wie anders, verehrter Fumaria ? !
Grundbegriffe für ein liebevolles und konfliktarmes Zusammenleben müssen beide Geschlechter gleich lernen.
Fumaria1 hat geschrieben:
Gundulabella hat geschrieben: hätte man ihm das Tablet entzogen, wäre er erst recht zornig geworden und hätte sich vielleicht noch mehr von seinen Erziehern entfernt....
ganz abgesehen davon, dass Erpressung noch nie funktioniert hat..... :!:


Ich verstehe diese Ansicht , aber sie ist und bleibt eben weiblich. Die Männerwelt funtioniert anders, ohne darauf jetzt näher einzugehen, das Militär wußte schon immer wie man Verlässlichkeit erzieht. Leider auch bis hin zum selbstverleugnenden Kadaver-Gehorsamkeit und zur Nibelungentreue.
Wichtig ist dabei nur dass man eben Jungs anders erziehen sollte als Mädchen und daher auch die Väter so wichtig sind.


ach nee.....tatsächlich ?

für die Jungs waren die Mütter wichtig....
und ja - mein jüngerer Bruder hat von meiner starken Mutter profitiert :!:

nur - wo sind die (starken) Väter für die Mädels geblieben ?

ich hatte z.B. nie einen Vater, der ein Vater für mich war.....
mein Vater war ein Mann, der meine Mutter dringend gebraucht hat - und sonst gar niemanden.....
er ist seelisch und körperlich kaputt von Rußland zurückgekommen.....

und jetzt sag ich Dir mal was:
ich kann mich nicht erinnern, dass mein Vater mich jemals auf den Schoß genommen hat und jetzt frage ich dich:

wer hat sich jemals um die Mädchen gekümmert, die keinen Vater hatten ?
wer kümmert sich heute um die Mädchen, die nur eine alleinerziehende Mutter haben - und sonst niemand ?
Gundulabella hat geschrieben: hätte man ihm das Tablet entzogen, wäre er erst recht zornig geworden und hätte sich vielleicht noch mehr von seinen Erziehern entfernt....


Ja und ?

Das ist ja das Kernproblem von Eltern: Angst, dass die lieben Kleinen sie nicht mehr lieb haben. Da schluckt man dann eben vieles runter, statt an das zu denken, wofür sie da sind: ihre Kinder gut ins Erwachsenenleben zu bringen.
Und dazu gehören Erfahrungen mit Konsequenzen bei Fehlverhalten und das Setzen von Grenzen. Denn das wird ihnen ein Leben lang begegnen.
Erst im späten Alter die uralt-Weisheit lernen zu müssen "Was Du nicht willst, was man dir tue....", macht es nicht einfach.

Insofern kneifen die Eltern vor dieser Verantwortung.

Solche Damen und Herren Eltern, die stets kurzsichtig nur in der jeweiligen Situation handeln (oder eben aus Angst auch nicht handeln),
sind einfach nur Ich-bezogen.

Da ist dann das Vorbild, an dem es ja angeblich nicht liegen könne. Das wahre Vorbild, das Kinder sehr wohl spüren und übernehmen.

Das, was diese Eltern ihren Kindern vorwerfen, leben sie ihnen vor und beschweren sich dann auch noch. Können die Welt nicht verstehen, wo sie doch immer sooo lieb zu ihren Kindern waren.



Gundulabella hat geschrieben: ganz abgesehen davon, dass Erpressung noch nie funktioniert hat..... :!


Erpressung ??
Wo ist denn hier die Erpressung, wenn Absprachen ernstgenommen und deshalb auch eingefordert werden?
das sehe ich nicht so......
wenn Eltern zu ihren Kindern sagen:
wenn Du mir im Garten (oder sonstwo) hilfst - dann bekommst du dein Tablet....
das ist in meinen Augen Erpressung.....
und ich sage nochmal - so funktioniert Erziehung nicht, denn genau dieses "erpressen" geht irgendwann in die Hose.....
denn je älter die Kinder werden, desto weniger lassen sie sich erpressen !
Gundulabella hat geschrieben: das sehe ich nicht so......
wenn Eltern zu ihren Kindern sagen:
wenn Du mir im Garten (oder sonstwo) hilfst - dann bekommst du dein Tablet....
das ist in meinen Augen Erpressung.....
und ich sage nochmal - so funktioniert Erziehung nicht, denn genau dieses "erpressen" geht irgendwann in die Hose.....
denn je älter die Kinder werden, desto weniger lassen sie sich erpressen !


