Verdandi hat geschrieben:

"Leuchtende Vorbilder" sind auch nur idealisierte Vorstellungen, monumentgewordene Symbole, von denen alles menschliche längst abgefallen ist.

Nur das greifbare Erziehungspersonal (Eltern, Kindergartentanten und Lehrer*innen) - später abgelöst von wirklich guten Freunden - wird uns auf den rechten Weg geleiten und ein Stück lang begleiten können.

Wenn sie unsere Vorbilder sind, reicht das vollkommen, denn sie vermitteln uns nebenbei noch, dass niemand perfekt sein kann und muss und jeder im Leben zu kämpfen hat mit sich selbst und seinen Schwächen. Darum sind sie so wichtig und ist es so verheerend, wenn sie versagt haben oder gar fehlten.

Wenn wir Glück hatten, haben sie uns an die Kultur herangeführt, die wir nun eigenverantwortlich weiter in uns entfalten und weitergeben können an die nächste Generation.

leonetta hat geschrieben:

Verdandi schreibt:
Leuchtende Vorbilder" sind auch nur idealisierte Vorstellungen, monumentgewordene Symbole, von denen alles menschliche längst abgefallen ist.

Das finde ich nicht!
Beispielsweise war ‚Albert Schweizer‘ ein ‚leuchtendes Vorbild‘ -
menschlich als Arzt in Lambarene
bis zu seinem letzten Atemzug!

Es gibt viele Vorbilder.
Erst wirkt die Erziehung von Eltern, Familie und Erziehern....
Aber ab dem Erwachsensein findet der junge Mensch selbst Vorbilder, die er bewundert, denen er nacheifert.

Ich glaube, Du hast mich nicht richtig verstanden:

Vorbilder sollen, trotz aller Leistungen, die sie vollbracht haben mögen, nicht "leuchten" wie Heilige sondern menschlich bleiben in unseren Vorstellungen. Daraus kann gefolgert werden, dass wir Schrammen und Kratzer an der Oberfläche unserer Ikonen zulassen sollten, um an das menschlich Wahre darunter gelangen zu können.

Auch ein Albert Schweitzer war nicht gefeit vor Fehlern, jedenfalls kann manches an und von ihm, trotz seiner Tauglichkeit als Vorbild, durchaus auch kritisch gesehen werden:

https://www.srf.ch/wissen/mensch/albert-schweitzer-verehrt-und-verdammt

Wenn Du jetzt lächeln kannst mit dem Hinweis darauf, dass auch er "nur ein Mensch" war, fände ich das begrüßenswert.

Falls Du Dich jedoch empören solltest, weil Deines Idols strahlend weiße Weste ein paar dunkle Spritzer abbekommen hat, musst Du halt mit Deiner Empörung und Deinen Idealvorstellungen leben. – Ich muss und möchte das allerdings nicht.




Verdandi, da muß ich dir recht geben, was Albert Schweitzer angeht.
Als Kind war A.Sch. ein Idol, wurde uns allerdings auch so präsentiert, andere Vorbilder hat's ja kaum gegeben.
So habe ich ihn auch immer gesehen, bis ich eine Dokumentation über ihn sah.
Natürlich hat er große Verdienste erworben, aber er dachte über Schwarze so , wie es wahrscheinlich zu dieser Zeit das übliche Denken der Weißen war.
Man kann aus ihnen nicht eine gebildete Menschheit machen, sie sind nicht in der Lage dazu.
Er hatte auch keine privaten Kontakte, außer dienstbare Angestellte.
Trotzdem hat er natuerlich große Dienste geleistet und die Meinung der Weißen zu dieser Zeit war so, kaum einer kannte ja Schwarze, es war wie eine Attraktion. .
Else Ury, geliebte Schriftstellerin meiner Generation beschrieb in einem Band, Trotzköpfchen und ihre Enkel, den kleinen schwarzen Sklaven, den die Enkelin aus Suedamerika nach Berlin brachte, so, dass mir heute die Haare zu Berge stehen. Er war der kleine Affe, der sprechen konnte.
Auch sie hat es nicht besser gewusst, das war eben die Ansicht der damaligen Zeit.

