Dann behält er die, die da sind. Ein Betreuer darf mit dem Vermögen eh nicht spekulieren
deshalb - leben, leben, leben .....
und nicht knausrig sein - es ist später als man denkt.
Gönnt euch was - was euch Spass macht und genießt einfach ;-)
(das letzte Hemd hat keine Taschen)
Melissa56 hat geschrieben: Gundulabella:
Wenn dein Vermögen überwiegend aus Aktien besteht,

was passiert denn, falls du noch einen Betreuer bekommst ?

Wenn der sich jetzt nicht mit Aktien auskennt ?


das mit einem "gesetzlichen" Betreuer ist noch einmal ein anderes Problem.....

der Notar hat mir eine gesetzliche Betreuerin genannt - doch deren erste Handlung war, mir ihren Tarif zu mailen und nachzufragen wieviel Vermögen ich habe....

das war mit ein Grund, warum ich die ganze Sache abgeblasen habe....
jetzt möchte ich bei der Betreuungsverfügung die jeweils zuständige Betreuungsbehörde vor Ort zwischenschalten......

ich hatte ja alles soweit fertig - Testament, Patientenverfügung und und.....
Gundulabella..... du könntest doch dir einen Termin zunächst in deinem örtlichen Betreuungsverein holen... zur Beratung.
Da gehts erstmal nicht um Geldsummen etc.
Ein Freund von mir ist tätig über den Betreuungsverein als ehrenamtl. Betreuer. Er bekommt eine festgelegte Summe für seine Tätigkeit, nämlich 400€/Jahr.
Diese Summe müsste bei Inanspruchnahme des Kunden der Kunde auch aufbringen...zumind. wenn der Kunde es sich finanziell leisten kann.
Dann gibts noch die gerichtlich bestellten Betreuer, die viele Kunden betreuen, meist beruflich u. ganz gut daran verdienen.

Was ich so beobachte ist, dass die ehrenamtl. bestellten Betreuer oft eine sehr gute Arbeit leisten.
hab mit dem Betreuungsverein in der Nähe telefoniert - es war auch ein Mitarbeiter da - hat nicht funktioniert......
nehme einen zweiten Anlauf Ende des Jahres.....
Notar/Testament/Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht/Betreuungsverfügung....
Mein Mann und ich haben dass alles mit vor der Hochzeit mit gegenseitigem Erbvertrag, der nach der Heirat in Testament umgewandelt wurde, geregelt.
Zuerst erbt der Längstlebende, alles. Nach dessen Tod (oder bei gleichzeitigem Tod z.B. Autounfall) erbt der Tierschutzverein Rheinisch-Bergischer Kreis, mit der Auflage sich um die zu diesem Zeitpunkt im Haushalt lebenden Tiere zu kümmern. (Hund /Fische) alles was an Vermögen und Sachwerten vorhanden ist.
Gundula ist aber nicht verheiratet. :wink:

Ich halte sehr viel von "Ärzte ohne Grenzen", viele Mediziner arbeiten dafür in ihrer Freizeit/Urlaub eine bestimmte Zeit in Afrika usw., sowie "Licht für die Welt", denn wer nicht mehr blind ist kann arbeiten und für seinen Lebensunterhalt sorgen. So eine Augenop. wegen des verbreiteten Stars kostet nur Euro 30,--.
Eine weitere Möglichkeit, deren Nutzen sofort sichtbar ist, wäre einen Brunnen für ein Dorf in Afrika zu spenden, damit Frauen oder Kinder nicht täglich viele Kilometer um einen Kanister Trinkwasser gehen müssen. Es gibt Organisationen, die Vertrauensleute vor Ort haben und die Arbeiten überwachen.

Der Staat kann nur das Vermögen kassieren, das im Anlass- oder Todesfall noch vorhanden ist. Was du vorher verteilst steht nicht mehr zur Debatte.
Zitat Hawaii.75:
"Der Staat kann nur das Vermögen kassieren, das im Anlass- oder Todesfall noch vorhanden ist. Was du vorher verteilst steht nicht mehr zur Debatte."


Ein Staat, der es ohne Gegenrede hinnimmt, dass die Alten als "nutzlose Esser" (Zitat Henry Kissinger) bezeichnet werden, sieht von mir nicht einen Cent. Eher verpulvere ich alles und lasse die Puppen nackt auf meinem Tisch tanzen oder vererbe alles an unser örtliches Tierheim.
@Hawaii 75
Ich bin seit 2009 Witwe, dass Testament besteht weiter und nach meinem Ableben bekommt der TSV alles. Der Staat bekommt nichts, der hat genug Steuern kassiert. Die Tiere brauchen jeden Cent, sie sind im Gegensatz zum Menschen ehrlich und treu.

