Auf jeden Fall, translation..., :lol:
das ist mehr als intim... ähhh.... legitim... :wink: :wink:
gab es hier nicht schon mal einen vieldiskutierten Thread zum Thema Polyamorie mit vielen Beiträgen? :?:
Erinnere mich auch noch gut daran..., saphira... :wink:

Ist irgendwo im Nirwana entschwunden... 8)
• Ist Polyamorie nur was für junge Menschen oder sind gerade reife Menschen reif für Polyamorie?
Tatsächlich denken junge Menschen freier über Liebe bzw. Liebesbeziehungen nach, einfach weil ihnen statistisch gesehen mehr Handlungsspielraum zur Verfügung steht. Und wenn es in einer 1-1 Beziehung schon mitunter schwer ist mit Eifersucht, Geltungsdrang, Besitzanspruch, Zeitmanagement etc. umzugehen, dann stelle sich doch bitte LeserInnen das unter n-n Beziehungsbedingungen vor. Denn Polyamorie ist doch kein Synonym für Harem oder Rudelbumsen, eher das Einvernehmen der Partner unter sich jeweils einen anderen Partner auch lieben zu dürfen, ohne sich trennen zu müssen.
• Ist Polyamorie nur etwas für Experimentalisten? Jeder, der sich in ein derartiges Projekt wagt, muss in der Lage sein eingeübte Verhaltensweisen an sich zu entdecken, zu kommunizieren und auch wenn´s weh tut zu ändern. Das setzt ein hohes Maß an Toleranz und Flexibilität voraus.
• Welche Prämissen müssen beim Mensch erfüllt sein um polyamorös leben zu können?
Vieles an Voraussetzung ist schon o.g. und kann auch vertiefend diskutiert werden, die Richtung scheint doch aber klar, oder? Die zentrale Rolle spielt die Liebe, die vom Wort zum grenzenlos pulsierenden Geben und Nehmen mutiert und jedes Sein auf unserem Planeten erreicht.
• Sind Alpha-Personen in der Lage polyamorös zu leben? Das ist eine gute wie schwere Frage, denn ich hab bisher noch keine Alphatierchen entdecken können, die willens bzw. fähig gewesen wären eine Diskussion inhaltlicher Art zu diesem Thema weder loszutreten noch aufzunehmen.
• Überrascht es, dass gerade hier im Forum keine Neigung unter den SchreiberInnen besteht, darüber Gedanken auszutauschen? Nein, nicht wirklich.
Diese Ansätze, liebe LeserInnen, haben keinen praktischen Erfahrungshorizont, sind reine Gedanken, in deren Welt sich Polyamoristen aufgefordert sehen dürfen zu antworten. Weil, wenn sie dazugehören, wenn es sie tatsächlich gibt, diese Liebesmehrer, dann sollte ihnen auch Gehör geschenkt werden, oder nicht? Es sei denn, die vielen andern bilden einmal mehr einen Ring aus Meinungsmonopol, aus dem nichts Sinnvolles herausdringt oder reinkommt. Somit wird jede vereinzelte Stimme unterdrückt und der Ausbreitung einer ungelösten wesentlichen Not des Menschen, der Umgang mit „Herrschaft und Feindschaft“, wird Vorschub geleistet.
• Ist Polyamorie nur etwas für Experimentalisten? Jeder, der sich in ein derartiges Projekt wagt, muss in der Lage sein eingeübte Verhaltensweisen an sich zu entdecken, zu kommunizieren und auch wenn´s weh tut zu ändern. Das setzt ein hohes Maß an Toleranz und Flexibilität voraus.

