Liebe Foristinnen und Foristen,

im Reli - Forum habe ich Malaika angeregt, hier einen thread zu eröffnen, in dem sich Personen austauschen können, deren größter Wunsch ist, Geschriebenes gegen Geld veröffentlichen zu dürfen.

Da Malaika stark unter Stress steht, habe ich mir erlaubt, hiermit diesen thread zu eröffnen.

Liebe Grüße vom Rinderbaron
Halla Malaika,

lese mal bitte auch den thread von maydream. Titel: Literaturbetrieb.

LG Robert
Schriftstellerische Träume? Die hat jeder, der gerne schreibt. Man darf ein Träumer sein - nur wer Träume hat tut auch etwas, um sie zu verwirklichen. Ja, man darf ein Träumer sein, doch, wenn möglich, ein Träumer "mit dem eisernen Willen". So kann man die Träume vielleicht eher wahr machen.

Ich möchte mich als Erstes bei Rinderbaron für diesen Thread hier herzlich bedanken. So etwas lässt sicher jeden, der mit Leidenschaft schreibt, das Herz höher schlagen. Sich mit anderen Schreibenden über ihre Erfahrungen und Kenntnisse auszutauschen, die sie in diesem schwierigen Metier bereits gemacht haben - das eigene Buch zu vermarkten, denn das ist eigentlich das Ziel. Auch wenn das Schreiben an sich selbst äußerst befriedigend sein kann, manchmal fast zu einem inneren Zwang wird, ungeachtet dessen, ob das Werk das Licht der Öffentlichkeit jemals erblickt.

Für mich persönlich gibt es Einiges, was ich für wichtig halte, um überhaupt weiter zu kommen.
An sich fest zu glauben, von dem was man schreibt hundertprozentig überzeugt zu sein.
Schreiben mit Leidenschaft - das heißt für mich, etwas aussagen zu wollen, über etwas zu schreiben, das Einen bewegt, das einem wichtig erscheint. Das man den Mitmenschen gerne mitteilen möchte.

Ja, das ist das Andere, was ich beim Schreiben beachte: Nicht nur für mich selbst zu schreiben, auch wenn es noch so viel Spaß macht, sondern auch für die Anderen - wenn man ernsthaft den Wunsch hegt, sein Werk mal veröffentlicht zu sehen. Sich fragen, würde das überhaupt jemanden interessieren? Würde ich selbst so etwas lesen, wenn es jemand anders geschrieben hätte? Und, was sehr wichtig ist, ist es gut geschrieben? Ich habe da eine eigene Methode entwickelt, um ein wenig besser beurteilen zu können, ob mein Geschriebenes überhaupt "nach Etwas aussieht". Ich nehme einen guten Autor (keinen Schundroman), z. B. Kafka, oder aber Andreas Eschbach, auch mal John Grisham, und lese nur eine kurze Passage daraus. Anschließend nehme ich mein Werk zur Hand und lese einen kleinen Abschnitt. Oh je! Dies kostet Überwindung! Es hilft aber. Manchmal passiert es, dass mir beim Lesen meines Werkes dann nur ein Gedanke kommt: Schrecklich! Dann heißt es überarbeiten, überarbeiten, überarbeiten. Meinen Roman, der noch unveröffentlicht ist, habe ich so in etwa über dreißig Mal überarbeitet. Bis ich endlich einigermaßen zufrieden war (Der Vergleich mit Kafka? Ich weiß es nicht... ich finde es nicht mehr so "schrecklich" ) :) . Was noch nicht heißt, dass es perfekt ist. Das muss ein Lektorat beurteilen. Ich habe Hemingways Biographie gelesen, er war ein Perfektionist, er hatte seine Bücher immer bis zu dreißig Mal überarbeitet. Und er war ein Profi, kein Anfänger, wie ich.

Das alles sind, wie gesagt für mich persönlich, die wichtigen Voraussetzungen, um überhaupt eine Chance zu haben, mein Werk einmal als fertiges Buch in den Händen zu halten. Und auch wenn man das alles beachtet, der Weg bis dahin ist ziemlich steinig. Als Anfänger hat man es schwer. Bei den ganz großen Verlagen braucht man kaum zu versuchen unterzukommen. Außer, man hat etwas so einmaliges, so weltbewegendes geschafft, dass sich dem Kein Mensch entziehen kann. Das wäre aber so ähnlich, wie eine außergewöhnliche, eine einmalige Perle im Meer von Perlen in den Händen zu halten. Einfach gut und interessant zu schreiben genügt es kaum, um heute Erfolg zu haben.

