ohne Kapital - das heißt u.a. ohne gut funktionierende Firmen - könnten wir unseren Staatsapparat und unsere Polizei nicht bezahlen.....

Staat und Polizei üben Kontrollfunktionen aus, um die Auswüchse der Gierschlunde einzudämmen, die Kapital nur für ihre eigenen Zwecke benutzen.....

schwierig wird es, wenn sowohl der Staat als auch die Polizei diese Kontrollfunktion nicht mehr unabhängig !!! ausüben können....

bei der Polizei ist die USA zu erwähnen.....laut Statistiken werden bei Polizei-Einsätzen wesentlich mehr Afroamerikaner als Weiße erschossen....

@ CornusMas

Ich beziehe jetzt mich hier auf unserer folgenden Beiträge:

https://www.50plus-treff.de/forum/politische-philosophie-t77452-s3420.html#p5419488

https://www.50plus-treff.de/forum/politische-philosophie-t77452-s3420.html#p5419575

https://www.50plus-treff.de/forum/politische-philosophie-t77452-s3420.html#p5419765



H i e r folgt nun meine Darstellung von den drei Bereichen einer Demokratischen Grundordnung, an denen sich etwas verändern ließe (im Sinne einer demokratischen Verbesserung) - wenn und insofern hierfür ein gesellschaftlicher Konsens vorläge.

Zunächst die Kürzestfassung in Schlagworten - und zwar angelehnt an die Forderungen der französischen Revolution - noch heute Wahlspruch der Französischen Republik - nach Liberté, Égalité, Fraternité = Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - die allerdings in allen Bereiche gelten müssen:

1. Freiheit und Teilhabe am Ganzen
2. Förderung (Wohlfahrt und Subventionismus)
3. Rechtssicherheit


Nur die Freiheit findet sich ausdrücklich im 1. Bereich namentlich wieder. Die Gleichheit wird in allen Bereichen vorausgesetzt und notfalls - also im Zweifel - im 3. Bereich sanktioniert. Die Brüderlichkeit übersetze ich mit "sozialem Verhalten" und umfasst von der Teilhabe am Ganzen über die Wohlfahrt bis hin zur legalen Intervention bei Verstößen wiederum alle Bereiche.

Hier die etwas ausführlichere Kurzfassung:

1. Die Art und der Grad der Freiheit, also der Selbstbestimmung und der Mitbestimmung (Partizipation / Teilhabe am übergeordneten Ganzen) ...

1.1 ... des Individuums
1.1.1 ... als Privatperson
1.1.2 ... als Bürger:in
1.1.3 ... als abhängig Beschäftigte:r oder Freiberufler:in bzw. Selbstständige:r
1.1.4 ... als Verbraucher:in
1.1.5 ... als Anhänger:in einer religiösen Glaubensrichtung

1.2 ... der Institutionen mit dem Ziel der Verfolgung von Interessen ...
1.2.1 ... privater Gruppierungen
1.2.2 ... politischer Gruppierungen
1.2.3 ... beruflicher Gruppierungen
1.2.4 ... wirtschaftlicher Gruppierungen
1.2.5 ... religiöser Gruppierungen

1.3 ...der gewinnorientierten Unternehmen der Marktwirtschaft


2. Die Art und der Grad von Transferleistungen bzw. von Fördermitteln und Subventionen des Staates an

2.1 ... bedürftige Individuen
2.2 ... gemeinnützige Projekte und Institutionen und staatliche Projekte und Körperschaften auf allen Ebenen (Bund, Länder, Landschaftsverbände, Gemeinden)
2.3 ... wirtschaftliche Projekte, Institutionen und Unternehmen
2.4 ... politische Parteien
2.5. ... religiöse Gruppierungen


3. Rechtssicherheit durch ...

3.1 ... die Verfassung und die gesetzliche Festschreibung der Regelungen für Legislative und Exekutive - also der parlamentarischen und staatlichen Aufbau- und Ablauforganisationen von Bund, Ländern und Gemeinden und deren Hierarchien und deren Funktionen und Zusammenwirken - also aller Gebietskörperschaften und juristischen Personen öffentlichen Rechts.
3.2 ... die Regelung der bürgerlichen und privatwirtschaftlichen Rechte und Pflichten - also die aller natürlichen und nicht hoheitlich handelnden juristischen Personen.
3.3 ... die Unabhängigkeit der Rechtsprechung - von den Richtern der Amtsgerichte bis hin zu denen des Bundesverfassungsgerichtes.


(Die Aufzählungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)

______________


Ich habe im Gegensatz zu Dir die Rechts- und Wirtschaftsordnung an sich nicht als separate Bereiche einer Demokratie dargestellt - und zwar aus dem folgenden Gründen:

Ich bin der Auffassung, dass keine bestimmte Rechts- und Wirtschaftsordnung Voraussetzung dafür ist, ob ein staatliches System als demokratisch bewertet werden kann.

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Demokratie:
• Meinungs- und Pressefreiheit,
• Gewaltenteilung,
• allgemeine, unmittelbare, freie, gleiche und geheime Wahlen


... müssen in den drei dargestellten Bereichen geregelt und sanktioniert sein. Auf welche Weise das geschieht, ist dagegen nicht festgelegt. Es darf nur keine Festlegung zum Schein sein, um eine tatsächlich bestehende Diktatur zu verbrämen.

So bin ich auch nicht der Meinung, dass der sogenannte "Kapitalismus" (=politischer Kampfbegriff der Linken!) - tatsächlich bzw. sachlich betrachtet handelt es sich um die freie Marktwirtschaft - Bedingung für eine Demokratie wäre.

In unserer deutschen Verfassung ist die freie Marktwirtschaft (wie wir sie aus den USA kennen) bereits als "soziale Marktwirtschaft" deutlich eingeschränkt worden. Zahlreiche Unternehmerpflichten und Arbeitnehmerrechte, die in einschlägigen Gesetzen geregelt wurden, realisieren diese Einschränkung.

