@ Frugalist

Ich stimme dir völlig zu!

---------------------------------------------------------------------------------------------------

Die die private Altersvorsorge ist eine "Stiefkind"!

Sie wird von staatlicher Seite nur in Form der Riester-Verträge unterstützt.
Den Rest überlässt man man dem privaten Kapitalmarkt durch private Lebensversicherungerungen, private Rentenversicherungen und allgemein privaten Kapitalanlagen von Aktien(Fonds) über Bausparen bis Immobilien. Das hat immer wieder eigenartigen "Blüten" und "Blasen" getrieben, die mehr oder weniger schnell geplatzt sind. -> siehe jetziger Stand der Börsen.

Die Wirtschaft erzeugt immer neue Bedürfnisse bei Menschen, damit diese möglichst schnell durch den Kauf von Produkten (auch Dienstleistungen - wie Reisen ...) ihr Geld im "Wirtschaftskreislauf" abgeben. Sparen - auch für die Altersvorsorge - wird daher erst sehr spät entdeckt.

Diese beiden Faktoren bewirken, dass viele Menschen erst ziemlich spät mit privater Altersvorsorge beginnen und dann Angst um ihr sauer verdientes Geld wegen möglicher Kursverluste haben. Also werden überwiegend nur noch "sichere" Geldanlage aufgenommen, wo eigentlich die Sicherheit nur noch darin besteht, den Geldwertverlust durch die Inflationsrate zu mindern!

Wie kommt man da raus?

Wir brauchen einen vernüftigen Umgang mit dem Sparen und damit meine ich auch Geldanlagen in Aktien und Aktienfonds.
Da sich der Staat da sehr bedeckt hält, kann es nur darum gehen, auf privatem Weg die Menschen von der Notwendigkeit und Bedeutung des Sparens in Aktien und Aktienfonds zu begeistern.
Mir geht es darum, die Risiken dieser Anlagen klar zu nennen, aber vor allem auch zu zeigen, welche Chancen diese Anlagen bieten und wie man mit dem Risiken umgehen kann. Auch durch Autofahren setzt man sich einem Risiko aus, dass sehr viele Mensch gern machen und das Risiken weg blenden. Warum gelingt das nicht im Umgang mit Aktien, wo das Risiko wesentlich kleiner ist?

Daher sehe ich dieses Forum und das Forum Börse für Interessierte als eine Möglichkeit an, die Menschen umfassend vom Risiko zur Chance zu informieren.
@Frugalist
Die meisten Leute die ich kenne möchten schnell reich werden, am Besten ohne etwas dafür zu tun müssen

das sehe ich weniger pessimistisch und etwas differenzierter obwohl ich einen solchen Menschen kenne - wie ich geschrieben hatte.....
ich denke, dass die meisten Leute realistisch sind und sich sagen:
in diesen Niedrigzins Zeiten wird mein Erspartes weniger - also muss ich etwas dagegen unternehmen.....
im Schnitt sind bei Depots und Aktien 3 bis 10 % Gewinn realistisch.....
zu den Dividenden:
ja - dieses Jahr wurden Dividenden teilweise ausgesetzt oder gekürzt - dennoch habe ich bis jetzt ein gutes Ergebnis....
und bei Aktien, die keine Dividende zahlen, muss man sowieso ab und zu einen Gewinn mitnehmen...

Mir persönlich ist dieser Markt zu teuer, verpasse zwar ein Stück Rally, aber ein Absturz der irgendwann erfolgen wird, tut mir nicht weh. Der DAX kann vor mir aus auf 14000 Pkt. und höher steigen, angesichts der Tatsache das mehr als 2/3 des Index Rohrkrepierer sind gibt mir zu denken.

