Ein weiteres Tabu, das dringend gebrochen werden muss. Es soll jetzt ja niemand behaupten, das sei längst kein Tabuthema mehr, doch ist es. Sonst wären nicht so viele junge Menschen mit dieser Problematik suizidär.
Tabu? Hier gibt es so etwas nicht! :lol:
@Shekinah...das ist jetzt irgendwie beängstigend...."suizidär"

Was kann man dagegen machen? ...Mein Sohn ist erst 29 Jahre alt.

Hast du da Erfahrung mit?

Ich möchte ihn dabei unterstützen weiß aber nicht wie.
@Eske.....
in jeder Universitätsklinik dürfte es m.E. eine Sexualmed.Institutsambulanz geben.
Dort wird diesen Menschen, die "anders" sind die Möglichkeit gegeben, sich behandeln zu lassen, sei es in threrapeutischer oder operativer Begleitung.
Zumind. vom UKE in HH weiß ich es definitiv.
@Eskeban
Dein Sohn hält sich doch sicher nicht bei Leuten auf die sich hetero verhalten, anders fühlende ausgrenzen. Er sucht sicher Menschen, oder hat diese schon, die eine gewisse solidare Gemeinschaft bilden. Er ist mit dem Gefühl 29 Jahre alt geworden, er wird sicher auch weiter seine Liebe, seine Neigung und sein Ich erkämpfen. Jetzt, da er sich Dir gegenüber geoutet hat ist er sicher eine Last los geworden, nämlich seiner Femilie gegenüber offen sein zu können.
Eskebarn, es gibt Beratungsstellen für Betroffene und für Angehörige. Da ich nicht in Deutschland wohne, kenne ich die Anlaufstellen in Deutschland nicht. Aber ich würde auf jeden Fall empfehlen, eine Beratung in Anspruch zu nehmen.
julchen, ein Mensch kann sich doch nicht immer aussuchen, mit wem er in seinem Leben zu tun hat. Du glaubst doch nicht etwa, dass alle Nichtheteros in einer isolierten Glocke leben. Ich weiss ja nicht, wieviel Ahnung davon hast, aber mir scheint, nicht wirklich viel.

Nach einem Outing gehen die Probleme erst richtig los, denn zum persönlichen inneren Druck kommt dann noch der äussere Druck des nicht immer besonders empathischen Umfelds, dem sich jemand aber nicht immer so ohne weiteres entziehen kann.

Ich habe täglich Umgang mit Betroffenen aller Richtungen ausserhalb der Heterosexualität.
Eskebarn, am meisten hilfst du ihm (ihr), wenn du einfach zu ihm (ihr) stehst und sie so akzeptiert wie er (sie) ist. Das heisst, dass du deinen bisherigen Sohn als deine künftige Tochter akzeptierst.
@Shekina
wer oder wie wir Beide hier Kompetenz zeigen, darüber will ich mit Dir hier nicht diskutieren.
Selbstverständlich hilft das auch dem Betroffenen nicht.
Leider fühle ich mich durch Deine Art ein wenig angegriffen, da Du immer wieder so unerfreuliche, zynische Verbalinjurien einstreust, mit denen man wenig anfangen kann. (Außer in Deinem letzten Beitrag, hier vor).
Zu Deiner Vervollkommnung: Hier in der BRD gibt es 5 Säulen der Sozialsicherung. Das Grundgesetz §1, das Strafgesetzbuch für Zivilrecht - Diskrimimierungs-§§, SGB V und Beratungsstellen. Es gibt sogar Beratungsstellen für Beratungsstellen, damit man weiß wohin man sich wenden muss, um für spezielle Dinge die richtige Beratung zu erhalten. Es gibt Selbsthilfegruppen, Sozialverbände, in den Stadtverwaltungen befinden sich Experten an die man sich wenden kann um Unterstützung zu erhalten. Mobbing und Diskriminierung sind gesetzlich geregelt.
Wenn du noch Fragen hast..............
Danke ich brauche keine Vervollkommnung, ich bleibe lieber völlig unvollkommen.

Ausserdem schreibst du gerade etwas am Thema vorbei, aber auch egal. Was Eskebarn und sein Sohn brauchen ist Beratung über Transsexualität und die werden sie bei dir bestimmt nicht kompetent bekommen. Ich könnte ihm diese erteilen, wenn er in meiner Nähe wohnen würde. In dieser Hinsicht bin ich mit Sicherheit kompetent.