Denkbar wäre sogar eine sozialistische Planwirtschaft unter einer demokratischen Ägide; aber eine solche einführen zu wollen wäre ziemlich unvernünftig und würde von vornherein so viele Einschränkungen der Freiheit mit sich bringen, dass man diese nur von oben anordnen, aber niemals auf parlamentarischen Abstimmungswege demokratisch herbeiführen könnte. Die Bundestagskandidaten der Parteien, die eine Planwirtschaft einführen wollten, würden mehrheitlich schlicht nicht gewählt werden!
Da muss man also nichts weiter vorschreiben, das regelt sich in einem funktionierenden demokratischen System von selbst.

Weitere soziale Einschränkungen der Marktwirtschaft allerdings müssten debattiert, mit qualifizierter Mehrheit beschlossen und sanktioniert werden. Das heißt, dass die Parteien, die dafür eintreten würden, genügend Stimmen im Wahlvolk für sich mobilisieren müssten, um dies im Bundestag durchsetzen zu können.

Das nenne ich systemische Selbstregulierung. - Was sich allerdings nicht ohne weiteres selbst reguliert, ist der Minderheitenschutz, über die bereits durch die Verfassung garantierten allgemeinen Menschenrechte hinaus.
Bei mir ist dies Bestandteil des Gleichheitsgrundsatzes, der in den 1. Bereich: Freiheit / Selbstbestimmung und Teilhabe fällt. Es muss die Freiheit bestehen, dass Minderheiten sich organisieren dürfen und bei Bedarf staatlich gefördert werden können, um für sie eine angemessene Teilhabe und spezielle Rechtssicherheit zu gewährleisten - also sind wiederum auch die anderen beiden Bereiche tangiert.

Ich denke, dass man mit meiner einfachen und doch komplex "mit Leben zu füllenden" Übersicht der drei Bereiche zugleich den Fokus auf die möglichen Veränderungen im Sinne von demokratischen Verbesserungen richten kann.







filofaxi hat geschrieben: Dass Jesus von Nazareth, den sich Christen ja als moralisches Vorbild nehmen, wenn sie eine Rechtspartei wählen, die sich nach ihm benannt hat – im blinden Vertrauen darauf, dass es dort auch mit rechten Dingen zugehe – , seinerseits überhaupt Demokrat oder Kommunist war (was hier offenbar immer noch als synonym angesehen wird, wenn man Sprüche liest, wie: „Das Wort Demokratie bedeutet Herrschaft des Volkes“, anstatt Parteienverwaltung), lässt sich aus seinem unterwürfigen Verhalten gegenüber seinem „väterlichen Herrn“ nicht ableiten – auch dann nicht, wenn er sich gegen die Römerherrschaft ausgesprochen hat, die er nicht an erster Stelle anerkennen wollte.

Abgesehen davon, dass die weltliche Herrschaft der Kleriker fast genauso nachhaltig ist, wie ihre geistige, bedeutet die noch sehr jungeTrennung von kirchlichen und weltlichen Angelegenheiten innerhalb Europas sogar noch eine Stärkung der katholischen Institutionen und ihren Betreibern im rechtlichen Sinne, weil ihnen sogar eine eigene Gerichtsbarkeit zugestanden wird, wo ausschließlich ihr kanonisches Recht gilt, und sie außerdem ihre eigenen Steuern kassieren dürfen, während sie bei der Betreibung sozialer Institutionen auch noch ein zweites Mal aus dem Staatssäckel gefördert werden.

Versuche, diese asoziale Selbstbevorzugung mehrheitlich demokratisch abzuschaffen, werden jedoch immer noch genauso erfolgreich von ihnen blockiert, indem quasi von der Kanzel aus vor dem „Kommunismus“ gewarnt wird, der synonym mit „Faschismus“ gleichgesetzt und diffamiert wird, wie zu Zeiten von Don Camillo und Peppone, sodass es kein Wunder ist, dass die Scheinheiligen es immer noch erfolgreich schaffen, mit der Mehrheit der Stimmen von Leuten, die die Täuschung nicht durchschauen, jahrzehntelang an der Regierung zu bleiben.

Eine Wahl, bei der sich das Volk zwischen herrschaftsfreier Selbstverwaltung, die man gerne als Anarchismus diffamiert, oder einem Kommunismus, der mit Abschaffung des Privateigentums Garnichts zu tun hat, sondern nur mit der Abschaffung privater Produktionsmittel, hätte entscheiden können, hat es bisher auf der Welt noch nirgendwo gegeben, sodass der Vorwurf an die Wähler, es läge an ihnen selber, dass daraus bisher noch nichts geworden ist, zu Unrecht besteht.

Eine sozial angemessene Alternative zur demokratischen Wahl von interessengebundenen Parteien mit eigenmächtig bestimmenden Anführern kann jedoch lediglich eine interne Wahl der zukünftigen Amtsinhaber innerhalb der jeweiligen Partei sein, während sich bei Entscheidungen öffentlicher Belange die drei großen Interessengruppen aus Wirtschaft, Klerus und Arbeiterschaft mit jeweils einem Abgeordneten auf einen gemeinsamen Beschluss einigen müssten.

Aber vielleicht muss die Menschheit bis zu dem Tag, an dem die Pflicht zur Gleichberechtigung weltweit verordnet wird, doch noch warten, bis sie von nicht nur technisch, sondern auch moralisch überlegenen Außerirdischen dazu gezwungen wird, denn freiwillig ist und bleibt der Mensch, der zwanghaft um die Vorherrschaft kämpfen muss, um unter Seinesgleichen zu überleben, ein asoziales Monster, was in seiner Gier nach immer Mehr auch noch den eigenen Lebensraum zerstört.