auch dies sehe ich weniger pessimistisch und etwas differenzierter....
selbstverständlich ist der Markt im Moment überhitzt - gerade rieche ich den Anfang eines - vielleicht ? - größeren Rücksetzers.....
muss ich auf einem überteuerten Markt Aktien auf Höchstständen kaufen ?
nein - das muss ich nicht.....
der nächste größere Rücksetzer wäre mir jedoch als Einkaufsgelegenheit
recht....
klar - gerade im Dax 30 sind jede Menge Rohrkrepierer enthalten ....
muss ich die haben ? - nein - muss ich nicht.....
diejenigen 30er Dax Titel, die ich dort habe, sind alle gut im Plus....
Allianz z.B. ist meine beste Dividendenaktie.....und auch auf Linde und SAP lass ich nichts kommen....
ich mag die Börse gerade wegen ihrer Schwankungen und weil sie mich zwingt in alle Richtungen zu denken.....

@Cornus
sorry - das gehört alles eher in Deinen Thread
Du schreibst:
Diese beiden Faktoren bewirken, dass viele Menschen erst ziemlich spät mit privater Altersvorsorge beginnen und dann Angst um ihr sauer verdientes Geld wegen möglicher Kursverluste haben. Also werden überwiegend nur noch "sichere" Geldanlage aufgenommen, wo eigentlich die Sicherheit nur noch darin besteht, den Geldwertverlust durch die Inflationsrate zu mindern!

ja - die private Altersvorsorge ist ein "Stiefkind"......das wird sich ändern müssen, wenn die junge Generation im Alter nicht Lebensqualität einbüßen oder sogar an's Existenzminimum kommen will....
Gundulabella hat geschrieben: @Frugalist
Die meisten Leute die ich kenne möchten schnell reich werden, am Besten ohne etwas dafür zu tun müssen

das sehe ich weniger pessimistisch und etwas differenzierter obwohl ich einen solchen Menschen kenne - wie ich geschrieben hatte.....
ich denke, dass die meisten Leute realistisch sind und sich sagen:
in diesen Niedrigzins Zeiten wird mein Erspartes weniger - also muss ich etwas dagegen unternehmen.....
im Schnitt sind bei Depots und Aktien 3 bis 10 % Gewinn realistisch.....
zu den Dividenden:
ja - dieses Jahr wurden Dividenden teilweise ausgesetzt oder gekürzt - dennoch habe ich bis jetzt ein gutes Ergebnis....
und bei Aktien, die keine Dividende zahlen, muss man sowieso ab und zu einen Gewinn mitnehmen...

Mir persönlich ist dieser Markt zu teuer, verpasse zwar ein Stück Rally, aber ein Absturz der irgendwann erfolgen wird, tut mir nicht weh. Der DAX kann vor mir aus auf 14000 Pkt. und höher steigen, angesichts der Tatsache das mehr als 2/3 des Index Rohrkrepierer sind gibt mir zu denken.

auch dies sehe ich weniger pessimistisch und etwas differenzierter....
selbstverständlich ist der Markt im Moment überhitzt - gerade rieche ich den Anfang eines - vielleicht ? - größeren Rücksetzers.....
muss ich auf einem überteuerten Markt Aktien auf Höchstständen kaufen ?
nein - das muss ich nicht.....
der nächste größere Rücksetzer wäre mir jedoch als Einkaufsgelegenheit
recht....
klar - gerade im Dax 30 sind jede Menge Rohrkrepierer enthalten ....
muss ich die haben ? - nein - muss ich nicht.....
diejenigen 30er Dax Titel, die ich dort habe, sind alle gut im Plus....
Allianz z.B. ist meine beste Dividendenaktie.....und auch auf Linde und SAP lass ich nichts kommen....
ich mag die Börse gerade wegen ihrer Schwankungen und weil sie mich zwingt in alle Richtungen zu denken.....