Und genau HIER ist der Haken.
Wieso sollte etwas,das weh tut, ( meistens nur für den Partner,der mit diesen Wünschen seines/r Liebsten " überrascht" wird), Teil einer Beziehungsform werden?
Die sogenannte Toleranz und Flexibilität,die der Neu- Polyamore da von seinem/r Partner/in verlangt, ist in meinen Augen nichts anderes,als Egoismus.
Toleranz und Flexibilität innerhalb einer Beziehung oder Ehe ist nämlich keine Einbahnstrasse!
Eine solche Forderung zu stellen und dem Partner latent mangelnde Toleranz bzw.Flexibilität zu unterstellen, sollte der/die Partner/in, der/dem das weh tut, nicht mitziehen, ist das GEGENTEIL von Liebe und Achtung finde ich.
Anders sieht es natürlich aus,wenn beide Partner schon beim Kennenlernen diese Form als die für sie/ihn passende beschließen.
Ja, was hat Wehtun mit Liebe zu tun?
Tut das nicht weh, wenn ich entdecken muss, dass auf die Partnerin, bisher in meinen Besitz befindlich, plötzlich keinen Anspruch mehr anmelden kann? Das muss sich doch wie vor den Latz geknallt anfühlen. Da zieht´s dir doch die Latschen von den Füßen, oder nicht? Was bitteschön bleibt noch übrig von der Liebe, wenn die Besitzfrage darin gar keine Rolle spielt und ich direkt mit Verlustängsten zu kämpfen hab?
Was für Verlustängste?
Ich sehe weder meinen Partner als Besitz an, noch hätte ich Verlustängste,Jemanden zu "verlieren", der nicht genug Freude mit meiner Anwesenheit hat.
So einer kann gerne polyamor leben, aber eben nicht mit mir als Teil davon.
Mönsch Ento62, virtuell war es doch schön.....
weeny2 hat geschrieben: Ja, was hat Wehtun mit Liebe zu tun?
Tut das nicht weh, wenn ich entdecken muss, dass auf die Partnerin, bisher in meinen Besitz befindlich, plötzlich keinen Anspruch mehr anmelden kann? Das muss sich doch wie vor den Latz geknallt anfühlen. Da zieht´s dir doch die Latschen von den Füßen, oder nicht? Was bitteschön bleibt noch übrig von der Liebe, wenn die Besitzfrage darin gar keine Rolle spielt und ich direkt mit Verlustängsten zu kämpfen hab?



B E S I T Z A N S P R U C H

In welcher Zeit lebst Du ?
Keine Verlustängste = kein Wehtun!
Sternezaehler hat geschrieben: Mönsch Ento62, virtuell war es doch schön.....


Was meinst du jetzt damit?
Du verwirrst mich.
Inge12 hat geschrieben:
weeny2 hat geschrieben: Ja, was hat Wehtun mit Liebe zu tun?
Tut das nicht weh, wenn ich entdecken muss, dass auf die Partnerin, bisher in meinen Besitz befindlich, plötzlich keinen Anspruch mehr anmelden kann? Das muss sich doch wie vor den Latz geknallt anfühlen. Da zieht´s dir doch die Latschen von den Füßen, oder nicht? Was bitteschön bleibt noch übrig von der Liebe, wenn die Besitzfrage darin gar keine Rolle spielt und ich direkt mit Verlustängsten zu kämpfen hab?



B E S I T Z A N S P R U C H

In welcher Zeit lebst Du ?


das habe ich mich ebenfalls ganz spontan gefragt, als ich diesen Text gelesen habe..... :shock:
weeny2 hat geschrieben: Ja, was hat Wehtun mit Liebe zu tun?
Tut das nicht weh, wenn ich entdecken muss, dass auf die Partnerin, bisher in meinen Besitz befindlich, plötzlich keinen Anspruch mehr anmelden kann? Das muss sich doch wie vor den Latz geknallt anfühlen. Da zieht´s dir doch die Latschen von den Füßen, oder nicht? Was bitteschön bleibt noch übrig von der Liebe, wenn die Besitzfrage darin gar keine Rolle spielt und ich direkt mit Verlustängsten zu kämpfen hab?

bisher in meinem Besitz befindlich

und plötzlich nix mehr anzumelden? Oj das wurmt den Alfa.

Abgesehen, dass hinsichtlich Polyamorie hier eine weritabel-phattale Verwechslung vorliegen könnte: in historischen Zeiten bauten Alfas so genannte Harems, da waren Polyamoudings und Verlustangstvermeidung mit einer Klappe erschlagen. Phür alle Phälle wurde ein Eunuch eingestellt, der in einem Anphall von Prioritätensetzung plötzlich auf 2 eben noch in seinem Besitz befindliche Kleinodien nun keine Ansprüche mehr zu melden hatte ... "vor den Latz geknallt" war gar kein Ausdruck dafür, aber die Polyamourie war perfekt. Bei Alfas.