Nach meinen Überlegungen - ich habe mich noch nicht allzu viel damit beschäftigt - gibt es einige Möglichkeiten, um sein Werk zu vermarkten. Das Manuskript immer wieder an die Verlage schicken und auf sein Glück zu hoffen, darauf das sich ein Lektor findet, der sich auf der "gleichen Wellenlänge" befindet. Das kann langwierig sein, manchmal ziemlich frustrierend.
Es gibt Möglichkeiten, selbst sein Buch drucken zu lassen - dafür muss ein Lektorat vorher das Werk geprüft haben - und dann sich in den Verkauf zu stürzen, wofür die Werbung sehr wichtig ist. Dies ist natürlich mit vielen Kosten verbunden. Ich selbst habe mich wochenlang im Internet nach günstigen Druckereien umgeschaut, darüber schreibe ich ein andermal.

Es gibt viele Verlage, die zwar alles tun - lektorieren, drucken, vertreiben (?), doch dafür verlangen sie vom Autor, dass er für die Kosten aufkommt, das ist meistens eine horrende Summe. Und weil der Verlag sein Geld bereits im Voraus bekommt, ist es fraglich, ob er sich wirklich so sehr bemüht, das Buch zu verkaufen. Mit so einem Verlag möchte ich selbst nichts zu tun haben. Das ist mehr für Diejenige geeignet, die Geld im Überfluss haben und sich selbst mit dem eigenen Buch ein Geschenk machen wollen. Aber nicht vom richtigen schriftstellerischen Ehrgeiz getrieben werden.

Hier gibt es aber auch einige Ausnahmen. Ein paar Verlage, die nur eine kleine Beteiligung verlangen, und (angeblich) doch viel für den Autor tun. Darüber würde ich auch später schreiben.

Ich freue mich, über die Erfahrungen anderer Schreibenden hier zu lesen. Über die Tipps, Werdegang usw.

Vielleicht wäre es auch möglich, mal kurze Abschnitte aus den eigenen Werken hier zu bringen, um dies von den Usern ganz ehrlich beurteilen zu lassen. Lob ist sehr erfreulich, das gibt Ansporn, doch die ehrliche Kritik bringt Einen zum Nachdenken und somit auch weiter.

Ich bedanke mich bei den Lesern meines Postings für ihre Geduld.
Und ich bedanke mich bei Dir, Robert, für den Hinweis (Literaturbetrieb).

Einen schönen Gruß

Von Malaika
Hallo Malaika,

in deinem Beitrag stehen zwei drei Hinweise, die ich sehr beachtenswert halte.

Ich weiß nicht, ob Du schon mal in der Fortsetzungsgeschichte von Ibelieve gelesen hast.

Ein bisschen weiter unten findest Du auch eine Fortsetzungsgeschichte , die ich eröffnet habe.

Jetzt habe ich eine Idee, auf Grund deines Beitrages.

Du stellst eine Passage eines Kriminalromanes in einen extra von dir eröffneten fred ein und irgendein user spinnt die nächste Passage da dran.

Danach stellst Du die nächste Passage ein, so wie Du sie tatsächlich geschrieben hast.

Und das geht dann so weiter, bis dein Roman am Ende ist.

Also statt dem Blick zu Kafka, den Blick auf eine/n User/in.

Wäre das ein interessantes Experiment?

Herzliche Grüße von Robert
Also Robert, du hast tatsächlich sehr interessante Ideen.
Das, was du jetzt angesprochen hast, ist ja toll. Ich denke, das würde Allen einen sehr großen Spaß machen, mich inbegriffen.

Ich habe Krimigeschichten geschrieben, aus einer davon möchte ich schon lange etwas Längeres machen, einen Roman, weil sie sich meiner Meinung nach sehr gut für einen Fortsetzungsroman eignet.

Am liebsten würde ich gleich damit anfangen, doch muss ich jetzt gehen. Aber, wielleicht mache ich heute Abend einen Anfang.

Vielleicht sollten wir uns über noch ein paar Einzelheiten Gedanken machen. Über den Titel von Thread. Meine Geschichte heißt "Ariadne - die außergewöhnliche Detektivschülerin". Diese Ariadne hat einige außergewöhnliche Fähigkeiten. Als "Modell" stand mir die Tochter einer Bekannten, die sich mit Hexenkunst beschäftigt hat. Und ob es jemand glaubt oder nicht, ich habe mit ihr einige merkwürdige, unheimliche Sachen erlebt.
Meine Ariadne ist natürlich eine positive Figur. Und es geht hier fordergündig nicht um die Hexenkunst, es ist ein Krimi. Eigentlich ein Krimi-Drama. Die unheimlichen Talente der Hauptfigur kommen nur am Rande vor.
Mehr verrate ich nicht.

Dann noch etwas. Die "Einlagen" von den Usern sollten vielleicht andersfarbig sein. Es würde mich deine Meinung darüber interessieren.