@Cornus
sorry - das gehört alles eher in Deinen Thread
Du schreibst:
Diese beiden Faktoren bewirken, dass viele Menschen erst ziemlich spät mit privater Altersvorsorge beginnen und dann Angst um ihr sauer verdientes Geld wegen möglicher Kursverluste haben. Also werden überwiegend nur noch "sichere" Geldanlage aufgenommen, wo eigentlich die Sicherheit nur noch darin besteht, den Geldwertverlust durch die Inflationsrate zu mindern!

ja - die private Altersvorsorge ist ein "Stiefkind"......das wird sich ändern müssen, wenn die junge Generation im Alter nicht Lebensqualität einbüßen oder sogar an's Existenzminimum kommen will....


Ein Pessimist bin ich mit Sicherheit nicht, ein Realist trifft eher zu. Über ein Lockdown von ein paar Wochen kann ich nur müde lächeln. Letztes Jahr habe ich von jemanden angehört er ist oben angekommen. Heute steht man mehr in der Nähe der Pleite. Mit anderen Worten das Unten ist nun das neue Oben. Nur eine Frage der Sichtweise.
Da hört man mit einem Kurzarbeitergeld von 60% kommt man nicht aus. Na ja mit 48% Rente funktioniert alles noch besser, versprochen.

ich mag die Börse gerade wegen ihrer Schwankungen und weil sie mich zwingt in alle Richtungen zu denken.....

Schon mal was von der German Angst gehört? Erzähle denen dass Schwankungen zum Leben dazu gehören.

Letztendlich bin ich der Meinung, jeder soll es so machen wie er das für richtig hält. Bei Nullzinsen oder Negativzinsen sollen die Leute Schulden machen kostet ja nix. Schulden sind das neue Vermögen, Geld konsumieren das können sie und wenn am Schluß nur noch ein Scherbenhaufen übrig ist, nicht mein Problem.

Seltsamer Weise kaufen die Großinvestoren trotz gut gefüllter Kasse nicht. Nach dem fulminanten Crash, es müsste doch geradezu ein Schlaraffenland für jemanden wie zB. Warren Buffett sein, sonst langt er doch immer hin. Warum nicht diesmal? Viele Crashs im Erfahrungsschatz aber noch nie eine Pandemie und deren Folgen.

Die Indexe steigen, die Börse nimmt die Zukunft im voraus. Pandemie was soll das sein? In den Kursen sind sämtliche reellen Folgen schon eingepreist, mit anderen Worten es ist ganz normal das die Kurse steigen und die Gewinne massiv weg brechen.

Eine zukünftige Rente kann nur finanziert werden, wenn Geld dafür da ist. Das geht aber nicht wenn die Steuer-/Abgabenlast wie in Deutschland zu hoch ist. Das mehr an Steuer hilft auch nicht, und diese wird noch steigen um all die Geschenke zu finanzieren.

Es wäre vernünftiger gewesen, statt diese MWST-Hickkack und andere kleine Tröpfchen zu verteilen, den Grundfreibetrag für immer deutlich zu erhöhen, dann wäre der "Käs" gefressen gewesen.
Was die Rente betrifft? Sollen sich den Norwegener Fond anschauen, die haben vor Jahrzehnten kapiert worauf es ankommt.
Frugalist hat geschrieben:
Eine zukünftige Rente kann nur finanziert werden, wenn Geld dafür da ist. Das geht aber nicht wenn die Steuer-/Abgabenlast wie in Deutschland zu hoch ist. Das mehr an Steuer hilft auch nicht, und diese wird noch steigen um all die Geschenke zu finanzieren.

Ich habe dazu eine völlig andere Meinung!

Schau dir mal die Unterhaltstabellen (Düsseldorfer Tabelle) an! Wenn du die verstanden hast (bei zwei oder mehr Kindern), dann wirst du merken, wie leistungfähig - gemeit ist - wie zahlfähig Menschen zu sein haben. Das hat nichts mit unserem Steuersystem zu tun!

