Möönsch BB ... haste mal zwischendurch Luft geholt? Respekt für diesen 1 Satz. :D
Oh Gott-nee arrogant wollte ich bestimmt nicht herüber kommen und auch nicht anmaßend sein. Die größte Liebe meines Lebens ist meine Tochter. Schon bevor sie geboren wurde. Natürlich kann man mehrere Menschen lieben auf verschiedenen Ebenen. Ich habe eine Freundin seit 46 Jahren. Ohne sie keinen Tag. Das hat aber nichts mit Sexualität zu tun. Aber für mich ist die LIEBE zwischen Mann und Frau oder Mann und Mann oder oder , wenn es Liebe ist, anders als verliebt sein, auseinander gehen sich neu verlieben usw. ich habe bis Dato keine Worte gefunden die dieses Gefühl beschreiben könnte. Es war also nicht anmaßend gemeint.
Den Sexpartner als Liebhaber zu bezeichnen, stammt noch aus einer Zeit, in der man miteinander „Liebe machte", anstatt geschlechtlich miteinander zu verkehren, oder wo man in „Liebe miteinander fiel oder wieder rausfiel“, wenn man Jemanden sexuell begehrte oder nicht mehr begehrte.

So sagte man prüderweise auch nicht „Sexbeziehung“ sondern „Liebesbeziehung“, während man Einander gleichzeitig bedeutungsvoll zuzwinkerte, nachdem sich zwei Sexpartner „MITeinander verliebt“ und noch nicht verlobt oder verheiratet hatten.

Sich „IN Jemanden zu verlieben“, ist jedoch schon rein sprachlich nicht möglich, weil das „Sich-miteinander-Verbinden“ (zu welchem Zwecke auch immer) eine Sache auf Gegenseitigkeit ist, sodass es als ein Synonym für ein einseitiges Begehren zu betrachten ist, wenn sich Jemand zB in ein schönes Haus verliebt, was er zu besitzen begehrt.

Man könnte zwar meinen, die Polyamorie als „multiple Liebhaberei“ könne auch verschiedenen Freizeittätigkeiten gelten, die man dann als Hobbys bezeichnet, ist aber im Zusammenhang mit Freundschaften (l'ami = Freund) personenbezogen, und bedeutet im heutigen Sprachgebrauch eher „das Betreiben mehrerer Sexfreundschaften gleichzeitig“, bzw. - wenn man keinen Swingerclub zwecks Rudelbumsens besucht – „zeitlich parallel“.

Dabei stellt sich die Frage, ob Jemand, der mit seiner Sexfreundschaft zufrieden und damit auch ausgelastet ist, überhaupt noch andere Sexfreundschaften braucht, und ob die multiple Sexfreundschaft nicht das ist, was nur ein Sexsüchtiger anstreben muss, um seinen einzigen Sexfreund mit seinen Begierden nicht zu überfordern und die Freundschaft mit ihm womöglich dabei zu zerstören?
Ich finde, man muss die ganze chose nicht sooo hoch aufhängen,

reicht es denn nicht, wenn man sich mag, sich gut unterhalten kann, bis hin zu dem Leiblichen? Wenn es überhaupt noch geht, man gelegentlich Zeit füreinander hat, und man sich nach dem Miteinander besser fühlt als vorher?

Das Konzept "Monogamie" ist nur eines von vielen, die weltweit praktiziert werden.
Mir reicht es nicht. Menschen, die ich mag, sind für mich geschlechtslos, genauso wie gute Freunde ... da tut sich körperlich gar nix. Das muss schon über ein „Mögen“ hinausgehen. Ich brauche da schon mehr Inspiration.
translation hat geschrieben: Ich finde, man muss die ganze chose nicht sooo hoch aufhängen,

reicht es denn nicht, wenn man sich mag, sich gut unterhalten kann, bis hin zu dem Leiblichen? Wenn es überhaupt noch geht, man gelegentlich Zeit füreinander hat, und man sich nach dem Miteinander besser fühlt als vorher?


auf den punkt gebracht, den nagel auf den kopf getroffen.
und sollte(!) amor wieder einen treffer machen, kann man sich ja entscheiden, was einem lieber bzw wichtiger ist.
eine schöne erinnerung bleibt allemal.
:roll:
Das Lieben ist nicht nur ein einfaches, sondern ein besonderes Mögen, und wird durch eine körperliche Haltung des Zuneigens ausgedrückt - so, wie das Hassen ein besonderes Nicht-Mögen ist, und durch eine körperliche Abneigung ausgedrückt wird.

So mag man einen Sexfreund besonders wegen des guten Sexes, den man mit ihm hat, und den Tischtennisfreund, weil man gut Tischtennis mit ihm spielen kann.

Einen Ehepartner, den man liebt, weil er sich die Versorgung der gemeinsamen Kinder gewissenhaft mit Einem teilt, oder einen Geschäftspartner, der sich treu an die Handelsverträge hält, welche man mit ihm getroffen hat, um regelmäßig seine Brötchen bei ihm kaufen zu können, liebt man ebenfalls genau deswegen, wenn Beide Einen jeweils genau damit erfreuen.

Man kann zwar, aber muss heute nicht mehr jeden Freund gleich heiraten – nur, weil er Einem sexuell oder auf andere Weise Freude bereitet, oder weil man keine gemeinsame Wohnung mieten kann, wenn man nicht miteinander verheiratet ist -, sondern erst dann, wenn man ihn auch zum Zwecke der Familien- oder einer anderen Unternehmensgründung gesetzlich an sich binden will.

Für den Mittellosen hingegen ist der Ehevertrag mit einem Begüterten auch dann noch eine gute Alternative, um sich für seine Leistungen eine lebenslange Versorgung zu sichern, wenn er sich bereits in einem Alter befindet, in dem er keine Nachkommen mehr zeugen kann.
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