Ich schreibe ganz neutral dazu: Meinen Glückwunsch Herr Biden!

Ich hoffe, dass das jetzt so bleibt und Herr Trump erkennt, dass seine Amtzeit bald beendet ist und die Stimmung in den USA friedlich bleibt.
Was haben solche Sympathiekundgebungen bitteschön mit politischer Filosofie zu tun? Nada, oder?

@ Gundulabella

….der Alphawolf lebt mit der Alphawölfin jahrelang zusammen.....
wenn die Jungen alt genug sind, wandern sie teilweise weite Strecken, um eine Partnerin zu finden...


Da man in einer Partnerschaft zwischen Gleichstarken weder eine mehrheitliche Abstimmung vornehmen kann, um damit die Vorherrschaft zu erlangen und dann alleine entscheiden zu können, noch in der Lage ist, dem Partner nach guter alter Mafia-Sitte ein Angebot zu machen, was er nicht ausschlagen kann, bleibt nur noch der Zwang zum sozialen Kompromiss, bei dem beide Parteien Abstriche von ihren Vorstellungen machen müssen, um überhaupt zu einer gemeinsamen Entscheidung zu gelangen.

Damit aus der Demokratie als einer interessengebundenen Parteienverwaltung keine Parteidiktatur wird, bedarf es also nicht nur zweier gleichstarker Parteien, sondern auch einer dritten, stärkeren Instanz, welche verhindert, dass Jene sich zum Nachteil Derer miteinander verbünden, deren Belange sie eigentlich nur verwalten sollen, ohne sie dabei jedoch zu unterdrücken und für ihre Zwecke auszubeuten.

Hier ist die Herrschaftsfreiheit der Verwalteten gegenüber den Verwaltern das oberste Gebot in einer echten Demokratie.

Dass innerhalb der Verwaltungsparteien aus Gründen der Effizienz politischen Handelns eine Befehlshierarchie existieren muss, weil bei Stimmengleichheit zweier Parteien oder bei einer Unfähigkeit beider Parteien, sich auf einen gemeinsamen Kompromiss zu einigen, ein zeitnahes Entscheiden unmöglich wäre, berechtigt einen Parteiführer jedoch noch nicht dazu, diese Befehlsgewalt gegenüber seinen Parteigenossen zum eigenen machtpolitischen Zwecke zu missbrauchen, weil sonst aus einer herrschaftsfreien, demokratisch strukturierten Parteienverwaltung eine Parteidikatur würde, wie es in der deutschen, realdemokratischen Republik der Fall war, bei der nicht nur primär die Verwalteten von einem Diktator unterdrückt wurden, sondern auch die Verwalter selber.

Da Die die Demokratie in ihrer idealistischen Bedeutung als einer „herrschaftsfreien Selbstverwaltung der allgemeinen Belange in einem Staate durch die Bevölkerung selber“, die in der Tat organisationstechnisch genauso wenig möglich ist, wie die herrschaftsfreie Selbstverwaltung einer Partei, sich alternativ die Verwaltung einer Partei mit einer innerpolitischen, hierarchisch gegliederten Herrschaftsstruktur an, die Nichts mit einer „diktatorischen Verwaltung der allgemeinen Belange in einem Staate von Seiten einer mehrheitlich gewählten Clique (griech: demoi = der Bund oder die Partei, und nicht die gesamte Bevölkerung), zu tun hat, an deren Spitze ein Alleinherrscher steht.

Das Problem dabei ist, dass es bei dieser innerparteilichen Herrschaft von Parteiführern über die Mitglieder ihrer Parteien nicht bleibt, sondern dass sie natürlicherweise geradewegs zur alleinigen Diktatur über den ganzen Staat durch Denjenigen führt, der sich zuvor mehrheitlich von allen Wahlberechtigten im Staate zum Präsidenten wählen hat lassen, was ja eigentlich durch die Aufteilung in mehrere verschiedene Interessenvertretungen (Parteien) im demokratischen Parlament, welche die Pflicht haben, sich auf friedliche Weise gemeinsam um das Wohl Aller zu kümmern, verhindert werden soll.

Daher kann die Wahl eines machtbesessenen Dikators anstatt einer Partei mit einem Parteiprogramm niemals zu einer angemessenen Interessenvertretung der Wähler im echten, demokratischen Parlament führen, denn bekanntlich lässt die Katz das Mausen auch dann nicht, wenn sie bereits längst pappsatt ist, sofern Niemand sie daran hindert.
im Falle der USA hat die Demokratie gesiegt - wenn auch knapp....
manche meinen sie hätten als Präsident ewige Immunität - falsch gedacht....

Mit seinem Platz im Weißen Haus würde Trump auch seine Immunität verlieren. Ihn erwarten dutzende Klagen. Dabei geht es um Betrug, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und sexuellen Missbrauch.

https://www.n-tv.de/politik/Vom-Oval-Of ... obal-de-DE

Auszug

In mehr als 30 Verfahren ist Trump angeklagt. Laut "New York Times" sind davon Zwölf Untersuchungen des Kongresses. Zehn Prozesse laufen demnach auf Bundesebene, acht auf Ebene der Bundesstaaten gegen ihn. Es geht unter anderem um Betrug, Steuerhinterziehung, Geldwäsche, den Missbrauch von Spendengeldern und sexuellen Missbrauch.
.........
.........
Ein weiterer Prozess erwartet Trump in der Hauptstadt. Der Staatsanwalt von Washington D.C. ermittelt. Zu seinem feierlichen Amtsantritt Anfang 2017 hatte der damalige President elect seine gesamte Entourage im örtlichen Trump Hotel untergebracht. Einem Bericht von NBC zufolge wurde die Beherbung mit Wahlkampfspenden bezahlt - und die Rechnung, die sich Trump gewissermaßen selbst geschrieben hat, war völlig überhöht. Demzufolge flossen mehr als eine Million Dollar an Spendengeldern in Trumps Unternehmen - unter anderem für eine große Party für seine Kinder.
Verdandi hat geschrieben:
Migranda hat geschrieben: (» 15.10.2020, 10:09h)

Ja, eine 3., nationalsozialistische Partei kann eine fatale Rolle spielen...

Aber Entscheidung zwischen gleichwertigen Übeln bei Rep. und Demokraten in den USA??
Jedenfalls ich werde jubeln, falls es Biden schaffen sollte...-

- Wenn wir nach Belarus schauen, können wir z.Zt. sozusagen "live" "mitverfolgen", wie ungeheuer schwer es ist, nach vielen Jahren der Diktatur, eine Demokratie zu begründen, wenn der Diktator nicht bereit zu Neuwahlen ist, auch weil eine Großmacht ihm weiterhin den Rücken stärkt, und seine Wahl anerkannt hat.
Und welch eine fatale Rolle wirtschaftliche Abhängigkeit von einer autoritären, illiberalen Demokratie spielt, falls eine echte Demokratie ersehnt wird.
Die Belarussen fühlen sich eng verbunden mit der russ. Kultur, und sie konnten dank finanzieller Unterstützung Putins in den letzten beiden Jahrzehnten so einigermaßen über die Runden kommen.
Ermordung von etwa 3 (?) Oppositionellen durch die Sonderpolizei (Omon?) vor etwa 10 J. (?) nahmen sie hin, verdrängten sie irgendwann...-
Polizei und Armee stehen weiterhin zu Lukaschenko, nur wenige Soldaten und Polizisten wagten es, die Seiten zu wechseln, bzw. können es sich finanziell leisten, falls sie Kinder haben.-
Die bewundernswert mutige Oppositionelle Kolesnikowa, die an der Grenze ihren Ausweis zerriss, als sie abgeschoben werden sollte, und nun in Haft ist, hegte die Hoffnung, mit Putin verhandeln zu können.
Sie bat ihn darum, sich nicht einzumischen, und es den Belarussen zu ermöglichen, einen eigenen Weg zu finden, trotz tiefer Verbundenheit mit Russland.
Aber schon bald danach versprach Putin eine massive finanzielle Unterstützung Lukaschenkos.

@ Migranda,
ich stimme mit Deinem Beitrag sehr überein. :)

Ein wesentliches Übel in den USA ist das Mehrheitswahlsystem, wie ich es hier schon mal ausführlich dargelegt habe, weil es eine ungute Blockbildung gefördert hat, die wiederum weit davon entfernt ist, den Bürgerwillen annähernd differenziert auszuführen.

So hat sich sowohl aus den Republikanern als auch den Demokraten jeweils ein Sammelbecken verschiedenster politischer Orientierungen gebildet – bilden müssen, weil das System keine weiteren, kleineren Parteien zulässt, deren Kandidaten eine Chance haben würden, nach einem Verhältniswahlsystem über Liste gewählt zu werden.

Natürlich greifen sich Vertreter der beiden großen Parteien jeweils den radikalsten Flügel bei der gegnerischen Partei heraus, um alle Parteimitglieder anzuprangern, so zu sein. (Bei Trump sind alle Demokraten Ultralinke, die dem Volk die Freiheit nehmen wollen usw.)

Wer im Vergleich dazu das gelegentlich wechselnde Koalitionsgebaren zwischen den größeren und kleineren Parteien in unserem Land verunglimpft, wie Filofaxi das ja gerne immer mal wieder tut, weiß leider nicht zu schätzen, wie gut wir es hier haben!

Er müsste sich dabei nur vorstellen, wie amerikanische Verhältnisse sich bei uns auswirken würden: Da gäbe es auf der einen Seite einen Block aus heutiger CDU/CSU, FDP und AfD – und auf der anderen Seite einen aus heutiger SPD, Grünen und Linke. ... Also, na gut – ich hätte es da nicht sonderlich schwer mit meiner Wählerstimme. :wink: Aber so mancher Konservative mit Sicherheit schon ...

Und das Experiment Schwarz/Grün wäre in dieser Konstellation schlicht unmöglich. Ob das nun wirklich schade wäre, weiß ich nicht. Aber die große Koalition, die m.E. einige soziale Verbesserungen gebracht hat, hätte es natürlich nie geben können. Und so mancher ehemalige SPD-Anhänger sagt jetzt, der Klimaschutz habe heute absoluten Vorrang vor dem Schutz vor Arbeitslosigkeit (z.B. in der Verbrennungsmotor-Autoindustrie!), so dass er tatsächlich auf Schwarz/Grün setzt.

Ich finde jedenfalls, dass die freie („blockübergreifende“) Möglichkeit, immer mal wieder neue Konstellationen von Koalitionen zu bilden, nicht nur hilfreich dafür ist, Denkblockaden zu überwinden, sondern insbesondere auch sehr geeignet dafür ist, die Potentiale des Parteiensystems auszuschöpfen und dieses flexibel zu halten – zum Nutzen unserer Demokratie.

(... Natürlich ganz abgesehen davon, dass ich mir als zweites Standbein der Bürgerbeteiligung abseits des parlamentarischen Parteiensystems die Installation von Bürgerräten wünschte, wie ich ebenfalls schon des Öfteren dargelegt und begründet habe.)


Das waren der bislang letzte Beitrag von @Migranda und meine Antwort darauf.
Sie hat nach eigenem Bekunden jetzt ebenfalls Grund zum Jubeln, da Joe Biden die Wahl gewonnen hat. :)

... Aber ich habe sie seit über drei Wochen hier nicht mehr posten sehen – und vermisse sie! :|

Weiß jemand, ob es ihr gut geht?



leider nicht - bin sehr in Sorge....
Herzlichen Dank für Eure Nachfrage!!! Sie hat mir gut getan...
Hab gerade im Forum "Wellness und Gesundheit" berichtet, wie es mir erging.

Ja, trotz meiner Misere juble ich über Bidens Sieg!!!
Mein Gott, der war verdammt knapp...
Im Krankenhaus fragte ich immer wieder Schwestern und Pfleger, wie es steht...
Sie hatten keine Ahnung, schauten aber nach, und berichteten mir kurz.

Wie wichtig doch Tugenden wie ein gewisser Anstand und Wahrhaftigkeit z.Bsp. sind, und wie destruktiv für die politische Atmosphäre in einem Land sich deren Mangel bei einem skrupellosen und autokratisch regierenden Präsidenten auswirkt.
Mööönsch Migranda
ich bin so froh, dass Du wieder da bist !

Liebe Migranda,
wie schön, wieder von Dir zu hören bzw. zu lesen! :D
Ich hoffe, Du bist bald wieder gesund!
Liebe Grüße!


@ Migranda

Es ist ein gutes Zeichen, dass du dich für die Ereignisse in der Welt interessierst.

Durch einen Präsident Biden wird es genau so viele Probleme geben, aber das Finden von Lösungen ist bestimmt konstruktiver. Genau davon werden die Menschen weltweit provitieren.

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA) v. 10.11.2020:

>>Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute mit dem designierten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Joe Biden, telefoniert. Sie hat ihn sowie die designierte Vizepräsidentin Kamala Harris zum Wahlsieg beglückwünscht. Die Bundeskanzlerin brachte den Wunsch nach einer engen und vertrauensvollen künftigen Zusammenarbeit zum Ausdruck.

Die Bundeskanzlerin und der designierte Präsident waren sich einig, dass der transatlantischen Zusammenarbeit angesichts der Vielzahl globaler Herausforderungen eine hohe Bedeutung zukommt.<<


Man kann davon ausgehen, dass der TON zwischen den Staaten wieder höflicher und der UMGANG wieder sorgsamer und damit angenehmer sein wird - trotz aller Differenzen, die mit Trumps Abwahl nicht einfach verschwinden werden.





Genau, trotz aller Differenzen wird der Umgangston nun wieder respektvoller, eben bürgerlich gesitteter werden, das wird die polit. Beziehungen sehr erleichtern.
Diese vergiftete polit. Atmosphäre gehört nun zum Glück der Vergangenheit an!---

Danke für Eure liebe Begrüßung!!!-

@CornusMas
Die Anteilnahme am polit. Geschehen in der Welt lenkt mich kinderlose Single am wirkungsvollsten von den Beschwerden ab.---

Große Sorgen bereitet mir z.Zt. die Zunahme des islamistischen Terrors.
Ein 11-jähriger Schüler drohte einer Lehrerin, sie zu enthaupten...
Las im Newsletter des "Cicero" einen Beitrag von Abdul Samad, der die Islamkonferenz aus Protest verlassen hat.
Aus seiner Sicht ist es den Politikern primär wichtig, auch von Muslimen gewählt zu werden, deshalb akzeptieren sie, dass die Islamverbände unsere an den Universitäten ausgebildeten Imame nicht akzeptieren.
Die Grünen hatten aus seiner Sicht wegen falsch verstandener Toleranz und polit. correctness besonders dazu beigetragen, die Gefahr der Radikalisierung zu unterschätzen.
Muslimische Kinder haben Angst vor der Hölle; Imame der Ditib weisen sie in den Moscheen auf die Sündhaftigkeit unserer Gesellschaft hin, in der z.Bsp. unverheiratete Paare zusammenleben können.
Die Gefahr der Radikalisierung von Jugendlichen ist groß, davon ist Abdel-Samad überzeugt, aber die Vertreter der Islamverbände verweigern ein Gespräch darüber.
@Migranda

Auch ich freue mich mit dir darüber, dass du die OP heil überstanden hast, und hoffe, dass du uns noch recht lange als Diskussionspartnerin erhalten bleibst.

….Wie wichtig doch Tugenden wie ein gewisser Anstand und Wahrhaftigkeit z.Bsp. sind, und wie destruktiv für die politische Atmosphäre in einem Land sich deren Mangel bei einem skrupellosen und autokratisch regierenden Präsidenten auswirkt. …..

Zu der Ehrwürde, das Amt eines Verwaltungsvorstandes (Präsidenten) in einem demokratisch organisierten Staat bekleiden zu dürfen, nachdem man sich durch Ehrlichkeit darum verdient gemacht und versprochen hat, den Menschen dort zu dienen, anstatt sie zu beherrschen, gehört vor Allem, dass man sich auch an seine Versprechen hält.