Vorbilder haben mich meistens enttäuscht.
Ich erwartete irgendwie einen perfekten Menschen.
J.F.K. habe ich heiß verehrt auch Jackie.
Weiß Gott war er nicht perfekt, sie auch nicht.
H.Schmidt war für mich privat ohne Fehl und Tadel, war er auch nicht.
Könnte die Reihe noch fortsetzen.
@ Lionetta

...Beispielsweise war ‚Albert Schweizer‘ ein ‚leuchtendes Vorbild‘ -
menschlich als Arzt in Lambarene ….


Ganz recht, wobei sich dieses positive Vorbild besonders auf den Ehrenkodex von Ärzten bezieht, die in erster Linie dem Hippokratischen Eid verpflichtet sein sollten anstatt dem schnöden Mammon.

Es gibt auch negative Vorbilder, bei denen besonders die geburtsrechtlich bedingte „Menschlichkeit“ als besonderes Qualitätsmerkmal hervorgehoben wird, indem man sich gerne auf sein angeblich nicht zu verhinderndes, allzu menschliches Unvermögen beruft, um seine mangelnde Bereitschaft salonfähig zu machen, sich erst gar nicht um Verbesserung seiner Einstellung gegenüber Anderen zu bemühen.

Das Argument dazu lautet: „Ich bin als Erwachsener immer noch natürlicherweise so asozial, wie ich einst geboren worden bin, weil man mich toleranterweise so bleiben ließ, wie es meinem unveränderlichen Wesen entspricht, und habe daher auch ein Leben lang das Recht dazu, wie ein Kind auf Anderen rumzutrampeln, wenn mir danach ist!“, was in zivilisierten Kulturvölkern als asozial gilt, und auf Seiten der Erzieher, die dieses Verhalten billigend gefördert haben, bereits den Strafbestand der Vernachlässigung erfüllt.

Die Tatsache jedoch, dass es auch anders geht, wie viele positiven Beispiele zeigen, beweist, dass korrektes Sozialverhalten eben kein blutleeres Ideal darstellt, was kein Mensch verwirklichen kann, sondern eine Sache der Einstellung gegenüber seinen Mitmenschen ist, worauf der „gute Willen“, bzw das Wohlwollen beruht, sich immer auch für das zu entscheiden, was für seine nächsten Mitmenschen gut ist, und nicht nur für Einen selber.

Diese seelisch-soziale Einstellung gegenüber Anderen kann man auch gegenüber seinen Feinden praktizieren, indem man sie nicht totschlägt, wenn man sie besiegt hat, sondern sie großmütig am Leben lässt, wie es in allen kulturell hochstehenden Völkern als Ideal sogar strafgesetzlich verankert wird, für den Fall, dass sich niemand natürlicherweise ohne Zwang dran halten will.

@ Igelstachel

….Ein Kulturmensch als leuchtendes Beispiel hinzustellen für einen Naturmenschen.
Was verstehe ich hier nicht.
Du meinst Naturvölker, so wie Aborigines, Indianerstämme? ….


Dass Völker, die in der Natur leben, wesentlich zivilisierter sein können, als Menschen, die in der Stadt leben, hat jedoch nichts mit den geografischen Lebensbedingungen und ihrem Verhältnis zur Natur zu tun, sondern ausschließlich mit der Geisteskultur, welche ich Seelenkultur nenne, denn es ist seine kultivierte Seele, mit der der Mensch mit seinen Mitmenschen in Verbindung steht, und die er durch sein Sozialverhalten ständig mitgestaltet.

Das macht ihn entweder zum ehrwürdigen Heiland für sie, welcher zerstörte soziale Organismen genauso wieder heilt wie körperliche, oder aber zum Schädling, indem er seine ihm Anvertrauten durch sein asoziales Verhalten vernachlässigt und auf Dauer die gesunden davon noch selber mitzerstört.

Insofern hat Gundulabella mich da ganz richtig verstanden, wenn sie ebenfalls die Wichtigkeit betont, die vorhandene Kultur zu pflegen, damit nicht durch den Wildwuchs rücksichtslosen Egoismusses der Wohlhabenden, welcher heutzutage auch als „Raubtierkapitalismus“ bekannt ist, nach ein oder zwei Generationen Alles, was man mühselig an sozialem Gemeinschaftssinn aufgebaut hat, wieder zerstört wird.

