gestern... zu meinen Enkeln, die ich zwei Monate nicht gesehen hatte und die 10 Min. … auf Abstand.... vor der Tür standen....

Ist doch schwer verständlich die momentane Situation für Kinder und da müssen sie doch wissen, dass sie... trotz Abstand... geliebt werden.
... empfunden, dass es liebe sein könnte und du gespürt, dass könnt es jetzt sein ...

jedesmal. und dafür bin ich dankbar.
Die Worte 'Ich liebe dich' sollten m.E.mit Bedacht gewählt und nicht zur Floskel mißbraucht werden (z.B.als Schlusssatz nach jedem Telefongespräch mit dem Partner oder den Kindern). Dieser Liebesbeweis entfaltet nur dann seine volle Bedeutung, wenn der/die Angesprochene diese Worte in einer sich bietenden Gelegenheit als eine echte Liebeserklärung in ihrer vollen Bedeutung entgegennimmt und auch so versteht. Bis zu dem Tod meiner Frau haben wir in unserer 50-jährigen Ehe es so gehandhabt. Die gegenseitige Liebe wurde von uns tagtäglich gelebt und die Worte 'Ich liebe dich' nur hin und wieder (zumeist in einer besonders emotionalen Situation) gesagt. Die Situation bekam dadurch eine beinahe feierliche und intensive Bedeutung. Die Liebe endete so, wie sie begann: In vollständiger Harmonie (auch ohne uns immerzu die drei Worte vorzusagen).
So sehe ich das auch. Liebe zu leben ist bedeutend intensiver, als diese gesprochenen 3 Worte jemals ausdrücken können. Werden diese 3 Worte täglich ausgesprochen, verlieren sie sehr schnell ihre Bedeutung und sind einfach nur noch eine dahergesagte Floskel.
Das passivische „Lieben“ ist lediglich ein besonderes Mögen, was aber weder was mit dem ebenfalls passivischen "Begehren" zu tun hat, noch mit der aktivischen "Zuneigung", die man Jemandem angedeihen lässt, indem man ihm besondere Aufmerksamkeit schenkt, und auch nix mit den ebenfalls aktivischen "erotischen Gunstbezeichnungen" zum Zwecke der Befriedigung des eigenen Sexualtriebes, welche man von Anderen zum Dank für die eigenen Leistungen erwartet.
ach geh,

wenn einem danach ist, dann sagt man es, ganz spontan, einfach weil es gerade so ein Gefühl ist......
Ja, es schmeichelt der Eitelkeit eines Jeden, der begehrenswert sein will, und täuscht ihn wirkungsvoll darüber hinweg, dass es auch eine angemessene Anstrengung kostet, um für Andere liebenswert zu werden, und vor Allem auch, dauerhaft liebenswert zu bleiben, um dafür eine gleichwertige Gegenleistung verlangen zu können!
So wie Melissa sehe ich das auch und es tut mir nicht leid, wenn ich es gesagt hab...muß am 20 d. M. gewesen sein und war ehrlich gemeint.Allerdings bin ich auch gegen inflationären Gebrauch, wie Apollon1506 es meint!
Wenn man jung ist verwendet man diese Worte fast inflationär und erwünscht sich oftmals irgend eine Reaktion.
Älter, vorsichtiger, nicht ängstlich aber wirklich nur auf seine tiefe "innere Stimme" hörend, in stimmigen Situation gesprochen vermitteln diese Worte die ehrliche Nähe zu einem Gegenüber.
ich bin verwundert, wie sehr sich darüber ausgetauscht wird.. über sehr schöne Worte, die man einem Menschen sagt

meinen Kindern sag ich es nicht so oft, da handele ich eher, sie gehen umgekehrt genauso mit mir um... aber wir sagen es, wenn wir es sagen mögen

meinem Partner sage ich es nach anfänglicher Scheu auch, einfach weil es uns gut tut, einen Verbrauchsverschleiss will ich da auch nicht, es passiert halt einfach und so soll es ja auch sein
..... Meinen Kindern sage und schreibe ich auch mal, dass sie das beste und wertvollste sind was ich je erhalten habe!
diese Momente kommen einfach von Herzen ...
Wenn meine momentanen innerliche Gefühle mich animieren dies meinem
gegenüber sagen zu müssen, dann tue ich es und habe auch keine Scheu davor.
Wenn man sich gerne hat kommt das mal öfter mal weniger oft vor.
Je nach Stimmungs und Gefühlslage.
filofaxi hat geschrieben: Ja, es schmeichelt der Eitelkeit eines Jeden, der begehrenswert sein will, und täuscht ihn wirkungsvoll darüber hinweg, dass es auch eine angemessene Anstrengung kostet, um für Andere liebenswert zu werden, und vor Allem auch, dauerhaft liebenswert zu bleiben, um dafür eine gleichwertige Gegenleistung verlangen zu können!

Klingt so, als müsstest du jede Menge Anstrengungen unternehmen, um für "andere" erstmal liebenswert zu werden..., es dann zu sein... und auch noch zu bleiben!
Eitelkeit und zu erbringende "gleichwertige" Gegenleistungen zu verlangen(!???) passt für mich da schon mal überhaupt nicht.

Wenn ich das lese, dann glaube ich, du sezierst Gefühle wie ein Chirurg und hast aufrichtige Liebe noch nie erlebt... Schade...

Liebe ist...! Und passiert einfach so...
Sie schleicht sich zwar oft erst nach einiger Zeit des Kennenlernens ein, doch wenn, dann braucht's keine Anstrengung, sondern einfach nur Verständnis füreinander...
Und wenn das fehlt, dann ist's halt keine Liebe....

Ach so..., zum eigentlichen Thema: ... Ist noch keine zwei Tage her...
Und da wir im "letzten Drittel" unseres Lebens sind, gehe ich selbst zwar nicht inflationär damit um, doch auch nicht geizig... :wink:
Wer weiß, wie lange ich noch Gelegenheit dazu habe....
filofaxi... so ein Mann wie Du wäre mir echt zu anstrengend. Ich hoffe nicht, dass Du in Deiner Partnerschaft alles so genau zerpflückst/auseinander nimmst. Da gibts wohl nix spontanes - sorry, geht mich nix an.

Ich muß zugeben, zu meinem Sohn oder meinen Enkelkindern habe ich noch nie gesagt 'ich liebe dich' und werd's auch nie sagen. Dieser Satz gilt nur für meinen Partner. :mrgreen: