wenn die Frau 75 ist und sich fragt, wieviel sie in 30 Jahren Rente bekommt - so ist das ziemlich uninteressant - denn dann wäre sie 105 Jahre alt....

:shock:  
 
Gundulabella hat geschrieben: wenn die Frau 75 ist und sich fragt, wieviel sie in 30 Jahren Rente bekommt - so ist das ziemlich uninteressant - denn dann wäre sie 105 Jahre alt....

:shock:  
 


Für die Dame wohl nicht, denn jeder rechnet doch heute damit,dass er mindestens 100 wird :wink:

Ich habe da mal sofort hochgerechnet: Die Dame hat - vielleicht - 30 Jahre gearbeitet, bekommt aber bereits seit 15 Jahren Rente. Möchte noch 30 Jahre Rente bekommen, macht also dann 45 Jahre Rente. Es sei ihr zu vergönnen, das ist kein Sarkasmus.
Aber das hochzurechnen, um zu erkennen, dass hier nur für eine Person das Geld schon fehlt, brauche ich nicht mal mathematische Formeln :roll: .
und ich hab gar nicht gerechnet - nur einen Blick drauf geworfen und den Kopf geschüttelt....

:lol:  
Kürzungen wegen Niedrigzinsen:
Freiberufler müssen um ihre Renten bangen

Deutschen Freiberuflern stehen drastische Einschnitte bei ihrer Altersvorsorge bevor: Die niedrigen Zinsen bringen die Versorgungswerke für Ärzte, Apotheker oder Anwälte in Finanznot. Manche stehen Experten zufolge sogar auf der Kippe.
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Ärzte, Apotheker, Anwälte und Steuerberater müssen sich auf drastische Kürzungen ihrer Altersvorsorge einstellen. Rund 800.000 Freiberuflern in Deutschland, die einer Kammer angehören, stehen nach Informationen des FTD-Schwestermagazins Capital Senkungen ihrer Renten bevor. Die rund 90 berufsständischen Versorgungswerke, die die Altersbezüge für die Freiberufler garantieren, haben aufgrund der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt gravierende Finanzierungsprobleme.Kassen veröffentlichen keine Zahlen
Gerade mal 1,3 Prozent werfen deutsche Staatsanleihen derzeit noch ab, sie bilden traditionell den Grundstock der Vermögensanlagen. Wie die rund 90 Versorgungswerke, die etwa 125 Mrd. Euro verwalten, da noch ihre Leistungsversprechen einhalten wollen, bleibt deren Geheimnis.
Die Rentenkassen sind nicht verpflichtet, ihren Mitgliedern gegenüber Rechenschaft abzulegen. Sie werden weder von der Bundesbank noch der Finanzaufsicht kontrolliert. Dieses Schweigekartell macht Zahnärzte, Apotheker, Steuerberater und Anwälte zunehmend nervös. Mittlerweile schlagen auch immer mehr Experten, Insider und Mitglieder lautstark Alarm. Die finanzielle Lage mancher Versorgungswerke ist höchst prekär, so haben die Recherchen von Capital ergeben. Die erwirtschafteten Kapitalerträge sind vielerorts deutlich niedriger als einkalkuliert.Mehr zum Thema
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Hält die Niedrigzins-Phase an, können die Werke laut Versicherungs-Experten bald ihre Leistungsversprechen nicht mehr einhalten. "Nach meinen Informationen wackeln einige Versorgungswerke", sagte Anette Kramme, Renten-Expertin der SPD im Bundestag. Die Mitglieder müssten sich auf weit niedrigere Renten einstellen, prognostiziert der unabhängige Aktuar Peter Schramm.Noch kompensieren die berufsständischen Rentenkassen ihre Ertragsprobleme, indem sie bei den jungen Beitragsneulingen die Zinsen eindampfen. So können die Renten der Altmitglieder erst mal unangetastet bleiben.
Haftung bei Pleite völlig ungeklärt
"Die jüngeren Beitragszahler sind die ersten Verlierer", sagt Schramm. Sie würden herangezogen, um die Lücken bei den Rentnern zu stopfen. Klammheimlich findet bei den Versorgungswerken eine gigantische Umverteilung statt.
Eine ruinöse Strategie, die zu einer Zinserosion auf breiter Front führt, sobald die letzten Kapitalreserven aufgebraucht sind.
Dann, so die Prognose der Kritiker, gleichen die Erträge nicht einmal mehr die Inflation aus. Und die für die Mitglieder vielleicht schlechteste Nachricht: Eine staatliche Garantie für eingezahlte Beiträge gibt es nicht, auch wenn die Branche das glauben machen will.
Nach Capital-Recherchen ist in Deutschland die Haftungsfrage bei der Pleite eines Versorgungswerks rechtlich völlig ungeklärt. In einer Stellungnahme des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages heißt es, die Frage, wer im Insolvenzfall für die Renten der Freiberufler aufkomme, sei "bisher nicht abschließend beantwortet worden".In der Schweiz fängt es schon an
Viele Aktuare erwarten über kurz oder lang drastische Leistungskürzungen und eine Absenkung des Rechnungszinses auf bestenfalls 1,75 Prozent - weniger als die Hälfte des jetzigen Satzes also.
Ein Blick in die Schweiz lässt erahnen, dass solche Einschnitte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die Beratungsgesellschaft Complementa publiziert dort jährlich einen Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Versorgungswerke. Die neuesten Ergebnisse: Rund jedes zehnte eidgenössische Werk befindet sich bereits in Unterdeckung und hat nicht mehr genügend Kapital, um die Leistungsversprechen aus eigener Kraft einzulösen.
Diese beunruhigenden Befunde sind größtenteils auf Deutschland übertragbar - von einem wichtigen Unterschied abgesehen: Der Schweizer Staat würde im Notfall für die Renten garantieren. In Deutschland ist das dagegen keineswegs ausgemacht.

