genau die Auswanderer - die "Anderen" - die "Fremden".....
diejenigen, die wir nicht haben wollen zwischen uns ....

genau die stellen sich - im Nachhinein - oft als die "Starken" heraus..... :wink:

sie ergreifen Berufe, die wir nicht haben wollen - weil wir u.a. mit studieren beschäftigt sind.....

sie machen Firmen auf mit langer Arbeitszeit, die wir nicht haben wollen.....
(Restaurants).....sie melden Patente an....
(ich kenne z.B. eine türkische (tscherkessische) Familie, die eine Brotbackmaschine für Fladenbrot erfunden hat)....die sind übrigens total osteuropäisch blond......
Wenn es tatsächlich um Fremdenfeindlichkeit geht, und nicht um Rassenfeindlichkeit oder Nationenfeindlichkeit, sollte man sie auch so bezeichnen.

Die Ursache ist – wie bereits erläutert – die Angst davor, vom stärkeren Fremden diskriminiert und unterdrückt zu werden, sodass man lieber selber vorsorglich Alles diskriminiert und unterdrückt, was Einem fremd und daher bedrohlich vorkommt.

Deshalb geht’s in dem Szenarios, wo die Aliens die Erde besuchen, auch immer um die Frage, ob man sich ihrer notffalls auch militärisch mit Gewalt erwehren kann, und lässt erst mal die Kanonen sprechen, bevor man zum friedlichen Austausch zu eigenen Konditionen übergeht.

Diskriminierung beginnt aber noch nicht da, wo man hasserfüllt seiner Abneigung sprachlich Ausdruck verleiht, weil man damit noch von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch macht, sondern erst da, wo man Menschen aktiv ausgrenzt, indem man ihnen den Zugang zur eigenen Gemeinschaft verweigert.

Insofern hat auch der Menschenverächter ein Recht darauf, seine abfällige Meinung über Menschen allgemein kundzutun, und gleichzeitig sein braves Schoßhündchen lobzupreisen, solange er damit anderen Menschen nicht explizit schadet, und wer ihm dieses Recht verweigert, macht sich selber der Diskriminierung im Sinne der Menschenrechte schuldig.

Da die Natur kein Mensch ist, der anderen Menschen irgendwelche Rechte zugestehen oder aberkennen kann, ist das Vorrecht des Stärkeren, auf Schwächeren ungestraft rumtrampeln zu dürfen, menschengemacht, wohingegen die tatsächliche Vormachtstellung des Stärkeren ihn lediglich in die Lage versetzt, Schwächere auch widerrechtlich zu unterdrücken, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen werden zu können.

Sobald der Stärkere sich selber widerrechtlich zum Anführer einer Gruppe ermächtigt, wo eigentlich der sozial Kompetentere am besten zur Führerschaft geeignet wäre, nimmt es nicht Wunder, dass ein ganzes Volk unter dem Egoismus einer Adelskaste leiden muss oder gar zugrunde geht, wenn nur deren Reichtum, den sie mit ihm teilt, das Überleben der gesamten Bevölkerung garantiert.

Das Fremde steckt oft in einem selbst, externalisiert und projiziert auf andere, wo es vermeintlich gefahrlos bekämpft werden kann.

Wer nicht in Kontakt steht mit dem dunklen Anteil seiner eigenen Persönlichkeit, kann sich auch nicht mit ihm versöhnen und im Ganzen heilen.


vieles was ich hier lese könnte mir Angst machen, mich auf Wochen oder länger im Ausland aufzuhalten.

Werde ich dort genauso gesehen?
Das ist ohneweiters möglich.
Die größte Zuwanderung in Österreich kommt aus Deutschland.
Die breite Begeisterung darüber hält sich in Grenzen.

Wenn die Deutschen ein wichtiges Fußballmatch bestreiten, hau ich ab aus Wien.
Das Gegröhle auf den Straßen ist schlimm, die Straßenreinigung ist im Vollbetrieb und mein Wirt muss seine Blumenkästen neu bepflanzen.

Wenn die Serben - davon gibt auch viele in Wien - ein Match verlieren, lassen sie wenigstens die Blumenkästen in Ruhe.
Die lassen ihren 30 Jahre alten BMW aufheulen.