Hierbei haben selbst Tiere oft noch mehr Gemeinschaftsbewusstsein, als Menschen, wenn sie wenigstens ihr Rudel gemeinsam gegen Fressfeinde verteidigen, und damit zur Arterhaltung beitragen, anstatt sich aus lauter Herrschsucht, die mit scheinheilig mit Selbsterhaltung begründet wird, mit großangelegten Feldzügen gegenseitig auszurotten.

Dass Nationalisten den Mitgliedern der eigenen Nation gegenüber auch sozial sein können, macht den Begriff des nationalen Sozialismus begrifflich nicht zu einem Widerspruch in sich selber. Das asoziale beim Nationalismus besteht hauptsächlich in der Intoleranz gegenüber Mitgliedern anderer Staaten mit dem Ziel, über sie herzufallen, und sie dem eigenen Machtbereich einzuverleiben.

Genau so haben es auch die Machthaber anderer, als sozialistisch bezeichneten Staaten bisher gehandhabt, sodass man sagen kann, dass da, wo Sozialismus drauf steht, noch lange nicht das drin sein muss, was man positiverweise unter sozial versteht, nämlich eine partnerschaftliche (lat. sozius = Partner) Einstellung gegenüber seinem Nachbarn, der sowohl von der Straße nebenan sein kann, als auch der aus dem Nachbarland, der von Nationalisten gerne als schlecht dargestellt wird, um selber als gut dastehen zu können – fragt sich nur jeweils: „gut für wen?“
Zur Notwendigkeit von Vorbildern:
Ich denke, dass Kinder bis hin zu jungen Erwachsenen Vorbilder und Idole brauchen. Heute mehr denn je. Und zwar genau in der idealisierten Form. Sie brauchen auch Ideale, ungeachtet dessen, dass Ideale naturgemäß oft nicht ganz gelebt werden können. Ihnen gibt das Orientierung, Halt und Kraft und selbstverständlich einen Ansporn, ein Ziel. Durch Ideale lernen sie auch total fremde Lebenswelten kennen. Bei mir war das z.b. Grzimek und die Serengeti .
Bei diesen "Funktionen" eines Vorbildes wäre die "menschliche " Seite des Vorbilds nur hinderlich. Es zählt nur das Modell, die hervorstechenden ,erstrebens- und bewundernswerten Eigenschaften, die gelebt werden.
Einmal Fuß gefasst im Leben, wird die "menschliche "Seite , die Unvollkommenkeit des Vorbildes früh genug entdeckt, führt zur ENTTÄUSCHUNG, was ja...bewusst erlebt...auch ein sehr heilsamer Prozess auf dem Weg zur Reife ist.
Kindern und Heranwachsenden solche Vorbilder nahezubringen, ist Teil einer gelungen Bildungs-und Erziehungsarbeit.

@ Filofaxi
"Hierbei haben selbst Tiere oft noch mehr Gemeinschaftsbewusstsein, als Menschen, wenn sie wenigstens ihr Rudel gemeinsam gegen Fressfeinde verteidigen, und damit zur Arterhaltung beitragen, anstatt sich aus lauter Herrschsucht, die mit scheinheilig mit Selbsterhaltung begründet wird, mit großangelegten Feldzügen gegenseitig auszurotten."

Wenn du dich da mal nicht täuschst. Je näher uns die Gattung Säugetier rückt, umso stärker nehmen auch Überfall, Totschlag und Mord zu. Gegen Artgenossen. Und das durchaus aus reinen Machtgelüsten heraus, aber auch aus Neid und Eifersucht. Sehr gut untersucht und dokumentiert ist das für die Primaten, die regelmäßig ungeure Aggressionen gegenüber Artgenossen in Revierkämpfen ausleben.