Ehrlichkeit wird jedoch zum Einen gerne mit Wahrhaftigkeit verwechselt, mit der Jemand sagt, was er denkt, ohne zu zu lügen, indem man fälschlicherweise davon ausgeht, dass er nur Gutes im Schilde führe, und zum Anderen mit Offenheit, mit der Jemand hemmungslos sagt, was er denkt, in der irrigen Meinung, dass ihm diese rücksichtslose Taktlosigkeit zu Ehre gereichen täte.

Am Beispiel Trump sieht man, wie Wähler die unverfrorene Offenheit ihrer Idole schätzen, welche gar keinen Hehl aus ihrer nationalistischen, rassistischen und chauvinistischen Einstellung machen, wenn sie lauthals verkünden, ihr Land „great“ machen zu wollen, wobei sie vor Allem ihre eigene Machtposition innerhalb der Regierung des jeweiligen Landes, sowie auch innerhalb der Staatengemeinschaft damit meinen.

Hinzu kommt die von dir erwähnte Religionsfeindlichkeit von Anführern der einen religiösen Interessengruppen gegen andere, die jedoch nur dann wohlbegründet ist, wenn etwa die Anführer religiöser Minderheiten in einem Lande versuchen, ihre eigenen Gesetze, wie zB in den christlichen Ländern die arabische Scharia, für gültig zu erklären, wo die Toleranz natürlicherweise ein Ende hat.

Solange sich jedoch Alle an diejenigen Gesetze halten, die im jeweiligen Lande gültig sind, gibt es durchaus eine Toleranzpflicht gegenüber Andersdenkenden, welche auch grundgesetzlich für die Anführer von anderen unterschiedlichen Interessengruppen gilt.

Wenn mit der „internationalen politischen Atmosphäre“ nicht nur die vorgetäuschte Integrität von „Verbrechern im Nadelstreifenanzug“ gemeint ist, die sich als "Wolf im Schafspelz" präsentieren, um als vertrauenswürdig zu gelten, sondern echte Bemühungen um ein friedliches, gleichberechtigtes und auch gleichverpflichtetes Miteinander, welches nicht durch Erpressung und Untreu gekennzeichnet ist, so wäre diese natürlich begrüßenswert.

Die Art eines sogenannten Wahlkampfes hingegen, bei dem Millionen ausgegeben werden, um den politischen Gegner propagandistisch zu verunglimpfen, und sich selber als den Bessere darzustellen, hat mit dem Anstand, welcher Jemandem gut zu Gesicht steht, der sich seine Würde ehrlich erworben hat, noch nicht mal der Form nach Etwas zu tun.

Hierbei zeigt sich - ganz im Gegenteil - bereits schon vor Amtsantritt ganz offen, wes Geistes Kind diese nur an der eigenen Macht interessierten Tyrannen wirklich sind – auch dann, wenn der Wähler gar keine Ahnung davon hat, wie es tatsächlich um ihre realen Machtbefugnisse bestellt ist, mit denen sie das Recht haben, ungestraft nicht nur über das Schicksal von Parteimitgliedern, sondern auch aller anderen Menschen innerhalb eines Staates bestimmen und damit herrschen zu dürfen.
@filofaxi

Sehr danke ich Dir für Deine freundliche Begrüßung!!

Zurecht weist Du hin auf die Toleranzpflicht gegenüber Andersdenkenden!
Aber was bedeutet es, dass unsere Gesellschaft offenbar nicht in der Lage ist, islamistische Gefährder rechtzeitig zu stoppen in ihrer Radikalisierung?
Die FAZ schrieb im Newsletter, vergeblich versuche unsere Regierung seit Jahren, gegen den Widerstand von rot-rot-grün- gelb, die sich für den Datenschutz engagieren, geeignetere Fahndungsmethoden (nachrichtendienstliche Mittel, Datenaustausch) anzuwenden.
Nur konservative Zeitungen und Zeitschriften berichten sorgenvoll über diese zunehmende Gefahr des islamistischen Terrors. Denn andere befürchten, Kritik am Islam könnte der Islamophobie der Rechten in die Hände spielen.
Mir ist leider nicht klar, wie dieses Thema unserer Ohnmacht bezüglich des Islamismus (auch dass die Islamverbände unsere vom Staat ausgebildeten Imame nicht akzeptieren!) mit polit. Philosophie im Zusammenhang steht, vielleicht fällt Dir dazu etwas ein??
Jedenfalls sind der säkulare Muslim Abdel-Samad und Serin Atesh, die liberale Imamin der Ibn-Ruschd-Moschee in Berlin, davon überzeugt, dass wir dem sehr fordernden, fundamentalistischen Islam nicht ausreichend gewachsen sind.
Abdel-Samad berichtete, eine Vertreterin der Islamverbände hätte ihn gefragt, was es denn bedeute, dass er immer unter Polizeischutz stände, auch wenn er sie treffe, ob er denn fürchte, sie greife ihn an. Sie fragte tatsächlich, was denn diese "Show" soll...