Die Österreicher kriegen immer die Krise, wenn uns unsere deutschen Freunde erklären wollen, warum wir so sind, wie wir sind.
Warum leiden diese Besserwisser immer viel intensiver als der Patient?

Unsere Nachbarn machen es uns nicht immer leicht, gelassen zu bleiben.
Wir bleiben gelassen aus traditioneller Freundschaft, aber verlasst euch nicht drauf.
Seit der große Friedrich die arme junge Maria Theresia überfallen hat, sind wir sehr misstrauisch.
Die Fremdenverkehrsorte werden überfallen von neuen Invasoren, getarnt als Touristen.
Wir sind misstrauisch.
Rassisten sind wir keine - waren wir doch niemals nie!

(Der Kommentar könnte Spuren von Satire enthalten.)

Österreicher*innen und Deutsche haben tatsächlich gut Lachen: Auch wenn sie einander nicht ausstehen sollten, was ja vorkommen soll, dürfen sich dennoch beide jeweils nach Herzenslust im Nachbarland breit machen, sogar dort arbeiten, wohnen und ihre besonderen Eigenarten präsentieren - und das alles ohne Erlaubnis der Einheimischen.

Von dieser speziellen, per Gesetz auferlegten Toleranz, Freizügigkeit genannt, können nicht-EU-angehörige Ausländer allerdings nur träumen, gell? :wink:


▬▬▬__________


Zur deutsch-österreichischen Freundschaft noch dieser Leckerbissen:

ORF = „Saarländischer Rundfunk mit zu dicken Eiern“ (Böhmermann)
Böhmermann bei Stermann und Grissemann, dem deutsch-österreichischen Satiriker-Duo von „Willkommen Österreich“

https://www.youtube.com/watch?v=SRd1pKt3Wu0


:lol: :lol: :lol:



Gundulabella hat geschrieben: wobei es "Blutreinheit" in der Menschheitgeschichte nie gegeben hat.....ganz im Gegenteil.....
denn hätten wir uns nicht vermischt, würden wir heute nicht mehr existieren.... :wink:

sogar der "moderne" Mensch hat immer noch 4 bis 5 % Neanderthal-Gene in sich !


Zur gefälligen Bedienung.
Mischehendebatte im deutschen Reichstag (1912)
Reichsbürgergesetz vom 15. September 1935 Reichsgesetzblatt I S. 1146
barbera hat geschrieben: Seit der große Friedrich die arme junge Maria Theresia überfallen hat, sind wir sehr misstrauisch.

Das Misstrauen mag berechtigt sein, grad wenn man bedenkt, dass es ein vollkommen missglückter Heiratsantrag a la Sabinerinnen war.

Der unglückliche Friedrich hat es sein Lebtag lang nicht verwunden, dass sie ihn nicht gewollt hat.

Unter diesem Trauma leiden wir armen (patt-patt, bitte) Preußen/Deutschen bis heute. Aber auch unter dem Umstand, dass die Ex-KuK ausgerechnet 1938 (aber weder davor noch danach) paarungsbereit war.

Ich fürchte, an dem Beitrag ist gar nix satirisch; hat aber auch nix mit Rassen zu tun (oder doch?).
Barbera die Schweiz kennt da auch so eine Invasion von Wirtschaftsflüchtlingen. Oder wie muss ich die Deutschen nennen, die hier in der Schweiz besser bezahlte Stellen suchten und deshalb in Scharen in die Schweiz kamen. Ist doch gar noch nicht so lange her. Nicht alle Schweizer waren begeistgert, weil für sie sowohl der Arbeits- wie auch der Wohnungsmarkt schwerer zugänglich wurde.

Es müssen also nicht immer nur Menschen aus fernen Ländern mit fremden Kulturen sein, dieentsprechend wahrgenommen werden.

Ich habe aber etwas gelernt von den hier aufgeschlagenen Flüchtlingen aus dem grossen Kanton - meine mir hier immer wieder vorgeworfene Arroganz habe ich genau denen abgeschaut. Die sind nämlich teilweise wahre Meister auf diesem Gebiet.
Gambler3 hat geschrieben:
Gundulabella hat geschrieben: wobei es "Blutreinheit" in der Menschheitgeschichte nie gegeben hat.....ganz im Gegenteil.....
denn hätten wir uns nicht vermischt, würden wir heute nicht mehr existieren.... :wink:

sogar der "moderne" Mensch hat immer noch 4 bis 5 % Neanderthal-Gene in sich !


