ob es möglich ist, in diesem Kreis, der sich hauptsächlich der Partnersuche widmet, eine sachliche Diskussion zu führen ? Ich finde ja...vielleicht finden sich dadurch die wenigen Menschen, die mehr als heiße Luft produzieren (wollen)

Was passiert, wenn unser Staat seine Schulden abbauen will ?
Er positioniert sich auf der Sparerseite der Finanzierungsrechnung..zusammen mit den Privatleuten und den Unternehmen. Die Verschuldung des Auslandes wird immer unerträglicher und muss dringend abgebaut werden.

Wie sollen Sparen und Verschulden in diesem Rahmen denn in Zukunft positioniert werden ?

Ich bitte nur um Kommentare von Mitgliedern, die sich sachlich auskennen und so zur 'Diskussion beitragen können....
ich möchte ja gerne die Diskussion mit den Mitbürgern führen, die die staatlichen Schulden abbauen möchten und viele Gründe für den Aufbau der Schulden gefunden haben.

Hier meine Fragen:

soll die Verschulung des Auslands durch den Leistungsbilanz-Überschuss abgebaut werden? Wer übernimmt diese Schulden ?

die Unternehmen sind heute Nettosparer...soll diese verquere Situation verändert werden ? wie ?

soll das Lohndumping als Quelle des Überschusses abgebaut werden ?

das sind die ersten Fragen....
Hallo Zugluft,
da fange ich doch glatt mal an! Allerdings kann ich das jetzt nicht umfassend tun, da würde ich nämlich hier Seiten füllen!
Du schreibst von "Mitbürgern , die die staatlichen Schulden tilgen möchten".

MÖCHTEN??? Wir Mitbürger sind dazu verdammt, ob wir wollen oder nicht! Und zwar passiert das im Zuge der Nullzinspolitik! Auch der Staat muss auf seine Schulden Zinsen zahlen, Da diese bekanntlich bei Null stehen, spart der Staat dadurch jedes Jahr Milliarden! Wenn der Staat diese spart, müssen die von jemand anders bezahlt werden, und zwar von uns Bürgern! Das geschieht, indem wir auf unsere Spareinlagen, Lebensversicherungen usw. auch keine Zinsen mehr bekommen. So entgehen uns jährlich auch Milliarden! Uns wird vorgegaukelt, die immer noch niedrige Inflation ließe eine Erhöhung der Zinsen nicht zu. Das ist eine glatte Lüge! Die aktuelle Inflation würde eine Zinserhöhung längst rechtfertigen. Das merkt man daran, dass man für sein Geld immer weniger an Waren und Dienstleistungen bekommt! Und es fehlt der Ausgleich durch Erhöhung der Zinsen.

Das Schuldenproblem ist mittlerweile in sämtlichen entwickelten Staaten zu Hause. Und gemacht ist dieses in den USA, mit der Finanzkrise 2008. Das ist Fakt, auch wenn die USA jetzt scheinheilig mit dem Finger auf Europa zeigt.

Für's Erste genug dazu, es sind ja noch mehr Leute hier....... :-)
Und wie gesagt, das ist nicht erschöpfend, das sprengt hier den Rahmen.

Viele Grüße
Sunnie
@Sunnie,
Du hast einen guten Überblick. Weltweit sind die Schulden in den meisten Ländern auf Rekordstand. Spitzenreiter Japan mit 230% des Bruttosozialproduktes - Maastricht-Forderung in Europa 60%.
Doch bleiben wir vielleicht doch zunächst in Europa. Warum sind die Zinsen im Euroraum extrem niedrig, negativ? Draghi, der Präsident der EZB hat sie aktiv mit verschiedenen Maßnahmen abgesenkt, um den südeuropäischen Ländern bei der Finanzierung zu helfen. "What ever it takes!"
Das ist keine Marktreaktion, es ist durch die Zentralbank gemacht. Deutschland ist im Euro mit gefangen. Sicher, es könnte höhere Marktzinsen vertragen. So schlecht lebt es aber damit nicht. Es baut Schulden ab - Zinslast erheblich gesunken. Wir liegen jetzt unter den Maastrich-Kriterien: Neuschuldenrate 0, die schwarze Null, geduldet sind 3%. Anteil der Schulden am Bruttosozialprodukt jetzt unter 60%. Sicher, die Geldanleger sind benachteiligt.
Wie geht es weiter? Draghi zieht sich zunächst weiter zurück und senkt die Rückkaufprogramme von Marktpapieren ab heute (15 Milliarden pro Monar von 30 Milliarden, am Anfang waren es 80 Milliarden) und sie endet zum Jahresende. Und was wird die Situation wohl bestimmen? Italien! Die populistische Regierung plant erhebliche Erweiterungen der Ausgaben - Schuldenerhöhungen. Sie drohen den Euro zu verlassen. Den Brexit haben wir aber auch noch an der Backe. Es knirscht weiter gewaltig. Über USA haben wir noch gar nicht gesprochen.
Felix
@Sunny
das Problem an der Sache:
ginge es nur nach der BRD, dann hätten wir schon lange die Zinsen erhöhen können/müssen.....
leider gibt es in der EU schwache Länder und Länder wie Italien, die lockerflocking - ohne Rücksicht auf die EU - ihren Schuldenberg anwachsen lassen....
so viele Vorteile die Mitgliedschaft in der EU hat - dies ist ein Nachteil - ein Schwachpunkt ....in der EU gibt es ein großes Gefälle von den "reichen" Industiestaaten zu den ärmeren - mehr agrarlastigen - südlichen Staaten....