Entschuldige aber man merkt das Du selbst keine Kinder hattest. Denn das ganze Leben funktioniert eben so. Also mit Erpressung, wie Du es nennen willst. Ich nenne es einfach Angebot und Nachfrage oder die lakonische Tatsache dass es nun einmal nichts umsonst gibt und man für alles was man haben will einen Preis bezahlen muß.
Das ist nicht Erpressung, das ist das Belohnungssystem.

Seien wir doch ehrlich, wir Erwachsenen arbeiten doch auch nicht gern umsonst :)
vielleicht gerade deshalb, weil ich nie Mutter war, kann ich mich an diesen großen Zorn erinnern, den ich damals hatte.....
und ja - ich konnte/kann mich noch nicht einmal darauf berufen, weil ich ja in einer "perfekten" Familie gelebt habe.....

besser als dieses "Belohnungs-System" ist das Bewußtsein, dass man als Kind ernst genommen wird - dass man einem Kind nicht sagt:
"das schaffst/kapierst du doch sowieso nicht"....sondern dass man einem Kind vermittelt:
"alles was denkbar ist für dich - das kannst du später versuchen zu verwirklichen"...

ich glaube und sehe, dass ein depressives Elternteil ausreicht, um ein Kind auszubremsen....
Sowohl zum Erpressungs- wie zum Belohnungssystem gehören immer 2, die das miteinander spielen.

Eine andere Variante sind Osterhasy oder Christkind, aber bei denen kann man sich nicht darauf verlassen, dass man das Gewünschte kriecht, und wenn doch, dann ist es das falsche Modell mit dem Knopf auf der unkuhlen Seite.

Irgendwann kapieren es die Heranwachsenden, dass die einzig funktionierende Methode ein handfester Deal sind, bzw. eben die Macht des eigenen Sparschweins, dass im Glyxfall von einem wohlmeinenden Urfahr gefüttert wird, oder aber eben mit dem Lohn der selber erbrachten Arbeit. Das ist die zuverlässigste Methode, genau das richtige Tablet zu bekommen. Wenn auch nicht unbedingt die chilligste.

Wer sein Leben mit Erpressdödeln bestreitet, darf sich nicht beklagen, dass er von lauter Dödeln umgeben ist.
Irgendwo zuvor stand geschrieben 'Jungen und Mädchen müssen unterschiedlich erzogen werden' .

Warum nur? Warum am Geschlecht fest machen?
Sehen wir mal von den Genitalien ab die bei Baby-Jungs/Baby-Mädchen ein unterschiedliches 'Handling' erfordern, so haben sie (erstmal) doch alle die gleichen Bedürfnisse. Nach und nach zeigen sich Charaktereingenschaften auf die dann mitunter individuell eingegangen werden muss. Aber 'erziehen', 'erziehen' müssen wir alle Kinder gleich egal welchen Geschlechts ... für alle gelten doch die selben Werte.

Und ja, den kleinen Kindern fehlen kompetente und verlässliche Männer - den Jungs genauso wie den Mädchen.
Männer die positiv eingestellt sind und nicht ausgelaugt und frustiert von wegen ihrer Karriere ......
Männer, die stark genug sind, den Erziehungsbeitrag NICHT nur ihrer Frau (oder Exfrau) zu überlassen !

manchmal habe ich das Gefühl, dass es einfach zu viele "schwache" Männer gibt....auch in der Nachkriegs-Generation.....
immer wieder denke ich:
"eigentlich" brauchen die meisten Männer eine starke Frau .......nur soll es nach
außen nicht bemerkt werden
wobei ich in der jungen Generation eine Wandlung sehe....
die Männer werden wieder stärker - das Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern pendelt sich wieder mehr ein.....
Jaja die Männer, die Männer, da ist Gundu schon ein Kenner, sind ja schliesslich alle gleich...
Wenn sie alle so wären wie meiner gewesen ist,
wäre die Welt ein Stück weit angenehmer. :D
@Gundulabella Du schreibst
>> manchmal habe ich das Gefühl, dass es einfach zu viele "schwache" Männer gibt....auch in der Nachkriegs-Generation..... <<


Vielleicht gibt es auch einfach nur zu viele rechthaberische Frauen nach dem Vorbild von Alice Schwarzer, mit denen sich die Männer nicht auseinandersetzen wollen. Ich scheine ja auch der einzige Mann zu sein der hier mit schreibst, und ich weiß auch wovon ich schreibe, denn ich habe mit Sicherheit u. a. mehr Windeln gewechselt als manche Frau hier. Das Problem das ich sehe ist einfach dass Frauen Knaben zu keinen Männern erziehen können, sondern nur zu Muttersöhnchen.
Zum Muttersöhnchen? Das würde ich nun gerade nicht sagen, aber ich denke, Frauen fehlt es oft an Durchsetzungsvermögen?
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