@Ostseeluemmel
Mache Dein Testament zu Gunsten des Tierheims. Ich wünsche Dir noch viele gesunde Jahre in denen Du das Leben genießen kannst.
Ich finde, die meisten Organisationen, egal ob Tierschutzverein, Ärzte ohne Grenzen, Licht ins Dunkel, ein Herz für Kinder und 1000 weitere machen einen guten Job. All denen euer Vermögen zu vererben ist sehr lobenswert.
Nur gibt es halt sehr viele bedürftige Menschen, die im Hier und Jetzt in Not sind, die von niemanden unterstützt werden. Daher ist es mir ein Bedürfnis gerade hier zu helfen. Da helfe ich schon seit vielen Jahren und werde dies weiterhin machen
solange ich in der Lage bin. Da ich auch gerne und gut lebe, erübrigt sich sowieso, dass ich am Ende noch Reichtümer übrig hätte. Die Wohnung erbt mein Sohn.

Einen schalen Beigeschmack gibt es allerdings, wenn man zu Lebzeiten sein Geld verteilt. Je mehr ich spende, desto mehr Bettelbriefe bekomme ich.
Es ist schon interessant welche Empfehlungen gegeben werden.
Hier ein persönliches Erlebnis.
Eine Tante ist im vergangenen Jahr im Alter von 102 Jahren verstorben. Nach dem Krieg wurde sie von einer nicht verwandten Familie aufgenommen und hat deren Haushalt geführt. Diese Familie bekam 5 Kinder. Meine Tante war für mich immer unverheiratet und kinderlos. Bis vor etwa 30 Jahren hatten wir noch regen Kontakt.
Ein Mädchen von den Fünfen hatte ein sehr inniges Verhältnis zu meiner Tante und hat sie bis ins hohe Alter in ihrem Haus gepflegt. Das Testament wurde, zu recht, überwiegend zu ihren Gunsten gemacht. Das Amtsgericht ist anderer Meinung und hat Nachforschungen nach noch lebender Verwandtschaft gemacht.
Nun bin ich als ein „potentieller gesetzlicher Erbe“ genannt und wurde aufgefordert noch Angaben zu den Geschwistern der Erblasserin und deren Abkömmlingen zu machen. Das Verfahren läuft und läuft.
Habe inzwischen die Bedachte ausfindig gemacht und ein sehr, sehr langes Gespräch geführt. Eine gute Entscheidung habe ich für mich getroffen, da ich genügend Glück und Erfolg im Leben hatte.
So einfach ist es doch nicht, alles irgendwohin zu vererben, da gesetzliche Erbfolge mit Pflichtanteilen noch vorhanden ist.
Mit "der Staat kassiert das Vermögen" habe ich den Pflegeregress gemeint, der aber vor einigen Jahren in Österreich abgeschafft wurde. Es war so, dass Erben im Nachhinein z.B. Pflegeheimkosten verrechnet bekamen, wenn Haus- oder Grundbesitz vererbt waren und das gleich 5 Jahre im Nachhinein.
Wie das derzeit in Deutschland gehandhabt wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber nach der derzeitigen Explosion an Gesundheitskosten kann man annehmen, dass solche Vorteile wieder abgeschafft werden und der Zugriff auf das Vermögen per Gesetz eingeführt wird.
Der Staat kassiert ja auch Erbschaftssteuer, wenn man vorher was verschenkt Schenkungssteuer, je nach Höhe der Schenkung/ des Vermächtnisses 7- 30%
Wie @leonetta geschrieben hat, wäre für mich in Österreich das St. Anna Kinderspital eine Option, genauso wie die Rote Nasen Clowndoctors und das Neunerhaus, wo obdachlosen Menschen geholfen wird. Auch das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien, wo auch unversicherte kostenlos behandelt werden, wäre für mich denkbar.
Erkundige dich doch in deiner Gemeinde nach ähnlichen Einrichtungen bzw. auch bei der örtlichen Pfarre ob es bedürftige Mitbürger gibt, denen du mit deinem Erbe direkt helfen könntest.
An eine der großen Organisationen wie Rotes Kreuz, Caritas etc. würde ich deshalb nicht denken, da dort logischerweise ein Teil der Spenden für die Verwaltung verwendet wird und auch verwendet werden muß, um den Betrieb aufrecht zu halten.
Das RK arbeitet mit wenigen Hauptberuflichen (Enkel und Nachbar sind dort), hat aber viele Zivildiener und Freiwillige.