Meine Meinung ist, dass Menschen Geld nicht sparen können, Geld nicht sparen wollen und Geld nicht sparen sollen, damit die Wirtschaft brummt. Das ist die Große Koalitition der Unvernuft von privat über Staat bis Wirtschaft!
Am Ende wird gejammt und irgendein "Sparer" öffnet dann seinen "Spartopf". Oft ist es der Staat, der dann Steuergelder an die "Bedürftigen" verteilt und das geht zu lasten der nächsten Generationen, weil es ja keinen "Spartopf" gab, sonder Staatsanleihen aufgelegt wurden. Der Wähler freut sich und der geniale Politiker dazu.
So geht das schon seit einem halben Jahrhundert - allerdings über lange Zeit mit fetten Zinsen. Seit dem befindet sich Deutschland in einer "Dauerkrise" und es drohte oft genug ein "Kaputtsparen" des Staates.

Die Lösung wäre eigentlich, wenn des gesparte Geld des Bürgers in bestimmte Bereiche der Wirtschaft in Deutschland fließt, wo eine kleine Rendite unabhängig von Zinsen raus kommt. Es hätten alle was davon und das liese sich extrem gut mit Altersvorsorge verbinden.
Aber - da müssten Wirtschaft und Staat und Bürger zu dem Grundgedanken kommen, dass Sparen ein Ziel und einen Sinn hat ... und das völlig unabhängig von unserem Steuer- und Abgabensystem!
@ Frugalist

Genau so etwas wie den Staatlichen Pensionsfonds Norwegen meine ich. Das könnte man noch anders gestalten oder ergänzen, aber das Prinzip halte ich für völlig richtig.

Da sind überwiegend dividendenstarke Aktien drin.

Die Größten drei Positionen:
Vonovia Deutschland 7,38 %
Deutsche Wohnen Deutschland 7,03 %
Linde AG Deutschland 6,49 %

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Staatlich ... orwegen%29


Da kann man sehen, wie die Politik in Deutschland seit vielen Jahren schläft!
CornusMas hat geschrieben:
Frugalist hat geschrieben:
Eine zukünftige Rente kann nur finanziert werden, wenn Geld dafür da ist. Das geht aber nicht wenn die Steuer-/Abgabenlast wie in Deutschland zu hoch ist. Das mehr an Steuer hilft auch nicht, und diese wird noch steigen um all die Geschenke zu finanzieren.

Ich habe dazu eine völlig andere Meinung!

Schau dir mal die Unterhaltstabellen (Düsseldorfer Tabelle) an! Wenn du die verstanden hast (bei zwei oder mehr Kindern), dann wirst du merken, wie leistungfähig - gemeit ist - wie zahlfähig Menschen zu sein haben. Das hat nichts mit unserem Steuersystem zu tun!

Meine Meinung ist, dass Menschen Geld nicht sparen können, Geld nicht sparen wollen und Geld nicht sparen sollen, damit die Wirtschaft brummt. Das ist die Große Koalitition der Unvernuft von privat über Staat bis Wirtschaft!
Am Ende wird gejammt und irgendein "Sparer" öffnet dann seinen "Spartopf". Oft ist es der Staat, der dann Steuergelder an die "Bedürftigen" verteilt und das geht zu lasten der nächsten Generationen, weil es ja keinen "Spartopf" gab, sonder Staatsanleihen aufgelegt wurden. Der Wähler freut sich und der geniale Politiker dazu.
So geht das schon seit einem halben Jahrhundert - allerdings über lange Zeit mit fetten Zinsen. Seit dem befindet sich Deutschland in einer "Dauerkrise" und es drohte oft genug ein "Kaputtsparen" des Staates.

Die Lösung wäre eigentlich, wenn des gesparte Geld des Bürgers in bestimmte Bereiche der Wirtschaft in Deutschland fließt, wo eine kleine Rendite unabhängig von Zinsen raus kommt. Es hätten alle was davon und das liese sich extrem gut mit Altersvorsorge verbinden.
Aber - da müssten Wirtschaft und Staat und Bürger zu dem Grundgedanken kommen, dass Sparen ein Ziel und einen Sinn hat ... und das völlig unabhängig von unserem Steuer- und Abgabensystem!


