@Nettestierfau

Danke. <3

Du sprichst mir aus der Seele.
Wer will schon im Alter allein sein?

Ich habe öfter das Gefühl, dass die älteren Menschen für viele nur als Last gesehen werden.

Dabei sind gerade sie es, die erst das Wirtschaftswunder möglich haben lassen.
Auf deren "Buckel" basiert unser heutiger Wohlstand.

Vor allem, ältere Menschen haben soviel zu erzählen. Wie es damals war, die Vertreibung, oder die Jahre nach dem Krieg. Denn da war NICHTS! Sie haben sich vom Grundstein an, alles selber erarbeitet.

Respekt.
Meine Mutter war immer sehr selbstständig, sie hatte bei uns im Haus ihre eigene kleine Wohnung im Erdgeschoß, und kam immer sehr gut alleine zurecht. Bis ich sie eines Morgens am Kellerboden liegend fand, da sie einen Schlaganfall hatte.
Sie erholte sich gut, aber sie brauchte Pflege. Am Anfang gab ich meinen Beruf auf und versuchte ihr zu helfen, so gut es ging. Wir investierten auch unglaubliche Summen in seniorengerechtes Wohnen, sie bekam einen Treppenlift (es gibt günstige gebrauchte hier

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), und einen roten Rollator, den wir liebevoll "Ferrari" tauften. Ihr Lieblingsstück ist aber die Badewannentür hier

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, sie badet unglaublich gern, aber lässt sich nicht gern helfen. Vor allem nicht von ihren eigenen Kindern.
Das hat sie mir irgendwann auch direkt ins Gesicht gesagt und hat von sich aus eine Pflegerin vorgeschlagen. Wir haben zwei nette Damen names Vlasda und Vira, beide aus Ungarn, die alle drei Wochen abwechselnd da sind. Meine Mutter versteht sich sehr gut mit ihnen, es sind zwei sehr nette Frauen, die auch gerne mit ihr Karten spielen. Sie bringen sich gegenseitig "Dialekt" und Ungarisch bei, was meiner Mutter sichtlich gut tut.
Sogar jetzt, wo ich in Pension und oft zuhause bin, arbeiten die Ladies noch bei uns. Sie gehören praktisch zur Familie :)
Auch wir sind wie Dani zunächst auf Abzocker aus Polen hereingefallen. Wir mussten erst einmal sehr viel Lehrgeld bezahlen, auch weil immer mehr Dinge im Haus unserer Mutter verschwunden sind. Wir hatten mindestens 9 Pflegerinnen wovon nur eine tatsächlich motiviert und geduldig war. Bei 680€ Lohn im Monat braucht sich auch niemand zu wundern. Und wir hatten über 2500€ monatlich zu bezahlen. Zwei Pflegerinnen wurden erst nach knapp 2 Wochen getauscht, trotz dass diese täglich stark alkoholisiert waren. Die Agentur teilte uns mit dass sie keinen Ersatz verfügbar hätte. Kein Wunder, denn wer in Polen etwas taugt, der muss nicht nach Deutschland in die Pflege. Als wir zum 2. Mal an Weihnachten komplett alleine gelassen wurden weil die Pflegerin einfach abreiste und die Agentur keinen Ersatz hatte, haben wir uns endlich genauer umgeschaut und umgehört. Über unseren Psychiater wurden wir auf die 24 Stunden Pflege durch osteuropäische Frauen von

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aufmerksam. Einer von in der Zwischenzeit immer mehr Anbietern welche keine polnischen Pflegerinnen mehr anbietet. Eine von wenigen Agenturen welche sogar aktiv damit wirbt, keine polnischen Frauen zu vermitteln. Nach dem Wechsel wurde endlich alles anders und es kehrte Ruhe bei Mutti ein. Wir konnten nach Jahren zum ersten mal wieder in den Urlaub fahren, ohne uns ständig Sorgen machen zu müssen und mit der Angst zu leben dass in jedem Augenblick die Info kommen könnte dass Mutti alleine zuhause ist weil Pflegerin wieder ohne Vorankündigung einfach gegangen ist. Es ist schon nachvollziehbar dass es psychisch und physisch anstrengend ist, einen pflegebedürftigen Menschen rund um die Uhr zu versorgen, zu überwachen und zu betreuen, aber abzureisen ohne dass der Ersatz vor Ort ist das darf einfach nicht sein. Das ist unterlassene Hilfeleistung und Körperverletzung.
Wir haben seit dem Wechsel nicht mehr ständig wechselnde Pflegerinnen sondern ein konstantes Team aus Danijela und Kristina. Beide wechseln sich alle 4 Monate ab, sind erfahren und können Diplome und Referenzen vorweisen. Zum ersten Mal haben wir es dank

