Unbedingt darauf achten, dass die Pflänzchen viel viel Licht bekommen.
Bei zu wenig Licht kriegen sie einen langen dünnen Hals und sind dann zu schwach fürs Früchtetragen.
Optimal ist es, wenn man eine Pflanzenleuchte einige Stunden zusätzlich zum Sonnenlicht draufscheinen lässt - da werden die Stämmchen schön gedrungen und kräftig.
Meine Anzuchtschale steht am Fensterbrett, und wegen des einseitigen Lichteinfalls wachsen die Keimlinge zwangsläufig schräg. Deshalb wird die Schale regelmäßig gedreht*, dann richten sich die Pflänzchen wieder andersrum aus.



* um die Hochachse, bitteschön.
@Barbera
Da könntest Du mir mal ´nen Tip geben. Weil ich wollte Petunien für Mama ziehen und die sind unter der Leuchte (100W) verbrannt. Und dann habe ich noch ´ne viel stärkere Leuchte (500W) da wollte ich was ganz anderes ziehen, aber die Kakteen die da im Moment drunter sind, die fangen an zu blühen.
Bei Petunien kenn ich mich nicht so gut aus - ich hab vor allem Tomaten großgezogen, weil man so tolle Samen zu kaufen kriegt.

Mit einer Leuchte Pflanzen verbrannt - ups!
Die war wahrscheinlich zu nah dran oder die Birne hat nicht gepasst.
Man kriegt jetzt ziemlich gute Leuchtdiodenlampen zu kaufen - da kann eigentlich nicht viel passieren.
Fürs Hochziehen brauchen die Pflanzen einen starken blauweiß-Anteil im Licht - das bringen die speziellen Pflanzenleuchten.
In normalen Glühbirnen ist ein zu hoher Rotlichtanteil - davon kommt der zu lange Hals der Pflänzchen.
Also meinen Pflanzen geht soweit ich es beurteilen ganz gut. Bis jetzt habe ich über 40 gezählt. Heute habe ich meiner Freundin 8 Stück gegeben. Nee ich bin nicht geizig, aber mehr wollte sie auch nicht. Ich Wechsel immer den Standort, ab 8-14 Uhr Küchenfenster , danach Wohnzimmerfenster. Ich selber werde dann auch nur 6-8 behalten, den Rest verteile ich in der Familie. So eine Lampe habe ich nicht , aber ist auch mal eine Überlegung wert. Bilder gibt es keine , möchte nicht meine Galerie fluten. Aber wenn dann der Augenblick kommt , wo sie umgetopft werden mache ich natürlich wieder knips . Gruß Micha :wink:
Meine sind jetzt bei 3cm. Habe auch das Problem entweder West- oder Ostfenster. Habe mich dann für den Westen entschieden mit ostseitiger Zusatzbestrahlung von 12W LED kaltweiss. Scheint die aber nicht zu interessieren, die streben stur nach Westen. Also dreh' ich sie ab und an.

Nur ab welcher Wuchshöhe brauchen so Pflänzchen ein Stöckchen, damit sie nicht umknicken, kann da einer was zu sagen?
Sobald sie Seitentriebe entwickeln.

Wichtig ist auch das Ausgeizen.
Lass einen starken Haupttrieb stehen und zwick die Achseltriebe weg.
Wenn man die dran lässt, hat man im Sommer ein Gewirr von viel zu vielen schwachen Trieben.

"Ausgeizen" lässt sich googeln - da steht, wie mans richtig macht.
Ein kleiner Hilferuf und schon sind sie da. Dankeschön.
Ausgeizen kann ich mir bei meinen Wildtomätchen ersparen.
Moin , am Wochenende werde ich meine kleinen Pflanzen pikieren. Dann bekommt jede Pflanze einen eigenen Topf. Im Keller brodelt meine Brennessel fröhlich vor sich hin. Denke so ca 14 Tage dann kommt die erste Düngung , dann stark verdünnt das habe ich bei Tante Google gelesen. Also die sind jetzt so ca .6 cm und auch ziemlich kräftig. Ich freue mich jedenfalls, dass bisher alles gut geklappt hat. Wenn die Aktion mit umtopfen ist mache ich 1 bis 2 Bilder. Gruß Micha :wink:
Shekinah
Ich geize immer aus - der undurchschaubare Wildwuchs beim Gewährenlassen war mir eine Lehre!

Das kontrollierte Hochbinden ist eine ziemliche Herausforderung, vor allem dann, wenn die Früchte groß und schwer sind.
Ich hatte da einmal Pflanzen mit dem lustigen Namen "Russische Reisetomate".
Die Reisetomate ist wunderschön, schmeckt leicht nach Karotte, aber die Frucht ist schwer.

Alle Tomaten lagen am Boden, und den Schnecken haben sie sehr gemundet.

Seitedem zieh ich sie alle hoch, binde sie fest und futtere - fast - alle selbst.
Die Wildtomätchen wollen wirklich nicht ausgegeizt werden.
Ich ziehe sie auch und bin begeistert. Sie werden nur beerengroß, aber sehr aromatisch. Ich ziehe sie an einer Südwand hoch.
Man kann sie aber auch als Hängepflanzen wuchern lassen.
Ich wollte mir morgen da wilde Pflänzchen holen, weil vor zwei Wochen hatten sie noch keine.

Jetzt sagte mir einer es gäbe da Hybride und Normale von. Und die Hybriden wären zwar, verständlich, ertragreicher aber bei weitem nicht so geschmackvoll.

Weiß da eine(r) was drüber ?
Ob Hybriden oder nicht, kann ich auch nicht sagen.
Ich hab verschiedene Wildtomatensamen
(gibt große Auswahl, auch beim größten Onlinemarktplatz)
ausprobiert. Es lohnt sich und macht Spaß.
Der Ertrag ist nicht ganz riesig, aber superlecker.

Vorsicht, die Jungpflänzchen sind zerbrechlicher und zarter als normale Tomatenpflanzen.
Viel Spaß!
Alf_2203 hat geschrieben: Jetzt sagte mir einer es gäbe da Hybride und Normale von. Und die Hybriden wären zwar, verständlich, ertragreicher aber bei weitem nicht so geschmackvoll.

"Verständlich" unter der Vorgabe, dass da nach einem dominanten "Ertragreich"-Merkmal gezüchtet wurde, der Geschmack aber nebensächlich an irgendeinem rezessiven Gen als zufällige Kollateraleigenschaft mit dran hängt.

Hybriden sind Kreuzungen zweier unterschiedlicher Eltern, und werden auch als F1 (Filial- = Tochtergeneration 1; steht manchmal so auf der Samentüte) bezeichnet. Wer sich an das alte Schulbiologiebuch erinnert: das sind diese rosafarbenen Kinder von roten und weißen Eltern. Erst wenn man wiederum die F1 paart, kriegt man in der F2 wieder (zu je einem Viertel) die ursprünglichen Merkmale ausgebildet, und zur Hälfte die F1-Mischung.
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