@ Igelstachel » 15.04.2019, 11:05

Hallo und vielen Dank für Deinen o.a. Beitrag! Ich dachte immer, ich stehe allein auf weiter Flur da. Daher freut es mich umso mehr, mal eine Bestätigung für meine Erfahrungen aus einer anderen Perspektive zu erhalten – wenn es denn mal passt, wie in diesem Fall. Mein nächster Beitrag interessiert Dich dann vielleicht auch, er ist nicht nur als Antwort an die Adressatin gedacht.




@ filippa » 15.04.2019, 14:02 / Zur Notwendigkeit von Vorbildern

Am Altersunterschied von Dir und mir kann es nicht gelegen haben, ich bin nur vier Jahre jünger als Du. Aber vielleicht am unterschiedlichen Alter unserer Eltern? Ich weiß nicht, wie alt Deine waren, meine waren erst Anfang 20, als ich geboren wurde. (Für meinen 15 Jahre jüngeren jüngsten Bruder sah das dann schon anders aus.) Oder wir stammen halt aus sehr unterschiedlichen politischen „Klimazonen“? Wie auch immer ... wir scheinen sehr unterschiedliche Erfahrungen gamacht zu haben.

Jedenfalls hatte sich schon damals meine ganze Familie über den Herrn Grzimek amüsiert – was dann später in Loriots Steinlaus-Sketch eine satirische Entsprechung fand. :wink:

https://www.youtube.com/watch?v=6ehcytFUV38

Na ja, ich hatte eben schon zu Hause gelernt, den Lichtkranz idealisierter öffentlich gelobhudelter Vorbilder anzukratzen, um zu schauen, ob mir das, was darunter zum Vorschein kommt, wirklich gefällt.

Mein Vater hatte es nicht so mit Autoritäten, die einem damals schon medienwirksam schmackhaft gemacht werden sollten, obwohl es neben dem Rundfunk nur ein einziges, später ganze zwei Fernsehprogramme gab. Er war es, der mir später verklickerte, wo überall in neuen öffentlichen Ämtern und Funktionen die ganzen alten Nazis untergekrochen waren und was es mit Adenauers West-Verbundenheit, sprich Wiederaufrüstung auf sich hatte.

Er war – anders als seine Kinder, denen er es später ermöglichte – kein Akademiker, bemüht sich aber sehr darum, sich selbstständig und nebenberuflich weiter zu bilden, um die Welt zu verstehen. Er begann dann frühzeitig, sie auch mir zu erklären, mich an Bücher heranzuführen, politische Magazine im Fernsehen zusammen mit mir anzuschauen und mit mir über all das dann zu diskutieren.

Meine Mutter beteiligte sich nicht daran, sondern schien in der Aufzucht ihrer Kinder und dem Haushalt aufzugehen. Leider hatte ich sie deswegen viel zu lange nicht wirklich ernst nehmen können, bis ich später bemerkte, dass sie keineswegs uninteressiert, sondern einfach nur introvertiert war. Gegen die geballte rhetorische Kraft von Mann, Schwiegermutter (meine Oma, über die ich hier schon berichtete) und Tochter kam sie einfach nicht an.

So kam es also, dass Papa & Oma meine ersten lebenden und lebendigen Vorbilder waren. Sicher hatte ich sie zunächst idealisiert und sie später, bei der Entdeckung ihrer Schwächen, vom Sockel stoßen müssen. Spätestens ab der Pubertät wurden Freunde wichtiger und das war dann auch die Zeit der gemeinsamen Idole, z.B. die neuen Rock- und Popstars, die die alten Rock-Idole wie Elvis vom Sockel gestürzt hatten.

Das war dann auch die Zeit gesunder Renitenz gegen alle Arten von Erwachsenen der Eltern- und Großelterngeneration – wobei ich, aus den schon genannten Gründen – gar nicht so sehr zu kämpfen hatte zu Hause. Zumindest gab's zum großen Glück keine Nazis oder Rechtskonservativen auf dem heimischen Sofa.

