Gestern habe ich gekocht - ein eher seltenes Ereignis.

Es gab Thai-Kokos-Curry mit Gemüsenudeln:
in einem Fond aus angeschwitztem Knofi, Zwiebel, Ingwer, dann aufgekocht mit roter Currypaste, Kokosmilch und Gemüsebrühe werden die diversen Gemüsenudeln (hier Butternußkürbis, Zucchini und Süßkartoffel) ziehen gelassen.
Als Topping kommen Erdnüsse und Koriander obendrauf.

Ergebnis: geschmacklich sehr lecker wie ich finde.

ABER: die Zubereitung der Gemüsenudeln mit dem Spiralschneider haben mir vorab schon die Kalorien abverlangt, die ich anschließend zu mir nehmen darf. Diese Bilanz ist ja nicht unbedingt schlecht. Aber wenig effizient im Arbeitsablauf.

DAHER FRAGE an die Blog-Gemeinde:

Wer hat einen Spiralschneider und nutzt diesen auch? Ich bitte dringend um Erfahrungsberichte.

Kann gar nicht den Hype um dieses Kücheninstrument verstehen. Oder stell ich mich soo dusselig an?

Danke für Antworten. :wink:
Ich habe einen Spiralschneider von G.f., der verlangt mir auch so einiges ab. Trotzdem verwende ich ihn ab und an. Zucchini, Karotten, Kohlrabinudeln, angebraten in Chiliöl, Knobi, Tomaten, Kapern, schwarzen Oliven, vermischt mit abgetropftem Tunfisch, ein paar echten, gekochten, dünnen Spaghettini und Parmesan, sehr lecker.

Deshalb hatte ich mir letztes Jahr einen großen, elektrischen gekauft, den gab's bei einem Discounter, angeblich aus der Werbung, das war noch die größere Katastrophe, da kam alles andere raus als Gemüsenudeln. Der Durchmesser der Einführung war sehr groß, da wackelte das Gemüse rum. Ich hab ihn verschenkt.

Ob es mittlerweile andere, bessere Alternativen gibt?

Dein Rezept jedenfalls ruft nach Nachahmung.
Hallo 57Sputnik,

Das Schneiden von Gemüsenudeln gibt es inzwischen viele Geräte,
Ich habe einen kleinen trichterförmigen Spiralschneider , geht gut bei kleineren Portionen......ansonsten sehr anstrengend für den Arm.
Schau mal im I-net nach den Testsiegern und Vorführvideos , gibt viele auch ohne ein Produkt hervorzuheben.......also keine Anzeigevideos ansehen.
Es gibt sicher gute Standgeräte mit Kurbeln.

Viel Spaß weiterhin beim Zubereiten.....
Ich benutze einen Bügelschneider mit Klingen für Julienneschnitt.
Die Spiralschneider funktionieren recht gut bei weichen und länglichen Gemüsesorten (Gurke, Zuccini), bei Möhren o.ä. gibt's dann schon die Probleme , auch, wenn die Stücke kürzer werden und man nicht mehr gut greifen kann.

Ich nehme einfach die Brotschneidemaschine (Kohlrabi, Sellerieknolle o. ä.), schneide sehr dünne Scheiben und schneide dann Streifen mit einem großen scharfen Messer.

Etwas Besseres ist mir auch noch nicht eingefallen, ich hab auch keine Lust, superteure Küchenmaschinen zu kaufen/benutzen, die man dann auch noch von Hand spülen muß (ich faule Nudel.... :wink: ) :lol:
Vielleicht ist das hier für euch hilfreich:

https://youtu.be/faD9r38B8bo

:)
Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

Es scheint, als ob solche Geräte nicht sehr weit verbreitet sind in der hiesigen Population bzw. eher als schwierig zu handhaben wahrgenommen werden. Da bin ich also nicht allein.

@Malzmüller, was ist denn ein Bügelschneider? Noch nie gehört.

@maybe, da hab ich die identische Erfahrung gemacht.
Der manuelle trichterförmige Spiralschneider von G_F_ macht es erforderlich, dass man das Gemüse erst mal in die passende Form schnitzt. Also wenn man einen Butternußkürbis in Nudeln verzaubern will, muß man ihn erst vierteln, damit er vom Durchmesser überhaupt hinein passt. Ein viertel von einem Kürbis hat dann zwangsläufig zwei gerade Kanten und die in einen runden Trichter eingeführt ... da muß man ackern. Da greifen die Klingen meist nur auf der runden Seite.

Außerdem ist mir sowohl bei dem Kürbis als auch bei der Zucchini und Süßkartoffel passiert, daß das Ende, an dem das jeweilige Gemüse eingespannt wurde, ausfranste. Somit hatte das Teil keinen Halt mehr.
Also ich war ziemlich frustriert.

Auch ich hatte mir am Jahresanfang einen Elektrischen von einer bekannten Besteckfirma bestellt. Ausprobiert und wieder zurückgeschickt. Aus meiner Sicht völlig ungeeignet. Ich konnte die Gemüse nicht so akkurat einspannen, als daß sie gehalten und spiralisiert werden konnten.

@cloudy, Du bist ja schon recht flexibel und kreativ an die Sache rangegangen. Aber ich besitze nicht mal eine Brotmaschine ... und eigentlich ist mir das auch zu aufwendig. Kannst Du dann die Scheiben so dünn in Streifen schneiden wie ein Spiralschneider? Dann bist Du ja eine Künstlerin.

