Sachlichkeit? Objektivität?

Hier weit gefehlt! Es sind Vorurteile und Nicht-verstehen-wollen, was manchen Beitrag hier prägt.

Die Renten sind das beste Beispiel Birnen mit Äpfeln zu vergleichen.

Zunächst, wer es immernoch nicht weiß, meine eingezahlten Rentenbeiträge haben meine Altvorderen verbraucht, heute zahlen meine Kinder für mich, kein Wessi, und dabei weit mehr als ihre Eltern bekommen, also auch für Andere mit!

Die Ostrenten sind hoch? Ich weiß nicht, wen ihr kennt? In meinem Rentner-Umfeld zählen alle vor, wieviel ein vergleichbarer Westrentner bei gleicher Lebensleistung bekommt.

Am liebsten wird in Statistiken BFA-Rente verglichen aber vergessen, dass Zusatzsysteme, von denen ein Westrentner meist noch erklecklich gut bedient wird, im Einigungsvertrag schlicht "vergessen" wurden. So zum Beispiel meine Eisenbahnerrente! Genauso geht es dem Gesundheitswesen und vielen Anderen.
Schon im Rentenberechnunsansatz ist die Formel für die Entgeltpunkte mit Abstrichen und weiter mit Abschlägen Ost versehen. Ich sehe da keine Übervorteilung, aber das Gegenteil!

Ich weiß nicht, woher man penetrant diese fehlerhaften Vorurteile nährt.

Die heutigen Rentner sind Armut gewohnt, sie wurden in der DDR nicht reich und sind heute genügsam, dass gibt aber Keinem das Recht, sie mit Halb- und Unwahrheiten noch zu diffamieren!

Jedes Jahr bringt die PDS diese Fakten auf den Tisch des Bundestages aber die Unterstützung durch andere Parteien ist eher partiell. Rentengerechtigkeit ist nicht gewollt.

Weltbürger, wenn es dir wirklich um Realismus ginge, würdest du mal Gysis Vortrag wenigstens anhören.


Dass genug Geld im Staat da wäre, sehe ich auch, aber wer will auf was verzichten? Warum gleichen wir nicht Deutschland an andere Länder an, wo wir in internationalen Vergleich hintenan stehen? Die soziale Schere geht immer weiter auf, da gibt es keine monitäre oder moralische Bremse. Nicht mal die SPD, als ehemalige Arbeiterpartei wirkt gegen Unangemessenheit des Reichtums.

Ich sehe auch die Betonköpfe des Sozialismus als Träger der PDS und lehne sie deshalb ab, aber Interessenvertreter der kleinen Leute ist immer mehr nur diese Partei und es wachsen unbelastete junge Leute auch hier nach.

Wer vertritt meine Interessen ist doch die Frage bei einer Wahl und da sind restriktive Gedanken schlechte Rageber.
@spatz
Um seine eigene Rente verdient zu haben, muss man mindestens 35 Jahre in die Rentenversicherung einbezahlt haben. Diesen Status haben Ostrenter erst 35 nach der Wende erreicht, also bisher keiner, erst in 15 Jahren. Das ist einfach wirtschaftlicher Fakt. Ich gönne es ihnen, es ist ein Stück innerdeutsche Solidarität, auf die hinzuweisen erlaubt sein muss.
Gysi ist ein begabter Demagoge, mehr nicht, der immer die gleichen Formeln ablässt. Hinterfragt man sie, merkt man schnell, welchen Unsinn er redet. Er tut das, was alle Parteien tun, er vertritt seine eigene Klientel.
Das Rentensystem in der heutigen Form stammt von Bismarck und muss grundlegend geändert werden. Ich bin für die Einführung eines einheitlichen steuerfinanzierten Bürgergelds, das jeder bei Renteneintritt erhält, unabhängig davon, was er einbezahlt hat. Wer mehr haben will, muss für sein Alter selbst vorsorgen.
Bennoh,

wenn du deine Rente als Rendite von einer Bank erhältst ist es etwas Anderes.
Meine kommt von der BFA und die wirtschaftete nach dem Umlageprinzip.

Und da du das vor der Wende Erwirtschaftete offenbar als "Nichts" bewertest, dann frage ich mich, warum die schlauen Wessis wie die Hyänen über alles hergefallen sind, ob marode oder Konkurrenz?

Mit Leuten, die nicht begreifen wollen, sondern denen es nur ums Stänkern geht, ist mir die Diskussion zu schade.
Ich möchte mich entschuldigen, dass ich so dumm war, im Osten geboren zu werden. Das hätte ich schlauer machen sollen – so wie Benoof und die Nummer 3. Leider hab ich durch diesen fatalen Fehler jahrelang in die sogenannte SV der DDR (Sozialversicherungskasse, aus der alle Sozialausgaben, insbesondere die Renten, bezahlt wurden) eingezahlt. Hätte ich gewusst, dass dies keine deutsche Rentenkasse ist, sondern eine Russische (oder polnische?), dann
hätte ich mich damals schon geschämt. Nun bin ich dankbar, dass ich trotzdem eine Rente bekomme.

Weil ich zu Ostzeiten etwas mehr als halb soviel wie ein Westkollege verdient habe, hab ich sogar fast 40 Rentenpunkte erreicht. Mein Westkollege kommt auf ebenso viele Punkte. Aber nur, weil er gelegentlich ein paar Monate nicht arbeiten brauchte, wegen Kurzarbeit oder Konkurs. Mir blieben solche Pausen leider verwehrt. Wir haben also die gleichen Rentenpunkte, obwohl er 36 Jahre gearbeitet und ich bloß 42 Jahre gearbeitet habe.
Aber dank einer raffinierten Berechnung gleicht sich das fast wieder aus. Meine Rentenpunkte werden nämlich mit dem aktuellen Rentenwert, der im Osten gegenwärtig bei 24,13 liegt multipliziert und die meines Westkollegen mit dem aktuellen Rentenwert West von 27,20.

Dadurch haben wir fast gleiche Renten. Er: 27,20 x 40 = 1088 € und ich 24,13 x 40 = 965,20 €.

Dazu kommen noch die in kapitalistischen Zeiten erworbenen Zusatzrenten, die er in 40 Jahren und ich Gott sei dank in bloß 20 Jahren anhäufen durften.
Trotzdem besitze ich etwas sehr wertvolles, was viele meiner Westkollegen nicht haben: ich kann lachen, mich über die Kleinigkeiten und Schönheiten der Natur freuen. Ich habe Freunde mit denen ich gelegentlich und gerne gesellig bin. Was würden wir uns vor Lachen biegen, wenn solch geBILDete Leute wie der Benoof oder die Nummer 3 uns etwas über unser vergangenes Leben erzählen würden.  
@bennoh..,.

Bernd hat Recht.....lies doch mal dies. http://www.uni-leipzig.de/fernstud/Zeit ... zz121a.htm

Was aber unter dem Strich gegenwärtig sowohl l in Ost und West stimmt. Real werden die Renten immer geringer....
spatz. hat geschrieben: Bennoh,

wenn du deine Rente als Rendite von einer Bank erhältst ist es etwas Anderes.
Meine kommt von der BFA und die wirtschaftete nach dem Umlageprinzip.

Und da du das vor der Wende Erwirtschaftete offenbar als "Nichts" bewertest, dann frage ich mich, warum die schlauen Wessis wie die Hyänen über alles hergefallen sind, ob marode oder Konkurrenz?

Mit Leuten, die nicht begreifen wollen, sondern denen es nur ums Stänkern geht, ist mir die Diskussion zu schade.

Du kannst es drehen oder wenden wie du willst. Egal ob rücklagenfinanziert oder umlagefinanziert, die einfache Rechnung ist immer die gleiche. Die Differenz zwischen dem, was man einbezahlt hat und dem was man ausbezahlt bekommt ist der Massstab. Entsteht ein Minus, geht dies zu Lasten anderer. Ging also ein ehemaliger DDR-Bürger 5 Jahre nach der Wende in Rente, hat er eben bestenfalls nur 5 Jahre einbezahlt, erhält jedoch bis zu seinem Lebensende die Rente.
Warum du deshalb so wütend bist, verstehe ich nicht. Es ist Fakt und ich gönne es ihnen.
Ich bin nicht wütend, sondern bei solch unverbesserlichen Ignoranten sprachlos!
Das die DDR Bürger keine Rentenbeiträge in deutsche Rentenkassen eingezahlt haben, ist für Benoof Fakt. Genauso wie für ihn Fakt ist, dass Hühnereier viereckig sind. Über solche Banalitäten streitet der kluge Benoof nicht. Es ist Fakt, weil es Fakt ist.
Trotzdem musst du ihm dankbar sein, Spatz. Du bekommst auch für deine Ostzeiten Rente, die er für dich erarbeitet hat. Ist er nicht ein ganz Netter?

zwinkert

Bernd 
Bernd. hat geschrieben: Das die DDR Bürger keine Rentenbeiträge in deutsche Rentenkassen eingezahlt haben, ist für Benoof Fakt. Genauso wie für ihn Fakt ist, dass Hühnereier viereckig sind. Über solche Banalitäten streitet der kluge Benoof nicht. Es ist Fakt, weil es Fakt ist.
Trotzdem musst du ihm dankbar sein, Spatz. Du bekommst auch für deine Ostzeiten Rente, die er für dich erarbeitet hat. Ist er nicht ein ganz Netter?

zwinkert

Bernd 

Ausser etwas dünner Polemik kann ich in deinen Zeilen keinen inhaltlichen Beitrag erkennen. Möglicherweise hast du eine andere Rechenart, bei der 1 plus 1 nicht zwei ergibt.
Und von Dankbarkeit war nicht die Rede, was soll diese dümmliche Anmerkung also ? Ich habe es deutlich genug als innerdeutsche Solidarität bezeichnet. Und lass es, meinen nick zu verunstalten, es ist gegen die forenregeln, die du nicht zu kennen scheinst. Oder sollte ich dich Blend nennen ?
Du scheinst auch zu der Unsorte zu gehören, die unfähig ist, eine Diskussion zu führen, ohne persönlich zu werden. Unglückliche Kindheit gehabt und schlechte Erziehung?
Tatsache ist dass jedes Jahr ca 30 Milliarden Eur aus den westlcichen Sozialversicherungssysteme in die östlichen gepumpt wird.