Zur gefälligen Bedienung.
Mischehendebatte im deutschen Reichstag (1912)
Reichsbürgergesetz vom 15. September 1935 Reichsgesetzblatt I S. 1146


trotz all dieser Gesetze existieren wir als Menschheit weiter - und vermischen uns immer wieder...... :wink:

u.a. haben diese "Handwerker-Wanderschaften" früher nicht nur dazu gedient, fremde Handwerks-Techniken zu erlernen - sondern auch Ehepartner in anderen Betrieben und in anderen Ländern zu finden......
vielleicht waren die früher klüger als wir heute ?
ich kann mich noch an die "Gastarbeiter-Zeiten" erinnern .....
da wurde gehetzt und abwertend gesungen:
"drei kleine Italiener"........
Also auf meiner Schallplatte waren es noch zwei kleine Italiener, wurde da etwa einer geklont?

Man kann in jeden Text etwas hineininterpretieren, sogar wenn breit und weit nichts davon enthalten ist. Abwertend und hetztend hast du es subjektiv empfunden. Hast du den Texter gefragt, was er ausdrücken wollte? Vielleicht doch nur die Sehnsucht nach der eigenen Heimat der zwei in der Fremde lebendenen Italiener?

Ja gut, eine verdrehte Schweizer Politikerin erkennt ja im Song 079 auch Sexismus, habe bis heute keinen gefunden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schweiz die Deutschen ins Land gelassen hätten, wenn sie ihr nicht als Arbeitskräfte willkommen gewesen wären.
Für eine besonders mildtätige Nation halte ich die Schweiz nicht.
Die Schweiz hat die Deutschen ins Land gelassen, weil es das Freizügigkeitsabkommen mit der EU gibt. Wem die Arbeitgeber ihre freien Stelle vergeben, darauf hat die Schweiz keinen Einfluss. Aber ein grosser Teil der Wirtchaftsflüchtlinge ist ja bereits wieder reumütig in den grossen Kanton zurückgekehrt.
saphira12 hat geschrieben: vieles was ich hier lese könnte mir Angst machen, mich auf Wochen oder länger im Ausland aufzuhalten.

Werde ich dort genauso gesehen?


als ich als Kind mit meinen Eltern in Dänemark in Urlaub war (die deutsche Bahn hatte ein Abkommen mit der dänischen Staatsbahn, dass den Bediensteten die jeweiligen Ferienhäuser zur Verfügung gestellt wurden)....

und weil ich damals schon pferdebegeistert war, wußte ich, dass da in der Nähe ein Gestüt war und wollte da hin.....
also habe ich mich an die Straße gestellt und dem Bus gewunken....
(in Dänemark konnte man dem Bus winken, der dann angehalten hat)
als ich eingestiegen war und gesagt habe, wo ich hin will, sagte der Fahrer zu mir - Nazi draußen bleiben.....und alle Leute im Bus haben mich angewidert angeschaut....
das ist jetzt weit mehr als ein halbes Jahrhundert her, doch bis heute kann ich das nicht vergessen....
"Zwei kleine Italiener" erzählt von der Sehnsucht der Italiener nach ihrem Zuhause.
Nichts weiter.
Als die türkischen Gastarbeiter zu uns kamen, hatte man zunächst angenommen, sie würden bald wieder zurückkehren.
Dasselbe haben sie auch gedacht.
Da dann aber häufig ihre Kinder in Deutschland bleiben wollten und die ärztliche Versorgung in Deutschland wesentlich besser ist als in der Türkei, blieben sie oft mit einem lachenden und einem weinenden Auge hier.
Darauf hat sich der deutsche Staat dann so nach und nach eingestellt.
Ich habe mal in einem Begegnungszentrum für ausländische Senioren gearbeitet. Den Senioren wurde kostenlos Deutschunterricht angeboten, etwas spät, aber immerhin!
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