Und wenn dich meine Schreibe triggert, dann suchst du die Ursache am besten bei dir.

Ach ja, noch was, hast du erst mein Profil gründlich studieren müssen, um überhaupt nach zweieinhalb Stunden hier antworten zu können?
Danke ich brauche keine Vervollkommnung, ich bleibe lieber völlig unvollkommen.

Ausserdem schreibst du gerade etwas am Thema vorbei, aber auch egal. Was Eskebarn und sein Sohn brauchen ist Beratung über Transsexualität und die werden sie bei dir bestimmt nicht kompetent bekommen. Ich könnte ihm diese erteilen, wenn er in meiner Nähe wohnen würde. In dieser Hinsicht bin ich mit Sicherheit kompetent.

Und wenn dich meine Schreibe triggert, dann suchst du die Ursache am besten bei dir.

Ach ja, noch was, hast du erst mein Profil gründlich studieren müssen, um überhaupt nach zweieinhalb Stunden hier antworten zu können?

Bist Du missgestimmt?
Man kann auch alles falsch verstehen, wenn man das so braucht.... :lol:
Ich schreibe das, damit auch Eskeban davon partizipieren kann.
Völlig am Thema vorbei???
Wenn Du nicht Themen verknüpfen kannst, kann ich mich zukünftig explizit für Dich anders ausdrücken, damit auch Du mich verstehst.
Du erwähnst ja schon wieder Deine Fachkompetenz...ich mache hier kein Mitbewerberverhalten auf/mit. Könnte.., wenn ..., bla...
Das mit dem nächsten Satz, das solltest du mir noch einmal erläutern, hier kann ich Dir nicht ganz folgen. Da unterscheiden sich unsere Synasen doch sehr.

Du fragst, ob ich Dein Profil ansehen musste um antworten zu können?
Nein, ich habe noch sehr viel mehr zu tun als hier den ganzen Tag zu schreiben. Ich stehe noch im Berufsleben, habe andere Verpflichtungen, kommuniziere auch real, nicht nur virtuell, bin kein PC-Junkie.
So weit ich das bewusst überschauen kann war ich noch nie auf Deinem Profil, warum auch.

Und jetzt reg Dich ab und lass uns einen O-Saft zur Versöhnung trinken, oder eine Friedenspfeife rauchen.
Auch die anderen werden sich jetzt genügend über uns amüsiert haben. :D
und dem lieben Eskeban wird unser Disput so auch nicht weiter helfen.
Liebe Grüße
Julchen
Was ich in meinem Leben will, ist Einfühlsamkeit,
ein Fluss zwischen mir und anderen,
der auf gegenseitigem Geben von Herzen beruht.
(M.B. Rosenberg)

