Wie ist es wirklich um die Potenz der Männer bestellt?

Ohne Potenz ist der Mann kein Mann. So empfindet die grosse Mehrheit der Männer. Doch die Zahl der Männer, die über Potenzprobleme klagen, wächst weltweit. Worin sind die Ursachen für die schrumpfende Potenz zu suchen? Sind Umweltbelastungen, Stress oder die Sexualisierung der Gesellschaft schuld?

Zu diesem Thema steht bei Arte übrigens heute Abend um 21.45 h eine Senundung auf dem Programm:
Tabu Impotenz - Vom harten Mann und anderen Lügen
Ich weiß bis heute nicht, wie man sich als Frau verhalten soll, wenn der Kerl mal nicht kann,
die Ratschläge der Yellow Press, die ich natürlich eifrig lese, lauten immer, daß man ja nicht gönnerhaft sagen soll, daß es ja nicht so schlimm sei, grins :mrgreen:


 
Dann schau doch heute mal bei Arte rein, vielleicht kriegst du ja eine passende Lösung präsentiert.
Geht leider nicht, wir haben in München hier Stammtischtreffen
Melissa56 hat geschrieben: Ich weiß bis heute nicht, wie man sich als Frau verhalten soll, wenn der Kerl mal nicht kann,
die Ratschläge der Yellow Press, die ich natürlich eifrig lese, lauten immer, daß man ja nicht gönnerhaft sagen soll, daß es ja nicht so schlimm sei, grins :mrgreen:


 


Ganz einfach, selber mal zurück stecken und nicht immer fordern :D

Ich empfinde es als abartig, einen Mann nach seiner Potenz zu beurteilen. Gibt es nichts Wichtigeres im Leben?
Das ist mal wieder der Klassiker. Völlige Fehlinterpretierung meines Posts, macht aber nichts, bin ich gewohnt :lol:  
ich denke, es gibt viel mehr Frauen als Mann denkt, die das Problem nicht als solches deklarieren...
Sexualität ist doch wesentlich umfangreicher als eine funktionelle Phallus-Symbolik.....
kann sogar sein, dass ein Beischlaf durchaus frauenfreundlicher gestaltet ist..... wenn ihr versteht, was ich meine!

Es wir überbewertet.....meine Meinung! :wink: :wink: :wink:
Aquamarin, du beschreibst das sehr gut.  




http://youtu.be/UEJNMkEr1Ls
für mich wäre es kein problem, einen mann zu lieben und eine beziehung einzugehen, der potenzprobleme hat.

wenn tiefe gefühle im herzen sind, reichen küsse und innige umarmung. die nähe des menschen, seine stimme, seine wärme.

man muss sich nicht unbedingt gegeseitig in "den schritt greifen" um glücklich zu werden. 
 
Ob ARTE eine Generallösung liefern kann? Ich glaube kaum, denn hier handelt es sich jeweils um ein Individualproblem, welches eben auch individuell angegangen werden sollte. Gesicherte Zahlen der Wissenschaft wissen, dass die erektile Dysfunktion zu einem Drittel medikamentös und zu zwei Dritteln psychisch bedingt ist. Zudem betrifft diese nicht nur Männer mit gestiegenem Alter. Die Kurve steigt bereits ab dem 30. Lebensjahr stetig an.

Eines hingegen ist klar: Je älter ein Mann wird, je offener geht er mit dem Thema um. Hier wird vermutet, dass das gestiegene Alter eine Art Schutzmantel des Themas ist. Was durchaus verständlich ist, denn ein damit offener umgehender Mittdreißiger würde sich quasi selber abschießen. Gerade weil die Gesellschaft oft wertet wie 'ein Mann der nicht kann, ist kein Mann'.

Wie sollte nun eine Beziehung damit umgehen? Hier kann nur eines gelten: Je offener, je besser. Einem Mann kann es eine enorme (psychische) Hilfe sein, wenn die Partnerin sich dem Thema wirklich annimmt. Oft lösen sich dadurch schon nach kurzer Zeit Blockaden und plötzlich geht 'es' wieder. Will heißen: Einfach mal Ruhe einkehren lassen. Kuscheln, schmusen usw. in den Vordergrund stellen und die Erwartung auf Verkehr ganz hinten an stellen. Druck/Erwartungsvermeidung eben. Einfach mal so fließen lassen, wie es ist.

Bleibt noch die Gruppe der medikamentös bedingten Dysfunktion. Auch hier wird eine gute(!) Beziehung Verständnis finden. Dann geht es eben nur mit entsprechender Unterstützung der inzwischen recht günstig zur Verfügung stehenden Hilfsmedikamente. Aber es geht immerhin. Da kann und darf auch kein Spruch wie 'Das ist ja Liebe nach Zeitplan' gelten. Oh nein. Die heutigen Medikamente wirken derart rasch, das die Zeit eines gefühlvollen Vorspiels durchaus ausreicht, um danach auf beiden Seiten sehr befriedigenden Verkehr haben zu können.

Abschließend möchte ich noch einen Blick auf die Weiblichkeit werfen, die in den letzten Jahren immer häufiger (schmerzhafte) Probleme beim Verkehr durch vaginale Trockenheit bekommt. Hier wird sehr häufig die Hormonumstellung durch die Wechseljahre als Grund vorgeschoben. Stimmt zu einem Teil auch, ist aber auch hier sehr oft einfach psychisch bedingt. Frau hat es da natürlich weitaus einfacher als Mann, denn mit einer entsprechenden Creme lässt sich dieses Problem schnell lösen. Der stetig steigende Absatz dieser Cremes spiegelt übrigens die Betroffenheit deutlich wieder. Doch selbst die Benutzung kann zu einer Art Minderwertigkeitsdenken führen, das dann auch wieder belastet. So ungefähr wie 'Oh je, anders kann ich nicht mehr'.

Fazit: Wie eingangs geschrieben: Individuelle Probleme bedürfen individueller Lösungen. Helfen würde beiden Seiten schon ein einfaches Umdenken. Umdenken in der Form, dass man einfach die aufgebauschte Kompliziertheit solcher Probleme unkompliziert macht. Und all die zur Verfügung stehenden möglichen Hilfsmittel einfach mal gleichwertig z.B. mit einer Brille setzt. Sie ist auch nichts anderes als eine Sehhilfe, der man sich im Alltag völlig unkompliziert bedient. Wenn das gelingt, wäre zumindest ein großes thematisches Grundproblem schon gelöst.
Aquamarin. Es gibt Männer bei denen geht die Libido mit der Potenz. Und dann gibts gar nichts. Prickelnd ist das nicht, wenn frau noch nicht so weit ist. Reden ist dann angesagt. Nicht jeder will das jedoch. Frank beschrieb es gut, es gibt nur individuelle Lösungen. Da müssen aber beide mitmachen. 

Klar gibts auch Frauen, die froh sind, wenn das vorbei ist, aber nicht alle.

Zum Thema Ursachen. Die Gründe in der hier vertretenen Altersgruppe liegen auf der Hand. Ich erwähnte es schon Mal. Diabetes, Betablocker, Prostataprobleme, Depressionen. Ich hörte in einer Kur den Vortrag eines Urologen dazu. Nicht wenige sind schon mit 50 betroffen, mit 70 sollen es 50% sein.
 
 
Danke dass dieses ernsthafte Thema hier wirklich sachlich angegangen wird. Ich hoffe, das bleibt weiterhin so. Ich bin nämlich der Meinung, dass dies kein Tabuthema bleiben darf, denn der Leidensdruck ist oft sehr gross.

Praktische Erfahrung habe ich keine, aber theoretische durch die beruflichen Gespräche mit bei mir Hilfe suchenden Männern.
Ich hoffe mit dir . :D
Ich möchte mich frank´s Beitrag anschliessen, ich denke je offener Partner miteinander reden, umso leichter lassen sich Blockaden lösen, Leistungsdruck mildern und Verständnis für "es geht halt nicht" zu finden.

Gleichzeitig wäre aber auch nötig, gerade vielleicht hier auf dieser Plattform Vorarbeit zu leisten, dass Partner jenseits der 50 einfach nicht mehr "karnickeln" wie mit 20, und dass Frau over50 auch keinen 20jährigen Hengst erwartet (es sei denn er ist tatsächlich 20 *gg*)

qualcuno
"Macht nichts!", so wird Frauen geraten zu reagieren, wenn neue Partner Erektionsprobleme hat.
So ist es ja auch, es macht tatsächlich nichts, wenn es hin und wieder mal so ist.

Aber ständig? Oder gar immer?

Ich frage mich, ob da wirklich alle Frauen so ganz ehrlich sind, wenn sie so reagieren.

Nach einem langen, gemeinsamen Leben stellt sich diese Frage natürlich (hoffentlich) nicht. Da hält man zusammen, ganz egal, was passiert. Aber in einer neuen Beziehung mit 50+ wird da so manche Frau heucheln müssen, um so locker über diese Probleme hinweg zu sehen, wenn sie von Dauer sind.