Mein Vater und ich schwärmten sogar beide für Willy Brandt – wobei Oma natürlich einwandte, dass er ein schlimmer „Schwerenöter“ sei und dauernd „seine bezaubernde Frau Ruth“, die sie sehr bewunderte, betrog... und Willy mir als Idol allerspätestens bei einer Massen-Wahlveranstaltung der SPD im Westfalenstadion ein wenig suspekt wurde, nachdem alle Zuschauer um mich herum (70.000) aufsprangen und wie ein Mann „Willy! Willy!“ skandierten, als er die Arena betrat... Das war mir unheimlich! Da wurde mir endgültig klar, dass ich mit Idolen abseits der Pop-Musik nix am Hut haben wollte, – obwohl ich natürlich trotzdem Willy wählte. :wink:






@Filippa
du schreibst u.a.:
Je näher uns die Gattung Säugetier rückt, umso stärker nehmen auch Überfall, Totschlag und Mord zu. Gegen Artgenossen. Und das durchaus aus reinen Machtgelüsten heraus, aber auch aus Neid und Eifersucht. Sehr gut untersucht und dokumentiert ist das für die Primaten, die regelmäßig ungeure Aggressionen gegenüber Artgenossen in Revierkämpfen ausleben.

leider ist das so.....
Menschen-Affen und Menschen sind die einzigen Säugetiere, die gezielt ihre Artgenossen umbringen...

bei anderen Säugetieren greift noch die "Beißhemmung".....
ich kenne das auch von den Hengstkämpfen.....
die sehen zwar sehr spektakulär aus....
doch der unterlegene Hengst hat (in der Natur) jederzeit die Möglichkeit abzuhauen, wenn er merkt, er kommt nicht gegen den anderen Hengst an !

gerade deshalb baue ich darauf, dass sich unser rel. "neuer" reflektierender Menschen-Verstand irgendwann so weit festigt/weiterentwickelt, dass wir nicht mehr unsere eigenen Artgenossen umbringen müssen..... :!:
Fumaria1 hat geschrieben: Ich sehe das Problem eher darin begründet, weil sich die Deutschen selbst ständig niedermachen und Andersdenkende ganz schnell Nazi nennen, dass die anderen einfach nur auf den Zug aufspringen, weil sich der Deutsche ja nicht wehrt oder gar abstellt so behandelt zu werden. Aber heute ist das Meiste viel besser geworden weil wir uns klein machen und fast alles bezahlen.


Mannomann,
Andersdenkende werden überhaupt nicht schnell als Nazis bezeichnet.
Diese Opferrolle, die du immer wieder ausbreitest, kannst du knicken.

Als (Neo-)Nazis werden Leute bezeichnet, die nazistisches Gedankengut verbreiten und andere Menschen nur aufgrund ihrer Herkunft, Religion und Kultur als minderwertig und kriminell darstellen.

Andersdenkende können und dürfen jeder politischen Richtung rechts wie links angehören,
dürfen und können bei uns ihre politischen Interessen und Visionen jederzeit ungestraft äußern, soweit diese dem Grundgesetz nicht entgegenstehen.

Und die Schlussfogerung, dass die Deutschen sich klein machen, ist völlig aus der Luft gegriffen.
Einfach mal die anderen europäischen Staaten danach fragen.
[quote="nettestierfrau"]
>>Mannomann,
Andersdenkende werden überhaupt nicht schnell als Nazis bezeichnet.
Diese Opferrolle, die du immer wieder ausbreitest, kannst du knicken.<<


Jeder anerkannte muslimische Einwanderer blickt mit Verachtung auf deutsche Frauen ohne Kopftuch und weigert sich sie zu bedienen, und wenn man ihn darauf anspricht wird man schnell Nazi genannt.

>>Als (Neo-)Nazis werden Leute bezeichnet, die nazistisches Gedankengut verbreiten und andere Menschen nur aufgrund ihrer Herkunft, Religion und Kultur als minderwertig und kriminell darstellen.<<

Es gibt keine Nazis mehr, und heute Lebende mit den damaligen Verbrechern gleichzustellen ist ja wohl der Gipfel an relativiereder Verharmlosung der echten Nazis.

>>Andersdenkende können und dürfen jeder politischen Richtung rechts wie links angehören, dürfen und können bei uns ihre politischen Interessen und Visionen jederzeit ungestraft äußern, soweit diese dem Grundgesetz nicht entgegenstehen.<<

Auch eine schöne Geschichte, die Du selbst gerne glauben willst, das hört aber schnell auf wenn es um die AfD geht.