Tatsache ist dass bis vor kurzem Krankenversicherungsbeträge bis zu 3 Prozentpunkte im Osten niedrigerer waren und diese Subventionierung der Krankenverischerungsbeiträge durch die westdeutschen Kassen und die westdeutschen Beitragszahler erfolgt ist .

Es ist schon richtig dass Westdeutsche häufig eine Betriebsrente haben aber sowohl die Höhe als auch die Anzahl der Westdeutschen die eine Betriebsrente beziehen wird von interessierter ostdeutscher Seite maßlos übertrieben .

Es ist schon richtig dass die Löhne im Osten niedriger als im Westen waren , allerdings waren auch die Lebenshaltungskosten in Osten niedriger. Dies wird regelmäßig ignoriert..

Regelmäßig wird betont dass die Westdeutschen durch die Einheit gewonnen haben was Restitutionen an Gebäuden und Grundstücken betrifft, regelmäßig vergessen wird dass Ostdeutsche die selben Restitutionen erhalten haben.

Last not least :
Tatsache ist dass 1990 die Ostdeutschen für ihr Blechgeld im Verhältnis 2:1 damals noch harte DM bekommen haben ,, was den ökonomischen Verhältnissen grotesk wiedersprochen hat und was durch die implizierte Geldentwertung durch die (Alt-)Besitzer der DM bezahlt wurde. Derartige Geschenke haben die Westdeutschen nicht erhalten.
@weltbuerger3
Unter rein volkswirtschaftlicher Perspektive war die Einheit ein Verlustgeschäft. Uns Westdeutschen ging es gut, für ein Ostdeutschland gab es keinen Bedarf. Kein Unternehmer hätte eine derart marode Firma übernommen.
Man kann jedoch dieses Ereignis nicht unter rein ökonomischen Gesichtspunkten sehen. Hier ging es darum, den historischen Fehler der Spaltung wieder rückgängig zu machen und ein unglückliches Kapitel der Nachkriegsgeschichte zu beenden. Ich habe die Wiedervereingung begrüsst trotz der Kosten und der Fehler, die dabei gemacht wurden. Die innere Vereinigung wrd erst kommen, wenn die Generation, die in der DDR gross gworden ist, ausgestorben ist. Bei zu vielen sitzt die SED-Programmierung immer noch zu tief im Kopf. Mit der neuen Generation wird auch der Ossi-Wessi-Disput enden, und das ist gut so.
Bennoh, ich vergönn jedem seine Rente, mich nervt nur das permanente ostdeutsche Selbstmitleid gepaart mit der DDR-Nostalgie und den Vorwürfen die Westdeutschen würden die Ostdeutschen ausbeuten und diskriminieren !
Weltbürger nun scher doch nicht alle über einen Kamm. Sicher gibt es die.....doch wen hier im Forum meinst du :?: ..

Es nervt umgekehrt auch, immer wieder zu hören (zu lesen), dass es hier nur DDR- Nostalagiker gibt, die nur fordern und die Westdeutschen diskriminieren....

Die Zeit der Spaltung hat auf beiden Seiten Spuren hinterlassen.....

Bennoh, die neue Generation sind unsere Enkel, vielleicht noch nicht mal die, denn auch sie sind noch irgendwie von unserem Denken und Handeln geprägt...So..oder So...

Aber es wird anders werden, davon bin ich auch überzeugt....aber auch davon, dass dann ganz andere Probleme anstehen....
Übrigens zum Stichwort "Leere Kassen und nicht mehr inflationsdeckende Rentenerhöhung":

Die neue rot-grüne Linksregierung in BW hat 300 neue Stellen im öffentlichen Dienst geschaffen: Minister, Ministerialdirektoren, Sozialpädagogen im Integrationsgewerbe etc., und was sonst noch für die eigene Klientel wünschenswert war. Für diesbezügliche Sesselfurzer und ihre großzügige Ruhegeldreglung ist jedenfalls immer genügend Geld da.

Xenokrates
Die innere Vereinigung wrd erst kommen, wenn die Generation, die in der DDR gross gworden ist, ausgestorben ist. Bei zu vielen sitzt die SED-Programmierung immer noch zu tief im Kopf. Mit der neuen Generation wird auch der Ossi-Wessi-Disput enden, und das ist gut so.


Da reicht eine Generation nicht. Denn selbst die Enkel bekommen das Gedankengut ihrer Großeltern vorgekaut.
Nicht nur in unserer Generation ist ein großer Unterschied im Denken, sondern auch bei den Kindern und Kindeskindern.