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@ Gundulabella » 20.09.2012, 9:40

Den Artikel hast Du schön kopiert und nun wartest Du auf Kommentare.
Da kann ich Dir helfen. Hoffentlich wird das keine Neiddebatte.

Die „Rente“ für Freiberufler sollte sicherlich nur die Basisversorgung sein.

Kürzungen wegen Niedrigzinsen betrifft wohl jeden der einen Spargroschen besitzt.

Allerdings gibt es noch Festgeld für 3% auf 3 Jahre oder 3,5% auf 4 Jahre in D.
Oder auch Aktien mit hohen Div.Renditen (das kennst Du ja), Kursrisiko ausgeblendet.

Das Risiko bzw Reduzierung der Altersversorgung betrifft doch auch Ottonormal.

Wer als Arzt, Apotheker, Anwalt, Steuerberater oder sonstiger Gutverdienender
nicht während seiner beruflichen Tätigkeit kein zusätzliches Einkommen oder Immobilien
geschaffen hat, hat auch zu wenig getan.

Kenne einen Apotheker, welcher sein Laden verkauft hat und von dem Ertrag etwa 20 Jahre sich ein Zusatzeinkommen in der Höhe der max. gesetzlichen Rente gönnen kann.

Kenne allerdings auch eine Architekten, dem im Alter von 80 Jahren allmählich das Geld ausgeht.

Es kommt nicht darauf an wieviel Geld man Besitz, sondern was man daraus macht.
Hallo Asterix
es war für mich interessant zu lesen:
auch die "Gutverdiener" bekommen mit ihrer Rentenabsicherung Probleme....

und ja - diesem letzten Satz von Dir stimme ich aus ganzem Herzen zu:

"Es kommt nicht darauf an wieviel Geld man Besitz, sondern was man daraus macht."

ich habe das bei meinen Eltern gesehen:
die konnten sich damals u.a. den "Nordsee"-Urlaub mit uns zwei Kindern nur leisten, weil sie das ganze Jahr lang eisern jeden Groschen in ihre "Urlaubskasse" eingezahlt haben....
ab und zu haben sie auch gejammert - sich aber immer überlegt, wie das, was sie gerne haben wollten, finanzierbar ist...

