechungsgeschenke mit anderen Korrupten redlich zu teilen.

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Hm, @ filofaxi,
bei den großen Rädern, die da gedreht werden, kann es gar nicht nur Sache eines einzelnen sein, ein korrupter Mensch braucht Helfershelfer auf verschiedenen Ebenen, „treue Ergebene“ gar, mit denen er zwar nicht unbedingt „fair“ teilen wird, zu deren Gunsten aber Ämter und Positionen versprochen werden. „Ergebene“ korrumpierbare helfendeGeister braucht er bis hin in die Rechtssprechung, wo allfällige Entscheidungen zu seinen Gunsten laufen müssen.
Bekanntes Beispiel, aber nur eines von vielen:
„Helmut Kohl hat eingeräumt, jahrelang Geld in Millionenhöhe angenommen und dessen Überweisung auf Konten veranlasst zu haben, die von den üblichen Konten der Bundesschatzmeisterei der Christlich Demokratischen Union (CDU) getrennt waren. Über diese Gelder hat er nach eigenem Gutdünken verfügt. Bislang verschweigt Kohl entgegen den Vorschriften des Gesetzes über die politischen Parteien die Identität der Spender [9] . Das gegen ihn wegen des Verdachts der Untreue eingeleitete staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren wurde nach Zahlung einer Auflage in Höhe von 300 000 DM gemäß § 153 a StPO eingestellt. Dies bedeutet aber keineswegs, dass die strafrechtlichen Vorwürfe unbegründet waren. Es steht mittlerweile vielmehr fest, dass der ehemalige Kanzler der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen seiner politischen Funktionen den Straftatbestand des § 266 StGB schuldhaft verwirklicht hat [10] . Aus schwer einsehbaren und vermittelbaren Gründen hat die Justiz von der Eröffnung des Hauptverfahrens abgesehen. Sie hat die verfahrensrechtlichen Möglichkeiten einer "geräuschlosen" Erledigung (§ 153 a StPO) genutzt“.
Zitiert aus:
https://www.bpb.de/apuz/26102/organisie ... korruption
„Geräuschlose Erledigung“….da muss man viel schmieren, versprechen, in Aussicht stellen.
Von diesen "schwarzen Konten" haben viele gewusst und sich ihr Schweigen ...in welcher Währung auch immer...bezahlen lassen .
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Ob sie überhaupt solidarisch mit Denen sind, die sie bestochen haben, ist auch fraglich, denn ein Korrupter hat nur den Eigennutz im Sinn, was bedeutet, dass es ihm egal ist, von wem er sich bestechen lässt, denn er legt sich immer mit Demjenigen ins Bett, der ihm das Meisten dafür bietet.
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Genau. Und deshalb gibt es ja die Verstrickung zwischen organisierter Kriminalität und "organisierter Korrumpierbarkeit", wie sich ja z. B. jetzt bei den bekanntgewordenen Details zur Geldwäsche zeigt.
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Der Korrupte ist nicht etwa erst dann korrupt, wenn er einem verlockenden Angebot nicht widerstehen kann, sodass er seine Pflichten vergisst, wie es in dem schönen aber falschen Spruch: „Macht korrumpiert!“ heißt, sondern seine Loyalität (Gesetzestreue) ist von vornherein nicht da, sodass er kein moralisches Rückgrat besitzt, mit dem er der Versuchung, sich kaufen zu lassen, widerstehen könnte.

Das Argument, dass nur arme, unterbezahlte Beamte des Königs oder Angehörige einer mehrheitlich gewählten Regierung zur Korruption neigen, ist plausibel, wobei man dazu sagen muss, dass dieser Status ja auch einen gewissen Wert hat, weil man damit über Einiges mehr an Einfluss ausüben kann, als Andere, was auch Macht bedeutet, bei der man es gar nicht mehr nötig hätte, seine angebliche Machtlosigkeit mit der Annahme von Bestechungsgeschenken aufheben zu müssen.

Hier geht es wohl eher um die Art der Nötigung, bei der als Alternative zur „Annahme eines Bestechungsgeschenkes“ noch die „Drohung mit negativen Konsequenzen bei Gehorsamsverweigerung“ eine wichtige Rolle spielt, sodass man das mafiöse Angebot gar nicht abschlagen kann, ohne dabei erhebliche Nachteile zu riskieren, die bis zum Fenstersturz oder Sturz aus einem Heißluftballon reichen können, wo Betonfüße zu sehr auf die Identität der Bestecher hinweisen würden.

Diese unheilige Allianz zwischen den Bestechern mit der Macht des Kapitals und den Bestochenen mit der Macht des politischen Einflusses gegen den Rest der machtlosen Bevölkerung lässt sich hingegen leicht bei unpopulären Entscheidungen nachweisen – auch wenn man keinen Aluhut trägt, und professioneller Verschwörungs(theo-re)Tiger ist.

Das Selbe gilt für die Allianzen mit Denjenigen, bei Denen die zurückgekommenen Götter noch ihre Hände mit im Spiel haben, welche bekanntermaßen ja gar keine Personen, sondern nur Tugenden sind, wie z.B. die Ehrlichkeit oder Aufrichtigkeit, mit der man hypothetisch ja auch jeder Verführung beharrlich widerstehen könnte, wenn man das denn um seines ewigen Seelenheiles Willen denn wollte.