die USA hat ebenfalls keine Probleme mit ihrem anwachsenden Schuldenberg.....

damit einem das Ersparte nicht immer mehr zusammenschrumpft, muss man sich nach Sachwerten umschauen....
hat man in Zeiten instabilier Währungen deutsche (europäische), amerikanische und Schweizer Aktien - ist man nicht nur im Euro - sondern auch im Schweizer Franken und dem Dollar drin.....

die Schulden wachsen und wachsen bei diesem Wirtschafts-System - gleichzeitig wird das Geld weniger wert....doch ein anderes System wurde noch nicht erfunden.....
deshalb glaube ich, dass es immer wieder einen großen "Schnitt" geben wird - wie in den früheren Währungsreformen auch.....

da helfen nur Sachwerte - und da gehören - außer Land, Immobilien und Gold - für mich die Aktien guter Firmen dazu....

@41acul bläst ins gleiche Horn....
Ja, Gundulabella,

und wieder schließt sich der Kreis...... :D

@ 41acul,

ja, die USA..... Mittlerweile mal wieder Government Shutdown, der wievielte eigentlich? Irgendwann wird die Schuldenobergrenze schon wieder erhöht werden, auch wenn gerade Uneinigkeit herrscht. Wieso auch nicht, es muss ja weitergehen, nicht wahr? Und die Schulden steigen und steigen und steigen, egal welche Partei gerade an der Macht ist. Die Erhöhung der Obergrenze ist ja auch das weitaus kleinere Übel im Vergleich zu einer Schuldentilgung, oder zumindest dem Versuch dazu. Wie lange das noch so gehen soll oder kann? Man darf gespannt sein....

Viele Grüße
Sunnie
das ist die große Frage......
Amerikas Schulden wachsen und wachsen....gleichzeitig tritt der Effekt nicht ein, den sich Trump mit seinen Maßnahmen erhofft hatte....

hier der Versuch einer Prognose/Erklärung - muss jedoch nicht eintreffen:

https://www.nzz.ch/finanzen/die-krise-d ... ld.1447361
Ich halte es nicht für ratsam, die Situation in Europa und den USA mit den Schulden zu vergleichen. Erschwert nur die Diskussion um ein wichtiges und interessantes Thema. Man sollte bei der Diskussion schon in unserer Gesellschaft bleiben.
Die USA sind in Dollar verschuldet und sind das einzige Land, dass Dollar druckt. Es ist nicht möglich pleite zu gehen wenn ich selbst an der Quelle sitze.
In Europa mit dem Euro sieht das ganz anders aus. Hier kann nicht ein Land hergehen und mal so eben Euro drucken nur weil es Schulden hat.
Abgesehen davon wird der Shutdown in den USA ja politisch missbraucht, wenn man wollen würde könnte man den auch leicht aussetzen.
Es ist nicht möglich pleite zu gehen wenn ich selbst an der Quelle sitze.

genau das ist die große Frage
denn jede Quelle kann einmal versiegen......und dann wird zu anderen Quellen gewandert....
das könnte dann vielleicht die Yuan- oder die Euro-Quelle sein.....

die Gegenwart zu betrachten ist das eine - ein mögliches Zukunfts-Szenario in Erwägung zu ziehen - das andere.... nur kann halt niemand in die Zukunft blicken...
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