Zwischen Trümmern

Sie sitzt in einem Trümmerfeld
zwischen Scherben, Steinen und Balken.
Hier stehen die Ruinen ihrer kleinen Welt;
nichts davon konnte sie halten.

In den hohen, leeren Räumen
pfeift stürmisch ein eisiger Wind,
erzählt von Hoffnung und von Träumen,
von Tränen, die nicht getrocknet sind.
Sex

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Küsse, die schnell erkalten
alles nehmen und behalten
Es war

Du schaust aus dem Fenster,
mit verlorenem Blick.
Du hörst mir zu,
doch kein Wort kommt zurück.
Deine Gedanken,
sie tragen dich fort.
Deine Liebe wohnt längst
an einem anderen Ort.
Das Spinnennetz

Ich steh vor deiner Welt,
doch du läßt mich nicht hinein.
Vor der hohen, kalten Mauer
fühl ich mich winzig klein.

Das Klopfen und mein Rufen,
jeden Laut schluckt die Wand.
Hinter einem dunklen Fenster
hab ich dich kaum erkannt.

Eine Spinne hat ihr Netz
vor der Eingangspforte.
So unversehrt, wie es ist,
sagt es mehr als tausend Worte.
...und du ?

Leise beginnt der Morgen.
Ich spüre dich neben mir,
ein tolles Gefühl - so geborgen
und ganz nah bei dir.
Ich flüster dir was in dein Ohr,
noch schlafend suchst du meine Hand.
Vielleicht komm ich grad
in deinen Träumen vor...
...und du ?
Du hast dich in mein Herz gebrannt.
jemand hat mich abgeholt,
eines schönen tages.
trat einfach in mein leben rein.
...und das war es.
auf einmal war die welt so bunt,
ich hörte mich oft lachen.
mein leben gabst du mir aufs neu.
es war ein zärtliches erwachen.
Von Kindern, Kaninchen und einem Clown

Langsam öffnet der Clown seine Taschen,
bereitet genau alles vor -
Gläser, Stricke, Tücher, Flaschen.
Aufgeregtes Kinderlachen
dringt an sein Ohr.

Umgeben von Dunkelheit
fällt auf ihn das einzige Licht.
Er weiß genau, gleich ist es soweit.
Er lauscht in die Stille,
sehen kann er die Gäste nicht.

Donnernd beginnt die Musik,
das helle Licht wird bunt.
Er steht an der Bande,
verbeugt sich ganz tief
und läuft ins große Rund.

Er spielt mit Gläsern und Flaschen,
wirbelt sie durch die Luft im Kreis,
zaubert Kaninchen aus seinen Taschen,
angespannte Stille,
die Taube auf seinem Kopf gurrt leis.

Tausend Seifenblasen fliegen,
Tücher schweben in einen Reif.
Die vielen Stricke werden zu Tieren
sie bewegen sich auch...
naja, ein wenig steif.

Die Kinder klatschen und lachen,
die Zeit vergeht viel zu schnell.
Der Clown verbeugt sich,
packt seine Sachen,
das bunte Licht ist wieder hell.
du bist das lachen in meinem leben,
meine zweifel und mein glücklichsein,
mein ruhiger pol,
mein suchen und mein sehnen,
mein mutiger sprung ins kalte wasser hinein.
Zwantje hat geschrieben: du bist das lachen in meinem leben,
meine zweifel und mein glücklichsein,
mein ruhiger pol,
mein suchen und mein sehnen,
mein mutiger sprung ins kalte wasser hinein.


Ode an Zwantje und an viele andere Frauen

Du treibst mir die Tränen in die Augen,
mal vor Lachen, mal vor Wut,
langweilig wird es mit dir daher nie,
ein Grund, dir heute hier zu danken.

Egal, was andere von uns glauben,
unsere beziehung, die klappt gut.
Mal lieb‘ ich dich, mal leg ich dich auch übers knie,
du weist mich bei Bedarf in meine schranken.
das kätzchen

das licht der laterne wirft lange schatten,
feierabend - ich kann endlich heim.
das kätzchen wird schon warten.
es war die ganzen stunden allein.

es hat mit schlafen den tag verbracht,
liegt auf dem schrank ganz oben
und will nun mindestens die halbe nacht
spielen, kämpfen und toben.

es springt ins regal, zu den büchern,
balanciert auf der heizung, fällt hinab,
versteckt sich hinter kissen, unter tüchern,
jagt eine fliege, bis es sie hat.

