@Tigerweibchen
Für mich liest sich das nicht nur wie Deine persönliche Meinung, sondern wie ein Anklage an alle, doch jetzt endlich mal das Richtige zu tun.

Es klingt so, als ob Du der Meinung bist, dass hier noch nie jemand über „richtiges Reisen“ nachgedacht hat.
Nicht NIEMAND, sondern VIELE !
Die Menschen wollen immer mehr, immer öfter, immer billiger......
und zu wenige denken über die Folgen nach ! :(
So wie du dich jetzt ausdrückst, kann man dir durchaus zustimmen,.

Vielleicht solltest du deinen Umgangston und deine Wortwahl einmal hinterfragen, denn du hast 'alle' beschimpft.! Um 21:16 Uhr sagst du schon wieder: "Die Menschen" , warum? Das macht doch deine vorherige Aussage unglaubwürdig!
Jedes Wort auf die Waagschale zu legen, das wird mir jetzt zu mühseelig !
Ich verabschiede mich an dieser Stelle aus dem Forum und wünsche Euch alles Gute !
@tigerw
So wie Du Dich hier im Reiseforum darstellst, scheinst Du selbst als Reisende noch nicht viel herum gekommen zu sein und schließt deshalb von Dir auf Andere.
Prospekte? Fernsehdokus? Abhaken? Mir fehlen praktische Beispiele aus Deinem "umfangreichen" Erfahrungsschatz mit Reiseformen, -zielen und echten Vielgereisten.
Auf welcher Basis pauschalisierst Du sonst so und glaubst die Leser hier beurteilen bzw. kritisieren zu können?! Begeistere uns hier mit Deinen Reiseerlebnissen. Dann wird Dein Rat sicher gerne angenommen.

Gespannt auf Deine Reiseberichte ist eine Viel(-seitig)gereiste mit Vorlieben wie das Eintauchen in das Leben von Land und Leuten, Landschaften in Deutschland, Europa, Afrika und Asien, erobert zu Fuß, mit ÖV, auf eigenem Kiel, wenig mit Bahn, etwas mehr mit Auto und Flugzeug.
Das Thema ist zu wichtig für uns alle, sodass man nicht einfach ja oder nein sagen kann!

Die CORONA-Krise hat die Reisebranche schwer getroffen, das ist nicht zu leugnen. Wir sollten alle gemeinsam überlegen, wie wir das Reisen künftig -auch im Hinblick auf unser Klima- vernünftig regeln können und wollen. Ich persönlich war z.B. schon immer gegen die "Billigflieger", kann aber akzeptieren, wenn aus bestimmten Gründen ein Flug unumgänglich ist.

Dass Reisen etwas Schönes ist, bestreitet niemand, aber es gibt zum Glück auch hier in Deutschland viele Menschen, die es gar nicht in die Ferne zieht. :o Auch das sollte man nicht schlecht reden, sondern ganz einfach akzeptieren. Diese Menschen haben viele Gelegenheiten, hier einen wunderschönen Urlaub zu erleben und neue Eindrücke zu bekommen. Ich kenne inzwischen sehr viele schöne Gegenden ausserhalb der Reise-hotspots. Es macht ein bisschen Mühe, aber es lohnt sich! :D

Unsere persönliche Freiheit ist uns allen sehr viel wert, aber ich verstehe nicht, dass manche Menschen unter diesen ungewöhnlichen Umständen nicht mal ein Jahr lang aufs Fliegen oder "in ferne Länder verreisen" verzichten können oder wollen - und dass sie danach nicht freiwillig ein paar Tage zuhause bleiben....Das würde ihnen und uns allen gut tun.

Nächstes Jahr sind wir bestimmt klüger, davon gehe ich aus......................
sonntagskind
Moderatorin der Regionalgruppe WESTALLGÄU
Es ist sicherlich wichtig und richtig, über dieses Thema zu reden, aber es bringt überhaupt nichts, den Mitmenschen die Vorstellungen des eigenen Reiseverhaltens aufdrängen zu wollen.

Natürlich hat die Corona-Krise die Reisebranche schwer getroffen, aber eben viele andere Branchen auch! Ob wir jetzt unser Reiseverhalten gemeinsam regeln können oder wollen, wage ich mal zu bezweifeln. Es wird sicherlich auch nicht funktionieren, von seinen Mitmenschen einen (Flug)reiseverzicht zu erwarten.

Schön wären Diskussionen ohne Wertung und Bevormundung, denn ich bin sicher, dass die ganze Geschichte auch positive Auswirkungen für die Zukunft haben wird, denn, weil eben so viele Branchen betroffen sind, wird es sich (hoffentlich) z.B. mit dem 'Ballermanntourismus' von selbst erledigt haben.

Sicherlich werden zukünftig ganz viele Menschen berufliche Abstriche machen müssen, aber ich wünsche ihnen, dass sie ihre normale Existenz aufrechterhalten können.

Das Reiseverhalten fast aller Menschen wird sich ohnehin verändern, denn es werden sich z.B. viele Geschäftsreisen auch in andere Kontinente erübrigen, da sich durch diese Krise gezeigt hat, dass vieles durch Videokonferenzen erledigt werden kann.

Positive Geduld ist jetzt gefragt.

.
Ich war die letzten Tage in den Weinbergen spazieren.

