Ich bin etwas überrascht.
So viel ich weiß, ist die pflanzliche Energiemenge, die man braucht um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, wesentlich höher, als wenn der Mensch sich diese Pflanzenenergie selbst - ohne den Umweg über das Tier -selbst zuführen würde.
Wenn ich mich richtig erinnere, braucht das Tier pro Kilo Fleisch sieben mal so viel Soja zum Beispiel, als wenn wir dieses Soja gleich selbst verzehren würden.
Also statt sieben Kilo Pflanze, nur ein Kilo.
Um uns die selbe Menge an Energie zu geben.
Ja, zwischen 6-8x... aber 500g Soja schmecken halt nicht wie 500g Rinderlende! :mrgreen:
Vielleicht, wenn es schmackhaft zubereitet ist.
Fleisch ohne Gewürz ist ja auch nicht gerade der Hit.
Mags_speziell hat natürlich recht, spätestens bei 10 oder 20 Milliarden Menschen wird die Erde zugrunde gehen, egal was gegessen wird und auch egal, wie mobil sie sind. Vegetarisch dauert es eben nur etwas länger.
Aber ist das nicht wieder wie bei vielen unbequemen Entscheidungen nur die Ausrede, ich kann ja sowieso nichts ändern und mache deshalb alles so weiter wie bisher?
Wer weiss denn schon, was bis dahin noch alles passiert, viellleicht noch ein neuer Virus, der wirklich einige Milliarden Menschen umbringt.
Wichtig ist das hier und jetzt: solange auch nur ein Tier beim Transport zum Schlachthof elend zu Tode gequält wird, ist das für mich schon Grund genug, keine mehr zu essen. Wobei ich noch viele andere Gründe habe.
Und zum Thema Pflanzen umbringen: auch dafür haben einige Menschen eine einfache Lösung gefunden, die Frutarier. Die essen nur Dinge, die die Pflanzen für uns bereitstellen.
Manche Entscheidungen werden irgendwie immer überhöht. Ich ernähre mich seit vielen Jahren vegetarisch, weil es mir gut bekommt, billiger ist, man es sehr viel kreativer zubereiten kann als Fleisch, weil es im Gegensatz zum Fleisch einen echten wieder erkennbaren Eigengeschmack hat und ein viel sinnlicheres Erlebnis beim Essen ist. Ich kaufe mein Gemüse beim Biobauern nach der Jahreszeit. Den ganzen esoterischen Unterbau spare ich mir. Wenn das die Welt besser macht-wunderbar. Schlechter macht es das jedenfalls nicht.
Micha, Deine Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen.
Der Gedanke an das Leid der Tiere ist es, der mich immer wieder vom Fleisch abstößt.
In den Jahren, in denen ich mit einem Jäger zusammenlebte, war die Truhe voll mit Reh, Enten, Fasanen,Rebhühnern und Tauben.
Diese Tiere hatten alle ein gutes und artgerechtes Leben hinter sich.
Mein Partner war zudem ein sehr guter Schütze, da quälte sich kein Tier mit Schmerzen
Es war ein Sekundentod.
Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass ich eigentlich verkehrt handle, überhaupt ein empfindendes Lebewesen für meinen Verzehr töten zu lassen.
Ich persönlich könnte es ohnehin nicht umbringen.

Ansonsten kann ich Boris nur recht geben.
Man kann alles überhöhen.
Pflanzen zu essen ist das natürlichste der Welt.
Für Menschen und Tiere.
Man kann es auch auf die Spitze treiben.
Kleinstlebewesen atmen wir sogar mit der Luft ein.
So ähnlich wie Peter_ geht es mir inzwischen auch. Obwohl mir viele Gründe einfallen, vegetarisch zu leben, brauche ich keine mehr. Es ist alltäglich geworden und auch in keiner Weise Verzicht. Im Gegenteil.
Bei Menschen, die darüber nachdenken, ihre Ernährung umzustellen, kann dies anders sein. Die machen sich viele Gedanken dazu. Und da ich mich über jeden neuen Vegetarier freue, beteilige ich mich auch gerne an Gesprächen
zum "esoterischen Unterbau". Die Gründe für eine vernünftige Lebensweise sind am Ende doch egal und so vielseitig wie die Menschen.
Gestern hatte ich ein kleines Schlüsselerlebnis.
Mein Kühlschrank gab nicht mehr viel her.
Zum Einkaufen hatte ich so gar keine Lust.
Also die paar Reste zusammen gesucht.