>>Und die Schlussfogerung, dass die Deutschen sich klein machen, ist völlig aus der Luft gegriffen. Einfach mal die anderen europäischen Staaten danach fragen.<<


Na dann schau mal welche Posten die Deutschen in Europa haben!!
@Fumaria hat geschrieben
Jeder anerkannte muslimische Einwanderer blickt mit Verachtung auf deutsche Frauen ohne Kopftuch und weigert sich sie zu bedienen, und wenn man ihn darauf anspricht wird man schnell Nazi genannt.

Diese Verallgemeinerung soll mal wieder als Totschlagargument/Phrase herhalten.
Wieviel von den anerkannten muslimischen Einwanderern kennst du denn, in welchen Lokalen arbeiten wieviel der Einwanderer, von denen wieviel deutsche weibliche Gäste nicht bedient wurden?

Es gibt keine Nazis mehr, und heute Lebende mit den damaligen Verbrechern gleichzustellen ist ja wohl der Gipfel an relativiereder Verharmlosung der echten Nazis.

Du stellst hier den Gipfel auf den Kopf. Es sind die Neo-Nazis selbst, die sich so bezeichnen, die Symbole wie Abzeichen, Uniformen und Filmaufzeichnungen aus der Verbrecherzeit sammeln, sich damit schmücken und diese gar verehren und mit dem Nazi-Hitller-Gruß durch die Straßen ziehen.

Auch eine schöne Geschichte, die Du selbst gerne glauben willst, das hört aber schnell auf wenn es um die AfD geht.

Nein, unsere Demokratie akzeptiert die AfD und andere Parteien genauso lange, wie diese sich nicht verfassungswidrig verhalten.


Na dann schau mal welche Posten die Deutschen in Europa haben!!

Von 751 Mitgliedern des Europäischen Parlaments stellt Deutschland 96.
Wieviel hättest du denn gerne?
Stimmt, von den alten Nazis gibt es keine mehr, aber das Gedankengut hat sich unverändert in vielen neuen Köpfen eingenistet und das Gedankengut macht den NeoNazi aus. Da hilft auch schönreden nicht - Euphemismus bannt keine Gefahr.
Shekinah hat geschrieben: Stimmt, von den alten Nazis gibt es keine mehr, aber das Gedankengut hat sich unverändert in vielen neuen Köpfen eingenistet und das Gedankengut macht den NeoNazi aus. Da hilft auch schönreden nicht - Euphemismus bannt keine Gefahr.


Shekinah, ich will es mal versuchen so zu erklären.
Ich mußte ja noch meinen allgemeinen Wehrdienst leisten und mich zum Killer ausbilden klassen. *lach* Ich mußte noch geloben die Verfassung vor unseren inneren und äußeren Feinen zu schützen, und Der FEIND war damals die DDR gegen die ich mit der Waffe in der Hand Wache schieben mußte. Dann hat Kohl diese Feine zu Freunden erklärt und sie dann in unser Land gelassen. Heute höre ich immer noch von (n)Ostalkigern, dass die damalige Honecker-Diktatur doch und eigentlich gar nicht so schlecht gewesen wäre. Sind das jetzt Alle noch Kommunisten und wollen die eine DDR wiederhaben??
Ich denke nicht und genauso ist es mit den angeblichen Nazis, die eben auch eine Unterdrücke Wahrheit aus der damaligen Zeit kennen, und nicht alles in Bausch und Bogen von anderen Gutmenschen verbieten lassen.

1,7 Millionen Deutsche wurde nach dem Krieg ermordet
https://www.wallstreet-online.de/diskus ... e-ermordet