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nicht bereut dass Mutti zuhause versorgt wird. Die Versorgung zuhause durch zwei 24 Stunden Pflegerinnen ist nicht nur eine gute Alternative zum Pflegeheim sondern die optimale Lösung fürs Alter schlechthin. Es ist preiswerter und natürlich um Welten schöner als jedes Alten- und Pflegeheim. Nur ist eben der richtige Anbieter das Wichtigste. Mit polnischen Anbietern / Personal wollen wir nie wieder zusammenarbeiten, vorher muss Mutti wohl doch ins Pflegeheim. Aber diese Fragen und Gedanken stellen sich dank

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und unseren beiden Pflegerinnen definitiv nicht mehr. :D
Nie wieder polnische Betreuerinnen. Mit unseren beiden Schmuckstücken von

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klappt es nun endlich einwandfrei, davor war es eine absolute Katastrophe. Eine kommt aus Serbien, die andere aus Rumänien. Es hat schon seinen Grund und Sinn weshalb die erfahrenen und langjährigen Agenturen keine 24 Stunden Pflegerinnen aus Polen mehr anbieten :mrgreen:
@mimmi, ich bin gespannt, wie lange deine Werbung hier und im anderen Thread von der Administration stehen gelassen und nicht als Werbung gelöscht wird. :?
Die 24- Stunden Pflege ist meiner Meinung nach besser, als ein Platz im Pflegeheim. Als Angehörige habe ich so mehr Einfluss und bessere Kontrolle.
Hallo,

wenn es keine Möglichkeiten gibt, kann ein Pflegeheim sehr gut kommen, aber wenn man Möglichkeiten hat, würde ich euch empfehlen mal eine Pflegekraft aus Polen zu beantragen. Eine Pflege zu Hause kann sehr gut sein

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LG
Sag mal, vermittelst du solche FAchkräfte oder warum machst du hier Werbung?
Am Dienstag war in "Frontal21" ein Beitrag zu dem Thema. Pflegekräfte sind auch für weniger Geld zu bekommen.

Wichtig ist auch darauf zu achten, dass sie nicht ausgebeutet werden, was immer wieder vorkommt. Hier sollte man sich die Vermittlungsfirmen gut anschauen.

AK
Pflegeheime sind in aller Regel auf eine größtmögliche Rendite bedacht und unbesetzte Stellen bringen den meisten Gewinn. Für eine liebevolle Zuwendung haben die gestressten Leute einfach keine Zeit, diejenigen, die ihren Beruf lieben, sind sowieso längst weg, weil sie es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können, so zu arbeiten. Dabei ist genügend Geld im System, man braucht nur einmal die Heimentgelte (Privatanteil + Kassenleistung) aller Bewohner zusammenzurechnen. Allein der tägliche Investitionskostenanteil ist exorbitant.
Das Problem, Heime oder Pflegedienst erhalten von den Kassen ein Vielfaches von dem Pflegegeld, das für eine private Pflegekraft - die dieselbe oder eine bessere Leistung erbringt - ausgegeben wird. Trotzdem ist inzwischen die Zuzahlung im Heim für - noch - Vermögende so hoch, daß man dafür auch eine private Pflege haben kann.

Diese kann einen ungemein größeren Grad an Lebensqualität für den Kranken bieten. Jemanden, der sich um die ganz individuellen Wünsche, Eigenheiten und Gewohnheiten kümmert, sich Zeit nehmen kann für Reden, Lachen, alte Hobbys pflegen, Besuch empfangen, Bewegung, vorlesen, Fotoalben anschauen, bei schönem Wetter draußen sein, statt Fertigfutter wird nach Wunsch gekocht... und für den Haushalt ist auch Zeit.

Für uns Gesunde selbstverständlich - Aufstehen und Schlafengehen nach unsern Bedürfnissen und der Toilettengang, wenn er notwendig ist - im Heim unmöglich.