Verdandi,

wenn du die vorstehenden philosophischen Gedanken von filofaxi gelesen hättest, hättest du dir deine Ausführungen ersparen können. Deine Ausführungen sind zwar recht originell, aber überflüssig wie ein Kropf. Unser Grundgesetz bedarf keiner Änderung. Wir haben es ja noch gar nicht richtig gelebt. So denke ich, der "kleine Mann von der Straße". Und mit mir, viele anderen kleinen Männer und ebenso kleine Frauen, also wir Normalbürger/Innen. Davon wird uns wahrscheinlich auch kein moralisch überlegener Außerirdischer abbringen können, möge er auch weiblicher Natur sein.
ich denke, @filofaxi, dass es keinen Streit darüber gibt, ob die DDR oder der gelebte Sozialismus im Osten Unrecht gegenüber der Bevölkerung war oder nicht. Nachzudenken darüber, wie Karl Marx mit der Revolution 1917 Russland zu einem wahren sozialistischen Staat geführt hätte, wäre rein spekulativ. Lenin und Marx waren beide enge Verfechter des Sozialismus, der Volksherrschaft. Große Differenzen in ihren Ideen kann ich nicht erkennen, habe mich aber auch nicht so intensiv mit ihren Werken beschäftigt. In meiner Jugend wurde immer von Marx, Engels und Lenin vereint gesprochen… Die Idee des Sozialismus ist das eine, die Umsetzung das andre. Die Umsetzung war das wahre Problem, die Herkulesaufgabe schlechthin. Die Herkulesaufgabe bestand auch darin, das Bewusstsein der Menschen zu schulen. Doch so, wie in der DDR oder in China heute, mit ihren „Umerziehungslagern“? Sollte das der richtige Weg sein?? Oder welchen Weg sollte beschritten werden???? Woher soll man das Bewußtsein nehmen, um den Sozialismus, um den „wahren“ Sozialismus, um die „wahre“ Gerechtigkeit als Gesellschaft zu entwickeln und zu leben??

Den Blick über den Zaun wird man nie verhindern könne… siehe DDR. Es wird immer Neid geben, Neid auf das, was der andere hat, Neid auf das schönere Leben nebenan… selbst im Sozialismus ist Neid Bestandteil menschlichen Wesens. Einige Bücher sowjetischer Schriftsteller zeigen die „Schwächen“ der Menschen dort in sehr menschlicher Art und Weise auf… z.T. ohne politischen Hintergrund… einfach von der menschlichen Seite. Daher frage ich mich „immer wieder“, woher den Menschen nehmen für so eine „edle und gute“ Gesellschaft, wie den „wahren“ Sozialismus??? Man kann lange über Gerechtigkeit, über Sozialismus, über (Wohlstands) Demokratie philosophieren, doch ohne dazu den Menschen, mit all seinen Stärken und Schwächen, mit seinen menschlichen Wesen, einzubeziehen, ist alles nur „Spielerei“… trockene Theorie.

Dier Philosophie der Antike hatte hingegen einen ganz anderen Einfluß auf die gesellschaftliche Entwicklung der damaligen Zeit gehabt. Vieles von dem, was sich in den Gedankenspielen der Philosophen zur Gesellschaft entwickelt hat, wurde auch in das gesellschaftliche Leben eingeführt, wurde zum Bestandteil einer demokratischen Führungsstruktur… sie wurden zur Grundlagen der Demokratie, von der wir heute noch profitieren, mit der wir heute leben…

PS zu meinem obigen Beitrag (» 05.04.2021, 18:47h)

Was ich unter unbedingter Beibehaltung unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung konkret verändern würde ...


(Ich habe nicht geschrieben, dass ich unsere Verfassung ändern würde, denn die ist ziemlich perfekt für ihr Alter.)

... Was ich ändern würde, wäre z.B. der Grad der Freiheit der freien Finanzwirtschaft. Ich würde diese vorsichtig so einschränken, dass die normalen Bürger nicht mehr den Eindruck von einem Raubtierkapitalismus haben müssen. Das reine Zocken seriös sein wollender und sich als solcher den weniger vermögenden Kunden verkaufenden Banken und Fonds sollte erschwert oder gleich verhindert werden. Hierfür müsste nicht das Grundgesetz, sondern es müssten nur die einschlägigen Gesetze im Handels-Finanzsektor verändert werden.

... Im Bereich der Steuern und Abgaben sollte ein gerechteres Verhältnis von einem Vermögen aufgrund echter Leistungen gegenüber einem Vermögen aufgrund bloßer Erbschaft und reiner Geldgeschäfte herbeigeführt werden. Hierfür müsste die einschlägige Steuergesetzgebung geändert werden. (Natürlich mit sinnvollen Ausnahmen: z.B. muss ein Betrieb weitergeführt und dessen Arbeitsplätze erhalten werden können, wenn sich das Unternehmen in privater Hand befand und vererbt wurde.)

... Im Bereich der Transferleistungen sollte endlich wirklich berücksichtigt werden, dass die Würde des Menschen nicht länger durch den Umstand eingeschränkt werden darf, ob es bezahlte Arbeit für ihn gibt oder nicht. Die gibt es schon sehr lange immer öfter nicht mehr und in Zukunft ganz gewiss nicht mehr für alle Willigen. Viele müssen sich zeitlich beschränkten und unterbezahlten Jobs ausliefern, so dass es schon lange für sehr viele nicht mehr möglich ist, auf ihre eigenen Fähigkeiten und Kräfte zu vertrauen - ganz abgesehen von denen, die angeschlagen sind und schon lange gar keinen Job mehr finden.
Kurz: Das bedingungslose Grundeinkommen sollte eingeführt werden. Die gesetzlichen Grundlagen hierfür wären zu schaffen.

... Zum Schutz der Umwelt, für den Erhalt der natürlichen Lebensbedingungen und gegen den Klimawandel kann ich mir ebenfalls eine Reihe von Maßnahmen vorstellen - die allerdings nun auf die Einschränkung der Freiheiten aller Menschen hinauslaufen. - Was meines Erachtens einen gehörigen Paradigmenwechsel im Denken möglichst vieler Bürger bedingt, damit die meisten sich aus eigener Einsicht diese Einschränkung unterziehen, also freiwillig mitmachen können. Nur dann wäre ein gesellschaftlicher Konsens möglich, der auch die Parteien eher dazu bringen würde, die erforderlichen Maßnahmen in ihre Programme mit aufzunehmen und für diese bei den noch nicht Willigen zu werben. Die Umweltschutzregelungen wären entsprechend zu verschärfen - und der Wertewandel in den Köpfen der Menschen könnte und sollte sogar in die Verfassung Einzug halten! (Von hinten aufgerollt, vom gesellschaftlichen Konsens ausgehend, wäre das Grundgesetz also doch verbesserungsfähig!)