Die Islamverbände erhalten von unserem Staat erhebliche Fördermittel, ohne Auflagen!
Abdel-Samad ist überzeugt davon, die Islamkonferenz sei nichts weiter als eine Mogelpackung...

(Kann erst am Do. antworten, wegen des Blutdrucks kann ich mich leider nur 2 mal wöchentlich an den Debatten beteiligen.)

Philosophie kann sich mit Politik beschäftigen, sollte sich allerdings nicht darin verlieren, sondern sich darum bemühen, die allgemeinen  Bedingungen für das, was konkret  geschieht, herauszuarbeiten.

Auf diese Weise könnte man zu durchaus versöhnlichen Sichtweisen gelangen - wenn man z.B. feststellte, dass durchaus positiv begründete Absichten negative Folgen haben können. Beispiel: Die gut gemeinte Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen wie im Falle der "Multi-Kulti"-Projekte grüner Weltanschauung in den 80er/90er-Jahren, bei welchen die Gefahren extrem nationalistischer bis faschistischer Tendenzen schlicht übersehen wurden.

So gelangten z.B. die rechtsextremistischen türkischen  "Grauen Wölfe" nicht nur in die Ausländerbeiräte vieler Kommunen, sondern beherrschten diese bis in die Einflussnahme der kommunalen Tagespolitik hinein (zumindest von NRW ist mir das bekannt).

Die Politik sollte sich neue Maßstäbe, Grundsätze und Ehrenkodexe geben, die zum Ziel haben sollten, dass Fehler akzeptabel sind und die Betreffenden die Chance erhalten sollen, diese wieder gutzumachen, indem sie ihre neuen Erfahrungen auf dem Wege neuer Ideen einbringen dürfen. Und dies natürlich auch den Bürgern vermitteln.

Politikerbashing geht in der Regel von der fantastischen Vorstellung aus, dass Politiker vollkommen sein müssen, um unsere Stimmen zu verdienen. Aber niemand ist perfekt. Damit gelassener umzugehen, würde  weniger Aufregung und mehr Effizienz auf allen Ebenen nach sich ziehen.




@ Migranda

Bei aller Rücksicht auf deinen gesundheitlichen Zustand verstehe ich trotzdem deine Beiträge nicht und vor allem Teile der Wortwahl nicht.

Zu Texten der Problembeschreibung werde ich mich nicht mehr äußern.

Richtig ist, dass die Beeinflussungen von Politik und Gesellschaft aus dem islamischen Raum ziemlich deutlich sind. Ohne Lösungen für dieses Problem wird sich nichts daran ändern. Auch dazu hatte ich schon etwas geschrieben.

Aus deiner "Zeitungsschau" vermisse ich Betrachtungen zur Szene der Querdenker, die inzwischen massiv von rechtslastigen Leuten und Populisten unterlaufen sein sollen. Hier ist die geamte Gesellschaft zur Lösungsfindung aufgerufen, da uns diese Probleme alle angehen und durch die Querdenker grundsätzliche Defizite in unserer Gesellschaft aufgezeigt werden.

Zum weitern Verständnis ist folgender Beitrag:

„Das Selbstbewusstsein der Demonstrierenden wächst“

Wieso laufen Menschen bei „Querdenken“ mit, obwohl die Proteste von Rechtsradikalen unterwandert werden?

Protestforscher Dieter Rucht erklärt.

Quelle: https://www.jetzt.de/politik/querdenken ... obal-de-DE