Robert, es macht richtig Spaß mit dir "zusammen zu arbeiten".

Ich werde mir auch diese Fortsetzungsgeschichte anschauen.

Bis später.

Einen lieben Gruß
von Malaika
Liebe Malaika,
nachdem ich ja schon ein mal ganz privat eine Kostprobe deines Krimitalents geniessen durfte, bin ich sofort mit dabei. Auch die Idee mit dem Einbringen der paranormalen Fähigkeiten dein Protagonistin finde ich gut. Diese sollten aber, wie du selbst schreibst, nur am Rande der Geschichte auftreten.
Ich wünsche allen, die mitmachen viel Spass und dir und Robert viel Erfolg. Robert kann ja ein paar gute Kochrezepte einbringen (à la: "Es muss nicht immer Kaviar sein") :wink:

Noch eine Bitte: orientiere dich nicht zu sehr an Kafka, der war ein guter Schriftsteller, aber geisteskrank
Liegen Genialität und Idiotie nicht nahe beieinander, liebe Doktorin?

HG von der Rinderweide
Liebe Doktorin,

vielen herzlichen Dank für Deine netten Zeilen. Hab mich sehr gefreut, Dich hier zu lesen.
Danke für Deinen Rat und Deine guten Wünsche. Was Du über Kafka schreibst, Du hast schon Recht. Er war ein armer, kranker Mensch, der die eigenen Werke nicht zu schätzen wusste. Mir hat aber sein Stil immer sehr gut gefallen. Obwohl ich heute lieber die neuzeitige Autoren lese (im Moment "Zähl nicht die Stunden bis zur Ewigkeit" von Danny Scheinmann - ein ganz toller Roman). Leider schaffe ich nur ein paar Seiten täglich.

Ich bin so "Feuer und Flamme" für diese Sache hier geworden, dass ich total vergessen habe, wie knapp meine Zeit eigentlich wird, wenn mein Weihnachtsurlaub vorbei ist. In meinem Thread "Der Teufel hat keine Hörner" habe ich schon angedeutet, dass ich mich hier wahrscheinlich erst wieder in meinem Osterurlaub beteiligen werde. Das ist mir aber jetzt absolut nicht möglich, dieses "Abenteuer" hier, das sich Robert ausgedacht hat, hat mich meinen Vorsatz über Bord werfen lassen - es ist einfach zu reizvoll. Also werde ich mit meiner Zeit etwas besser "wirtschaften" müssen. Gott sei gedankt komme ich mit wenig Schlaf aus. :)

Ich habe mir aber etwas anders überlegt. Das ist jetzt an dich, Robert, gerichtet. Ich hoffe, du hast nichts dagegen. Ich möchte vorerst testen, ob ich alles gut unter einen Hut bringe - meinen Hauptberuf, schreiben an meinem Buch - dass ein MUSS ist - meinen Enkel und diese Sache hier, die mir nicht weniger wichtig ist. Also würde ich meinen, noch nicht geschriebenen Roman über Ariadne vorerst beiseite legen und zuerst mit einer Kriminalgeschichte anfangen. Sozusagen als Vorrunde für das spätere, sehr umfangreiche Projekt.

Ich habe auch schon eine meiner Lieblingsgeschichten von mir ausgewählt.
Jetzt überlege ich nur noch wie dieser Thread heißen soll. Vielleicht:
"Monas Mord - ein Krimi zum mitmachen" ???
oder "Monas Mord" - wir schreiben gemeinsam" ???

Was klingt besser? Wenn ich keine Vorschläge bekomme, dann nehme ich einfach eins von beiden.

Lieben Gruß

von Malaika
@Malaika Keine schlechte Idee - aber warum siedelst du deine Verbrechen nicht in 50+ an ? Im Poltitikforum finden sich doch soviele finstere Gestalten ... und Morddrohungen gab es da auch schon
Vielleicht kann man den Mord auch bei den jährlichen 50 Plus Treffen ansiedeln ?
Na das läuft mir ja rein wie Öl, liebe Malaika.

Und eine Mitschreiberin hätten wir ja auch schon.

Vielleicht machen Cat, Bettina und Ibelieve auch mit. Klasse.

Also, liebe Malaika, mein Vorschlag:

Thread 1

Fortsetzungsgeschichte: "Monas Mord - ein Krimi zum Mitschreiben"

Damit wir eine Schreibhilfe haben, solltest Du uns deinen Klappentext und dein Inhaltsverzeichnis zuerst preisgeben, damit wir wenigstens in etwa ahnen können, wohin in deinem Roman die Reise gehen sollte.

Denn das spannende an diesem Schreibexperiment wäre nach meiner Auffassung, zu sehen, wie nahe wir an deine Geschichte ran kommen.