eine spinne kommt durchs fenster
und läuft ganz flink unter den schrank.
das kätzchen hat sie gesehen -
kämpft und besiegt sie, kätzchen sei dank.

ein klapperball rollt durch das zimmer,
das knisterpapier knistert immerzu.
laternenlicht durchs fenster schimmert,
das kätzchen findet langsam ruh.
eine Wortspielerei


hier gibt es wasser in großen becken.
an deren rand liegen auf decken,
nette mädels, die wenig verstecken,
vielleicht, um die kerle zu necken ?
mancher läßt sich da verschrecken.
andere werden gar zum jecken,
oder tun so, als wären sie recken.
konnte ich deine erinnerung wecken?

:wink:
Unser Leben

An der Quelle des Lebens noch sind wir ein kleiner Rinnsal,
ahnen noch nicht was einst aus uns wird
und wohin es uns führt,
sehen und verstehen nur wenig,
noch ist das Bett überschaubar und flach
und wissen nicht, durch welche Windungen und Wendungen unser Wesen geformt wird,
mal geht es langsam, mal geht reißend schnell.
So treiben wir in der Bewegung des Lebens dahin,
wachsen und erstarken.
Es führt uns zusammen und lässt uns verbinden mit
anderen, dass der Rinnsal wird zum Bach
und der Bach zum Fluß.
Flüsse treffen aufeinander und vereinen sich zum Strom.
Erfahrung und Wissen lässt die Ufer weiter und unser Bett tiefer werden,
die uns umgebende Natur formt uns und auch wir geben ihr ein neues Gepräge.
Mit Dir will ich strömen und fließen,
welche Windungen und Wendungen sich auch ergeben,
bis einst wir münden und uns empfängt der Ozean der Welt und wir wieder eingehen in die Quelle.

eigene Schöpfung
Zwantje hat geschrieben: eine Wortspielerei

hier gibt es wasser in großen becken.
an deren rand liegen auf decken,
nette mädels, die wenig verstecken,
vielleicht, um die kerle zu necken ?
mancher läßt sich da verschrecken.
andere werden gar zum jecken,
oder tun so, als wären sie recken.
konnte ich deine erinnerung wecken?

:wink:

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Die Erinnerung - Eine Wortspielerei?

Ja, ich erinnere mich,
ich sehe dich,
rank und schlank,
und oben blank.
wolltest du mich da betören?
Oder galt‘s nicht mir, sondern dem Sören?

Unsere Wege trennten sich,
nun sind wir alt, na klar, auch ich.
Auf dem Friedhof traf ich dich nun wieder,
du legtest am Grab von Sören Blumen nieder.
Ich hätte dich fast nicht erkannt,
zuviele Jahre gingen halt ins Land.

Auch du guckest mich nur fragend an:
Sollt‘ ich Sie kennen, alter Mann?
Na klar, aus dem Freibad, früher in Halle!
Ach nee, waren Sie die fette Qualle?
Wumms, das saß, ich ließ dich stehen,
war nur ein kurzes Wiedersehen.

Erinnerung kann so was Schönes sein.
Doch holt sie dich dann einmal ein,
Erzählt sie, wie es wirklich war,
und dir wird nach Jahrzehnten schließlich klar:
Nee, ich war niemals wie James Dean.
Liebe Mädels, habt ihr mir wenigstens verziehn?
rosarote träume

ich sitze auf der erde.
meine gedanken laufen quer.
malen meine träume an,
ein zartes rosa, ich mag es sehr.

rosa ist mein brillenglas und
neben mir der rosenstrauß.
und auch das gras, auf dem ich saß -
rosa sieht es für mich aus.

die rosa welt, in meinen träumen,
ist weich und warm und schön.
bei dir liegen, im gras unter bäumen...
still in den rosa himmel sehn.
Der traurige Clown

Ich hatte es nicht leicht im Leben,
denn Schönheit wurd‘ mir nicht gegeben,
man sieht in mir den Clown oder den Narr,
doch Vielen ist dabei nicht klar,
was jemand ist und was er kann,
sieht man ihm selten wirklich an.

Bei Eignungstests lag ich oft vorn,
„na klar, ein blindes Huhn fand halt ein korn“
So gab man mir es zu verstehen,
und ließ mich traurig wieder gehen.
Darunter litt mein Selbstvertraun,
jetzt geb ich halt für Euch den Clown. :(
cron