Möhren - fein geschnipselt in dünne Streifen in etwas Olivenöl angebraten, Knoblauchzehen dazu.
Ein paar Rosinen - Salz und Pfeffer frisch gemahlen.
Mit Sojasoße gewürzt und mit einem dicken Schuß Kokosmilch begossen.
Ich war total überrascht, wie gut das geschmeckt hat.
Werde ich jetzt öfter machen.
Fleisch fehlte da überhaupt nicht.
Vielleicht sollte man wirklich so spielerisch ran gehen.
Bin mal wieder motiviert.
" Wenn es gut schmeckt - frag nicht was es vorher war.."

Das kann man wohl für alle Mahlzeiten anwenden....
In meiner Kindheit gab es nicht täglich Fleisch.
Die Ernährung wr sehr kohlehydratlastig - Reisauflauf, überbackene Pfannkuchen,
Eintöpfe und dicke Suppen.
Fleischessen war an Feiertagen und Wurst galt als teure Delikatesse.

Fleisch ist im Vergleich zu früher unglaublich billig geworden ( man berechnet das Verhältnis des Stundenlohns zu den jeweiligen Preisen).

Vegetarische Kost kann sehr vielfältig sein und beflügelt die Phantasie, und gesund ist sie auch.


Veganer kann ich beim besten Willen nicht verstehen, aber das macht ja nichts.
Solange sie mich in Ruhe lassen mit ihren Bekehrungsversuchen.
Verstehen kann ich die Veganer schon.
Sie wollen eben nichts auf Kosten der Tiere, für den Preis von Leid verkonsumieren.
Auch kein Leder, keine Milchprodukte und Eier.
Ich glaube, sogar Honig ist ihnen tabu.
Und irgendwie wünschte ich, ich könnte auch so konsequent sein.
Bin ich aber leider nicht.
:(
Ich wäre sehr gerne Vegetarier, nicht Veganer, das würde ich sowieso nie schaffen.
Obwohl ich wenig Fleisch esse, gelingt mir der letzte Sprung nicht. Ich hab’s schon mal ein paar Wochen geschafft, dann bin ich wieder rückfällig geworden.
Das ist erbärmlich.

Niemals könnte ich ein Tier töten. Auch könnte ich kein Tier essen, was ich vorher gekannt habe. Das gilt auch für die Forellen, die in manchen Restaurants in Aquarien schwimmen.

Dennoch- ich lasse töten. Für mich genauso schlimm...
Ich bin ein Schreibtischtäter.

Ich bewundere Menschen, die gerne Fleisch essen und es alleine aus ethischen Gründen schaffen.

Es gibt allerdings auch Vegetarier, die einfach kein Fleisch mögen, so wie eine Freundin von mir.
Sie hat mit Tieren nichts am Hut, auch kein Mitleid. Natürlich tut die sich leicht.

Unsere ganze Natur ist auf Fressen und Gefressenwerden aufgebaut und ich leide seit ich denken kann daran...
Trotzdem bin ich so verfressen inkonsequent. :(
Irgendwie kommt das Thema hier für mich zum genau richtigen Zeitpunkt.
In den letzten Wochen war mein Essverhalten so was von - ist mir egal -
Entsprechend spielt wieder meine Haut verrückt.
Nun ist gerade mal mein Kühlschrank ziemlich leer.
Die Tiefkühltruhe auch endlich - sie muss dringendst abgetaut werden -
Mein gestriger kulinarischer Möhrenerfolg beflügelt mich - und ich werde ab sofort einen Selbstversuch starten.
Vegetarier ahoi !
Mal seh`n, wie lange ich durchhalte.
Das, was Julie von den Fischen schrieb, ging mir immer genau so.
Ich wäre mir wie ein Henker vorgekommen, wenn ich mir einen hätte aussuchen sollen.
Aber nur, weil ich nicht weiß, wenn ich nicht dabei bin, ändert sich ja nix an der Tatsache.
Jedes Stück Fleisch auf meinem Teller musste vorher sterben.
Puh, bin mal gespannt, wie mein Selbstversuch sich entwickelt......
Der eigene Weg muss nicht gleich so konsequent sein wie bei anderen. Weniger Fleisch zu essen und es dann so zu kaufen, dass Tiere besser behandelt werden, ist doch schon viel besser als nur geichgültig zu sein. Wichtig ist, sich darüber Gedanken zu machen, was man mit der eigenen Lebensweise (und nicht bei anderen!) ändern möchte. Im Laufe der Zeit wird man dann automatisch konsequenter.
Nun weiß ich immer noch nicht, was spirituelle Vegetarier sind.