Praktisch könnte es dann im Weiteren so ablaufen:

Du schreibst grundsätzlich in Blau.

Du schreibst uns das erste Kapitel soweit vor, bis Du denkst, ab hier interessiert es mich, wie die anderen meine Vorgabe weiter schreiben
würden.

So viele von uns, wie Lust haben, schreiben dann, ohne zuerst deinen Text per zitat zu kopieren, in normaler, schwarzer Schrift den von dir eingeleiteten Text zu Ende, sodass das Kapitel abgeschlossen wäre.

Dann schreibst Du wieder in Blau, wie Du das Kapitel in deinem Original zu Ende geschrieben hast.

So haben wir dann einen Abgleich zwischen deinen Gedanken und den Gedanken der user, der deine erste Textvorgabe komplettiert hat.

Bevor Du deine zweite Texthälfte schreibst, solltest Du immer 1 bis zwei Tage warten.

Nach dem letzten Kapitel hätten wir eine geballte Ladung Kreativität hier eingestellt, bei der zwei Eigenheiten des Schreibens klar zum Vorschein kämen:

1. Verschiedene eigene Arten des Schreibens, aus denen sich für jeden Leser
der "mainstream-Lieblingsautor" herauskristallisiert.

2. Anhand des unter Punkt 1 festgestellten sieht man dann auch, wie wenig es sich lohnt, als Schreiber everybody's darling sein zu wollen, denn die Leute wollen ihre Autorin, ihren Autor klar erkennen können.

Thread 2

Begleit-thread zu "Monas Mord - Ein Krimi zum Mitschreiben"

In diesem thread können wir uns dann gegenseitig verständigen über das, was uns im thread 1 bewegt. Was wir gerne so oder so hätten. Was wir geändert haben wollen. etcetera, etcetera.

Könnten wir es so laufen lassen?

HG von Robert
Hallo xallan,

keine schlechte Vorschläge von dir. Ich muss dich aber enttäuschen. Ich war früher mal kurz im Politikforum, hab versucht auf meine friedliche Art mitzumischen, doch dann habe ich die Flucht ergriffen. Sonst wäre ich womöglich noch selbst zur Mörderin geworden :mrgreen:
Es gibt tatsächlich Momente, welche manchmal in unserem tiefsten Innern dunkle Gedanken aufkommen lassen. Ich verarbeite das in meinen Krimigeschichten. Meine Freunde, die mich als einen ausgeglichenen, freundlichen Menschen kennen, wunderten sich, dass ich solche Geschichten schreibe (meine Krimis enden alle mit Mord und Totschlag - meistens sterben die Schuldigen, manchmal aber auch die Unschuldigen). Vielleicht ist das mein zweites, finsteres Ich, dass jeder von uns in sich hat, mehr oder weniger.

Ich hoffe, du machst auch mit, und zeigst uns auch etwas von deinem "finsteren ich". Oder zumindest ein wenig etwas von deinen schriftstellerischen Qualitäten.

Schönen Gruß
von Malaika
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Zwei Gerichtsmediziner untersuchen den Tot eines Mannes dem man zweifelsfrei mit einem Haufen Scheiße den Schädel zertrümmert hat, erst eine Chemische Untersuchung der Mordwaffe "Kacke" löst das Rätsel. Die Scheiße war von einem Passagierflugzeug entsorgt, in den kälteren Luftschichten zu einem Eisstück gefroren dem Mann rein Zufall an den Schädel gekracht, Obwohl die Fäkalbomben zu tausenden aus den Passagierflugzeugen auf die Erde brasseln ist es der erste Todesfall der bekannt wurde.
Drei Monate später sehen sich die Wissenschaftler der gleichen Situation gestellt. Nur ist es Sommer und die Leiche in einem geschlossenem Raum von der "Kacke" erschlagen worden, nichts deutet darauf hin der Tote in den Raum hinein bewegt wurde.
Das gefällt mir gar nicht. Soll das "Kunst und Kultur" sein?
Es tut mir leid, diesen Thread hat Rinderbaron eröffnet, es steht mir vielleicht dies nicht zu, aber, mir persönlich wäre es lieber, Alter Opa, du gehst mit Deiner Geschichte wo andershin. Ich wüsste schon, wohin ich Dich damit schicken würde, aber, ich bleibe meinem Grundsatz treu, niemals unhöfflich oder beleidigend zu werden.

Robert, ich bitte dich um Entschuldigung für meine Äußerung. Aber, auch wenn ich bemüht bin, tolerant zu sein, es gelingt mir nicht immer. Manchmal kann ich mich mit meiner Meinung nicht zurückhalten. Ich hoffe, du nimmst mir das nicht zu sehr übel.

Einen lieben Gruß
von Malaika