... Natürlich dürfen wir nicht nur uns selbst dabei im Auge haben, sondern müssen im großen Stil am Frieden und relativen Wohlstand anderer Völker in anderen Weltregionen beizutragen versuchen - nicht bloß durch Geld, sondern insbesondere durch das Einbringen von innovativen Ideen und Knowhow, ... am besten immer mit dem Ansporn unseres eigenen Anspruchs auf ein würdevolles Leben verbunden!

__________

Die Frage, wie all die zu verbessernden Bedingungen für ein würdevolles Leben des Menschen in einer zu erhaltenen Umwelt zu finanzieren wären, gebe ich an die Experten weiter. Die waren bisher so ausgebufft, immer neue Einnahmequellen zu generieren - für den Luxus privater Anleger. Nun wartet das ungleich wertvollere Ziel, die Zivilisation zu retten und möglichst lange zu erhalten.





[quote="Verdandi"][color=#004080]
PS zu meinem obigen Beitrag (» 05.04.2021, 18:47h)

Was ich unter unbedingter Beibehaltung unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung konkret verändern würde ...


(Ich habe nicht geschrieben, dass ich unsere Verfassung ändern würde, denn die ist ziemlich perfekt für ihr Alter.)

... Was ich ändern würde, wäre z.B. der Grad der Freiheit der freien Finanzwirtschaft. Ich würde diese vorsichtig so einschränken, dass die normalen Bürger nicht mehr den Eindruck von einem Raubtierkapitalismus haben müssen. Das reine Zocken seriös sein wollender und sich als solcher den weniger vermögenden Kunden verkaufenden Banken und Fonds sollte erschwert oder gleich verhindert werden. Hierfür müsste nicht das Grundgesetz, sondern es müssten nur die einschlägigen Gesetze im Handels-Finanzsektor verändert werden.

... Im Bereich der Steuern und Abgaben sollte ein gerechteres Verhältnis von einem Vermögen aufgrund echter Leistungen gegenüber einem Vermögen aufgrund bloßer Erbschaft und reiner Geldgeschäfte herbeigeführt werden. Hierfür müsste die einschlägige Steuergesetzgebung geändert werden. (Natürlich mit sinnvollen Ausnahmen: z.B. muss ein Betrieb weitergeführt und dessen Arbeitsplätze erhalten werden können, wenn sich das Unternehmen in privater Hand befand und vererbt wurde.)

... Im Bereich der Transferleistungen sollte endlich wirklich berücksichtigt werden, dass die Würde des Menschen nicht länger durch den Umstand eingeschränkt werden darf, ob es bezahlte Arbeit für ihn gibt oder nicht. Die gibt es schon sehr lange immer öfter nicht mehr und in Zukunft ganz gewiss nicht mehr für alle Willigen. Viele müssen sich zeitlich beschränkten und unterbezahlten Jobs ausliefern, so dass es schon lange für sehr viele nicht mehr möglich ist, auf ihre eigenen Fähigkeiten und Kräfte zu vertrauen - ganz abgesehen von denen, die angeschlagen sind und schon lange gar keinen Job mehr finden.
Kurz: Das bedingungslose Grundeinkommen sollte eingeführt werden. Die gesetzlichen Grundlagen hierfür wären zu schaffen.

... Zum Schutz der Umwelt, für den Erhalt der natürlichen Lebensbedingungen und gegen den Klimawandel kann ich mir ebenfalls eine Reihe von Maßnahmen vorstellen - die allerdings nun auf die Einschränkung der Freiheiten aller Menschen hinauslaufen. - Was meines Erachtens einen gehörigen Paradigmenwechsel im Denken möglichst vieler Bürger bedingt, damit die meisten sich aus eigener Einsicht diese Einschränkung unterziehen, also freiwillig mitmachen können. Nur dann wäre ein gesellschaftlicher Konsens möglich, der auch die Parteien eher dazu bringen würde, die erforderlichen Maßnahmen in ihre Programme mit aufzunehmen und für diese bei den noch nicht Willigen zu werben. Die Umweltschutzregelungen wären entsprechend zu verschärfen - und der Wertewandel in den Köpfen der Menschen könnte und sollte sogar in die Verfassung Einzug halten! (Von hinten aufgerollt, vom gesellschaftlichen Konsens ausgehend, wäre das Grundgesetz also doch verbesserungsfähig!)

... Natürlich dürfen wir nicht nur uns selbst dabei im Auge haben, sondern müssen im großen Stil am Frieden und relativen Wohlstand anderer Völker in anderen Weltregionen beizutragen versuchen - nicht bloß durch Geld, sondern insbesondere durch das Einbringen von innovativen Ideen und Knowhow, ... am besten immer mit dem Ansporn unseres eigenen Anspruchs auf ein würdevolles Leben verbunden!

__________

Die Frage, wie all die zu verbessernden Bedingungen für ein würdevolles Leben des Menschen in einer zu erhaltenen Umwelt zu finanzieren wären, gebe ich an die Experten weiter. Die waren bisher so ausgebufft, immer neue Einnahmequellen zu generieren - für den Luxus privater Anleger. Nun wartet das ungleich wertvollere Ziel, die Zivilisation zu retten und möglichst lange zu erhalten.
....................................................................................................................... :roll:

Es ist gut, dass hier in Deutschland jede(r) seine Meinung sagen darf, egal wie qualifiziert die Meinung auch ist. Auch ich mache von diesem Recht - hier in den Foren - regen Gebrauch, obwohl ich nicht so schlau bin, wie sich andere hier oftmals geben. So äußert sich auch Verdandi hier zu einigen Themen, die mir gelegentlich Anlass geben, mit meiner subjektiven Auffassung, dagegenzuhalten.
Hier nun schreibt sie, was sie alles machen würde und was man machen sollte. Da stelllt sich doch die Frage, was hat sie denn bislang gemacht? Und warum nimmt sie mit ihren 66 Jahren das verbleibende Leben nicht gelassener - frei nach dem Motto: Nach mir die Sinnflut?
Das, was ich selbst in meinen bisherigen Lebensjahren versäumt habe zu tun (bzw. was mir auch egal war), das fordere ich nicht heute, in meinen fortgeschrittenen Alter, ein. Erst recht nicht von anderen. Jetzt sind die jungen Leute aufgerufen, sich die Welt zu erschaffen, in der sie leben wollen. Wir Alten sollten uns endlich zurückziehen, wir haben unsere Möglichkeiten und Chancen gehabt.
Und so möchte ich meine Ausführungen hier in den Foren nicht als Besserwisserei oder "Klugscheißerei" verstanden wissen, sondern lediglich als eine Art Ausweis dafür, dass ich noch lebe und noch genauso streitlustig bin, wie in meinen aktiven Jahren. Auch wenn es mir heute nur noch um den Streit an sich geht, und nicht mehr darum, letztlich auch den Sieg davonzutragen. Denn: Hunde, die in unserem Alter noch bellen, beißen (nicht mehr)!
@ Gundulabella

….ohne Kapital - das heißt u.a. ohne gut funktionierende Firmen - könnten wir unseren Staatsapparat und unsere Polizei nicht bezahlen.....

Das Kapital in einer Volkswirtschaft entsteht immer noch durch menschliche Arbeit und nicht durch Spekulation auf Gewinne durch betrügerische Ausbeutung, durch wundersame Geldvermehrung aufgrund von inflationärem Gelddruck, oder durch Geschenke, welche die Glüxfee im Spielsalon vom Himmel fallen lässt – auch wenns dem Ignoranten, der davon profitiert, noch so zu sein scheinen mag.

Somit ist nicht grundsätzlich das Eigentum immer Diebstahl am Volke, sondern lediglich das auf betrügerische Weise erworbene.

Dass betrügerische Machenschaften durch kapitalistisches Profitstreben in einem Sozialstaat zwar auch grundgesetzlich verboten ist, aber durch löchrige Handels- und Steuergesetze dennoch ermöglicht wird, macht - wie Verdandi es gerade ebenfalls forderte - eine Änderung derselben an vielen Stellen nötig.

Nur dadurch können die Schlupflöcher für Scheinsozialisten, die sich zuerst mit Hilfe von staatlichen Förderungen eine goldene Nase erwerben, um sich anschließend mit steuerlich absetzbaren Spenden noch als Wohltäter der Menschheit feiern zu lassen, endlich geschlossen werden, denn dieses procedere stellt nichts Anderes als den unerträglich scheinheiligen Ablasshandel dar, mit dem sich Diejenigen, die schon im Mittelalter das Volk ausgebeutet haben, anschließend mit großzügigen Spenden an die Kirchenfürsten als höchstem moralischen Gesetzgeber von ihrer Schuld freikauften, um dennoch ins nachtodliche Paradies zu gelangen.

….. Staat und Polizei üben Kontrollfunktionen aus, um die Auswüchse der Gierschlunde einzudämmen, die Kapital nur für ihre eigenen Zwecke benutzen.....

Es ist nicht der Staat sondern die Regierenden (zu deutsch: Herrschenden), die dazu da sind, mit Hilfe militärischer Unterstützung für die Einhaltung der sozialen Grundgesetze zu sorgen – wobei sie bei mutmaßlichen Verbrechern auch das Recht haben, deren Freiheitsrechte einzuschränken, um sie festnehmen und sogar dauerhaft einsperren zu lassen.

….schwierig wird es, wenn sowohl der Staat als auch die Polizei diese Kontrollfunktion nicht mehr unabhängig !!! ausüben können....


Diese Kontrollfunktionen darf eine Regierung mit Hilfe der Polizei nicht nur ausüben - und zwar nötigenfalls auch gegen den Willen des von ihren Gegnern aufgehetzten Volkes, wenn es nicht bereit ist, sich an ihre Regeln zu halten - , sondern sie muss es sogar, denn sonst könnte sie die von ihr beschlossenen Gesetze weder in Kraft treten lassen, noch dauerhaft deren Gültigkeit garantieren.

…..bei der Polizei ist die USA zu erwähnen.....laut Statistiken werden bei Polizei-Einsätzen wesentlich mehr Afroamerikaner als Weiße erschossen....


Wofür soll die amerikanische Polizei als Beispiel dienen? Doch wohl nicht dafür, dass es nach amerikanischem Gesetz erlaubt sei, Menschen zu erschießen, oder gar dabei die weißen den schwarzen vorzuziehen.


@ Hauke57

Hier darf Jeder seine politisch unmaßgebliche Meinung beisteuern – selbst wenn sie nicht der allgemeinen Erleuchtung dient. Und wenn er im Großen und Ganzen jemand Anderem beipflichtet, darf er das auch mit eigenen Worten tun, wenn er meint, sie seien besser dazu geeignet, oder auch einfach nur, um jemand Anderem zu gefallen, indem er ihm lediglich nach dem Munde redet.


@ Andre6110

Wenns irgendwo einen gelebten Sozialismus gibt, dann hier bei uns, denn hier ist man auch den Besitzenden von Produktionsmitteln gegenüber so tolerant, dass man sie nicht – wie im Kommunismus – einfach enteignet.

Dass man den arbeitenden Menschen in den scheinsozialistischen Ländern dieser Erde einredet, sie seien bereits im Paradies, sodass es keiner Verbesserung mehr bedarf, klingt genauso, wie in den kapitalistischen, wo ein Loblied auf die unbegrenzte Freiheit von Unternehmern gesungen wird, die mit ihrem Geld die Gesetzgebung selber bestimmen, und wonach der Betrug an den von ihnen Ausgebeuteten nicht mehr strafbar ist.

Nur klingt es besser, wenn man einen Gefangenen davon überzeugt, er sei gar nicht gefangen, anstatt ihm mit vorgehaltener Knarre ins Gesicht zu sagen, dass Widerstand zwecklos sei, wie es bei den ferngesteuerten Borgs der Fall ist.

Natürlich hat ein echter Kapitalist kein Interesse an sozialen Verhältnissen, weswegen er alle Staaten meidet, in denen seinem unersättlichen Freiheitsdrang eine Grenze gesetzt wird. Aber es wäre wohl sozial angemessener, Parasiten, die sich an der Arbeit Anderer bereichern, aus der Gemeinschaft ganz auszuschließen, anstatt sie mit viel Aufwand zur Einhaltung von sozialen Gesetzen zu zwingen, denn bekanntlich kämpfen gegen den Unwillen ihrer Diener selbst die Herrschenden vergebens.