@Bernd, danke für den Hinweis ... ich studiere noch ... da gibt es ja jede Menge Tests.
So sieht der Julienne Bügelschneider aus @57sputnik:

Bild
Das ist auf jeden Fall ein richtig guter "Küchenhelfer", werde ich mir anschaffen. :D
Danke Malzmüller, da diese Art von Julienneschneider nicht so teuer ist, lohnt es sicher, ihn auszuprobieren und einen anzuschaffen.

Aber mich würde noch die Praxiserfahrung interessieren:
- wie gefährdet sind die Fingerchen z. B. bei der Bearbeitung von hartem Gemüse wie Karotten? In der Regel hält man das Gemüse in der einen Hand, mit der anderen schält man.

- wieviel Rest bleibt übrig, den man nicht mehr abhobeln kann?

Insgesamt hab ich nun einige Hinweise - nicht zuletzt durch die diversen Testvideos - erhalten und werde demnächst mal in der Stadt in dem großen Haushaltswarenladen Ausschau halten.

Da ich merke, daß meine Kraft in den Händen nachläßt (habe aktuell auch Sehnenscheidenentzündung), wäre mir ein elektrisches Gerät auf Dauer lieber. :? Mal sehen.

Danke allen. :wink:
Berichte dann bitte von Deiner Erfahrung 57sputnik.

Es gibt ja auch noch andere Julienne Hobel. Meine diesbezüglichen Erfahrungen waren nicht der Erwartung für diesen Zweck entsprechend.
57sputnik hat geschrieben: Danke Malzmüller, da diese Art von Julienneschneider nicht so teuer ist, lohnt es sicher, ihn auszuprobieren und einen anzuschaffen.

Aber mich würde noch die Praxiserfahrung interessieren:
- wie gefährdet sind die Fingerchen z. B. bei der Bearbeitung von hartem Gemüse wie Karotten? In der Regel hält man das Gemüse in der einen Hand, mit der anderen schält man.

- wieviel Rest bleibt übrig, den man nicht mehr abhobeln kann?

Insgesamt hab ich nun einige Hinweise - nicht zuletzt durch die diversen Testvideos - erhalten und werde demnächst mal in der Stadt in dem großen Haushaltswarenladen Ausschau halten.

Da ich merke, daß meine Kraft in den Händen nachläßt (habe aktuell auch Sehnenscheidenentzündung), wäre mir ein elektrisches Gerät auf Dauer lieber. :? Mal sehen.

Danke allen. :wink:


Ausprobieren!

Ideal z.B. für Mohrrüben, Kohlrabi und Sellerie, was du nicht abhobelt bekommst, isst du einfach so und roh auf :-)

Auf die Fingerchen sollte man in der Küche immer aufpassen, egal mit welchen Helfer- und Messerlein man "arbeitet". Wenn du mit einem Sparschäler Kartoffeln schälen kannst, beherrschst du auch den Juliennehobel ...

Abär:
Wenn die Kraft in den Händen fehlt, sollte es ein mechanisch oder elektrisch betriebenes Gerät sein. Oder auswärts essen gehen oder bekochen lassen!

:mrgreen:
ok - Kartoffeln kann ich schälen :P ...

"bekochen lassen" wäre natürlich die leichteste Variante, sofern man einen Koch in der Nähe hat. Aber es ist ja auch schön, zu experimentieren.

@maybe, sobald ich neue Erfahrungen habe, berichte ich davon.

@all, vielleicht kann ja noch jemand von seinen Erfahrungen mit elektrischen Spiralschneidern erzählen ...
Als ich vor ein paar Jahren gezwungenermassen aus gesundheitlichen Gründen meine Ernährung anpassen und teilweise umstellen musste, hab ich mir den ‚Spaghetti‘ Schneider von L.. gekauft. Ich hatte die Hoffnung, dass mir mit diversen Gemüse-Spaghetti die Kocherei wieder mehr Spass macht. Na ja, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. :?

Zucchini lassen sich mit diesem Gerät super gut schneiden, Karotten zwar nicht ganz so leicht, aber auch noch gut. Mehr an Gemüse hab ich (noch) nicht ausprobiert...
Der runde Rest lässt sich entweder roh essen oder einfach mit dem Messer kleinschneiden.

Durch Saugfüsse, die allerdings in ein, zwei Jahren schon viel an Elastizität verloren haben, steht das Gerät recht gut auf glatter Unterfläche.
Die Handhabung ist einfach, für mit Arthrose behaftete Finger manchmal etwas mühsam.
Wenn man das Gerät sofort nach Gebrauch reinigt, geht das super einfach. Aber wehe, man kocht zuerst und macht den Abwasch später. Angetrocknete Gemüseteilchen oder -Saft sind dann nur sehr schwer zu entfernen.

Wenn man mal wieder unbekümmert mit nacktem Gesicht durch die Geschäfte, Shoppingcenter schlendern kann, werde ich mir - vielleicht - mal andere, ganz sicher elektrische Spiralschneider anschauen. Klar werde ich auf eine einfache Handhabung achten, aber eben auch auf eine einfache Reinigung.

Die Einfachschneider, die an einen Bleistiftspitzer erinnern, kommen für mich wegen des nicht unerheblichen Kraftaufwands nicht in Frage.


Kennt jemand vielleicht verschiedene Rezepte für diese Gemüse-Spaghetti?
Ein Rezept hab ich in meinem ersten Beitrag in diesem Thread erwähnt. Was auch gut ist, Gorgonzolasauce zu den Gemüdenudeln. Wobei ich diese immer in Olivenöl anbrate, niemals in Wasser oder Brühe koche.