Kiebe dieGeli,
ja, spreche mit deinem Mann, das kann nicht falsch sein, das mache ich heute noch manchmal. Ich weiß bis heute nicht, ob er das hören kann, aber das ist egal.
Vielleicht hilft die Arbeit, ich habe auch gleich wieder angefangen zu arbeiten, eine Woche nach der Beerdigung.
Am ersten Tag, als ich wieder nach Hause kam, habe ich das erste Mal Rotz und Wasser geheult, weil mir da auf einmal klar wurde, was sich verändert hat. Keiner mehr, der auf einen wartet, keiner mehr, der sich freut, dich zu sehen.
Es ist ein langer Weg, und es gibt keine Abkürzung.
Ich habe mich durchgekämpft, mit vielen Hochs und Tiefs, und am Anfang habe ich mich einfach hingegeben, habe Alles so hingenommen, wie es kam.
Die Hilflosigkeit, Die Konzentrationsprobleme, die Stimmungsschwankungen, alles normal, da konnte ich nichts gegen machen.
Das Leben ist anders geworden seitdem, aber ich weiß jetzt, daß das erste und zweite Jahr am schlimmsten sind, so orientierungslos und wie ein Papierboot auf dem Fluss. Das muss man aushalten irgendwie. Einfach überleben.
Ich wünsche Dir, dass es irgendwie geht und Du deinen eigenen Weg findest, das wird gelingen. Verlange Dir nichts ab, was du nicht kannst. Alles ist richtig, was sich für dich richtig anfühlt.
Herzlichst
lottesprotte
Liebe Zucker2710, nachträglich möchte ich dir meine aufrichtige Anteilnahme
zum Tod deiner Schwester aussprechen.
Ich wünsche dir, dass der Schmerz über der Verlust deiner Schwester bald geringer wird.
Ich denke, die Zeit wird dir dabei helfen.

An deiner Stelle würde ich mich direkt mal an Ort und Stelle an den Nachlassverwalter wenden !!!
Habe diesbezüglich schon öfters Negatives gehört !

Ich wünsche dir gutes Durchhaltevermögen.
Alles Gute !
LG
Jelly
Hallo, mein herzliches Beileid. Ich weiß wovon ich rede, ich habe zwei Männer verloren. Lass Dir helfen egal wie und von wem aber Du musst es zulassen. Kein schlechtes Gewissen mal wieder herzlich zu lachen oder sich zu freuen.
Ansonsten tu Dir selbst was gutes. Erfülle Dir ab uns zu einen Traum. Muss nichts großes sein.
Wünsche Dir alles Gute, denke positiv.
Du schaffst das :P
Liebe Grüße Uta
ich bin mit 36 Jahren Witwe geworden und habe in den ersten Jahren meinem Mann Briefe geschrieben. Das hat mir geholfen.
saphira12 hat geschrieben: Trost zu suchen ... weil man verzweifelt ist ...

ist ein Anfang, sich selber aus einem Tief herauszuhelfen ...

Reden hilft. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man sich selber erst einmal zum Reden überwinden muss ...

du hast den ersten Schritt getan und ich wünsche dir, es hilft dir voran ... denn nur voran geht es weiter


Hallo, habe mich heute bei 50plus angemeldet, da mein Partner vor kurzem verstorben ist und ich hier Menschen mit ähnlichem Schicksal vorfinde. Um durch diese Tage zu kommen, suche ich bewußt nach Hilfe, z.B. mittels Treffen mit Freunden. Ich gehe dann unter die Leute, einfach um eine gewisse Normalität zu spüren. Ja, Reden hilft mir sehr, auch wenn sich´s wiederholt. Liebe Grüße von Olympia21
Liebe Olympia, - sowie alle anderen Witwen.
Auch ich habe mich jetzt extra hier angemeldet, um mitreden zu können.
Auch ich verlor meinen Mann schlagartig v 1 Tag auf den anderen.....
Sowas ist ein riesiger Schock.... u. man begreift das irgendwie gar nicht.....

Gut zu hören, dass andere auch so neben der Spur sind....
Zeitweise bin ich sooo durcheinander .... vergesse, kann mich schlecht konzentrieren....
Aber das Gute daran war: Ich musste einfach weitermachen.
2 Tage später wurden meine Kätzchen geboren! - und die hielten mich auf Trab....

Einfach weitermachen - wie bisher - und bloss nicht denken!!! - nur das half.
Dann dachte ich an meine Eltern, - wie es denen wohl im Krieg erging.
Man DARF nicht zurückschauen, - weil das Leben vorwärts geht.

Ich stellte mir einfach vor, er wäre halt z.Zt. im Ausland - vorrübergehend.
Die ersten Tage 'sah' ich ihn ständig - in anderen Leuten auf der Strasse.... dachte 'das muss ich ihm nachher erzählen' ...

Aber ich riss mich immer wieder zusammen - verbot mir zu trauern u drüber nachzudenken - weil ich niemanden hatte, der es hören wollte. Alle 'flohen' und kündigten mir regelrecht die Freundschaft.
Das - war das Schlimmste ... u. werde ich nie verstehen.
Statt Rat u Verständnis ...

Das sind wohl zu grosse Gefühle, die ich - dank der schönen Natur, meinen Katzen, der Arbeit u meinem Glauben
- heute, nach 1/2Jahr so langsam 'gemeistert' habe.
Das Leben geht einfach weiter - u. ihr müsst euch erinnern, wie stark ihr früher allein ward. Ihr schafft das!

Alles hat seinen Grund u Sinn. (Aufgeben - ist es nicht!)
Habt Mut!
- Ich wünsche euch ganz viel Kraft u. Glauben ***