und ich hab auch mal Spätschicht Akkord gearbeitet oder u.a. über 10 Jahre morgens die Zeitungen ausgetragen - Bewegung ist gesund und meine Bekannten/Kollegen haben sich über eine überzählige Gratis-Zeitung gefreut....heute geht das nicht mehr: die Kälte/Schultern....usw.
asterix57 hat geschrieben: @ Gundulabella » 20.09.2012, 9:40  
  Es kommt nicht darauf an wieviel Geld man Besitz, sondern was man daraus macht.


:arrow: Oder was daraus gemacht wird!? 
Beispiel Lebensversicherung: 25 Jahre lang brav Beiträge gezahlt. Keinen Einfluss darauf, wie das Geld angelegt wird. Pech, wenn es Aktien waren und der Ablauf der Versicherung nach dem Börsenkrach 2008. Statt der versprochenen Verdoppelung der Versicherungssumme gerade mal das, was eingezahlt wurde.
Beispiel Fond als Kapitalanlage: Pech, wenn er vor Auszahlung geschlossen und abgewickelt wird! Wahrscheinlich nicht einmal das eingezahlte Kapital zurück.
Private Altersvorsorge? Ein gutes Geschäft für Versicherungen und "Vermögensberater". Ob die Riester-Rente das hält was heute versprochen wird, wird sich dann in 20 bis 30 Jahren zeigen.  
Das Problem ist....................., Großfamilien wie früher, in denen füreinander gesorgt wurde, gibt´s nicht mehr, zahlender Nachwuchs wurde zugunsten der Selbstverwirklichung eingeschränkt, Studium und Ausbildungszeiten reduzierten drastisch das Renteneinzahlungskonto, Lohnerhöhungen, die ein Manko der Rentenkasse hätten auffangen können, blieben aus, die Rentenversicherungen wurden, für was weiß ich, geplündert und nicht zuletzt werden wir trotz Arbeitsstress und Arbeitsunfähigkeit immer älter.

Das Verhältnis von einzahlenden Arbeitnehmern, Pensionsfonds und renten-/pensionsbeziehenden Ü-60 Bürgern hat sich in Pyramidenform umgekehrt. Die Basis stellte die Spitze dar, das hält kein Rentensystem der Welt aus.
Hallo Katheresa
ich hatte früher eine Lebensversicherung - 20 Jahre lang....hab sie mir auszahlen lassen und mich wirklich gefreut über diese hohen Prämien....

danach habe ich keine ! Lebensversicherung mehr abgeschlossen.....

als ich vor 10 Jahren reingefallen bin mit einem Fonds - der mir von dem Angestellten einer Bausparkassen Bank empfohlen wurde - und ich war von meine Eltern gewöhnt - an Bausparkassen als sicheren Hafen "blind zu glauben" ! - hab ich mir das eine Lehre sein lassen....

seitdem habe ich keinen einzigen Fonds mehr - nur noch Aktien von Firmen über die ich mich selber schlau gemacht habe....

ich hätte damals jammern können und heute auch....
genau das mach ich aber nicht, denn meine Fehler sind meine Fehler und meine Dummheit.....und ich bin hier auf der Welt zu lernen - und zwar so lange ich lebe.....
 
KAtheresa hat geschrieben:
asterix57 hat geschrieben: @ Gundulabella » 20.09.2012, 9:40  
  Es kommt nicht darauf an wieviel Geld man Besitz, sondern was man daraus macht.


:arrow: Oder was daraus gemacht wird!? 
Beispiel Lebensversicherung: 25 Jahre lang brav Beiträge gezahlt. Keinen Einfluss darauf, wie das Geld angelegt wird. Pech, wenn es Aktien waren und der Ablauf der Versicherung nach dem Börsenkrach 2008. Statt der versprochenen Verdoppelung der Versicherungssumme gerade mal das, was eingezahlt wurde.
Beispiel Fond als Kapitalanlage: Pech, wenn er vor Auszahlung geschlossen und abgewickelt wird! Wahrscheinlich nicht einmal das eingezahlte Kapital zurück.
Private Altersvorsorge? Ein gutes Geschäft für Versicherungen und "Vermögensberater". Ob die Riester-Rente das hält was heute versprochen wird, wird sich dann in 20 bis 30 Jahren zeigen.  


