Fehlerkorrektur
Für Datenverarbeitung gilt generell: Werden Daten abgespeichert oder übertragen, können Störungen die Informationen verfälschen oder löschen. Für herkömmliche Computer wurden Techniken entwickelt, um solche Fehler automatisch zu erkennen und zu korrigieren. Dazu werden die Daten mehrfach verarbeitet und Zwischenergebnisse gespeichert um bei Fehlern dort neu aufzusetzen bzw. durch einen Vergleich die wahrscheinlichste Variante auszuwählen. Da Quantensysteme wesentlich empfindlicher auf Umwelteinflüsse reagieren als klassische Systeme, benötigt ein zukünftiger Quantencomputer ebenfalls einen sehr effizienten Algorithmus zur Fehlerkorrektur. Allerdings gibt es für Qubits sogar zwei Arten von Fehlern. Wie ein klassisches Bit kann auch ein Qubit einen falschen Zahlenwert annehmen. Die zweite Art von Fehler lässt sich nur durch die Wellennatur von Qubits verstehen. Die Welle kann sich durch Umwelteinflüsse verschieben, d.h. ihre Kämme werden fälschlicherweise nach vorne oder hinten gerückt, was den Rechenprozess stört. Und - bei Quantencomputern steigen die Fehler exponentiell mit der Anzahl der Qubits.


Zwischenergebnisse abzuspeichern ist nicht möglich, da eine Messung die Quanteninformation zerstört und eine Kopie lässt sich auf Grund des No-Cloning-Theorem nicht herstellen. Aber es ist möglich, die Information von einem Qubit auf ein verschränktes System von mehreren Qubits zu übertragen und die Quantenfehlerkorrektur mit Hilfe eines Codes durchzuführen. Es gibt natürlich noch viele andere Entwicklungen in diesem Forschungsgebiet wie z.B. Topologische Quantencomputer etc..
Quantencomputer für mehr Rechenleistung

Beispiel für die großen Wetten, die Google laufen hat, sind die Aktivitäten rund um Quantencomputer. Diese versprechen eine Rechenleistung, die um ein Vielfaches höher ist als die von herkömmlichen Computern. Mit ihrer Hilfe will Google große Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz erzielen und grundsätzliche Herausforderungen der Informatik lösen. Dafür hat sich der Konzern mit der NASA zusammengetan. Die Weltraumbehörde will mit den Rechnern neue Planeten entdecken, Google will damit besser vorhersagen, wie sich Krankheiten oder das Klima entwickeln werden.

https://research.google.com/pubs/QuantumAI.html
Danke für den Link, sehr interessant.
Was die Wette angeht - sehe ich prinzipiell auch so. Nur das Ziel?
Für hoffnungsvolle neue Technologien gibt es Geld - das meint Investitionen - ohne Ende. Wer sein Startup gut präsentiert bekommt das Geld "in den Hintern geblasen"! Aber Wetterkontrolle, Gesundheit vielleicht gar "Weltfrieden"? Dafür gibt es keinen $!! Das sind vielleicht noch Abfallprodukte.
Google interessiert die Vorhersage des Nutzerverhaltens, die optimale Platzierung der Werbung, Kontrolle in sozialen Netzwerken usw.
Die NASA (also amerikanische Regierung insbesondere damit auch weniger altruistische Behörden!) interessiert Verschlüsselung und Codierung knacken, Datenanalyse usw.
Grundsätzlich macht der Quantencomputer das gleiche wie ein herkömmlicher Computer nur viel schneller auf seinen speziellen Anwendungsgebieten!
Codierung: Da bringt der Quantencomputer tatsächlich eine neue Qualität durch die Geschwindigkeit. Es gibt nämlich Algorithmen für den Quantencomputer, die es erlauben, einen Code in endlicher Zeit zu knacken. Die Algorithmen für herkömmlich Computer können das nicht garantieren!
Datenanalyse: Wir wissen, dass die Russen den grenzüberschreitenden Internetverkehr mitschneiden und ich bin sicher, dass die amerikanische Regierung das auch tut. Aber dann? Die Untersuchung, ob der Begriff Bombe o.Ä. vorkommt, bringt nichts. So viele nutzlose Daten! Nun, da kann Google helfen. Google hat mit seinen AI Algorithmen NASA Daten analysiert (die auch vorher schon durch die NASA analysiert wurden) und neue Exoplaneten entdeckt. Also dann: auf zur erfolgreichen Durchforstung der privaten Internetdaten!
Wenn ich allerdings einen "verdächtigen" Internetnutzer identifizieren kann, dann auch einen potentiellen Käufer eines bestimmten Produktes. Das potenziert die Werbeeinnahmen bei Google!
Also eine echte "win-win-Situation"!
Info wenn Interesse:

Quanten­physiker erzielen Ver­schrän­kungs­rekord
10.04.2018
Quantenverschränkung ist eine zentrale Grundlage für neue Quantentechnologien. Nun präsentiert ein deutsch-österreichisches Team das bisher größte, verschränkte Quantenregister individuell kontrollierbarer Systeme aus insgesamt 20 Quantenbits. Die Physiker in Innsbruck, Wien und Ulm treiben dabei die experimentellen und theoretischen Methoden an die Grenzen des derzeit Möglichen.
https://www.uibk.ac.at/newsroom/quanten ... rd.html.de

https://physik.cosmos-indirekt.de/News/ ... ekord.html
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