Wien ist davon umzingelt.
Die ersten Trauben sind reif, die Sonne am späten Nachmittag bringt sie zum Glänzen, es duftet nach dem Heu der zweiten Maht ...

Und wo der Wein wächst, gibt es die wunderbaren Kellergassen.
Da steht ein buntes Häuschen neben dem anderen, fensterlos und geheimnisvoll ...

Geht man hinein, führt ein dunkler Gang durch die Lehmwände lange nach unten, und plötzlich öffnet sich die Schatzkammer - der Weinkeller .
Ein Dom unter Gewölbekuppeln, weit verzweigt, und es duftet leicht nach Moder und und dunklen geheimnisvollen Aromen.

Manche der Weinkeller haben "ausgsteckt" - ein Kräuterbüschel hängt über der Tür und es brennt ein kleines Licht.
Dort kann man einkehren.

Man trinkt den hauseigenen Wein, verspeist Brote und tratscht mit dem Weinbauern.
Und dann wackelt man in der Abenddämmerung den Weinberg hinunter, immer mit einem Blick auf die Donau, steigt in die Straßenbahn und fällt glücklich ins eigene Bett.

Ich habe bis heuer nicht gewusst, was der Nahbereich einer Großstadt alles bieten kann.
Ich habe beschlossen, bis zum Wintereinbruch jede Kellergasse zu besuchen, die mit Öffis zu erreichen ist.
Es gibt viele davon ...

Ich liebe Italien, eigentlich die große weite Welt, aber wie sehr ich meine Stadt liebe, kommt mir heuer zu Bewusstsein wie nie zuvor.

Ohne Corona wäre ich jetzt in Georgien.
@barbera
....und danach ein Bad in den in der Stadt aufgestellten Pools!
Wurde gestern in den ZIP3 Nachrichten berichtet.
Ist eine Bank für FKKler auch aufgestellt?
Weist du genaueres? :wink:
In diese Badewanne dürfen nur 6 Leute rein.

Ich geh an die Donauinsel - da ist mehr Platz.
barbera hat geschrieben: Ich war die letzten Tage in den Weinbergen spazieren.
Wien ist davon umzingelt. Die ersten Trauben sind reif, die Sonne am späten Nachmittag bringt sie zum Glänzen, es duftet nach dem Heu der zweiten Maht ...
Und wo der Wein wächst, gibt es die wunderbaren Kellergassen.
Da steht ein buntes Häuschen neben dem anderen, fensterlos und geheimnisvoll ...


Danke Barbera für diesen Beitrag zum Thema! :D
Wir haben hier am Neckar auch viele Weinberge, aber diese Kellergassen, die du beschreibst, gibt es in unseren Weinbergen nicht; sie zu entdecken und zu begehen, ist bestimmt für viele ein besonderes Erlebnis.

Genau das können wir alle erleben, wenn wir mit offenen Augen und Ohren unsere nähere Umgebung "besichtigen". Dazu passt z.B. auch der kürzlich gepostete BLOG von Karlheinz93 über die wunderschöne Arbeitersiedlung der Firma Krupp "Margarethenhöhe" in Essen.

Ich wünsche mir noch viele weitere interessante Entdeckungen unserer 50plus-Mitglieder in ihrer näheren Umgebung/Heimat....
sonntagskind
Moderatorin der Regionalgruppe WESTALLGÄU
Ich lebe seit über 25 Jahren an der Costa del Sol, in Torremolinos, und bin in dieser Zeit weder in Urlaub geflogen noch besitze ich ein Auto. Meine CO 2 Bilanz ist also vorbildlich. Aber die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß, schlecht und gut.
Seit dem Lockdown am 15. März kämpfen die Menschen hier ums nackte Überleben.
Sogar in der Hauptsaison im Juli/August hatten wir an der Costa del Sol nur ca. 10 % der Touristen von 2019.
In erster Linie denkt man an die Hotels, Restaurants, Cafés, Bars und Geschäfte, die mangels Kunden wieder schließen müssen. Aber außer den Rentnern und Lehrern sind fast alle betroffen. Die Taxifahrer, Strandwächter, Musiker, Entertainer, Flohmärkte, Museen, Golfplätze, Kulturveranstaltungen, Sprachschulen, Lieferanten, Strandliegenvermieter, Flughafenpersonal und Tourismusbüros. Selbst unsere einzige Fabrik (San Miguel Bier) hat ihre Produktion um 90 % runtergefahren.
Keine Touristen - keine Jobs - kein Geld.
Den Gemeinden fehlen die Gewerbesteuern und der Sozialversicherung die Beiträge.
Die Räumungsklagen vor Gericht wegen unbezahlter Mieten sind im Juli und August 2020 um 300 % gestiegen.
Auch meine besten Freunde, die hier seit vielen Jahren ein Restaurant, eine Bar, bzw. ein Modegeschäft betreiben sind pleite und werden ab September für immer schließen, da die Kosten höher als die Einnahmen sind.
Ist das Nicht-mehr-fliegen wirklich eine Lösung für die Menschen?
Vielleicht nicht unbedingt eine Lösung aller Probleme, aber immerhin geben die Menschen die zu Hause bleiben, ihr Geld da aus und stärken das unmittelbare eigene Umfeld wirtschaftlich. Somit ist es zumindest eine regionale Hilfe, selbst wenn sich die Reisen auf das eigene Land beschränken.
cron