Sei mir nicht böse, aber ich habe keinen Nachwuchs. Bei manchen ist jeder Schuß ein Treffer, bei mir waren es anscheinend Platzpatronen. Spaß muß sein.

Der Unterschied besteht auch hierin wie oben erwähnt, die einen sind leistungsfähig und die anderen sollten zahlungsfähig haben sein. Nun das Zeugen ist eine Sache, mancher mag zahlungsfähig sein, aber er zahlt trotzdem nicht. Alleinerziehende können davon ein Lied singen!

Hartz IV-Empfänger, Alleinerziehende, Mini-Jobber, Schein-Selbständige, Zweiter Arbeitsmarkt (zb: Zeitarbeit), Aufstocker, was wollen die sparen. Es reicht hinten und vorne nicht. Keine Sorge, das Heer wird immer größer, jüngstes Bsp. Flüchtlingskrise 2015. Mit dieser Pandemie kommt ein neuer gewaltiger Schub dazu, jeder 4. Arbeitsplatz Export.

Egal ob Groko oder eine andere Konstellation es ist schon immer so gelaufen. Bei einem mündigen Bürger klappt das mal nicht. Leider vergisst man immer alles bis zur nächsten Wahl. Ich werde immer kritisiert da ich nicht wählen gehe. Selbstverständlich wähle ich, die Wahl ist gehe nicht hin. Warum? Es ist weder etwas "Wählbares" noch "Wählfähiges" da.

Unser System krankt an vielem. Änderungen sind schmerzhaft. Es bringt nichts da mal zu schrauben und dann wieder wo anders. Man muß etwas aus einem Guß machen und zwar so einfach gestrickt das es mit wenigen Abstrichen modifiziert werden kann.

Vielleicht sollten unsere Politiker über den Tellerrand in unsere Nachbarländer schauen. Man genügt sich wenn man Exportweltmeister ist. Diesmal ging der Schuß nach hinten los, nur den Knall hat keiner gehört.

Beamte - steuerfinanziert
Arbeitnehmer - umlagefinanziert
der Rest - privat

der neueste Trick - Grundrente - fianziert durch Transaktionssteuer. TOLL !!!!!

An den ausländischen Börsenplätzen werde ich verschont, Gebühren sind ohnehin günstiger!
@ Frugalist

Ich möchte das Thema nicht vertiefen!

Meine Meinung ist, dass Menschen Geld nicht sparen können, Geld nicht sparen wollen und Geld nicht sparen sollen.

Ich sehe bei uns im Betrieb:
- dass jeder Ein-Euro-Jobber (Hartz IV) täglich mindestens drei Euro für Capucchino oder Cola oder belegte Brötchen aus gibt.
und ich sehe
- dass Leute, die ledig sind und über 2500 Euro netto haben, nicht sparen können.

Das Sparpotential ist da!
Es geht darum, auch etwas Geld sparen zu wollen!
Aber der Wille ist eben nicht da! Alles andere sind überrichtige Argumente.

Wenn der Wille zum Sparen nicht da ist, dann kann man noch so gut Sparanlagen anbieten, sie werden eben nicht angenommen, weil ja immer irgendwo an der Sparform etwas schlecht ist oder schlecht sein könnte oder von "Moralpredigern" oder sonstigen "Experten" schlecht gemacht wird.
so ist es....
ich möchte an dieser Stelle noch einmal schreiben, wie ich einer ehemaligen Kollegin jahrelang geraten habe, wenigstens diesen 39 Euro Prämiensparvertrag zu machen ....
sie sagte mir:
ich habe keine 39 Euro übrig im Monat.....möchte meine große Wohnung behalten, weil meine Töchter und Enkelchen zu Besuch kommen und ich möchte die Enkelchen beschenken....außerdem sei eine kleinere Wohnung in der Miete genauso teuer wie eine große....
jetzt ist sie in Rente - ihre 3 Kinder haben eigene Sorgen und sie kann sich noch nicht einmal einen Urlaub leisten.....
so ist das....
sparen will gelernt sein !
ich bin noch zum sparen erzogen worden - doch ich glaube, dass die Erziehung zum sparen immer weniger wird.....

@Cornus
ganz klar.....wer nichts spart, kann auch sein Geld nicht anlegen.....
Ich zitiere hier mal etwas aus einer Veröffentlichung der Bundesbank:

17.01.2020 EN

Das Geld­ver­mö­gen pri­va­ter Haus­hal­te in Deutsch­land ist im drit­ten Quar­tal 2019 um 67 Mil­li­ar­den Euro ge­stie­gen und liegt jetzt bei rund 6,3 Bil­lio­nen Euro. Grün­de für den An­stieg sind die ro­bus­te Ein­kom­mens­ent­wick­lung sowie eine wei­ter hohe Spar­nei­gung.

Bar­geld und Ein­la­gen ma­chen rund 40 Pro­zent des Ver­mö­gens aus, wei­te­re 37 Pro­zent sind An­sprü­che ge­gen­über Ver­si­che­run­gen und Al­ters­vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen. Der Rest ver­teilt sich vor allem auf Ak­ti­en, In­vest­ment­fonds­an­tei­le und Schuld­ver­schrei­bun­gen.

Üb­ri­gens: Würde man das Geld­ver­mö­gen der pri­va­ten Haus­hal­te in Deutsch­land in 50-Euro-Schei­nen auf­ein­an­der­sta­peln, ent­sprä­che die Höhe des Turms etwa dem Durch­mes­ser der Erde.


Dieser "Sparwahn" kann für eine funktionierende Volkswirtschaft schon mal zum Problem werden. Wie sagt man so schön: Geld macht Geld. Ergo gehört es zum großen Teil in Umlauf.
CornusMas hat geschrieben: @ Frugalist

Ich möchte das Thema nicht vertiefen!

Meine Meinung ist, dass Menschen Geld nicht sparen können, Geld nicht sparen wollen und Geld nicht sparen sollen.

Ich sehe bei uns im Betrieb:
- dass jeder Ein-Euro-Jobber (Hartz IV) täglich mindestens drei Euro für Capucchino oder Cola oder belegte Brötchen aus gibt.
und ich sehe
- dass Leute, die ledig sind und über 2500 Euro netto haben, nicht sparen können.

Das Sparpotential ist da!
Es geht darum, auch etwas Geld sparen zu wollen!
Aber der Wille ist eben nicht da! Alles andere sind überrichtige Argumente.


Die Unterschiede die wir haben, jeder von uns hat ein anderes Umfeld.

Ich stimme völlig zu etwas Geld sparen zu wollen! Nur die Leute sagen einfach, Geld hat keinen Wert mehr, warum soll ich dann sparen. Ich habe schon einmal geschrieben, es ist eine Frage der Einstellung. Meine Mutter sagte mir als ich Kind war, "wenn du was willst mußt du sparen". Ich habe das für mich verinnerlicht. Zu keinem Zeitpunkt habe ich von der Hand in den Mund gelebt. In der Zeitarbeit - mich hat es trotz Studium erwischt - wenig Geld verdient, für mich beschlossen von meinem Gehalt die fixen Ausgaben Miete, Nahrung, Kleidung usw. Vom Rest die Hälfte in Bildung, die andere Hälfte für sparen. Schulden sind tabu egal was kommt. Ich bin rein rücklagen orientiert bis heute. Bei jeder Kaufentscheidung stelle ich mir nicht die eine Frage, sondern eine 2. Frage die wesentlich wichtiger ist. Die meisten fragen, kann ich mir das leisten. Meine 2. Frage "ist es unbedingt nötig bzw. will ich es mir leisten". Wie man sieht ist meine Einstellung zu Geld was ganz anderes wie die von meiner Umgebung.