Die Tatsache, daß wir Deutsche zu den bestgehaßten Völkern der Weltgeschichte gehören, wird in Deutschland gar nicht erst ins allgemeine Bewußtsein aufgenommen. Man verdrängt dieses rassistische Phänomen und deckt es aus Gründen einer allzu einseitig betriebenen Entspannungspolitik mit dem Mantel des Schweigens zu. Eine energische Durchsetzung nationaler Würde ist offenbar nicht unsere Sache. Das alles ist um so erstaunlicher, als der Deutschenhaß mit Sicherheit eine unvergleichlich höhere Effizienz besitzt als etwa der Antisemitismus (besser: Antijudaismus). Immerhin entfallen auf sein Konto nicht nur die unzähligen Deutschenpogrome, die man schamhaft zu verschweigen pflegt, sondern im Grunde auch die beiden Weltkriege dieses Jahrhunderts mit Hekatomben von gefallenen Soldaten und toten Zivilisten. Die Wirkungen des Antigermanismus übertreffen bei weitem die Horrorvisionen des Antisemitismus, an dessen hinreichendem Bekanntheitsgrad in aller Welt kaum ein Zweifel besteht.

kann das wahr sein? 1,7 Millionen Deutsche ermordet. | wallstreet-online.de - Vollständige Diskussion unter:
https://www.wallstreet-online.de/diskus ... e-ermordet
Die Nazis (oder besser „Na-Sozis“?) nannten sich ja nicht so, weil sie – genau wie die meisten Rassisten in der westlichen Welt damals – lediglich Antisemiten waren, sondern weil sie – ebenfalls wie die meisten Menschen noch in Erinnerung an die Kolonialzeit – vor Allem machtgierige Nationalisten waren.

Das war auch der Grund, die christlichen Nachbarländer wie England, Frankreich, Holland, Österreich, Polen und Russland zu überfallen, die ebenfalls hellhäutige Nachkommen der Germanen waren und damit der selben genetischen Wurzel entsprangen, wie sie selber.

Hätten sie sich aufgrund ihrer rassistischen (anti-semitisch-arabischen) Einstellung „Rassis“ genannt, hätten sie jedoch keinen Grund gehabt, diese Länder zu überfallen mit dem Vorwand, sie lediglich von der „jüdischen Gefahr“ zu befreien, denn so rassistisch waren die Bewohner unserer Nachbarländer ebenfalls, sodass die sich darin sogar mit den Deutschen einig gewesen wären.

Der Grund, warum die Deutschen nach dem Krieg in vielen Ländern unbeliebt waren, war tatsächlich nicht der natürliche Nationalismus dort, sondern die Wut darüber, von ihnen aus machtpolitischen Gründen überfallen worden zu sein.

In außereuropäischen Ländern, wo das nicht der Fall war, weil man historisch mit den Deutschen verbündet war, wie in Japan und der Türkei, wurde Hitler noch lange danach als einer der größten Feldherren aller Zeiten gefeiert, und wer dort als Deutscher sich kritisch dazu äußerte, war schnell als Vaterlandsverräter und Nestbeschmutzer entlarvt.

Wenn heute nun Regime-Kritiker oder Kritiker an einem demokratischen System, welches es ermöglicht, dass sich Diktatoren wie Hitler sogar – wie in der Weimarer Republik - mehrheitlich wählen lassen können, um dann die Demokratie ungehindert abzuschaffen, oder zumindest ungestört 4 Jahre lang ihre menschenverachtende Sozialpolitik auf Kosten wirtschaftlich Schwächerer betreiben zu können, sofort als Neo-Nazis beschimpft werden, ist dies zum Einen sachlich falsch, weil es dabei gar nicht um konkrete Feindbilder geht.

Zum Anderen ist dies auch ein Zeichen dafür, auf wie menschenverachtende Weise die Regierenden selber mit diesem Ausdruck Schindluder treiben, um ihre politischen Gegner als Nationalisten und Rassisten zu diffamieren, wo sie selber als Sozialdarwinisten keinen Deut besser sind als sie, und mindestens genauso nationalistisch, wenn sie dabei das selbe Freund-Feindbild wie ihre Gegner benutzen, nur im umgekehrten Sinne.

Mit dieser öffentlich betriebenen Minderheitenpolitik, an der man auch sehen kann, wie kulturell hochstehend eine Regierung ist, werden genau die regierungsfeindlichen Reaktionen bei den Wählern ausgelöst, auf die die Herrschenden ihrerseits ihre unverhältnismäßigen Reaktionen begründen, sodass man sich nicht zu wundern braucht, wenn der Krieg zwischen Herrschenden und Beherrschten, den man seit der französischen Revolution auch Bürgerkrieg nennt, wenn sich der Geldadel (die Bürger) mit dem Militär gemeinsam gegen die Unterdrückung durch den Hofadel zur Wehr setzte, eskaliert.