....danke an alle für eure Unterstützung. 
Moin, Moin sagt man in Ostfriesland, meiner neuen Heimat. Ich habe diesen Thread vor längerer Zeit eröffnet und war jetzt recht erstaunt, als Eskebarn mich bat, hier wieder mitzumachen. Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass der Thread abgeschlossen war und hatte mich weitestgehend passiv auch aus dem Forum generell zurückgezogen. Aber natürlich klinke ich mich gerne wieder ein, zumal auch der Grund, weshalb ich mich hier seinerzeit überhaupt anmeldete, nach wie vor aktuell ist. (Siehe mein Profil). Eskebarn schrieb, dass sich sein Sohn ihm gegenüber als „trans“ geoutet hat. Ich kann verstehen, dass E. zunächst etwas erschrocken, verwirrt oder auch hilflos war. Nun ist – ich werde hier von der Transsexualität schreiben (siehe meine Definitionen in einem früheren Beitrag) – die Transsexualität nichts, was jenseits des „Normalen“ liegt. Nur sprechen viele Menschen nicht darüber, leben ihre TS aus Scham im Verborgenen aus und leiden manchmal ihr ganzes Leben lang. Leiden, weil sie einem nicht zu ihrem Körper passenden Geschlecht angehören. Sie sind, wie Eskebarn's Sohn und wie ich auch selber, Frauen, nur der männliche Körper passt nicht zu ihrem wahren, gefühlten Geschlecht. Sie fühlen sich unwohl, sind innerlich hin- und hergerissen, stehen quasi neben sich selber, werden oftmals unbewusst aggressiv oder verfallen in eine krankhafte Gleichgültigkeit oder Lethargie. In der Tat ist die Suizidrate bei diesen Menschen überdurchschnittlich hoch. Früher war es nahezu unmöglich, sich zu outen. Man wäre sofort als schwul abgestempelt worden (wobei ja auch Homosexualität nichts Verwerfliches ist) und nach §175 verfolgt und eingekerkert worden. Heute ist die Situation Gott sei dank schon anders. Gerade in den letzten Jahren wird durch die Medien Aufklärung betrieben (auch wenn das primäre Motiv vermutlich Einschaltquoten oder Auflagen sind). Aber die Botschaft /aufklärung ist noch lange nicht bei allen Menschen angekommen. Erschwerend kommt hinzu, dass in den letzten Jahren immer mehr Menschen aus anderen Kulturkreisen in unser Land kamen. Kulturkreise in denen der Mann die absolute Krönung der Schöpfung ist und die Frau eben nur ein untergeordnetes, zu funktionierendes Wesen. Wie kann da ein Mann sich Frauenkleider anziehen? Aber auch hier muss Aufklärungsarbeit einsetzen. Grundsätzlich gibt es zwischen Frau und Mann zahlreiche Abstufungen. So gibt es keine Männer, die nicht auch einige weibliche Anteile (ich spreche hier bewusst nicht von Genen) in sich tragen und keine Frau, die nicht aus männliche Anteile hat. Überwiegen bei einem Mann aber z.B. die weiblichen Anteile deutlich, beginnt er sich in seinem Körper unwohl zu fühlen. Er versucht das durch Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung zu kompensieren, vielleicht sogar durch eine Hormontherapie (Verabreichung weiblicher Hormone / Östrogene) oder lässt in schwerwiegenden Fällen sogar eine geschlechtsangleichende Operation durchführen. Wie weit der einzelne Mensch bei der Transition geht ist individuell vollkommen verschieden. Ich selber befinde mich in der (lebenslänglich andauernden) Hormontherapie und fühle mich ausgesprochen wohl und habe das Gefühl eben angekommen zu sein. Wie sollte E. sich nun seinem Sohn gegenüber verhalten? Da es der absolute Wunsch aller transsexuellen Menschen ist, in ihrem Wunschgeschlecht anerkannt zu werden, sollte er seinen Sohn als Tochter ohne „Wenn und Aber“ abzeptieren. Diesen Rat erhielt er ja auch schon in einem vorangegangenen Beitrag. Er wird seiner Tochter durch seine Anerkennung des geänderten Geschlechtes den Rückhalt geben, den sie braucht. Nicht alle Menschen sind tolerant. Manche meinen sogar „etwas anderen“ Menschen mit Hohn oder sogar Gewalt begegnen zu müssen. Gott sei Dank ist das eine Minderheit. Selber habe ich bis heute noch nie Anfeindungen wegen meines Geschlechtes erfahren. In jedem Fall aber sollte sich E. klar machen, dass seine Tochter doch im Grunde genommen derselbe Mensch ist wie sein Sohn es war. Nur dass sein Sohn unter der falschen Geschlechtsidentität litt und dass er durch seinen Befreiungsschlag nun endlich auf dem Weg zu seiner wahren Identität ist. Ich kann dem jungen Mann nur gratulieren und ihm alles denkbar Gute wünschen! Wie es mit E's Tochter weiter gehen kann, möchte ich an dieser Stelle (noch) nicht erörtern. Bei Interesse stehe ich aber gerne – so weit ich es kann – für Informationen zur Verfügung. Liebe Grüße Hanna
Was mir gerade noch (wieder) aufgefallen ist:
Manche Mensche und Organisationen versuchen ganz einfach zu ignorieren, dass es nicht nur rein eindeutige Frauen und Männer gibt. Für sie gibt es auf dieser Welt nur zwei Geschlechter und nichts anderes oder nichts dazwischen.

So wurde zum Beispiel vor einem Jahr mein Foto als "Hanna" auf diesen Seiten wegen fehlender Eindeutigkeit zwischen Namen und Bild gelöscht. Ich hatte mich hier mit meinem männlichen Namen angemeldet. Auch jetzt noch ziert nur ein Schattenbild meine Beiträge.
Das ist mir als erstes aufgefallen, dass Du kein Profilbild mehr hast.
Ausserdem finde ich es sehr schön, wie Du die Thematik hier kommunizierst, wollt ich nur mal gesagt haben!
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