Heuzutage wird alles so zerredet ...
Liebe LeserInnen, SchreiberInnen und Sonstige,
wenn hier Besitzanspruchsdenken in einer Beziehung als anachronistisch, rückwärtsgewandt, gesehen wird und Kommentare vollkommen zusammenhanglos raus gehauen werden, was hat es dann noch für einen Sinn, den ursprünglichen Kern von Polyamorie freilegen und diskutieren wollen. Es geht doch um die Frage ob Liebe uns pulsierend grenzenlos umfasst oder in uns, einmal rein gefüllt, von einem Schöpfergott z.B., nur noch weniger werden kann.
Dass da Ängste auftauchen und Empörung sich breit machen will, verstehe ich voll. Dass die Darstellung von Besitzdenken in Beziehungen als Anachronismus vorgeworfen wird, wo Menschenhandel, Kellerkinder etc. noch immer in der Welt sind, verstehe ich nicht mehr ganz und vollkommen verständnislos bin ich, wenn die Frage „Können Alphatierchen zu Polyamoristen mutieren?“ haarsträubende Geschichten lostrtitt, deshalb spare ich mir das Folgende...
Liebe LeserInnen, danke für Euer entgegengebrachtes Wohlwollen und Verständnis. Ihr habt recht gelesen, da gibt es einen, der immer noch glaubt Ehe, Partnerschaft, gebunden Sein hat etwas mit unteilbaren Besitzverhältnissen zu tun, ganz im tradierten Rollenbild einer nach außen gut funktionierenden Ehe. Da geschieht das: Die fiktive Partnerin erlebt, dass sie zwei (oder n) Menschen gleichermaßen tief liebt, setzt sich über Traditionen und sonstige gesellschaftliche Übereinkünfte hinweg, lädt alle Beteiligten ein Teil eines Experiments zu werden.
Ento62 hat in der Experimentallistenfrage folgenden Haken entdeckt: Warum sollte was weh tut Teil einer Beziehungsform werden?
Weh tut in diesem ( imaginären ) Szenario die Tatsache, dass die in dieses Projekt Eingeladenen bisherige Denkmuster aufbrechen und zerstören – aus tieferer Einsicht. Denkmuster erkannt, kommuniziert und geändert und damit einen Entwicklungsschritt im Experiment Polyamorie unternommen.
Damen und Herren, LeserInnen, ob das eine anachronistische Szene darstellt wage ich zu bezweifeln. Sie sind herzlich eingeladen meine Ansicht, dass Polyamorie nur etwas für Experimentallisten ist, gerne widerlegen und sich damit der Frage stellen!
Ausgangsfrage: Ist Polyamorie nur etwas für Experimentallisten? (Verhalten erkennen, kommunizieren, ändern)
Prämissen:
Ich entdecke an mir, dass ich meine Partnerin als unteilbaren Besitz ansehe (Erkenntnis). Kann diese Entdeckung mit meiner Partnerin kommuniziert werden? Kann ich meine Sicht (auch wenn´s wehtut) ändern: meiner Partnerin, obwohl sie ihre Liebe wie Blütenblätter auf Asphalt streut, weiterhin meine bislang ungeteilte Liebe schenken?
Schluss:
Ja, ich bin bereit mich zu ändern – die Liebe siegt, bisherige Besitzbetrachtungen sind über Bord geworfen, es geht weiter (mit dem Experiment!).
Nein, ich bin nicht bereit mich zu ändern – die Beziehung ist gescheitert, ich bin nicht bereit für die Polyamorie. Ich bin doch kein Experimentallist.
Weeny2
Im Kleingedruckten konnte ich nun endlich die finale Botschaft erkennen. :idea:
Ich teile deine Erkenntnis hinsichtlich des Schmerzes, nicht genügen zu können, EGAL wie sehr das von der anderen Seite aus auch bestritten wird. Es ist nun mal Fakt, dass sich solche Gefühle einstellen, wenn der/die Partner/in ihre Liebe " wie Blütenblätter auf dem Asphalt verstreut". ( zitiert von @weeny).
Und DASS sich solche Gefühle einstellen, hat nichts mit mangelndem Selbstwertgefühl oder gar Besitzdenken zu tun, EGAL, wie sehr die andere Hälfte das WIEDER vom Verwunderung behaupten mag, sondern m.E. Allein damit, dass hier versucht wird, das eigene Verhalten zu rechtfertigen, um den/die Partnerin nicht zu verlieren.
Aber :!: ....die Entscheidung zu gehen, oder zu bleiben, fällt der/die Monogramm geprägte Partner/in SELBER und wird mit Sicherheit nicht durch Manipulation bzw. Relation dem Neu-Polyamoren in die Hand gegeben.
Zumindest nicht, wenn man sich selbst nicht aufgegeben hat.
Der Schmerz der/des dann konsequenterweise Verlassenen liegt nämlich m.E. dann in der Erkenntnis, keine Macht mehr über mich/dich zu haben.
Letztlich bleibt ihm/ihr ja dann zum Trost noch die Eigenliebe. 8)