Hauptleidende dabei sind dabei immer die Menschen vom Fußvolk gewesen, welche man dazu zwang, als Kanonenfutter an den Kriegen teilzunehmen, und die man - wie in einem Schachspiel - eigenmächtig und ganz bewusst als Bauernopfer zu allererst verheizte, bevor das gut bewaffnete und ausgebildete Militär eingriff.

Die jungen, kritisch über die Geschichte nachdenkenden Kriegsdienstverweigerer als untreue Vaterlandsverräter darzustellen, war sogar noch üblich, als Deutschland nach dem verlorenen Krieg eigentlich gar keine eigene Wehrmacht mehr aufstellen durfte, und zeigt, wie indoktriniert die ältere Generation, die den Krieg überlebt hatte, immer noch war, indem sie nach wie vor die preußischen Tugenden pflegten, bei denen der Ungehorsam gegenüber dem göttlichen König, welcher sogar zärtlich als „Landesvater“ bezeichnet wurde, als das schlimmsten aller Laster galt – ganz egal, wie menschenverachtend er selber mit „seinem Volke“ umging.

Hier sollten Diejenigen, die immer nur angeblich glaubwürdige Profeten mit Doktortitel zitieren und auf sie hören, um auf der politisch korrekten Seite zu stehen, einfach mal ihren gesunden Menschenverstand gebrauchen, um zu begreifen, dass zB der Onkel Doktor, der für Zähne zuständig ist, nicht unbedingt auch Ahnung von der Weltpolitik haben muss.

Wenn man darüber hinaus auch mal Jemanden, der nicht mit Orden hochdekoriert ist, persönlich die politischen Missstände kritisieren lässt, - denn das hat ja auch immer einen guten Grund, selbst wenn es tatsächlich machtpolitisch begründet ist – erkennt man vielleicht auch, weshalb der Betreffende so denkt, und bringt mehr über die Sache an sich in Erfahrung, anstatt vorschnell seine eigene Meinung dazu zu bilden, oder lediglich einen blinden Personenkult um Diejenigen zu praktizieren, deren täglich in der Zeitung publizierte Meinung man unkritisch als allgemeingültiges Evangelium übernimmt.
die Schwäche der Weimarer Republik war dieses "Viel-Parteiensystem"
endlose Debatten - ohne Resultat - und nichts hat sich fortbewegt.....

genau da sind wir jetzt wieder.....
sowohl in der BRD als auch in der EU....

und genau das ist momentan die Gefahr......
wenn dann (wieder) einer kommt und sagt:
ich verspreche euch Arbeit und Erfolg ...... :?

Die „Schwäche der Weimarer Republik“ bestand vor allem darin, dass sie die allererste Demokratie in Deutschland und somit ohne jegliche Erfahrung war und fast niemand wirklich an sie glaubte! Die einen wollten ihren Kaiser wiederhaben, zumindest einen starken Führer... Die anderen strebten die Diktatur des Proletariats an. Man war nicht zur Demokratie erzogen worden, hielt sie für schwach und untauglich.

Unsere heutige Demokratie dagegen hat 74 Jahre Erfahrung zu verzeichnen und als Sicherheit gegen Splitterparteien im Parlament die 5-Prozent-Klausel eingeführt.

Wer den demokratischen Willensbildungsprozess als Prozess „endloser Debatten“ kritisiert, ist vielleicht geneigt, das Parlament – so wie Goebbels & Co. es seinerzeit schon verhöhnten – als „Quasselbude“ nicht ernst zu nehmen. Dabei gibt es nur diesen einen Ochsenweg der Demokratie und keine „Abkürzung“, die nicht auf Diktatur hinausliefe!

Geschichte wiederholt sich niemals 1:1. Immerhin gab es schon so manchen rechtsextremen Populisten in Europa mit allerhand Versprechungen. Aber ganz so unerfahren und dumm ist die Mehrheit eben doch nicht mehr, um darauf wieder hereinzufallen.




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