Es ist nicht dein Wunsch, es ist dein fester Wille
und sorgst schon mal vor mit einer guten Sonnenbrille.
Im Frühnebel musste ich mit dem Auto wohin fahren,
das hasse ich langsam mit den Jahren.
Noch viel mehr hasse ich das Laufen,
überhaupt wenn ich nicht mehr kann gut schnaufen,
da sind mir Räder lieber unter meinem Po,
egal wieviel, wenn sie mich bewegen bin ich froh
Zukunftsmusik

Ich fahre jetzt zum Markt nach Brühl
stürze mich dort in das Gewühl
Man steht dicht an dicht, ist sich ganz nah
handelt mit Händlern, plauscht mit Passanten
trifft auch den einen oder anderen Verwandten
Und mittendrin stell ich fest: Das alte Gefühl ist wieder da!
Es hockte gar traurig in Büsum am Strand
in einer kleinen Kuhle aus Sand
ein Wattwurm. Er hatte das Vertrauen ins Leben verloren
weil das Weibchen, das er sich hatt' auserkoren
seine Liebe zurückwies, weil sie ihn nicht wollte.
Weshalb er sich Hals über Kopf wieder trollte

Er war tief betrübt und wollt' sich erhängen
in seiner Röhre, doch die maß nicht genug Längen.
„Wie schwer ich auch an meinem Schicksal trage,
mich zu ertränken kommt erst recht nicht in Frage.“
Und so kam es, dass gleich am Tag darauf
der Wattwurm war wieder richtig gut drauf
Fast alle großen und kleine Fische
lieben die Wattwürmer. Bei Tische.
Auch die Angler sind erpicht auf sie
und graben im Watt bis in die Früh

Genau wie beim besser bekannten Regenworm
Ist es schwer zu sagen, wo ist Hinten, wo Vorn?
Besonders in Liebesdingen
muss die Bestimmung der Lage der Organe exakt gelingen

Weil Herr Wattwurm zu oft am falschen Ende liebkost,
ist Madame nicht selten erbost.
Die Meisten lassen sich daher schnell wieder scheiden
Ein Wattwurm ist wahrlich nicht zu beneiden

Aber oft kommt es gar nicht dazu
Weil Er und Sie im Wattwurmhimmel genießen die ewige Ruh
Der liebe Gott vergaß ihnen Augen zu geben
Doch blind kann kein Tier lange leben

Drum, lieber Gott, gestehe deine Schuld und korrigiere es mal eben
Du hast dem Wattwurm statt zwei Augen, zwei Popo’s gegeben
Dadurch ist er nun eine allzu leichte Beute
für Angler, Fische und deren ganzen Meute
Aus goldenem Sternenraum
trat ein purpurgeschmückter Mann hervor
„Hol dir im Wald den schönsten Baum“
flüsterte er leise mir ins Ohr

„stell ihn noch heute in dein Zimmer
und schmück ihn mit Kugeln und Kerzen und Flimmer
Öffne dein Herz, lass Musik in dir klingen
das wird dir Freude und Fröhlichkeit bringen“

Ich tat wie geheißen, ging in den Wald
und hab mir ein Bäumchen geschlagen
tat's mit frohem Mut, ohne zu zagen
Mein Herz schlägt nun fröhlich im Takt der Musik,
heut ist St. Barbara und Weihnacht ist bald
Normalerweise geht der Nikolaus
mit seinen Gaben gern von Haus zu Haus.
Doch dieses Jahr, dank der Pandemie,
ist es ganz anders und daher wie noch nie.
Nur bis vor die Türen darf er gehen,
von Weitem ihn die Kinder sehen.
Auf Distanz verteilt er seine Gaben,
damit alle doch ein wenig Freude haben.
Totz all den Einschränkungen fällt mir dazu ein,
es könnte noch viel, viel schlimmer sein.
Das Wetter ist spazierlich
vom Himmel strahlt die Sonn'
ich nehm mir Hut und Mantel
und mache mich davon

Heraus aus meiner Stube
heraus aus diesem Haus
Und bin ich erst mal draußen
spend' ich der Sonn' Applaus

Seh ich von fern Luise
wünsch' ich von Herzen Glück
für sie und ihre Lieben:
"Sag ihnen meine Grüße
dazu noch hunderttausend Küsse!"
Wie schön das du Luise
Im Park getroffen hast
Auch die lieben Grüße
und Küsse, s‘hat gepasst

Wärst du zum Fluss gegangen
Und hättest mich geseh‘n
Es hätte angefangen
was in den Träumen schön

Du hättest mir erzählt
von Vielen was dich quält
Ich hab dir zugehört
und find dich liebenswert
Winteranfang

Winter, kalter Geselle aus Frost und aus Eis
kommst heimlich bei Nacht, ganz still und ganz leis
deckst alles zu mit deinem Schweigen
nimmst meine Welt, machst sie dir zu eigen

Ohne Erbarmen, mit eiskalter Hand
regierst du über das ganze Land
Du machst mich frieren mit deinem Grimm
nie wirst du erleben, dass ich dir zustimm
So wie alle fröhlichen Kinter,
liebe auch ich den herrlichen Winter
Seine sanfte, manchmal auch strenge Kühle
weckt die Sehnsucht und gewisse Gefühle

Der Winter gebiert Freude und Lust
Dem Heimkehrenden wird’s am Ofen bewusst
Es wäre Drinnen nie so warm und schön
würden Draußen nicht kalte Winde weh‘n

Und wenn es statt Schneefall nur ein bisschen fusselt
am warmen Ofen wird trotzdem gekuschelt
Doch zum Glück wechseln sich Kälte und Wärme ab
und halten so die Uhr unseres Lebens auf Trab

Ohne Frost und niemals richtig warm
wie wär´ die Welt doch öd‘ und arm
Ohne Kuscheln und Streicheln am Ofen im Winter
gäb‘s außerdem viel, viel weniger Kinter :wink:
Ohne Reim, für Bernd:
So lustig und so schön geschrieben hast du das Winter-Kuschel-Gedicht.
Ich habe herzlich gelacht, ...... mit einer kleinen Träne im Knopfloch:
Ich habe niemand zum Kuscheln, nicht mal einen Ofen.
:D
Was ist das hier, ein Ausweichquartier? :lol:

Ein Reim wird gepostet, er hat es verdient
auch wenn hier so mancher manches Mal grient

Kein Reim wird verschenkt
auch wenn sich dabei ein Wort mal verrenkt



Grabesstille in der Nacht
hat mich fast um den Verstand gebracht
Zu allem Übel wars auch noch stockdunkel
Die Sonnenwende brachte leider kein Sternengefunkel
Calamari, die Software zur Texterkennung
hat nichts gebracht, ich wär ohnehin für Umbenennung
Das Stromnetz war zusammengebrochen
mich schaurige Gefühle bekrochen
So saß ich bibbernd die halbe Nacht
hab sie in Angst und Schrecken verbracht
Der eine hat viel Hirn im Kopf
ein anderer, der hat Hirn im Topf
Erstgenanntes ist zum Denken
der andere will's in Butter schwenken

Ich glaub, man kann vergessen
dass der Mensch bereits durch essen
eines Rinderhirns wird klüger
Wer das sagt, ist ein Betrüger

Ich werde es nie ausprobieren
esse weder Hirn noch Nieren
Trainier die Masse unter'm Schopf
und hoff', s'wird nie ein Honigtopf
:lol: :lol: