Hallo Dick, danke erstmal für deine Antwort, bist also Quereinsteiger sozusagen. :wink:
Und nächste Frage, wieviele Mathematiker arbeiten wirklich in ihrem Beruf und nicht als Taxifahrer? Ich schätze, wahrscheinlich mindestens 50%. :lol:
Und wieviele (gelernte) Quantenphysiker gibt es wirklich? Ich hab null Ahnung. :wink:
Kath.. hat geschrieben: Ich verabscheue solche Tierversuche.

ja, besser Menschenversuche :mrgreen:
[quote="Foxifix"][color=#400080]
Und nächste Frage, wieviele Mathematiker arbeiten wirklich in ihrem Beruf und nicht als Taxifahrer? :wink: quote]

HuHu, Dick...welches Taxi fährst Du denn...???
Jawoll! Ich fahr Tag und Nacht. Ist auch viel amüsanter als die vielen Formeln.

https://www.youtube.com/watch?v=6pgRCZnOicM
Forscher haben "Schrödingers Katze" mit Mikrowellenphotonen generiert. Dazu erzeugten sie in zwei Hohlräumen kohärente Mikrowellen, die über ein supraleitendes Atom gekoppelt wurden und in einem "Quantenzustand" waren (cat state !) wo also z.B. Feldstärke gleichzeitig zu- und abnahm - und dies dann noch an zwei verschiedenen Orten (die Hohlräume). Das Verfahren kann auch zur Fehlerkorrektur bei Quantencomputern genutzt werden.
http://science.sciencemag.org/content/352/6289/1087
...sehr interessant, aber was lernen wir aus der modifizierten Schrödinger-Katze? ...denn die implikativen Schlussfolgerungen habe ich entweder überlesen oder nicht verstanden, vielleicht kann der TE diese einfache Frage beantworten?

PS: Eines ist schon mal klar, unter bestimmten Zuständen bzw. Bedingungen verunmöglicht allein die Untersuchungs-Technik den klaren Blick, und diese Unschärfe kann nicht allein durch die Presbyopie eines in die Jahre gekommenen Experimentators erklärt werden!
Eine Katze in zwei Boxen zu erzeugen, ist der erste Schritt zu logischen Operationen zwischen zwei Quanten-Bits in einer Art, die die Korrektur von Fehlern erlaubt.
verweise auf die TV-Serie "Big Bang Theory", da kommt Schrödingers Katze auch vor, wird von den Nerds so erklärt, dass selbst Penny es versteht. Zumindest kann sie später mit nur Erwähnen damit punkten.
Die Serie ist sehr empfehlenswert, vor allem für das Publikum hier. Man lernt viel über Physik, Astronomie, Urknall, Quantenphysik und von Penny , wie man sich ohne viel Geld durchschlägt.
Die Krönung ist für mich noch immer Amy - die Freundin Sheldons.
Ohne die Quantenmechanischen Effekte könnte kein Muskel funktionieren.
Habe keine Ahnung und darf deshalb wild herumspekulieren.
Natürlich nur, solange ich meine Ergüsse nicht als absolute Wahrheit verkaufen möchte.
Gibt es denn Effekte, die nicht quantenmechanische Grundlagen haben?
Verstehen wir von der Welt nicht viel zu wenig um uns Urteile zu erlauben?
Die interessantesten Entdeckungen über unsere Welt der letzten Jahre waren
meiner Ansicht nach,
die sich beschleunigende Ausdehnung des Alls und
das "Dunkle Materie" genannte Schwerkraft Phänomen.
Wir sollten uns erst einmal mit dem vorurteilsfreien demütigen Staunen zufrieden geben.
Wie viel wiegt ein Quantensprung?

Mit der Haushaltswaage wird das nix. Also wie dann? Die Forscher nahmen zwei Rubidiumionen, die sie in einen Ionenkäfig sperrten. Dort liefen beide Ionen auf charakteristischen Kreisbahnen. Ein Ion befand sich im Grundzustand, das andere in einem stabilen angeregten Zustand, das heißt, durch die Anregung waren Elektronen auf äußere Bahnen mit höherem Energieniveau gesprungen. Das angeregte Ion kreiste mit einer geringeren Frequenz als sein Partner im Ionenkäfig. Es besaß somit mehr Masse. Durch exakte Messung dieser Frequenzen konnten die Forscher aus der Differenz die Unterschiede der Massen bestimmen. Was ergab die Messung? Na klar, E=mc^2.
dick01 hat geschrieben: durch die Anregung waren Elektronen auf äußere Bahnen mit höherem Energieniveau gesprungen. Das angeregte Ion kreiste mit einer geringeren Frequenz als sein Partner im Ionenkäfig. Es besaß somit mehr Masse.

Das ist ein Quantensprung?
Ja genau.
Quantensprung:
Hintergrund der Begriffsbildung war das Bohrsche Atommodell, bei dem Atome ihre Energie nur in diskreten Schritten ändern. Diese Eigenschaft stand entgegen der Annahme, dass in der Natur alle Abläufe kontinuierlich seien. Die Zustände und damit die möglichen Energiewerte im Bohrschen Atommodell sind mit Quantenzahlen durchnummeriert. Der Übergang von einem Zustand zu einem anderen wurde als sprunghaft angenommen. Daraus ergab sich die Bezeichnung Quantensprung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Quantensprung
Hallo dick01 !