Da sich aber die demokratisch gewählten Vertreter des Volkes genauso, wie die Beamten eines Kaisers, immer wieder gerne von reichen Kapitalisten bestechen lassen - auch, wenn es ebenfalls grundgesetzlich verboten ist – und sich sogar die königlichen Gesetzgeber selber mit ihnen ins gemeinsame Bett legen, um sich von ihnen ihre Kriege mit ihren Gegnern finanzieren zu lassen, hieße das, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben, was genauso ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Weiter zur ethischen Vertretbarkeit einer von der erlangten Würde abgekoppelten Berechtigung, soziale Leistungen in Anspruch nehmen zu dürfen:

Den natürlichen Neid auf Diejenigen, die es besser haben, als man selber, zum Anlass zu nehmen, um das Streben nach sozial gerechteren Lebensverhältnissen als krankhaft zu stigmatisieren, ist schon ziemlich dreist, aber den Egoismus Derer, denen es besser geht, als Anderen, zum natürlichen, sozialen Selektionsprinzip zu erklären, bei denen die Rücksichtslosen ein Naturrecht auf Ausbeutung Schwächerer erlangen, damit Letztere sich als deren Opfer betrachten und entsprechend darüber beschweren können, setzt dem sozialdarwinistischen Zynismus noch eine Krone auf.

Was den Einfluss der antiken Filosofen aus der reichen Aristokratenschicht in Griechenland betrifft, die heute Bildungsbürgertum heißt, so diente deren „aufgeklärtes“ Denken übrigens auch den Herrschenden in der Renaissance noch als willkommene Grundlage dafür, um ihre Tyrannei über das Volk intellektuell zu beschönigen, denn wer es wagte, ihre von der Kirche höchstselbst legitimierte Herrlichkeit in Frage zu stellen, wurde immer noch als Ketzer verbrannt.

Eine echte soziale Revolution hingegen hat niemals stattgefunden, weil man sich nach den erfolgreichen Revolutionen zur Entmachtung des sogenannten Hochadels mit der Herrschaft der Bürger aus dem niedrigen Adel (den späteren Kapitalisten) über das arbeitende Volk zufrieden gab.

Wenns heute der arbeitenden Bevölkerung in Ländern wie Deutschland so gut geht, wie nie zuvor, liegt das an der Armut der ausgebeuteten Menschen in den sogenannten Entwicklungsländern, was sich allerdings schnell ändern kann, sobald deren Regenten die Luft ausgeht und sie beginnen, ihren Einflussbereich auf die Länder auszudehnen, wo noch was zu holen ist.

Dass ein soziales Ideal natürlich niemals 1:1 in die soziale Realität umsetzbar ist, muss allerdings nicht heißen, dass man es deshalb gleich auf den Müll werfen kann, denn selbst dann, wenn man mit dem Gedanken alleine nur vorgestellte Berge versetzen vermag, und keine echten, dient es zumindest recht gut dazu, um einzuschätzen, wes Geistes Kind Derjenige ist, der das jeweilige Ideal favorisiert, sodass man sich schon vorher eine Vorstellung davon machen kann, womit man rechnen muss, falls er mal an die Macht gelangt.
das was jeder von uns an Steuern abgibt - sowohl jeder einzelne Erwerbstätige als auch die Firmen - kommt in die Staatskasse.....
aus diesen Steuereinnahmen werden unsere "Staatsdiener" bezahlt.....
wichtig ist, dass diese Staatsdiener auch wirklich dem Staat dienen und nicht - zusätzlich zu ihren hohen Gehältern - ihre eigenen Taschen füllen...... :!:

während unsere Polizei - aktuell bei den letzten Demonstrationen als zu lasch kritisiert wurde - agiert die amerikanische Polizei am anderen Ende der Fahnenstange.....

nochmals:
wir alle - jeder einzelne Bürger und auch die Firmen mit ihren Steuerabgaben - bezahlen die Politiker und die Polizei....
und verd. nochmal ...... dann müssen die auch ihrer Kontrollfunktion gerecht werden !

@filofaxi
ohne diese bösen kapitalistischen Firmen hätten die Leute keine Arbeit....
ohne eine arbeitende Bevölkerung keine Steuereinnahmen...
ohne Steuereinnahmen kein gut funktionierender Staat....

warum haben "arme" Staaten - d.h. solche mit hoher Arbeitslosenquote und hoher Korruptionsquote so schlechte Regierungen ?....hmmm ?
@gundulabela, man kann auch so sehen:
ohne Ausbeutung kein Geld; ohne Geld keine Macht; ohne Macht keine Ausbeutung. Und ohne Ausbeutung eine gerechte Gesellschaft??? Was treibt uns Menschen zur „Ausbeutung“? Die Neugier? Der Hunger auf Fortschritt? Der Hunger auf Macht?

Schaut man sie die Geschichte der Menschheit an, so gibt es im Wesentlichen zwei Gruppen: die eine Gruppe, die sich zur Schaffung von Mehrwert entwickelt hat, die bereits vor tausenden von Jahren angefangen hat, gesellschaftliche Strukturen zu entwickeln, die Landwirtschaft und Handel betrieben, die die ersten Häuser und Paläste bauten… die sich von Generation zu Generation weiterentwickelten, die sich zu Hochkulturen entwickelten. Die andere Gruppe, sie schafften es in zigtausenden von Jahren zu primitiven Jagdwaffen, zu einfachen Kulturen, zu minimalistischen Gesellschaftsstrukturen und zu simplen Behausungen. Sie lebten von der Hand in den Mund. Ihr „Sinn“ bestand darin, Kinder zu zeugen und um sich um Nahrung zu kümmern, um ihren Fortbestand zu sichern. Alles im Einklang mit der Natur. Ihre Population hing ab von der Natur und dem, was sie ihnen bot. Keine Zerstörung der Landschaft, keine Zerstörung der Natur, keine Ausbeutung, weder gegenseitig noch die der Natur…kein Fortschritt!