Wenn man eine Agentur (manchmal sind es zwei) beauftragt, kassieren diese einen Teil der Zahlungen.

Dabei wäre es doch naheliegend, daß nur diejenigen bezahlt werden, die diese Arbeit leisten. Eine angemessene Entlohnung wirkt auch motivierend und wertschätzend.

Oft suchen erfahrene Pflegerinnen, deren Arbeitgeber seinen Weg vollendet hat, im Netz oder Zeitung eine neue Anstellung. Eine Empfehlung der Familie des Verstorbenen kann Vertrauen schaffen.

Es kann eine sehr befriedigende Arbeit sein, einem Menschen die letzte Zeit seines Lebens so schön wie möglich zu machen. Mir war es eine Berufung.

Nun aber möchte ich auch ein bisschen Privatleben.
Wer nun meine exklusive Pflege möchte, wird zu mir kommen müssen und darf Teil unserer kleinen Wahlfamilie werden.

Bei der Pflege darf die Achtung, Würde und Selbstbestimmung nicht verloren gehen.
Das ist ein sehr wichtiges Thema, das auch entsprechend ernsthaft und vorallem wahrheitsgemäß behandelt werden sollte.

24-Stunden- Betreuungskräfte können in Deutschland schon seit vielen Jahren legal beschäftigt werden. Entweder über die Bundesagentur für Arbeit, die Familie des Betreuten wird dann Arbeitgeber. Das ist aus vielen Gründen nicht empfehlenswert.

Alternativ über eine Agentur, die SELBSTVERSTÄNDLICH für ihre Arbeit auch Geld bekommt. Arbeiten hier alle nur ehrenamtlich ?

Problem Ist. Schwarzarbeit ist billiger und viele Angehörige wollen Geld sparen, meist das Geld der zu Betreuenden.

Am besten ist , man fragt in der Verwandschaft oder im Bekanntenkreis nach, dort findet sich sicher jemand, der schon mal eine solche Betreuungskraft hatte und eine zuverlässige Firma empfehlen kann. Ich habe in meinem Bekanntenkreis auch einen solchen Fall, das lief über Jahre sehr gut, trotz einer dementiellen Erkrankung.
Nach schwerer Krankheit und Tod meines Vaters konnte meine Mutter (78 Jahre alt) nur noch begrenzt alleine zuhause leben. Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit als Grundschullehrerin habe ich leider auch nicht die notwendige Zeit, meine Mutter täglich zu besuchen und zu pflegen. Ein Umzug ins Altersheim stand für meine Mutter jedoch außer Frage. Der Auszug aus ihrem geliebten Haus, in dem sie seit über 40 Jahren lebt, wäre für eine Frau in ihrem Alter mit zu viel Stress verbunden. Es heißt nicht umsonst: „Einen alten Baum verpflanzt man nicht.“


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Hawaii.75 hat geschrieben: @mimmi, ich bin gespannt, wie lange deine Werbung hier und im anderen Thread von der Administration stehen gelassen und nicht als Werbung gelöscht wird. :?



Und flott geht es hier weiter mit Werbung. Manche sind einfach unbelehrbar. :?
Hallo Kallie,
ein Freund von mir bekommt in den nächsten Tagen eine 24 Stunden-Betreuung. Wie die Erfahrungen dann aussehen werden, werden wir sehen. Die Kosten werden übernommen.
Auch kannte ich eine Person, die 14 Tage in dem Haushalt der zu pflegenden Person gelebt hat und dann wurde sich abgewechselt. Es kam also eine zweite Pflegeperson für 14 Tage in die Wohnung.
Von dem Freund weiß ich, dass er 6 Personen für eine Rundumpflege benötigt. Warum, habe ich nicht gefragt.
Ich denke, es kommt auch auf die Person an, die pflegt. Die Chemie zwischen den Beiden muss stimmen. Schließlich ist man dann 14 Tage rund um die Uhr mit dieser Person zusammen. Und im Krankheitsfall und Urlaubszeiten braucht man Ersatz.
Der Vorteil: Man lebt in seinem eigenen Haushalt und die Pflegekräfte sind sofort verfügbar. Es ist ein intensives Miteinander.
Eigentlich stellt sich die Frage gar nicht. Wer die Möglichkeit hat, sollte es versuchen.

Gruß naturfreundin67
Kostet ca. 20 - 30.000 Euro im Monat.