Fangen wir mal ganz von vorne an,
Die Physik versucht mit Modellen die Wirklichkeit zu beschreiben.

Die Quantenmechanik ist eine Theorie, die das Verhältnis zwischen Beobachter und Objekt (Versuch) beschreiben soll. Dabei wurde festgestellt, dass manche Eigenschaften oder Kombinationen von Eigenschaften nicht messbar sind. Speziell ist der Übergang eines Elektrons von einem Quantenzustand in einen anderen nicht bepbachtbar. Das bedeuted aber nicht unbedingt, dass dieser Vorgang nicht existiert. In vereinfachenden Darstellungen wird dieser Übergang als Quantensprung bezeichnet. In der Quantenmechanik selbst gibt es einen Quantensprung nicht (Ich hoffe ich werde jetzt nicht gleich wie Giordano Bruno verbrannt). Die Quantenmechanik und allgemein die Quantenphysik verwendet komplexe Wahrscheinlichkeitsfunktionen (Wellenfunktionen) zur Beschreibung und diese sind stetig und differenzierbar. Das was hier versagt ist unsere Anschauung.

Auch die Verschränkung widerspricht unserer Anschauung. Meist wird dabei unterschlagen, dass nicht nur die jeweils betrachteten Objekte miteinander verschränkt sind, sonder diese Mikroobjekte sind (zumindest im Prinzip) auch noch mit der Versuchsapperatur verschränkt. Die Wellenfunktionen brechen durch die Messung aber nicht zusammen, wie das häufig dargestellt wird sondern sie werden irrelevant, weil durch die Messung die vorher ausgeschlossene Umgebung mit berücksichtigt wird und sich dadurch die Beschreibung ändern muss.

Gruß von LittleThought.
LittleThought hat geschrieben: Hallo dick01 !

Fangen wir mal ganz von vorne an,
Die Physik versucht mit Modellen die Wirklichkeit zu beschreiben.

Die Quantenmechanik ist eine Theorie, die das Verhältnis zwischen Beobachter und Objekt (Versuch) beschreiben soll. Dabei wurde festgestellt, dass manche Eigenschaften oder Kombinationen von Eigenschaften nicht messbar sind. Speziell ist der Übergang eines Elektrons von einem Quantenzustand in einen anderen nicht bepbachtbar. Das bedeuted aber nicht unbedingt, dass dieser Vorgang nicht existiert. In vereinfachenden Darstellungen wird dieser Übergang als Quantensprung bezeichnet. In der Quantenmechanik selbst gibt es einen Quantensprung nicht (Ich hoffe ich werde jetzt nicht gleich wie Giordano Bruno verbrannt). Die Quantenmechanik und allgemein die Quantenphysik verwendet komplexe Wahrscheinlichkeitsfunktionen (Wellenfunktionen) zur Beschreibung und diese sind stetig und differenzierbar. Das was hier versagt ist unsere Anschauung.

Auch die Verschränkung widerspricht unserer Anschauung. Meist wird dabei unterschlagen, dass nicht nur die jeweils betrachteten Objekte miteinander verschränkt sind, sonder diese Mikroobjekte sind (zumindest im Prinzip) auch noch mit der Versuchsapperatur verschränkt. Die Wellenfunktionen brechen durch die Messung aber nicht zusammen, wie das häufig dargestellt wird sondern sie werden irrelevant, weil durch die Messung die vorher ausgeschlossene Umgebung mit berücksichtigt wird und sich dadurch die Beschreibung ändern muss.

Gruß von LittleThought.





Hallo @LittleThought,

Bedeutet das, dass die „Klassische Physik“ (z.B., Mechanik, Optik, Elektrizitätslehre) – die man immerhin wenigstens teilweise noch halbwegs anschaulich begreifen kann – nur ganz wenige „Sonderfälle“ der Wirklichkeit beschreibt?

Das würde ja dann implizieren, dass der ganz überwiegende Teil der uns umgebenden Wirklichkeit für uns erkenntnistheoretisch überhaupt nicht zugänglich wäre…

Die von Dir beschriebene Interaktion zwischen Messung und Objekt (in welcher Form auch immer das geschehen mag) lässt sich ja – so verstehe ich Deine Gedanken – weder jetzt noch irgendwann messtechnisch erfassen bzw. gar eliminieren.

Wenn ich Deinen Gedanken jetzt richtig verstehe, würde dieses Phänomen ja bedeuten, dass hier eine nicht überwindbare Hürde zur weiteren Erkenntnisgewinnung im „Quantenbereich“ vorliegt.

Das würde dann – bitte korrigiere mich, wenn ich hier falsch liege – implizieren, dass naturwissenschaftlich nur ein ganz überschaubarer - gewissermaßen der „makrokosmische“ Bereich – zugänglich wäre.

Bisher bin ich davon ausgegangen, dass die Quantenphysik die objektiv existierende Realität durch für den „Normalo“ zwar nicht mehr verständliche oder gar anschauliche Modelle beschreibt, aber trotzdem nie an einen Punkt ankommen wird, an dem kein weiterer wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn mehr möglich wäre.
Schrödingers Katze ist mir aus der BigBang Theorie Serie sehr gut erklärt worden, sogar Penny hat es verstanden.

Überhaupt ist diese Serie Spitze.