Wer ist jetzt wem überlegen??? Welche Gruppe ist die „bessere“, die lebenswertere? Doch gibt es nur das „entweder oder“? Oder kann man „Grautöne“ schaffen? Wenn ja, ist das heut noch möglich? Werden wir die Ausbeutung der Menschen, der Natur, unserer Bodenschätze stoppen können? Ich denke „nein“! Zu weit fortgeschritten ist die Zerstörung der Natur, zu sehr die der Menschheit selbst, zu groß ist der Wunsch nach Wohlstand und Macht. Wenn wir Glück haben, können wir den Prozess der Zerstörung verlangsamen. Aufhalten oder gar rückgängig werden wir ihn nicht machen können. Zu viel Geld, zu viel Macht steht dem im Wege. Und nicht nur das, die Menschen in Bangladesch oder im Kongo haben das gleiche Recht auf Wohlstand und Lebensqualität, wie wir Europäer! Doch um dies zu erreichen bedarf es viel Geld, viel Macht, viel Zerstörung und viel Ausbeutung. Wir Europäer sind definitiv nicht bereit, unseren Wohlstand mit den Armen dieser Welt zu teilen…

Man kann diesen Faden unendlich fortspinnen… alles nur Theorie!… alles nur Philosophie?
eben deshalb ist eine funktionierende Kontrolle so wichtig !

wobei wir das Rad nicht mehr zurückdrehen können bis zur Sammler und Jägerzeit......Muscheln gegen Felle tauschen usw...
und ja - mit dem Beginn der Sesshaftigkeit/Landwirtschaft hat sich die menschiche Spezies vermehrt und sich dann mit dem Industriezeitalter verschnellert bis zur heutigen Überbevölkerung, die den Lebensraum der Wildtiere begrenzt und Pandemien begünstigt..........

was wir heute machen können, sind Auswüchse verhindern.... unsere Erde nicht kaputt zu machen....

der Hunger nach Macht ist bei den Menschen wahrscheinlich genetisch bedingt....wir sind zwar keine Rudeltiere - jedoch Gruppenwesen mit einer Rangordnung.....mit dem Bewußtsein, dass "der Alte" irgendwann abgelöst werden kann....
immer höher auf dem Treppchen steigen wollen - so lange bis man ganz oben ist....

und wenn dann einer ganz oben ist, dann ist die Gefahr groß, dass er sich an seiner Macht berauscht - anstatt für seine Mitmenschen da zu sein....

wahrscheinlich sind Macht- und Geldhunger untrennbar miteinander verbunden....
ein mächtiger Mensch fühlt sich im Recht - unfehlbar - unantastbar ....
Mitarbeiter/Untergebene, die ihm nicht zustimmen, werden ausgetauscht ....
siehe u.a. Trump....

die frühen Demokratien haben das erkannt und vom "Cäsarenwahnsinn" gesprochen......deshalb wurden die Regierungszeiten in den Demokratien begrenzt......

autokratische Regierungsoberhäupter wie u.a. Putin oder Lukaschenko und auch Xi haben dies elegant umgangen, in dem sie entsprechende Gesetze zur Verlängerung der Regierungszeit durchgebracht haben....
@Gundulabella

….ohne diese bösen kapitalistischen Firmen hätten die Leute keine Arbeit....

Es gibt Firmenbetreiber, wie die Kirchenfürsten, die ihre freiwilligen Mitarbeiter sogar unentgeltlich für sich schuften lassen, indem sie ihnen das Paradies nach dem Tode als Lohn dafür in Aussicht stellen.

Selbst in staatlichen Betrieben, in denen auch das Prinzip der Profitmaximierung gilt, um gegen private Unternehmen konkurrenzfähig zu bleiben, geschieht diese ganz legal auf Kosten der dort tätigen Mitarbeiter.

Das macht die dort wütenden Kapitalisten jedoch nicht weniger bösartig - nur, weil sich Alle gleichermaßen dieser asozialen Ausbeutungsmethoden bedienen, um an ihr Ziel der Vorherrschaft über Andere zu gelangen, sobald sie über die dafür nötige wirtschaftliche Macht verfügen.

….ohne eine arbeitende Bevölkerung keine Steuereinnahmen...
ohne Steuereinnahmen kein gut funktionierender Staat....


Wenn man von vorneherein Jeden für seine Arbeit so bezahlen würde, dass er davon sorgenfrei leben kann, könnte der Rest direkt fürs Allgemeinwohl verwendet werden, ohne dass man die Kapitalisten extra drum bitten müsste, sich doch an die Steuergesetze zu halten, nachdem sie sich selber über alle Maßen an der Arbeit Anderer bereichert haben.

….warum haben "arme" Staaten - d.h. solche mit hoher Arbeitslosenquote und hoher Korruptionsquote so schlechte Regierungen ?.....

Die Frage ist falsch herum gestellt, und müsste richtig heißen: „Warum gibt’s in „armen Staaten“ eine so hohe Arbeitslosenquote?“ Die Antwort ist dann bereits in der richtig gestellten Frage enthalten und lautet: „Wegen der hohen Korruptionsquote ihrer schlechten Regierungen!“

Das gleiche gilt für die falsche Behauptung, dass es ohne Ausbeutung kein Geld gäbe, was den Ausgebeuteten als Lohn für ihre Arbeit vorenthalten werden kann, denn das Geld ist nur eine Form des Entgeltes, was ein Unternehmer seinen Angestellten für ihre Arbeit schuldet.

Die Verweigerung dieser Pflicht bedeutet die Missachtung ihrer ehrlich erworbenen Würde, was nach Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes eine Straftat darstellt, und kein Kavaliersdelikt, wie asoziale Kapitalisten, die mit ihrem Geld den Markt beherrschen, vielleicht meinen.

Die gleiche seltsame Auffassung betrifft den durch Arbeit erzielten Mehrwert eines Stoffes, der den Arbeitern anteilig vom Verkaufserlös zusteht, die ihn bewirkt haben, und nicht dem Spekulanten, der das Rohmaterial günstig erworben und das damit hergestellte Produkt meistbietend verhökert hat, um von der mangelnden Verfügbarkeit von Rohstoffen und Waren auf dem Markt zu profitieren.

Dem wird zwar international entgegengewirkt, indem man hohe Einfuhrzölle auf billige Importware erhebt, die Allen gleichermaßen zugute kommen sollen, aber man begünstigt damit immer noch die Verbraucher in den Wohlstandsländern gegenüber den Herstellern der Waren aus den Billiglohnländer auf ganz unverhältnismäßige Art und Weise.