So sind auch korrupte Personen, die nicht als Verwalter gemeinschaftlicher Belange tätig sind, und für die Übernahme von Amtspflichten auch mit entsprechenden Machtbefugnissen belohnt werden, schon bereits VOR ihrem Amtsantritt korrupt, nachdem sie Alles drangesetzt haben, um den begehrten Posten zu ergattern, der ihnen die Korruption überhaupt erst ermöglicht, und NICHT erst danach.


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Da stimme ich unumwunden zu, gehe gar noch einen Schritt weiter und frage mich, ob die Vorstufe zur Korruption nicht schon in dem sogenannten "networking" begründet liegt, mit denen Männer sich so erfolgreich in Positionen hieven oder gehievt werden, lange bevor Frauen überhaupt merken, dass entsprechende Posten demnächst "ausgeschrieben" werden, ja, in Anführungszeichen gesetzt.
also hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus....
ja - das könnte eine Vorstufe der Korruption sein...
Oder, @ Gundulabella: Eine Hand wäscht die andere. :roll:
Filippa1 hat geschrieben: Oder, @ Gundulabella: Eine Hand wäscht die andere. :roll:


gerade läuft doch eine gute Diskussion - das Thema wird von allen Seiten beleuchtet...d.h. jeder von uns spricht einen anderen Aspekt an....
soll ich jetzt auch die Augen rollen ?
Nee, sollste nicht, @ Gundulabella. Das Augenrollen gilt dem elenden Prinzip : Eine Hand wäscht die andere. Alles klaro?
Filippa1 hat geschrieben: Nee, sollste nicht, @ Gundulabella. Das Augenrollen gilt dem elenden Prinzip : Eine Hand wäscht die andere. Alles klaro?


jo.....und weiter gehts.....
Herrschen kann man nicht, indem man seine Vormacht, die man über Andere hat, redlich mit ihnen teilt, weil man die damit – wie gesagt – ja verlöre, sodass man sich wohl oder übel mit ihnen arrangieren müsste, indem man einen Kompromiss aushandelt, anstatt alleine darüber bestimmen zu können, was getan oder nicht getan wird.

Dazu gehört auch das „Herrschen durch gleichmäßiges ZU-Teilen“, indem man allen Dienern gleich wenig gibt, womit man als „gerecht“ dasteht, oder aber indem man Einigen mehr als den Anderen gibt, um sie sich zu Dank zu verpflichten, was in den Augen der Benachteiligten dann als ungerecht wirkt.

Mit diesem Teilen wird aber auch die Front der potenziellen Aufrührer in zwei Lager geteilt, wie etwa in Mann und Frau, rechts und links oder schwarz und weiß etc. und somit verhindert, dass sich beide miteinander gegen Einen solidarisieren.

Herrschaftsfreiheit für die Dienenden (das Volk, die Familie oder die Arbeiter in einer Firma) bedeutet insofern immer, dass sich zwei gleichstarke Herrscher gegenseitig in Schach halten, sodass sie keine Energie mehr übrig haben, ihre Dienerschaft schikanieren zu können, um täglich zu beweisen, dass sie die Stärksten sind und sich daher das alleinige Bestimmungsrecht darüber herausnehmen können, wer bevorzugt, benachteiligt oder gleichberechtigt und -verpflichtet wird, um ihnen optimal zu Diensten zu sein.
auf der einen Seite gibt es das "Herrschen wollen"......Macht haben wollen über andere - andere Menschen beeinflussen "in den Griff bekommen" wollen....

auf der anderen Seite steht das Bedürfnis nach einem Team....
gerade in der modernen Arbeitswelt wird Team Arbeit immer wichtiger....
während sich ein "Anführer" oft überschätzt und damit die Firma schädigt - besteht ein Team aus teilweise sehr unterschiedlichen Menschen, die gerade deshalb über eine große Bandbreite von Lösungsmöglichkeiten verfügen....

heute werden Teams bevorzugt, denn sie nützen einer Firma mehr als ein Chef, der seine Aufgabe hauptsächlich darin sieht, seine Mitarbeiter kontrollieren zu müssen
(eigene Erfahrung)

in Diktaturen ist die Machtposition des Herrschenden stark verknüpft mit einer Ohnmachts-Position des Volkes....
das wird immer besser verstanden - u.a. durch das Internet, das weltweit Einblicke bietet....
vielleicht regt sich gerade deshalb aktuell ein immer größerer Widerstand....
SPD-Abgeordneter: 'EU könnte an Rechtsstaatsfrage zerbrechen'

Auszug:

"Es gibt leider immer mehr Regierungen in EU-Mitgliedstaaten, die sich von demokratischen Grundwerten entfernen, die Unabhängigkeit der Justiz einschränken und selbst korrupt handeln", fügte der Chef der SPD-Abgeordneten im Europaparlament hinzu. Darunter seien nicht nur Polen und Ungarn, sondern auch Tschechien, Slowenien und Bulgarien. "Die bulgarische Regierung, deren Abgeordnete hier zur christdemokratischen Fraktion gehören, verwandelt den Staat in eine veritable Kleptokratie", kritisierte Geier.
Mein Eindruck ist, dass im europäischen Raum vieles auch in einer Art voraus-eilendem Gehorsam geschieht. Da haben die Lobbyisten schon im Ansatz nichts mehr zu tun. Es ergibt sich die These, ob vorauseilender Gehorsam zur Definition: Korruption bereits dazu gehört. Bitte mal diskutieren !!
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