Weiteres Beispiel für "was daraus gemacht wird":

Du hast eine Direktversicherung im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge abgeschlossen.
Wenn dann im Alter diese Versicherung ausgezahlt wird, bekommt Deine Krankenkasse eine Info über die Höhe der ausgezahlten Summe.
Diese Auszahlungssumme wird wie sozialversicherungspflichtiges Einkommen behandelt und daher musst Du Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung zahlen.
Doch diese Beiträge zahlst Du alleine. Nix mit halbe-halbe Arbeitgeber oder Rentenversicherung.

Somit werden Dir - gestreckt auf 120 Monate (also 10 Jahre) - aktuell etwa 17,5% von dieser Versicherungssumme von Deinem Konto abgebucht.

Betrifft allerdings nur die gesetzlich Versicherten!

Das haben wir übrigens der einstigen rot-grünen Regierung mit Ulla Schmidt als Gesundheitsministerin zu verdanken.
Hallo Grantler
ich habe mich heute wieder mit meinem Vorgesetzten gefetzt.....ich bekomme nur wenig Rente,denn ich habe die letzten Jahr nur noch meinen halben Bürojob gehabt (2 x hatten sie mir die ganze Stelle zuerst versprochen - dann abgelehnt - obwohl Arbeitsbedarf mehr als genug da war)

ich würde gerne gekündigt werden (bin leider unkündbar)  - und mir wäre es piepegal, wenn mir mit 60 von dieser rel. kleinen Rente nochmals 100 Euro monatlich abgezogen werden würden !!!

und mir ist das wirklich egal.....
denn meine Lebensqualität, Freiheit und Lebensfreude geht mir vor....

und so bisi nebenbei verdienen - ja liebe Leut - geht doch immer - und macht auch noch Spaß und bringt Abwechslung.....

aber hallo !
Grandler du hast so recht.
Gundulabella, das setzt voraus,dass du körperlich gesund bist und dazu verdienen kannst.
Lg
Nachsatz. die blöde Kuh. :mrgreen:
Ulla Schmidt.
Lg.
Was mich an dieser Vorgehensweise so ärgert, das ist diese Frechheit, mit der die Politiker (und natürlich auch Politikerinnen) vorgehen:

erst "predigen" sie den Bürgern, sie sollten für das Alter vorsorgen,
dann stellen sie fest, dass dabei teilweise happige Summen zusammenkommen können,
kriegen daraufhin große Augen,
machen klammheimlich entsprechende Gesetze
und beteiligen sich - selbstverständlich dann ganz legal - an diesem Kuchen.

Enteignung nennt man das.

Seitdem sind für mich sowohl die SPD als auch die Grünen nicht mehr wählbar!
der Staat ist jeder einzelne von uns.....nur wenn wir alle dumm sind und faul, können wir enteignet werden.....

Hallo Schneerot
bei mir geht Zeitungsaustragen (Arthrose/Schulter, Kälteempfindlichkeit Fingergelenksarthrose) nicht mehr....außerdem bringt es nichts mehr - die Zeitungsleser unserer Generation sterben aus.....

dafür genieße ich es, mein Geld arbeiten zu lassen und jeden Tag die Börse zu beobachten.....

aktuell lese ich diese "Granny-Aufrufe".....wieviele "Möchtegerne-Omas" gibt es, die gerne  Kinder betreuen würden - entweder weil sie selber keine Enkelchen haben oder nur eines und das wird von der anderen Oma bereits betreut......
und dabei würden sie auch noch in der Welt rumkommen !
stattdessen wird nur immer weiter gejammert und es werden Gründe gesucht, warum es nicht ! geht....