Mein Lockdown hat krankheitsbedingt 2003 angefangen, seitdem habe ich keine sozialversicherungspfl. Beschäftigung mehr bekommen. Nebenher meine pflegebedürftige Mutter bis zu ihrem Tod versorgt. Später mein Haus saniert usw. Habe weder von der Pflegeversicherung Unterstützung noch irgendwelche Gelder jemals vom Staat erhalten. Mein Background zu Geld/Leben ist etwas total anderes was die meisten kennen. Pessimisten/Optimisten schaffen das nicht. Realisten fragen sich was ist machbar. Es ist eine Frage der Einstellung und des Durchhaltevermögens!
@ BJLover

Ich danke dir für deinen Beitrag!

Deine Schlussfolgerung - letzter Abschnitt - kann ich allerdings nicht verstehen.

Begründung:
Pro Jahr werden 67 Mil­li­ar­den Euro gespart. Davon entfallen entfallen 23% (100-40-37) auf Ak­ti­en, In­vest­ment­fonds­an­tei­le und Schuld­ver­schrei­bun­gen. Das sind 15,41 Mil­li­ar­den Euro.
Mal unterstellt, dass diese 15,41 Mil­li­ar­den Euro jährlich komplett in den deutschen Kapitalmarkt fließen würden, dann könntest du dort nicht viel kaufen!

Hier die Siemens-Aktie Marktkapitalisierung zur Zeit 84,24 Mrd. EUR!

In­vest­ment­fonds­an­tei­le können einen erheblichen Anteil an Anleihen enthalten und Schuld­ver­schrei­bun­gen sind Anleihen.
@ Frugalist

Genau! Das ist der Kernsatz:

Realisten fragen sich was ist machbar. Es ist eine Frage der Einstellung und des Durchhaltevermögens!

Das versuche ich auch jungen Leuten in meinem Umfeld klar zu machen.
ich sehe das ebenso wie ihr beide.....

gleichzeitig habe ich gemerkt, dass man Leute nicht zum sparen bringen kann, wenn sie es nicht - wie Frugalist und ich auch - vorgelebt bekommen haben...
Leute, die nicht sparen können, schaffen das auch mit einem akzeptablem Gehalt nicht, so dass sie am Monatsende manchmal nicht mehr einkaufen gehen können !

und das sind genau die Leute, die als Rentner alt aussehen und für ihre Familie uninteressant werden, weil sie nicht mehr so spendabel sein können....
Fazit:
jeder muss selber Vorsorge für seine Rente treffen und sich nicht auf die Angehörigen/den Partner verlassen....
ich habe nie viel verdient - hatte nur die halbe Bürostelle und hatte zeitweise hohe Tierarztkosten - habe dann in der Spätschicht Akkord gearbeitet.....irgendwas geht immer...

Alleinerziehende und Hartz4ler haben es schwerer.....ganz klar .....
Ja bei den Alleinerziehenden kannst du ja mitreden...
Das "Sparen" wäre für Normalverdiener so einfach, sie würden es nicht einmal merken. Neben dem Girokonto richtet man sich ein separates Konto ein und läßt jeden Monat per DA ein Betrag X übertragen. Man kann statt eines Zweitkontos auch einen zB. ETF nehmen.

Wenn man Eltern fragt, hättet ihr auch Kinder wenn es kein Kindergeld gebe. Selbstverständlich lautet die Antwort. Warum spart man dann das Kindergeld für die Kinder nicht an mit einem ETF? Spätestens mit Vollendung des 18. Lj. wäre ein ansehlicher Betrag angewachsen mit dem möglicherweise ein Auto oder ein Teil des Studiums finanzieren könnte.

Sparen bedeutet VERZICHT. Aber erlaubt langfristig höhere Ziele zu erreichen.

Es gibt so viele Möglichkeiten, dass darüber Nachdenken kann man niemanden ersparen obwohl es Geld wert wäre.

Übrigens viele sind teilweise neidisch auf die Reichen. Vielleicht sollte man mal über den folgenden Satz nachdenken

"Von den Reichen lernt man das Sparen".