hallo ich habe vor kurzen mein Mann verloren wir kämpften 7 Jahre lang und es ist grade mal 4 Wochen Herr ich konnte mich nicht mehr verabschieden ich werde damit nicht fertig ich vermisse ihn jeden tag er fehlt mir halt in allen Lebenslagen ich kann nicht schlafen nicht mehr richtig essen bin nachdenklich habe schlechte Laune ich weis nicht mehr was ich machen soll ohne ihn ich versuche mich abzulenken aber es klappt nicht ich weis halt nicht weiter
Liebe Mari,

auch ich habe vor 18 Tagen meinen Mann plötzlich verloren. Er durfte nur 47 Jahre alt werden.

Ich drücke Dich mal ganz herzlich virtuell. Bist Du ganz alleine? Du bist im Moment in der schlimmsten Phase der Trauer und man hat das Gefühl das der Brustkorb einem den Atem nimmt. Man kann an nichts anderes mehr denken.

Schon so oft habe ich gehört, das sich liebe Verwandte oder Ehepartner dann vom Leben verabschieden, wenn sie "loslassen" können. Also, wenn sie alleine sind. Manche sitzen tage-/stundenlang am Sterbebett und wenn sie dann mal kurz das Zimmer verlassen müssen, ist der Sterbende dann bei Rückkehr gestorben.

Du mußt jetzt, trotz der Trauer, ein wenig auf Dich aufpassen. Versuche zu essen. Du mußt für ihn stark sein. Wenn ihr beiden 7 Jahre gekämpft habt, bist Du sicher auch sehr ausgelaugt und kraftlos. Vielleicht wäre eine Anlaufstelle Dein Hausarzt. Und dann ein guter Psychologe, der Dir hilft, die Trauer anzunehmen und mit ihr zu leben. Gibt es eine Trauergruppe in Deiner Gegend? Hast Du Freunde und Verwandte um Dich?

Liebe Mari, Deine Trauer ist sehr groß und mithin das schwerste, was Du bis jetzt im Leben bewältigen musstest. Daher mache kleine Schritte. Eins nach dem anderen. Irgendwie hoffe ich, wird es gehen. Ich bin ja auch mittendrin. Und hätte ich nicht meinen kleinen Hund, der ja gefüttert werden will und Gassi gehen muss, würde ich erst gar nicht aufstehen. Ich bin so froh, das gerade Sommer ist und es draußen lange hell ist. Wenn es um 16 Uhr schon dunkel würde, oh schreck. Auch kann ich hin- und wieder zu meiner Nachbarin in den Garten sitzen, wenn mir die Decke auf den Kopf fällt. Es sind kleine Dinge, die ich mache.

Alles Gute für Dich liebe Mari, viel Kraft und Mut schicke ich Dir
Liebe Marie,
Ich wünsche dir ganz viel Kraft die Zeit der Trauer durchzustehen. Ich kann mich eigentlich nur dem anschließen was Schnecke gesagt hat. Mein Mann ist vor drei Jahren verstorben und mir persönlich hat  die Trauergruppe viel geholfen. Oft werden solche Gruppen auch vom Hospiz durchgeführt, die dann auch wandern bzw. kochen für Trauernde anbieten. Das Lesen hat mir auch viel geholfen. Auch das Buch : Kein Abend mehr zu Zweit. Eine gute Freundin hat mir damals auch ein Trauertagebuch geschenkt. Dort habe ich alle Gefühle und Gedanken festgehalten. 
Und ich denke man muss seine Trauer auch zulassen.                                                                            Dir wünsche ich , dass du einen Weg findest aus dem Tal der Trauer etwas herauszufinden.
Ganz liebe Grüße
ariann06e 
Ich würde dir raten eine Trauergruppe aufzusuchen. Du bist nicht allein mit deinem Schmerz. Der Umgang mit gleichgesinnten hilft in jedem Fall.

 
Liebe Marie,
mein aufrichtiges Mitgefühl.
Ich habe meinen Mann vor 3,5 Jahren, im Alter von 48 Jahren, verloren. So wie Du es beschreibst, ging es mir auch. Vielleicht hilft Dir eine Trauergruppe. ich habe die Erfahrung gemacht, dass mich das Leid der anderen nicht getröstet hat. Mir hat geholfen, mir ins Gedächtnis zu rufen, wie unser gemeinsames Leben vor der Erkrankung war. Ich habe in Gedanken mit meinem Mann gesprochen und mache es bis heute. 
Jeder hat seine eigene Art zu trauern und auch seine eigene Zeit, bis sich die Welt für einen wieder weiter dreht.
Herzlichst, Ilka 
Hallo Ihr lieben da draußen,
kann mir jemand sagen wo man gleichgesinnte finden kann? Ich habe meinen geliebten Mann im August 2018 verloren. Und nun sitze ich hier zuhause und kann mit meinem Leben nichts mehr anfangen. Trauergruppe war ich schon, ist nicht meins. Selbst das schreiben fällt mir schwer. LG - Carmen
Die Situation ist scheusslich ....

Ich bin langsam in eine heftige Depression hineingerutscht - sowas bemerkt man selbst erst ziemlich spät.
Als ich bemerkte, dass ich 2 Stunden Vorbereitung brauchte, um mich zum Einkaufen zu schleppen, haben die Alarmglocken geläutet.

Nach einem Jahr der Trauer hab ich mich zu einer Therapie entschlossen - es war spät, aber nicht zu spät.
Langsam hab ich mich wieder ans Licht des Lebens herangetastet, und das "neue" Leben war sehr anders als das frühere, aber es wurde im Lauf der Zeit wieder ein sehr gutes Leben.

Jeder Mensch trauert auf seine Weise, deshalb kann man nur schwer Ratschläge geben.
Es dauert auf jeden Fall seine Zeit, und professionelle Hilfe ist eine sehr gute Sache.
hallo Carmen

sorry, das Schreiben ist in solch einer Situation nicht einfach... - der z.Zt. nicht Betroffene kann da mit seinen Worten schnell einen Schmerzpunkt erreichen

nun, ich werd es versuchen:
es ist und wird immer schwierig sein und bleiben von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen
es gibt hier überhaupt kein zeitliches Limit in dem so etwas "absolviert" werden kann ....!!!!
ganz viele kleine und große Dingen spielen hier mit hinein... und bekommen auf einmal ein Gewicht, welches man nicht mehr tragen möchte bzw in diesen Momenten auch nicht mehr tragen kann.
was man in seiner Tragweite auch so nicht erfasst hat

alleine dies für sich selber zu akzeptieren, wo wir doch oft wunderbar "funktioniert" haben , ist eine unberechenbare Herausforderung

nun, die von dir angesprochenen Trauergruppen sind eine Möglichkeit
wenn die Zeit dafür noch nicht "reif" ist, müsste die Institution, die sie anbietet eigentlich auch Einzelgespräche anbieten, um evtl. dem zu Begegnen, was in deiner persönlichen Situation hilfreich wäre .....

was allerdings ganz ungemein wichtig ist - so schwer es auch fallen mag - sich SO anzunehmen, die Situation SO anzunehmen, wie sie jetzt IM MOMENT ist

wenn du, was der Aussenstehende nicht wissen kannst - die letzte Zeit besonders viel "geschultert" hast, so muss/darf dieses auch erst mal "abfallen", was dann dem Loch in dem du dich wohl gerade befindest , sehr nahe kommt
auch hier kann keiner bestimmen, wie schnell du diese Situation bewältigen kannst
und dies für sich anzunehmen kann einem Berg gleichen, den man erklimmen möchte

den Austausch, den du hier begonnen hast kann ein klein wenig Fenster aufmachen, die du vielleicht bisher nicht bedenken konntest

vielen Dank für dein Vertrauen.
LG
Hallo Carmen,

das ist keine einfache Situation. Ich war 47 , als mein Mann starb. Anfangs dachte ich, das pack ich nicht. Aber irgendwie habe ich mich durchgehangelt.
Irgendwann sah ich im WDR eine Sendung über verwitwete die sich in einem Internet Portal kennen gelernt haben. Damals hieß die Seite noch jung verwitwet.de. Mittlerweile www.verwitwet.de
Da hab ich mich dann angemeldet, und erst mal nur gelesen. Nächtelang, wenn mal wieder der Schlaf nicht da war. Mir hat die Seite geholfen. Da kann man sich wunderbar mit anderen austauschen. Jeder weiß, wie du dich fühlst.
Grüße aus dem Rheinland
Hallo Carmen,

auch hier kannst Du vielleicht Gleichgesinnte finden:

https://bfriends.brigitte.de/foren/tod- ... aeltigung/
Deine Worte gefallen mir sehr Sonnenkind, danke. Genau so ist es
Ich denke, dass jeder Mensch mit so einem Verlust anders umgeht. Ich habe 2 wunderbare Partner verloren. Und ich kann Euch sagen, es tut immer weh, das hört nie auf! Auch die Zeit heilt rein gar nichts - darauf kann man sich verlassen.

Aber das heisst ja nicht, dass ich in Trauer lebe - das nutzt oder heilt absolut nichts. Deshalb gehe ich unter Leute, finde wunderbare Freunde, treffe auch solche denen Gleiches wiederfahren ist - und das Leben ist noch immer schön. Anders eben, es ist wieder eine neue Aera, und ich mache was geht, was mir Freude bereitet

Andere trösten ist schwierig - am besten man hört ihnen einfach zu, wenn sie von ihren Liebsten reden möchten. Einfach da sein, damit sie nicht so allein sind ist das Beste
Denke ich ….
Hallo Carmen,
Für dir nächste Zeit wünsche ich dir erst einmal viel Kraft,
Ich habe in der ersten Zeit nach dem Tode meines Mannes auch viel die Seite verwitwet.de genutzt. und mir hat meine Trauergruppe viel geholfen. Jeder trauert aber eben anders und ein Falsch gibt es nicht. Was Barbara geschrieben hat finde ich sehr wichtig, wenn man nicht mehr weiter weiß (ich nenne es in der Trauer stecken bleibt) hilft eine Therapie. Es hilft dir möglicherweise auch eine sogen. Trauerkur, das ist eine Kur zur Trauerbewältigung. Mir hat außerdem auch lesen viel geholfen, ich meine Bücher die das Thema Trauer behandeln.
Dir wünsche ich alles Liebe
camellia
Mich hat dieses Video ein wenig abgeholt in meinem Trauerprozess,der wohl noch lange nicht zu Ende ist und sich täglich in neuen Facetten zeigt.
Das Paradox...nie spüren wir uns so wie im Tod eines geliebten Menschen.

Verena Kast und Wilhelm Schmid: Trauern – wie geht das?

https://youtu.be/mCfVGIfMq4k

Alles Liebe Nabile
Wolfgang Edelmayer - Wenn Engel fliegen

https://youtu.be/sY4aB8jdDcs