Was hingegen die soziale Kultur einer menschlichen Lebensgemeinschaft ausmacht, ist nicht ihre technische Überlegenheit gegenüber anderen Lebensgemeinschaften, sondern ihre Fähigkeit zum gemeinsamen Handeln, und die ist in einer matriarchialischen Gemeinschaft mit einer Gewaltenteilung zwischen den Geschlechtern wesentlich weiter entwickelt, als in Kulturgemeinschaften mit aufgezwungener, patriarchialischer Diktatur ohne diese Vorkehrung gegen den Größenwahn einiger Weniger zu Lasten eines ganzen Volkes – auch, wenn das die Diktatoren, die sich entweder als Geldadel, oder als geistigen Adel oder als Militäradel bezeichnen, um ihre angemaßtes Recht auf cäsarenhafte Alleinherrschaft zu begründen, anders sehen.

Das zwanghafte Bedürfnis nach der Vormacht, anstatt einfach nur der einfachen Macht zur Befähigung zur Bewältigung seiner Aufgaben innerhalb einer demokratisch oder sonstwie gearteten Gemeinschaft, kann man als Folgeerscheinung einer nicht bewältigten, narzisstischen Kränkung aus der Kindheit ansehen, aber auch die gibt dem derartig verrückt Gewordenen noch kein ethisch vertretbares Vorrecht dazu, sich dafür an der ganzen Gemeinschaft zu rächen, indem er Andere genauso schädigt, wie er mal selber geschädigt wurde, ohne sich dagegen wehren zu können.
ich glaube nach wie vor, dass uns das Bestreben nach einem höheren Rang angeboren ist.....

denn auch diejenigen, die ganz unten stehen, wollen aufsteigen.....
das fängt in der Firma an ........
ich hasse dieses "Machtgerangel" - habe es sogar bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit erlebt - wo wir ja alle ohne Lohn gearbeitet haben und "eigentlich" alle "gleich" sein sollten..... 8)

doch so ein Verhalten ist menschlich....

deshalb sage ich nochmals:
ein gut funktionierender Staat muss einen gut funktionierenden Kontrollmechanismus haben, um Macht-Gier-Auswüchse zu minimieren .....
und dazu gehört eine niedrige Korruptionsquote....

dazu gehört die Erziehung.....d.h. Moralvorstellungen, die uns von den Eltern übermittelt werden.....
"das macht man nicht".....
man macht andere Kollegen nicht "hintenrum" beim Vorgesetzten schlecht, um selber die Stelle zu erhalten.....man erweist und nimmt keine Gefälligkeiten zum eigenen Vorteil an.....

wie war das nochmal ?
"der Fisch stinkt vom Kopf her"
es fängt in den unteren Rängen an und geht bis hinauf bis zur Spitze....
und wieder zurück..... :wink:

Der Nachteil daran, alles zu einem  indifferenten Brei von Gemeinplätzen zu verrühren, ist der Wegfall der Möglichkeit, weiterhin konkrete und damit falsifizierbare Aussagen treffen zu können.

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"Der Fisch stinkt vom Kopf" bedeutet übrigens, dass die Probleme in der obersten (!) Führungsebene beginnen.



Eine sachliche und folgerichtige Aussage, ist nicht schon deshalb falsch, weil sie sich nicht falsifizieren lässt, sondern gilt so lange als richtig, bis sie falsifiziert werden kann und damit als falsch gelten muss.

Wenn es hingegen das Ziel einer jeden Diskussion wäre, lediglich Aussagen zu falsifizieren, käme am Ende Nichts heraus, was brauchbar wäre, um als richtig gelten zu können.

So kann man bei einer differenzierten Betrachtungsweise logische Widersprüche erkennen, die in falschen Vorurteilen stecken, und vielleicht auch versuchen, sie aufzuheben, sowie sich über die relationale Richtigkeit von Aussagen Klarheit verschaffen, die zu den Zwecken Derer passen, die sie verfolgen, und damit zumindest für Jene richtig sind.

Alles, was Einem jedoch gefällt, undifferenziert in eine Kiste zu stecken und „Demokratismus“, „Liberalismus“ oder „Sozialismus“ draufzuschreiben, ist in der Tat genauso unbefriedigend, wie Alles, was Einem nicht gefällt, „Diktatur“ zu nennen, weil gerade in der Differenzierung des Altbekannten neue Erkenntnisse über sein Wesen verborgen liegen.

Und genau die sind es, für die sich ein echter Filosof als Weisheitsliebender auch noch im fortgeschrittenen Alter interessiert, während der Möchtegern-Filosof sich in Ermangelung eigener Ideen bequemerweise mit dem Nachplappern von Sprüchen echter Filosofen und Profeten begnügt, um die er einen Personenkult betreibt - ganz so, wie es auch in der Politik der Fall ist - , um den jeweils Herrschenden in den drei großen Bereichen der Wirtschaft, der Kirche und der Wissenschaft zu gefallen.

„Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken!“, kann übrigens auch ganz unpolitisch als Metapher für den Menschen betrachtet werden, bei dem die falsche Lebenseinstellung, die im Kopf verortet wird, den Anfang von seinem eigenen Ende bedeutet, und damit auch automatisch das Ende seiner ihm Anvertrauten.

>>Eine sachliche und folgerichtige Aussage, ist nicht schon deshalb falsch, weil sie sich nicht falsifizieren lässt, sondern gilt so lange als richtig, bis sie falsifiziert werden kann und damit als falsch gelten muss.<<

Das stimmt! Gemeint war aber: Wenn eine Aussage nicht falsifizierbar ist, kommt sie als Dogma daher: Man kann sie glauben oder nicht glauben, aber ihren Wahrheitsgehalt nicht überprüfen. - Das trifft auf alle Gemeinplätze zu.

Allein schon Gundulabellas Rede von "unseren" Eltern macht alle Erfahrungen aller Personen (welcher eigentlich: der Deutschen, der Europäer, der westlichen oder aller Menschen?) gleich. Man kann das nur wiederum allgemein zurückweisen. Und was ist dann gewonnen? Gar nichts.




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